DIB vs. Neutralglas, Gedanken eines Einsteigers


  • Da mir die DIB-Gläser eigentlich sehr gut gefallen, aber der Aufkleber nicht , würde ich am liebsten DIB-Gläser mit meinem eigenem Etikett nehmen!
    Aber leider geht das nicht!


    Hallo Susanna, warum geht das nicht, ich klebe da meine Etiketten drauf und es hat sich noch keiner beschwert. Oder gibt es da auch Vorschriften von denen ich nichts weis ?

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Reinhard,


    zumindest steht auf jedem Karton, dass es sich bei diesen Gläsern um eine eingetragene Marke handelt, die nur in Kombination von Deckel, Glas und Etikett genutzt werden darf. Ist also so, wie die Fotos anderer im Internet zu nutzen. Wenn das keiner mit bekommt, beklagt sich bzw. dich auch keiner. Bekommt das aber einer mit, könnte das schon passieren.


    Gruß
    Frank

  • Danke Frank, für die Antwort, da ich die Gläser einzeln verkaufe und keine Kartons habe, konnte ich das nicht wissen. :wink:
    Die DIB-Gläser passen bei mir auch in die Kartons von Normalgläsern. :wink:

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Warum aufscheuchen? Ich nutze ja Gläser und Etiketten. Ob jetzt der Schutz nur für das alte Glas in Verbindung mit dem alten Etikett oder auch für die Nachfolgevarianten gilt, entzieht sich meiner Produktschutzkenntniss. Dafür bin ich zu wenig in dem Bereich unterwegs. Aber interessant zu wissen, was man alles nachgucken kann...

  • Hallo zusammen,


    Es ist so, wie Frank schreibt: Die DIB Gläser dürfen nur mit den dazugehörigen Etiketten mit Gewährverschluß verkauft werden.
    Das hat man uns im Honiglehrgang beigebracht :cool: Den braucht man nämlich auch um überhaupt erst mal die Etiketten bestellen zu können!


    Also Reinhard, lass Dich bloß nicht von einem Kontrolletti erwischt, sonst gibt's was auf die Finger...


    Gruß
    Michael

  • Hallo Michael,


    ja richtig, die Etiketten!! Wieso werden die Gläser nicht nur mit Lehrgangsbescheinigung raus gegeben?? Diese kann jeder kaufen und benutzen.
    Warum braucht man zum Etiketten kleben einen Lehrgang??


    Das sind meine Fragen die ich mir für das Frühjahr gestellt habe. Der hochwertige Honiglehrgang den ich 2015 mit gemacht habe war auch der Brüller.
    Aber das ist eine andere Geschichte.


    Gruß Bernd

  • Hallo Drobi,


    ich dachte ich habe das auf dem Honigkurs gelernt und mal beim DIB nachgelesen:


    http://www.deutscherimkerbund.…timmungen_Warenz_2012.pdf


    Auf Seite 2, §3


    Zitat:
    Die Verbandszeichen dürfen nur zur Kennzeichnung der vom D.I.B. herausgegebenen oder
    zugelassenen Warenverpackungen benutzt werden. Mit den Verbandszeichen versehene
    Warenverpackungen und Gewährverschlüsse dürfen nur zusammen in den Verkehr gebracht
    werden.


    Also ich verstehe das so:


    " Mit den Verbandszeichen versehene Warenverpackungen" = DIB Honigglas mit DIB Deckel
    "und Gewährverschlüsse dürfen nur zusammen...."


    Also leider kein DIB Glas mit eigenem Etikett!:-(


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)


  • Warum braucht man zum Etiketten kleben einen Lehrgang??


    Brauchst Du nicht. Kannst auch individuelle Etikettenauf Neutralgläser kleben.
    Dann brauchst Du Dich auch nicht mehr über den DIB aufregen. Der hat Dich eh nicht gezwungen Dich ihren Regeln zu unterwerfen.
    Es gibt also gar keinen Grund zu meckern. Aber das ist nunmal immer einfacher als selbst was besser zu machen....


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Hallo Holger,


    ich habe meine eigenen Etiketten. Das DIB ist mir zu altbacken. Ist ja so als müssten alle die gleiche Kleidung und Frisur tragen.


    Was mich ärgert ist die Aussage, das man nur DIB-Gläser mit DIB-Etiketten und DIB-Deckel zusammen benutzen darf.
    Der DIB ist ein Verein, und in seinen Bestimmungen untersagt er seinen Mitgliedern mit den von Susanna angehangenen Bestimmungen die Benutzung
    nur einer der drei Teile. Das ist richtig!!


    Was ist aber wenn jemand die Glaser benutzt der nicht Mitglied ist?


    Was kann der DIB dann machen?


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=9225
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=6714&p=428630#post428630


    Gruß Bernd

  • Hallo "andere" Sonnenblume,


    Wie willst Du denn überhaupt vermarkten? Ab Haustür, im Einzelhandel (Bäcker o.ä.), auf Märkten?


    P.S. Hat die "andere" Sonnenblume auch einen Namen? Könnte sonst zu Verwechslungen kommen.:wink:


    Hallo Heike, ich heiße Thomas.


    Danke für eure Antworten.


    Ich werde ab Haustüre verkaufen. Als Kunden hoffe ich meine Nachbarn, Bekannten, Leute aus dem Dorf zu gewinnen. Vielleicht noch der Dorfladen. Dafür brauch ich aber dann noch mehr Völker. Also vielliecht nächstes Jahr. Den ersten Honig werde ich als Geschenk unters Volk bringen. Und wenn ihnen mein Honig schmeckt, hoffe ich, dass sie als Kunden wieder kommen. Da manche Imker in den Nachbardörfern ihren Honig teilweise für 3,50€/Pfund verscherbeln, möchte ich von Anfang an möchlichst souveran auftreten, um meinen Preis zu vertreten. Dazu gehört auch das richtige Etikett für das Glas.


    Bei den vielen Antworten hier, tendiere ich im Moment (!) dazu, mit DIB anzufangen. Nicht weil ich das minderer finde oder weniger schätze! Bei meinem Wunsch ein eigenes, einmaliges Etikett zu haben, stellte ich ernüchtert fest, dass meine Kreativität in Bezug auf Entwürfe erstellen.........begrenzt ist. So nehme ich gerne die Erfahrung/den Rat von hier an und beginne mit dem DIB Glas und verschaffe mir Zeit, mein persönliches Etikett für mich zu finden. Ist wohl doch nicht so einfach.


    Vielen Dank,


    Sonnenblumen-Thomas ;-))


  • +) Der verstößt gegen die Warenzeichenverordnung und damit gegen den dort eingetragen Schutz und darf dann auch entsprechend ein Bußgeld zahlen. Denn der DIB macht und bezahlt für dieses Warenzeichen die Werbung und läßt stichprobenweise Qualitätsprüfungen machen. Wer "mitspielen" will muß sich schon den Regeln unterwerfen oder du machst deinen eigenen Kram, wobei natürlich die gesetzlichen Bestimmungen (HoV und Fertigpackungsvo.) auch für dich gelten. Keiner zwingt dich die DIB-Gläser zu nehmen, wer aber die Vorteile des Werbeeffektes haben will, hat sich schon unterzuordnen. Erste Voraussetzung, wegen der Qualität ist ein erfolgreicher Honiglehrgang, nur mit demZertifikat darfst du über einen Verein, in dem du Mitglied sein mußt, die Etiketten beziehen.
    Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • +) Der verstößt gegen die Warenzeichenverordnung und damit gegen den dort eingetragen Schutz und darf dann auch entsprechend ein Bußgeld zahlen.

    Bislang hat der DIB nach meinem Wissen jede Klage im allerletzten Moment zurückgezogen, weil Imker durch Weglassen von Teilen des nur in der Gesamtheit geschützten Warenzeichens das eingetragene Warenzeichen eben doch nicht verletzt hatten. Das soll bitte nicht verwechselt werden mit Etiketten die auf Neutral- oder DIB-Gläser geklebt werden und den DIB-Etiketten ähnlich sehen (sollen). Es gibt keine Handhabe das Benutzen von DIB-Gläsern ohne das DIB-Etikett und den Deckeleinleger zu beschränken. Auch beim Honigverkauf nicht.


    Ich fülle Schrauben darin ab und meine Frau Konfitüre. In manche mache ich sogar Löcher rein und fülle Zuckersirup mit mehr als 20% Wassergehalt ein ...


    Es mag sein, daß mancher Imker tatsächlich eine Schadenersatz oder eine Unterlassungserklärung samt Schadenersatz abgegeben hat. Gerichtlich festgestellt wurde solch ein Anspruch nie.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich schubse diesen Thread einmal hoch.

    Weil ich mir gerade interessenhalber, weil ich auf das Thema gestoßen wurde, einen Wolf suche nach Fakten/ Zahlen über die Kontrollhäufigkeiten bei Neutralglashonigen in Sachen Lebensmittelkontrolle:


    Gefunden habe ich das hier von Sachsen Anhalt, bundesweite Angaben finde ich keine.

    Hat jemand eine Quelle zu Untersuchungszahlen in Deutschland allgemein, nicht nur auf den DIB beschränkt?

    132 untersuchte Proben dort in 2014 in Sachsen-Anhalt in der Rubrik Honige und süße Brotaufstriche, Beanstandung 18,2%, hauptsächlich wegen Kennzeichnungsmängeln, Honige waren 86 Proben insgesamt. 47 Beanstandungen, davon 2 wegen der Honigbeschaffenheit.


    Demgegenüber hat lt. Jahresbericht 16/17 der DIB 1238 Abrufe zur Probenziehung direkt beim Imker über die Verbände verschickt, Rücklauf nicht lückenlos, nicht alle schicken etwas oder geben etwas ab, nur 1010 Proben konnten dann untersucht werden.

    Insgesamt waren es 2016 5443 Honige, die vom DIB untersucht wurden. Es ist die Rede von 1025 Imker-Marktkontrollen (eingeschickte Gläser, Petzen und Verbraucher). Der Rest wird Großabfülleranteil sein.

    -Beanstandungsanteil 34,5%, davon 40% entfallend auf falsche Aufmachungen. Weitere Ausführungen zu den Beanstandungsgründen finden sich im DIB-Jahresbericht leider nicht!

    Ganz alte Zahlen von 95 zeigen ähnliche Anteile an Beanstandung von um 30% dann mit


    Der DIB hat Stand 2017 114.500 Mitglieder.


    Die Beprobung über die Lebensmittelkontrolle dürfte ja sowohl Neutralglas als auch DIB-Glas meinen. Bildet also eine Gesamtheit bzw Mischung aus beiden.


    Ich stelle diese gefundenen Zahlen mal ganz bewusst hier in diesen Fred.

    Denn mit dem Aufdruck "auserlesene Qualität" "ständig kontrolliert" auf dem DIB-Karton habe ich jetzt definitiv so leichte kognitive Auffassungsschwierigkeiten.


    Außerdem bekommt man den Eindruck, dass generell in Deutschland sehr viele Lebensmittel wesentlich intensiver und prozentual häufiger kontrolliert werden als der Honig des Imkers.

    Das finde ich schade.

    Sehr viel ländlich im Kleingebinde Produziertes ist zigmal besser als halb- oder vollindustriell oder Großabfüller. Es wäre schön, das beweisen zu können.

    Die Zahlen sprechen da anderes.


    Sowohl honig-pseudogeschulte Anfängerkurs-Freigelassene als auch seit gefühlt dem letzten Jahrundert imkernde müssen das deshalb weder kapiert haben noch richtig machen, egal ob mit oder ohne DIB.


    Qualität fängt sowieso im Kopf des Imkers an.

    Beweis wäre schöner.

    Der Beweis des besser seins noch mehr...


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper