Vortrag Bieneninstitut Kirchhain Überleben der Gattung Bienen durch die Betrachtung d

  • der ganze Vortrag ist interessant, aber die letzten 20 Minuten um so mehr.

    Wer stets begreift was er tut, lebt unter seinen Möglichkeiten. Und. Ich leide nicht an Realitätsverlust, ich genieße ihn.

  • Das Umdenken und Mitdenken aller Bienenhalter ist zuviel verlangt und solange Massentierhaltung und Profitdenken gelebt wird, ist keine schnelle Besserung in Sicht, wenn überhaupt noch möglich in unserer globalisierten Welt.
    Die Einsicht ist bei vielen zur Ansicht verkommen, wenn überhaupt noch hinterfragt wird und verstanden werden will.


    Ohne Wissen ist alles Nichts und Nicht-Wissen macht nix, nur wer Demut besitzt, Lernen und Erfahren möchte...wird sich auch positiv weiterentwickeln "dürfen".


    Die Grundbedingungen der Bienenhaltung sind entscheident und nicht Behandeln kann sich auch nicht jeder erlauben, sonst scheidet sich noch die Spreu vom Weizen und viele Imker und Hobbybienenhalter werden arbeitslos, weil "alle" Ihre Völker ehrlicherweise absterben....


    Die gemeinsame Kommunaktion ist der Schlüssel zum Erfolg, nicht nur bei den Bienen, aber das Thema muss dann auch wohl eher spirituell Gedacht und über Generationen hinweg betrachtet werden.



    Aber imkern heisst ja auch Gott spielen, wer will den nur hoffen und zuschauen, dass Fazit welches ich aus dem Bericht nachvollziehe, ist nicht Behandeln und öfters mal sterben lassen...besser noch Sterbehilfe, bevor Krankheit verschleppt wird oder Kranke Drohnen zur Paarung kommen.


    Diese Ansicht werden die meisten nicht teilen wollen und sind wohl auch nur ein Teil des Spektrums für einen gesunden Bien.




    Auch wenn es nicht zwingend hierher passt.
    Zum Thema Nächstenliebe, nettes Intro
    https://www.youtube.com/watch?v=wE9sKJiwNEs

  • Das Umdenken und Mitdenken aller Bienenhalter ist zuviel verlangt und solange Massentierhaltung und Profitdenken gelebt wird, ist keine schnelle Besserung in Sicht, wenn überhaupt noch möglich in unserer globalisierten Welt.


    Laber Rhabarber. Du lehnst Dich ziemlich weit aus dem Fenster und bist gegenüber recht vielen Imkern sehr, sehr unhöflich, um nicht zu sagen unverschämt.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ja eigentlich dürften wir unsere Bienen nicht mehr mit den vielen verschiedenen Säuren und anderen Medikamenten QUÄLEN. Die Milben werden immer resistenter. Jedes Jahr sterben so viele Völker. Unseret wegen. Ist das nicht eher unhöflich und unverschämt. Die Medikamente müssen immer länger und häufiger in den Stöcken bleiben. Sicher hätten wir viele Jahre keine, oder wenige Völker, aber es gibt ja mittler weile resistente Völker, die sich nur der unfähigen Allgemeinheit wegen nicht ausbreiten können. Und es gibt Imker die diese Völker dann rasant vermehren könnten. Das wäre eine tolle Lösung. Keine Medikamente mehr. Viel gesündere Bienen. Keine Kanninchen mehr auf dem Rücken (das berühmte Größenverhältniss Mensch Biene). Keinen Imkerfrust mehr. Kein Bangen, hab ich alles richtig gemacht. Stellt Euch das mal vor!!!


    So was müsste die Politik entscheiden.

    Wer stets begreift was er tut, lebt unter seinen Möglichkeiten. Und. Ich leide nicht an Realitätsverlust, ich genieße ihn.

  • Immer fluffig bleiben.


    Jaja, ich bin sowas von fluffig. Ich werd nur unfluffig, wenn jemand von irgendwo reinschneit, den Predigermodus anwirft und 'den' Imkern Dinge unterstellt, die mehrheitlich schlicht unwahr sind. Soviele Imker, die nur auf den Honigertrag schauen und denen das Wohl der Bienen gleichgültig ist, hab ich in meinem Leben jedenfalls noch nicht getroffen. Dumme ja, oder ignorante und auch reichlich idiologisch verstrahlte, aber grade weil ich so honiggeil bin, liegen mir gesunde Bienen doch so am Herzen. Müssen sie ja! Egal, den Vortrach find isch jut und da kann ja jeder mitnehmen, soviel er tragen kann.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ...Sicher hätten wir viele Jahre keine, oder wenige Völker, aber es gibt ja mittler weile resistente Völker...


    Könnte sein oder vielleicht auch gar keine.


    ... die sich nur der unfähigen Allgemeinheit wegen nicht ausbreiten können. Und es gibt Imker die diese Völker dann rasant vermehren könnten. Das wäre eine tolle Lösung. ...


    Hhm, was hält dich davon ab der Heilsbringer, der Vermehrer der resistenten Bienen zu sein?

  • Es gibt wohl mittlerweile an 3 Standorten in Mitteleuropa Völker die seit 6 oder 7 Jahren nicht behandelt werden. Du weisst bestimmt selbst, dass es immer Drohnen gibt, die Gene vererben, bei denen die Bienen nichts mit der Varroa anfangen können und insovern nur die Ausrottung der unfähigen Völker helfen würde. Deshalb ist es ja so schwer die resistente Biene zu verbreiten. Vielleicht solltest Du Dir mal den vortrag anhören?

