Anfänger: "zu viel" Honig?

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    Hallo Berggeist,
    der Stuogordor ist ein Stuttgarter. So heißen die Kerle auf schwäbisch. Ich bin ja auch einer, wohne jetzt abor uffam Laod. (Ich wohne auf dem Land.) Er ist aber ist aber wohl kein Schwabe. Wir sind gierig und nehmen, jedes Pfund Honig. Löscht den Beitrag des Czaren, solche Ernten machen uns verrückt. Nicht weil wir sie nicht vermarkten könnten, sondern, weil wir ihn nicht bekommen. Vielleicht haut der Sachse aber auf den Putz. Gönnen täten wir es ihm, aber wollen wollten wir es auch.


    Zitat

    Aahhh, jetzt weiß ich auch um die guten Besucher- und Teilnehmerzahlen bei einigen Kursen Bescheid..

    Das Institut macht bei uns eine Vorlesung mit bis zu 600 Anfängern an einem Tag. Die Praktikumsplätze sind im den umliegenden Vereinen kaum zu bekommen.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Da waren doch noch zwei Männlein bei: ":roll::lol:", aber ich gebe zu, dass ich das erst zwei mal lesen musste, bevor ichs geschnallt hab.


    und Regina: Meinst Du, du hättest überhaupt Bienen; so ganz ohne Honigertrag?


    Schwarmkontrolle, Ableger, Varroabekämpfung... bleiben Dir ja trotzdem noch zusätzlich zum Bienenfernsehn. Oder bleibt die Kiste gänzlich zu?
    Nur für die Entspannung? O.K. Bestäubung wäre auch noch.
    Ich weiß nicht, ob ich nur für meine Entspannung Bienen hielte. Wohl eher nicht. Allerdings gehört die Honigernte selber auch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen in der Imkerei. Ist schon ein recht langwieriges und schweißtreibendes Gewuchte.


  • Ich bin Magazin-Hobby-Imker, glaube jedoch, nach allem dem was ich gehört habe, dass man mit einer Großraumbeute wesentlich weniger Arbeit hat und wenige Honig erntet.


    Mit weniger Arbeits- und Zeitaufwand und noch weniger Honigertrag kannst du in einer Warre-Beute im Naturbau wirtschaften. Ich habe zur Zeit nur noch eine davon in Betrieb, die hat im vorigen Jahr etwa 4 Schwärme produziert, von denen immerhin 2 wieder eingefangen werden konnten. Die Honigernte ist dafür komplett ausgefallen, zufüttern war aber auch nicht nötig, das heißt die Bienen durften auf 100% eigenem Honig überwintern. Heute habe ich nach den Völkern gesehen, und mußte feststellen, das dieses Warre-Volk einen sehr guten Eindruck macht. Die Wintertraube ist recht groß, und sie wandern gerade von der vorletzten Zarge in die Oberste. Das sieht man durch die Fensterzargen schon von außen sehr schön, ohne zu öffnen.
    Wenn dich also ein paar Schwärme von Ende April bis Mitte Juni nicht stören wäre das für dich vielleicht ein guter Einstieg in die Imkerei. Man kann bei dieser Betriebsart wirklich mit wenig Zeit, ganz ohne Rähmchen und Schleuder, mit wenig Imkerlichen Eingriffen und kleinen Ernten (ca.20 Kg pro Volk, 2 sollte man aber auf jeden Fall haben) gut beginnen.
    Wenn dich das Thema interessiert solltest du mal ganz in Ruhe diese "Kurzanleitung" von Bernhard Heuvel durchlesen:
    http://www.warre-bienenhaltung.de/Imkern_nach_Warre.pdf

  • Mit der Warré bin ich auch unterwegs, allerdings als Anfänger im ersten Jahr. Insofern würde ich noch keine Bewertung der Betriebsweise abgeben. Schön ist es aber und es macht Spaß.


