Frage zu Unterstell-Abfüllsieb 35 kg

  • Hallo alle,


    mir hat es das Unterstell-Abfüllsieb (35 kg) von Bienen-Ruck angetan. Hier stehen die Siebe senkrecht drinnen, jeweils in einer eigenen Kammer, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Da ich nicht weiß, wie viele Völker ich mal haben möchte, sollte der Honigabfüller auch gut bei wenig Völkern
    funktionieren. Da bei oben genanntem Abfüllsieb der Druck des nachlaufenden Honigs eine Rolle spielt, stelle ich mir
    die Frage, ob ich auch wenig Honig damit gut sieben kann. Aus meinem einem Volk sollen dieses Jahr durch Schwarmvorwegnahme oder Ablegerbildung erst einmal zwei Völker werden. Den Honig möchte ich natürlich auch bei geringen Mengen dann gerne mit der geplanten Neuanschaffung sieben :-D


    Sollte das funktionieren (auch wenn die Siebe senkrecht im Abfüllsieb stehen)?


    Danke
    Elke

  • Bei zwei bis fünf Völkern geht alles. Auch ein einfachstes Edelstahl Doppelsieb. Reicht völlig. Je weniger Du danach zum saubermachen hast, um so besser.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich würde anfangs erstmal zu Doppelsieben raten.
    Das gesamte System muss zusammen passen und Wärme ist das A u.O .
    Wenn du mal bissl spät schleuderst und so n Sieb durch Kristalle zu ist, dann stehste da mit nem 35kg Eimer voll Honig und nix geht mehr. Ich weiss, es gibt genügend Imker die damit arbeiten und zufrieden sind, ich bin es jedenfalls nicht. Hab die Version mit 50 kg Zylindersieb und mit stehendem (senkrecht wie diese Version die du ansprichst) durch und bin wieder bei Doppelsieb gelandet.
    Habe davon 3 Stk. und fahre damit ganz gut, trotz hoher Völkerzahl. Man ist damit recht flexibel.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • bienenbock
    Ok, das überzeugt mich.


    Aber einen Abfüllkübel braucht man prinzipiell, das heißt, ich wäre dann flexibler mit einem Abfüllkübel, den ich dann
    für weniger Geld bekommen kann, und das Sieb nehme ich als Doppelsieb lieber getrennt.


    Brauche ich in der Kombination von Dir dann auch noch ein Vorsieb?

  • Meine Kombination: Doppelsieb + Spitzsieb :


    Ich nutze ein Doppelsieb direkt unter der Schleuder. Ich nehme nur die flachen Edelstahl Doppelsiebe:


    1. Da kann ich auch während des Schleuderns mal mit nem Teigschaber drüber fahren und gröberen Wachs raus holen somit dauerts lange bis es wirklich mal zu ist.
    2. Die gewölbten Doppelsiebe ragen mir zuweit in den Eimer und lassen sich schlechter reinigen


    Wenn ein Doppelsieb dann nachlässt wird es beiseite gestellt (samt Eimer) und ich lasse den Rest durchlaufen und es kommt ein neues drunter.
    Danach hab ich ein Gestell in dem zwei Spitzsiebe (fein) hängen wo es dann in den Hobbock oder Eimer rein läuft und fertsch. :)


    Das Gestell war mal im DBJ abgebildet-> nachgebaut.Es steht auf Rollen(blockierbar) hängen zwei Spitzsiebe nebeneinander und drunter passen zwei Hobbocks. ( also auch die Hobbocks lassen sich somit wegrollen )


    Oben in der Platte wo die Spitzsiebe drinnen hängen stecken auch noch zwei Eimerhalter. auf die kommen die Eimer die von der Schleuder kommen und können durchlaufen.


    In der Regel nutze ich nur ein Spitzsieb. Lässt dieses im Durchfluss nach, wird das andere genutzt und ich lasse es leer laufen.


    So lässt sich recht "Sauereifrei" arbeiten. (solang man die Eimer unter der Schleuder nicht vergisst zu leeren.)


    Klar mit Sumpf und Pumpen und bla wäre das absolut top, aber das geben meine Räumlichkeiten leider nicht her und nach der Saison will das Zeug auch irgendwo geparkt werden.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5


  • mir hat es das Unterstell-Abfüllsieb (35 kg) von Bienen-Ruck angetan. Hier stehen die Siebe senkrecht drinnen, jeweils in einer eigenen Kammer, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Das normale Funktionsprinzip ist ja, dass der gesiebte Honig aus dem obern Hahn abfließt, sprich du brauchst erst mal 35 kg bis der so funktioniert wie angedacht. Nach dem schleudern muss dann der Kübel mit den 35 kg angehoben werden damit der Inhalt aus dem Kübel über den unteren Hahn in einen Eimer abfließen kann. Das kann man für zwei Völker machen, ein normales Sieb wird es aber auch tun und du hast den Honig im Eimer ohne die komplette Kanne anheben zu müssen.


    Wenn du den Kübel primär zum Abfüllen verwenden möchtest, würden mich die Schienen an der Innenseite für die Siebe massiv beim saubermachen stören. Weiter ist der Auslauf nicht bodengleich, bei zwei, dreimal schleudern stört das ggf. nicht abfüllen möchte ich damit aber nicht, gerade wenn du eimerweise später abfüllen möchtest.


    Den von Ruck würde ich nicht kaufen, sondern den von Fritz mit Siebeinsatz Gründe siehe http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=42196&p=438373#post438373 ist aber etwas teurer als der von Ruck.

  • mit 2 Doppelsiebe zum Tauschen beim Schleudern, 2 Honigeimer (Höhe entsprechend Schleuderablass) und ein 40 kg Edelstahlabfüller, Weitere Honigeimer zum Zwischenlagern- Abschäumen und Rühren und ab in den Abfüller und die Gläser.
    4-Wabenschleuder manuell reicht auch für 10 Völker.
    Später, wenn Eimer länger gelagert werden- Aufwärmschrank oder Weckautomat.


    Weiteres solltest du erst mit Honiggeld anschaffen. Vor allem- es steht alles rum und nimmt Platz weg.
    Wo keine Völkerzahl, da kein Honigmenge für ein Großsieb...
    also erstmal in Holz und Bienen Geld anlegen.
    Gruß Fred

  • Clemens und bienenfred


    die Reinigung des Kübels ist ein wichtiges Argument. Also: ich werde nur einen kleinen 35 kg-Abfülleimer kaufen und dann noch
    zwei Siebe und einige Lagereimer. Dann bin ich wohl ganz gut gerüstet für eine Hobbyimkerei. Sollte für das Honigsieben /-abfüllen noch etwas fehlen, wird das dann die Praxis zeigen.


    Vielen Dank euch allen jedenfalls nochmals.