    Wer stets begreift was er tut, lebt unter seinen Möglichkeiten. Und. Ich leide nicht an Realitätsverlust, ich genieße ihn.

  • Dann höre Dir doch am Besten den ganzen Vortrag an.

    Wer stets begreift was er tut, lebt unter seinen Möglichkeiten. Und. Ich leide nicht an Realitätsverlust, ich genieße ihn.

  • Hallo zusammen,


    ich bin etwas leid, nachgeplapperte Theorien zu hören. Da werden gern Äpfel mit Birnen verglichen, nur um "das mal gesagt zu haben...".


    Natürlich habe ich mir den Vortrag angesehen, der Mittelteil und einige Erläuterungen waren mit seinem Vortrag auf dem letzten IFT identisch. Die Fakten habe ich wohl verstanden, die daraus gezogenen Schlüsse sind die eines Wissenschaftlers. Das versuche ich bei meiner eigenen Bewertung im Hinterkopf zu haben.


    Die Problematik mit den Drohnen und allgemein der Aufspaltung der Eigenschaften ist ja nun wirklich kein ausschließliches Problem der Zucht resistenter Bienenvölker, sondern ein allgemeines! Wer Bienen mit gewünschten Eigenschaften züchten möchte, der muss zwingend mit seinen Königinnen auf eine Belegstelle gehen oder künstlich besamen. Das ist nun mal bei Bienen so und irgendwelche Zufallspaarungen werden eben nur Zufallsergebnisse liefern. Wenn ich nun der Meinung bin, daß meine Bienen resistent sind, dann würde ich diesen Weg gehen und (zumindest mein) das Varroaproblem wäre gelöst.


    So, nun gibt es nur sehr begrenzte Ergebnisse in dieser Richtung. Warum ist das so? Rennen wir nicht vielleicht einfach nur einem Mythos "Züchtung einer resistenten Biene" hinterher und zeigen dabei nur zu gern auf unsere unfähigen Nachbarimker? Ist das nicht eher ein größerer Zusammenhang von Vermeidung von Schadstoffen, passender Betriebsweise, passender Biene und schadschwellenorientierter Behandlung? Sowas lässt sich aber leider nicht so schön einfach darstellen und vermarkten.


    Gruß Jörg

  • Ist das nicht eher ein größerer Zusammenhang von Vermeidung von Schadstoffen, passender Betriebsweise, passender Biene und schadschwellenorientierter Behandlung? Sowas lässt sich aber leider nicht so schön einfach darstellen und vermarkten.


    Gruß Jörg


    Klar ist das Problem mit vielen Einzelfaktoren. Da wiederspricht glaube ich kaum jemand.


    Aber das heisst doch gerade, das man an allen Faktoren wird angreifen müssen, um zum Ziel zu kommen.
    Ich sehe auch nicht, wo sich diese Dinge wiedersprechen?
    Vermeidung von Schadstoffen, passt mit schadschwellenorientierter Behandlung (Vermeidung von unnötigen Acariziden) ziemlich gut zusammen. (Und ist eine Anpassung der Betriebsweise)


    Belegstellenarbeit ist doch letztlich nur ein Hilfsmittel, wie man von Außeneinflüssen (in dem Fall auf die Genetik der eigenen Bienen) etwas unabhängiger wird. Büchler erklärt ziemlich gut, warum unter den gegebenen Bedingungen (intensiver Varroabehandlung in der Breite) nicht damit zu rechnen ist, dass in der offenen Population eine varroaresistene Biene enssteht. Gleichzeitig besteht sicherlich das Problem, dass die in Hinsicht auf Varroaresistenz unter kontrollierter Selektion stehende (Zucht)population sehr (zu?) klein ist, um einen echten Fortschritt zu schaffen.
    Aber angesichts der (zugegeben wenigen) Beispiele, wo sich in geschlossener Population, (Inseln, Arnot Forest, Südafrika unter Behandlungsverbot) entsprechende Resistenzen herausgebildet haben, heisst das doch, dass wir in der Breite mehr Bienen unter Selektion nehmen müssen - und nicht weniger. Letzlich geben diese Beispiele die Antwort auf die Frage: "Würde die Biene mit der Varroa alleingelassen zurecht kommen? Ja sie würde!. Wir lassen es nur nicht dazu kommen weil wir immer noch Angst haben es könnte nicht klappen.
    Warum sollen wir also ausgerechnet an dem Faktor, wo wir mit Hilfe von Belegstellen und künstlicher Besamung einigermaßen unabhängig von Außeneinflüssen sein können, aufhören zu arbeiten? Wenn sich alle bequem in die Ecke setzen wollen, bis die entsprechend resistente Biene gezüchtet wurde, wird es sicher nicht dazu kommen. Und für die genetische Vielfalt der Biene wäre es geradezu eine Katastrophe, sollte diese Biene an einer Stelle herausgezüchtet werden. Diese 'perfekte' Biene würde schnell zu zehntausenden vermehrt und sämtliche anderen Bienen verdrängen.


    Also kann die Lösung nur darin bestehen, dass mehr Imker in diese Richtung züchten, aber gleichzeitig ihre eigene Linie aufrecht erhalten, um eben nicht das Risiko einer genetischen Verarmung einzugehen. Und wenn du von "Vermarkten" sprichst. Ich sehe nicht, wo ein Aufruf sich selbst diese lokal angepasste, varroaresistente Biene zu züchten eine einfache Vermarktung darstellt.


    Gruß
    Ludger