    Dafür sollte man eine relativ hohe Lese, Abstraktions und Lernbereitschaft mitbringen, denn die notwendigen Infos, Rückmeldungen und Kommunikation findet im Netz statt. Wenn mann also nicht gerade einen Warré-Paten hat, muss man sich selbst helfen und in Eigenregie recherchieren können.


    Sehr lesenswert ist dafür auch das Buch von Warré.

  • Moin Berggeist


    und Regina: Meinst Du, du hättest überhaupt Bienen; so ganz ohne Honigertrag?


    Schwarmkontrolle, Ableger, Varroabekämpfung... bleiben Dir ja trotzdem noch zusätzlich zum Bienenfernsehn. .


    Ja, mit absuluter Sicherheit.


    Erstmalig habe ich über Bienenhaltung nachgedacht, weil der einzige Imker in meinem idyllischen Dörfchen aus Altersgründen aufhören wollte und ich es wichtig fand, dass Bienen im Dorf fliegen.
    Ausschlaggebend tatsächlich mit Bienen anzufangen war ein eintägiger Schnupperkurs in Kirchhain. Dieser Wachsgeruch an meinen Händen hat mir "Schmetterlinge im Bauch" verursacht. (quasi ein Schnupperkurs im wahrsten Sinne des Wortes...:wink:) Kindheitserinnerungen an Opa´s Bienenhaus wurden an diesem Tag wach u. ich wusste zu 100% ich muss Bienen halten.
    Honigertrag hatte ich zu Beginn überhaupt nicht im Kopf, sondern nur die Bestäubung.
    Ja, ich war sogar geschockt, dass ich im 1. Jahr 50 kg geschleudert hatte. Wohin mit dem ganzen Zeuch? Den meisten Honig habe ich im 1. Jahr verschenkt um meine Bekannten/Verwandten anzufüttern.
    Und es hat geklappt....spätestens im 2. Jahr übersteigt die Nachfrage das Angebot....und geschäftstüchtige Ehegatten sagen dann: " Es müssen mehr Völker her, wir brauchen Honig, viel Honig......".


    Aber oft hat frau Stress wegen Honig.
    Zum einen verursacht die Betriebsweise,die auf Honigertrag ausgerichtet, mehr Investitionskosten,mehr Arbeit u. mehr Zeit.
    Zum anderen hast Du in einem Jahr entweder zu wenig Honig oder zu viel.:roll:


    Seit 8 Jahren halte ich Bienen zum Spass in einer Christbeute.
    Stabilbau. Ohne Honigernte.
    Außer Schwarmfang, Varroabehandlung, Zarge aufsetzen bzw wegnehmen (zur Wabenerneuerung) u. im Herbst (bei Bedarf) einfüttern habe ich mit denen keine Arbeit.


    Das heißt jetzt nicht, dass ich einem Anfänger die Christbeute/Warré empfehle.
    Auch in Magazinbeuten mit Rähmchen kann man wenig drin rumwerkeln.
    Egal in welcher Beute Bienen gehalten werden, egal ob jemand Honig ernten möchte oder nicht......Kurs oder Imkerpaten sind Pflicht für eine "ordentliche" Bienenhaltung.


    Sonnige Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • :lol:

    Zitat

    Aber oft hat frau Stress wegen Honig.

    :lol: Manche hätten gerne Stress. Ich schleudere auch nicht gerne, aber den Honig hätte ich gerne.


    Merkwürdig, Anfänger wissen es, in der Internetzeit, immer besser. eine exotische Beute muss her und dann einen Königin Melifica absurdistan. Und dazu sollte noch sofort ein Pate quer bei Fuß stehen.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Tachchen


    Man muss nicht allen Honig entnehmen (Waldhonig sollte wegen des Mineralstoffgehalts, der im Winter auf die Kotblase drückt über den Winter aber raus) und man muss vor allem auch nicht eine Riesen-Investition in Schleuder, Abfüllkübel etc. tätigen, wenn man es bei 1-2 Völkern belässt und sowieso nur den Honig für den Eigenbdarf ernten will. Wenn wenig Honig geerntet wird, kann man den auch mit der Abtropfmethode ernten, dazu reichen normal vorhandene Küchenutensilien wie grosser Topf, Backblech, Sieb etc . Im NEtz gibs genug Videos dazu (auch genannt crush and strain), oft bei TBH- oder Warre-Imkern. zu finden. Wenn man trotzdem zuviel Honug geerntet hat, kann man den auch im Keller fürs nächste Jahr lagern oder man verfüttert ihn wieder.


