Etiketten ablösen mit Chemie ?

  • Werner, jetzt sei mal als Lehrer nicht komisch. Um den Tisch sitzen 20 Personen. Endlich macht einer einen Vorschlag. Sofort erklären ihm 5, warum man das nicht machen kann. Nach einer 1/4 Stunde kommen sie auf den ersten Vorschlag, den man unmöglich machen kann zurück.
    Moral von der Geschichte - man möchte halt auch mal einen Beitrag leisten.


    Meiner Bienenreuße ging es auch so. Alle sagten mir, dass das nicht geht und - sie funzt. Also Kopf hoch.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Zwischenfazit:
    Also vielleicht mit Waschbenzin einpinseln und nach ein paar Minuten mit dem abgerundeten Rasierklingen- Werkzeug von "Lagerfeuer1971" abkratzen wäre eine Möglichkeit? Oder trocken Kratzen und dann Reste mit Waschbenzin wegputzen? Ist Balsaholz nicht zu weich? Vielleicht kann man sich auch einen Ceranfeld-Kratzer mit Hammer und einem Stein oder mit zwei Zangen leicht abzurunden?
    Schön wäre ja einfach nur einweichen und warten, das sich die Etiketten ablösen, dann Gläser raus, die nächsten rein, und das so lange, bis eine gesättigte Kleberlösung übrig bleibt, die man noch zum Lagerfeuer anzünden verwenden könnte. Das Ganze in einer geschlossenen Dose mit wenig Inhalt, nur für ein paar Gläser, so das man vielleicht 6 pro Tag vom Etikett befreien kann. Gibt es sowas tatsächlich nicht?
    http://www.amazon.de/decotric-Kleber-Entferner-0-25-Liter/dp/B005G5N2MW/ref=sr_1_2?s=diy&ie=UTF8&qid=1457384173&sr=1-2&keywords=kleber+entferner
    http://www.amazon.de/MELLERUD-Aufkleber-Klebereste-Entferner-2001001766/dp/B006289ELK/ref=pd_sim_sbs_60_2?ie=UTF8&dpID=411g4QUG4gL&dpSrc=sims&preST=_AC_UL160_SR160%2C160_&refRID=1TWPF7B69S7K8MWFHCVN
    http://www.amazon.de/Caramba-696502-Aufkleberentferner-250-ml/dp/B008LU6VDQ/ref=pd_cp_60_1?ie=UTF8&refRID=1NGZP3MWS57HX9AG6KTP
    ???
    Damit evtl. der Trick mit dem heißen Wasser, oder auch nur langes Einweichen in Spülmittel klappt werde ich also auch am besten meinen Honigkäufern jedes mal sagen, daß es schön wäre unausgespülte Gläser zurück zu geben, zumindest nicht Geschirrspüler - gereinigte.

  • Genau das ist leider das Problem, wenn man gespülte Gläser bekommt: Manchmal wäre selbst reinigen weniger Aufwand.


    Aber mal anders nachgefragt: Hast du es schon mit mehr Zeit statt mit schärferen Mitteln probiert. Ich habe da auch Gläser mit Etiketten bekommen, die man nach längerem Einweichen in Wasser mit etwas Spülmittel runterwischen kann, obwohl man sie vorher nur in Fetzen runterbringt und dann der Kleber immer noch am Glas bleibt. Da konnte ich sie dann mit sanftem Druck mit den Fingern einfach samt Kleber runterwischen.
    Ansonsten kriege ich letzte Kleberreste mit (Salat-)Öl oder Benzin ganz gut runter. Man sollte sich aber ein Zeit- und Materiallimit setzen, ab dem man lieber neue Gläser kauft als beim Sparen mit den alten Gläsern Geld zu verlieren.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Hallo zusammen,


    also was man bei euch alles so zu lesen bekommt, mit welchen Mitteln ihr versucht, Etiketten zu lösen, grausam:Eck:
    Also meine Etiketten lösen sich nicht so einfach in der Spülmaschine, meist ändert sich nur die Farbe. Daher gehe ich wie folgt vor:
    Bei mir genügt Gläser kurz in warmes Wasser (gern auch mit einem Tropfen Spülmittel) einlegen, die kurze Wartezeit mit anderen Arbeiten überbrücken und dann mit dem Ceranfeldschaber einfach abschaben. Abschaben bitte nicht wörtlich nehmen, es ist eher ein abschieben des Etikettes. Löst sich schnell in Sekunden und rückstandsfrei, ohne Kratzer auf dem Glas, ohne Klebereste auf dem Glas. Danach geht es bei mir erst in die Spülmaschine. Hab keine Lust, mir meine Spülmaschine mit Etikettenresten zu verstopfen, irgendwo würde sich das Zeug ja ablagern.
    Ich bitte meine Kunden, die Gläser nicht erst durch die Spülmaschine zu jagen, sondern sie nur sauber auszuspülen, zu trocknen und dann nehme ich sie gern zurück.
    Sollten sie doch einen Spülgang vorab erhalten haben und das Etikett oder was davon noch übrig ist, noch dran sein, erfolgt die gleiche Prozedur wie oben.
    Wünsche allen einen netten Abend.

  • Damit evtl. der Trick mit dem heißen Wasser, oder auch nur langes Einweichen in Spülmittel klappt werde ich also auch am besten meinen Honigkäufern jedes mal sagen, daß es schön wäre unausgespülte Gläser zurück zu geben, zumindest nicht Geschirrspüler - gereinigte.


    Das ist das wesentliche am Trick, und der funktioniert nicht immer. Die denken ja, sie tun Dir was gutes, wenn sie die Gläser in den Geschirrspüler tun. Ich erklär dann immer, ich muß sie ja eh nochmal spülen, einfach so lassen, kein Thema... hilft aber nur in 95% der Fälle. Für die restlichen 5% hab ich eine Kiste, da sammel ich die, und wenn die voll ist inserier ich die Gläser als 'Rückläufer' im Imkermarkt für 25 Cent/Stück und denk mir meinen Teil. Gier erledigt dann den Rest.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich habe auch schon viel probiert... Meine Lösung, grob abkratzen (kleines Messer) und den Rest mit Stahlwolle wegrubbeln! Klinkt komisch, geht aber gut!

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Trocken oder vorher in Spülmittel einweichen?


    Heute Nacht lag ein Glas in Isopropanol, das war kaum besser als mit Spiritus, Etikett ging in Fetzen runter zu kratzen aber der Kleber blieb dran. Ich hab gleich mal den Tip mit dem Salatöl und einem Zupftuch ausprobiert (Olivenöl) und war überrascht, wie gut damit der Kleber abging. Jetzt überlege ich nächste Nacht mal ein Glas in einfaches Speiseöl einzulegen... (in einer kleinen Dose liegend brauch ich zum Testen immer nur ca. 50-100ml)

  • Seid Ihr sicher, dass das alles schneller geht, als das Etikett mit Pritt-Stift aufzukleben und dann einfach in der Spülmaschine abfallen zu lassen? :)


    Kleine Kleberreste ohne Papier lassen sich übrigens gut mit Tesafilm enfernen: Einfach aufkleben und abziehen, ggf. wiederholen.


    Es gibt auch Etikettenpapier zum Anfeuchten, das man selber bedrucken kann. Ich habe es aber noch nicht ausprobiert, weil ich nicht weiß, ob beim Anfeuchten nicht gleich der Aufdruck mitleidet. Außerdem ist bei mir die Anzahl der zu etikettierenden Gläser so gering, dass ich noch nicht mal Zeit darauf verwenden will, hier eine bessere Lösung zu finden.


    Weiterhin viel Spass!
    Kikibee

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Glascontainer. Alles andere ist Blödsinn!


    Jörg : Ich liebe diese Bio`s. Sie sind wenigstens ehrlich und aufrichtig.:roll:
    Ich vergesse immer wieder, daß BIO nichts, aber auch garnichts mit Umweltschutz zu tun hat, und schon garnicht, wenn kein wirtschaftlicher Gewinn gemacht werden kann.


    ... Für die restlichen 5% hab ich eine Kiste, da sammel ich die, und wenn die voll ist inserier ich die Gläser als 'Rückläufer' im Imkermarkt für 25 Cent/Stück und denk mir meinen Teil. Gier erledigt dann den Rest.
    Beste Grüße,
    Ralf


    rase : Preisfrage: Wer ist hier der Gierige?
    Derjenige, der sogar noch dafür bezahlen muß, daß er Deinen "Abfall" beseitigt? ...oder derjenige, der für den "Abfall" auch noch Geld abgreift?
    Ich oute mich mal als Angehöriger einer Generation, die sich noch auf der Strasse nach dem Pfennig - sorry Eurocent - bückt und ich habe auch schon Schlimmeres für weniger Stundenlohn gearbeitet, als in der warmen Bude, bei Musik, an der Spüle zu stehen und ein paar Honigläser zu spülen.


    Meine Gläser aus dem Rücklauf werden immer in Wasser mit Spülmittel über Nacht eingeweicht. Reste der Etiketten werden mit einem Topfschwamm abrubbelt und dann immer noch übersehene Klebstoffreste werden mit Benzin auf Küchenkrepp abgewischt.


    Mit Imkergruß Ralf

  • :eek: Leute, ich krieg die Krise, wenn ich das hier lese!


    Wenn Ihr unablösbare Etiketten benutzen wollt, dann nur Einweg! Lasst die ganzen Lösungsmittel:evil:



    Dabei ist es so einfach: Glas in KALTES Wasser einweichen (evtl ein Tropfen Spüli)


    - kalt deshalb, da sich bei den meisten Etiketten der Kleber bei warmem oder heißem Wasser mit dem Glas verbindet - auch in der Spülmaschine.


    Dann gehen die Etiketten leicht abzuziehen, notfalls hilft man mit entsprechenem rostfreien Topfreiniger nach....


    ( Regina , du hattest doch mal ein "hochtechnisches" Hausfrauenwerkzeug hier irgendwo präsentiert, leider habe ich den Beitrag nicht gefunden...)


    Was man natürlich nicht machen sollte, ist trocken ablösbare Etiketten einzuweichen...



    Ich habe inzwischen meinen Kunden angeboten, mir die Gläser ungespült zurück zugeben, was nach anfänglichem Zögern (Hausfrauenehre! ) zunehmend angenommen wird. Und das hat noch den Vorteil, dass ich sehe, dass tatsächlich nicht Marmelade oder sonstwas darinnen war...


    Beste Grüße
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Jörg : Ich liebe diese Bio`s. Sie sind wenigstens ehrlich und aufrichtig.:roll:
    Ich vergesse immer wieder, daß BIO nichts, aber auch garnichts mit Umweltschutz zu tun hat...


    Lieber Ralf,


    das ist genau, was ich sagen wollte! Glasrücknahme ist eine super Sache, aber doch bitte nicht mit irgendwelchen Waschbenzin, Abbeizer etc. an den Gläsern rummachen!


    Gruß Jörg

  • Zitat

    aber doch bitte nicht mit irgendwelchen Waschbenzin, Abbeizer etc. an den Gläsern rummachen!

    Es fehlt mir da jegliches Verständnis, wie man auf solche Ideen kommen kann.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Zwischenfazit:
    Also vielleicht mit Waschbenzin einpinseln und nach ein paar Minuten mit dem abgerundeten Rasierklingen- Werkzeug von "Lagerfeuer1971" abkratzen wäre eine Möglichkeit? Oder trocken Kratzen und dann Reste mit Waschbenzin wegputzen? Ist Balsaholz nicht zu weich? Vielleicht kann man sich auch einen Ceranfeld-Kratzer mit Hammer und einem Stein oder mit zwei Zangen leicht abzurunden?
    Schön wäre ja einfach nur einweichen und warten, das sich die Etiketten ablösen, dann Gläser raus, die nächsten rein, und das so lange, bis eine gesättigte Kleberlösung übrig bleibt, die man noch zum Lagerfeuer anzünden verwenden könnte. Das Ganze in einer geschlossenen Dose mit wenig Inhalt, nur für ein paar Gläser, so das man vielleicht 6 pro Tag vom Etikett befreien kann. Gibt es sowas tatsächlich nicht?


    Darf ich einmal fragen um wie viele 100 tausend Etiketten es sich hier handelt und was die gekostet haben? Wäre es nicht zeitlich und ggf. auch für die Umwelt besser wenn die Etiketten einfach in den Müll wandern und du welche mit wasserlöslichem Kleber bestellst und das als "lesson learned" verbuchst? Sicher, Glas hält einiges aus, aber man weiß auch wie das mit den Gurkengläsern ist, die nach ein mal Spülmaschine noch immer nach Essig riechen. Du möchtest die ja nach der Reinigung nicht entsorgen, sondern darin wieder Lebensmittel abfüllen!?!