    GRüsse, Robert

  • Wenn dich also ein paar Schwärme von Ende April bis Mitte Juni nicht stören wäre das für dich vielleicht ein guter Einstieg in die Imkerei.


    Stadtimkerei! 'Wenn Dich ein paar Schwärme nicht stören', - Der Typ ist wenn's knallt vermutlich arbeiten und ihn selber 'stören' die Schwärme dann vermutlich am wenigsten. Allerdings stören die Schwärme in der Stadt vielleicht andere (wenn sie stundenlang den Verkehr blockierend in einer Oberleitung hängen oder in der Ampelanlage einer Hauptstraße) und wem das als Argument nicht reicht, die verrecken danach vermutlich in irgendeinem Dachboden oder einem Stromhäuschen oder wo auch immer, aber so richtig 'den Bienen was gutes tun' tut man so eher nicht. Stadtimkerei ist keine Korbimkerei in der Heide, da sollte man a wissen, was man tut und b, es sollte funktionieren. Je enger verdichtet die Bebauung, um so wichtiger wird das. Das sind so Tipps, die braucht kein Anfänger.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife


  • Aber ich will mich eigentlich nicht auf das Thema "Kurs: ja / nein?" einschießen, sondern eigentlich nur die Frage nach der "Kleinmengenimkerei" mit vertretbarem Aufwand beleuchten.


    Grüße
    Chris


    Da bietet sich nun mal nur die Rähmchenlose Imkerei an. Aber es stimmt, die Frage sollte nicht lauten, ob ihn Schwärme stören, sondern ob er in der Lage wäre damit umzugehen und sie möglichst auch wieder einzufangen, auch ob seine Gegend eher Ländlich ist oder Großstadt. Bis jetzt wurde ja nur kundgetan, daß er irgendwo in der Gegend um Stuttgart wohnt und ein Buch von meinem fast-Nachbarn Kohfink gelesen hat (ca. 3 Km von mir... der so wie ich von Gärten, Flüsschen und Wäldchen umgeben ist, das kann auch "Stadtimkern" sein).
    Also Chris, vielleicht erklärst du mal dein Umfeld genauer und füllst dein Profil aus, damit man dir die richtigen Ratschläge geben kann.

  • Hallo, Sonnenblümchen, Du Verfechter des Müßiggangs. Angefangen hab ich so auch. Weil der drecksfaule, ansässige Imker einfach keine Bienen bei meine Obstbäume stellen wollte. Das heißt, wollte schon, hat er aber nicht.
    Hab ichs halt selbst eingestielt. Aber ob ich das länger als zwei Jahre gemacht hätte, wenn so gar kein Honig dabei rum käme? Zum Kucken könnte ich mich auch vor fremde Kisten setzen. Zum Glück gibt es hier noch ein paar. Meine Obstbäume würden aber wohl immer noch nicht beglückt. Zumindest nicht (mir) ausreichend.

  • Zitat

    Weil der drecksfaule, ansässige Imker einfach keine Bienen bei meine Obstbäume stellen wollte. Das heißt, wollte schon, hat er aber nicht.

    Ist das nicht etwas daneben? Abgesehen, dass bei manchen Obstsorten, das halten von Bienen im Garten kontraproduktiv ist. Stellst du deine Bienen auf Wunsch und Dollerei gerne in fremde Gärten? Abgesehen, dass die Obsttracht dürftig ist.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: