Geeigneter Standort für Bienen

  • Guten Morgen!
     
    Derzeit besuche ich einen Kurs zum Neu-Imker und mache mir Gedanken zum Standort für die Bienen.
     
    Ich plane, zunächst ein bis zwei Völker auf unserem Privatgrundstück anzusiedeln. Als Standort habe ich ein Planum vorgesehen, das am oberen Rand des Hanggrundstücks aufgeschüttet wurde und mittlerweile flächig mit Gras bewachsen ist. Zur Veranschaulichung füge ich ein Foto bei.


    [/IMG]


    Im Sommer erfordert ein meist sehr kräftiger Graswuchs regelmäßiges (zum Teil wöchentliches) Mähen, bei dem ich auch den Beuten nahe käme.
     
    Sehen Sie daran ein Problem? Oder haben Sie eventuell weitere Hinweise zum Standort?
     
    Freundliche Grüße
    Meik Stiegler

  • Ein Bienenvolk allein ist ungeeignet, es sollten besser zwei oder drei sein, damit man sich selbst aushelfen kann und vor allem, damit man den Vergleich hat. Dann kann man viel mehr lernen und verstehen.


    Auf dem Bild ist nicht ersichtlich, wie gut die vorgesehene Stelle zugänglich ist. Man muss auf jeden Fall mit großen sperrigen und teilweise schweren Zargen im Arm von mindestens einer Seite an die Beuten kommen und ggf. auch daran vorbei.


    Direkt vor die Beuten würde ich Blümchen pflanzen, zB Lavendel, dann muss man nicht ganz so nah dran mit dem Rasenmäher.


    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Also wo hier ein Planum zu sehen ist entzieht sich mir. Ich seh nur eine abfallende Wiese mit einer Aufschüttung auf/hinter der sich ein dichter Bewuchs befindet.
    In solchen Schräglagen steht es sich nicht angenehm wenn man an den Kisten arbeitet!


    Wie ist denn die Ausrichtung zur Sonne, stehen die da unter Dauerbestrahlung?




    Im Sommer erfordert ein meist sehr kräftiger Graswuchs regelmäßiges (zum Teil wöchentliches) Mähen, bei dem ich auch den Beuten nahe käme.
     
    Sehen Sie daran ein Problem? Oder haben Sie eventuell weitere Hinweise zum Standort?


    Das Problem steht dabei hinterm Rasenmäher. Bienenhalten und dann wöchentliches Rasenmähen ist doch ein no go. Hier empfiehlt es sich mal 3-4 Wochen mit dem Mähen zu warten und am besten noch paar schöne Blumensamen zu verteilen ^^

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hallo und Willkommen hier!


    ...regelmäßiges (zum Teil wöchentliches) Mähen, bei dem ich auch den Beuten nahe käme.


    Das geht. Natürlich "gute" Königinnen vorausgesetzt. Vielleicht kaufst du Ableger bei einem befreundeten Imker und kannst auf Sanftmut hinweisen. Der Garten sieht ja sehr schön aus und ein halbschattiger Standort ist gut. Südost-Ausrichtung macht sich gut, ist aber kein Muss.
     

    ...Oder haben Sie eventuell weitere Hinweise zum Standort?...


    Etwa 1m Platz hinter den Kisten ist für das Bearbeiten recht wichtig.


    Gruß Jörg

  • Schon mal danke für eure Antworten! :)


    Die Stelle ist gut zugänglich und ausreichend Platz für das Bearbeiten ist vorhanden. Eine Ausrichtung nach Südost, wie von Jörg empfohlen, ist auch gegeben.


    Hier noch eine schematische Draufsicht:


  • Nimm ein paar Einkaufsklappkisten und stelle sie zweietagig dahin, wo Du die Bienen haben möchtest. Dann nimmst Du noch eine Kiste, füllst sie im Haus mit 20 kg Safttüten oder Milch oder Bier, trägst sie auch nach oben und stellst sie auf einen Stapel rauf und runter und auf einen anderen etc. Achte darauf, dass Du einen guten Stand hast und mit beiden Füßen auf einer Höhe stehst. Platz zur Ablage mindestens einer weiteren schweren Kiste sollte auch noch da sein und Du musst immer noch durchkommen. Deine Minibüsche da oben werden noch wachsen und Du möchtest vermutlich zum nicht Bearbeiten auf der Seite der Kisten stehen, wo später die Bienen raus- und reinfliegen sollen.


    Wenn das alles vergleichsweise gemütlich passt, dann können Deine Bienen da stehen UND Du kommst dran. Ich finde den Platz schön.


    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Bei der Anordnung würde ich sie eher in Richtung Hang neben dem Tümpel stellen und dort hin fliegen lassen. Dann kannst dahinter ohne Probleme herumwerkeln und am Hang/Tümpel stören sie keinen. Das Gesträuch etwas klein halten vor dem Flugloch und fertig.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Lieber Meik,
    ausprobieren, wie es sich am Standort hantieren läßt - guter Tip von Kikibee. Dabei berücksichtigen, daß der Arbeitsplatz hinter den Beuten wohlmöglich bald zertreten sein und der blanke Boden rausschauen wird. Das ergibt bei Feuchte neben schmutzigen Schuhen auch Rutschgefahr. Und daran denken, daß Imkern süchtig machen kann und Bienenvölker die natürliche Neigung haben, sich zu vermehren. Ableger müssen auch noch (irgendwo?) hin. Also: Mehr Platz als für 2 vorsehen.
    Um Zusammenstöße auffliegender Bienen mit mähenden o.a. vor den Fluglöchern hantierenden Menschen zu vermeiden, hilft räumlicher Abstand und ggf. ein (Bewuchs-?)Hindernis nah vor den Fluglöchern, das die Bienen zwingt, sofort Höhe zu gewinnen. Bei Dir könnte das nach Foto ggf. sogar die Außenhecke sein, wenn sich Dein Nachbar nicht provoziert fühlt (obwohl grundlos). Einer berichtete mir, daß der stinkende, ratternde Benzinrasenmäher seine Völker gar nicht interessiert. Der leise Elektromäher sei dagegen wie ein rotes Tuch für den Kampfstier. Meine sehen 2 x im Jahr die Sense. Wenn ich nicht versuche, den Beutenständerfuß mit abzumähen, geht da alles konfliktlos, auch vor den Fluglöchern.
    Zum Thema: Rasen oder/und Wiese nur noch ein Hinweis: Weißkleeblüten (ein Hinweis auf zu häufiges Mähen aus Imkersicht) sind bei Bienen u.U. begehrt. Wer barfuß (mit oder ohne Sandalen) durch diese Blüten läuft, riskiert Stiche; auch Kinder.
    Viel (Vor-)Freude wünscht - Gottfried

  • Einer berichtete mir, daß der stinkende, ratternde Benzinrasenmäher seine Völker gar nicht interessiert. Der leise Elektromäher sei dagegen wie ein rotes Tuch für den Kampfstier.


    Hallo Gottfried!


    Auch dir vielen Dank für deine Tipps und Hinweise! Ich habe auch von einem anderen Imker erfahren, dass ein leiser Handrasenmäher seine Völker zur Weißglut bringt, sie jedoch ein dröhnender Benzin-Rasenmäher nicht im geringsten stört.
    Wichtig sei wohl auch, dass man den Mäher nicht vor der Beute startet sondern im gewissen Abstand und sich dann langsam nähert.


    Gruß
    Meik

  • Meine Hypothese: Die Bienen stufen Erschütterungsfrequenzen als gefährlich ein, die sie an ihren Erzfeind, den Bären erinnern. Der Benzinrasenmäher zittert da zu schnell oder übertönt die gefährlichen niederfrequenten Erschütterungen (z.B. durch Hin- und Herrangieren, ggf. mal anstoßen) . Und der Elektrische strahlt vielleicht auch noch mit unangenehmer Frequenz?
    Meine Auffassung zu den Beutenböcken (#20):
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=47683&page=2

  • Das Dröhnen stört nicht. Bienen haben keine Ohren. Aber sie bekommen die Erschütterungen oder besser Vibrationen mit. Die gehen auch von elektrischen Mähern aus und können die Bienen durchaus mehr stören als bei einem Benzinmäher.
    Auch die Bewegungen, die man beim Mähen mit der Sense vor der Beute macht, wirken für Bienen eher hektisch. Ähnlich wie das mehrfache Hin- und Herfahren mit einem Handmäher.
    Ich habe gute Erfahrungen mit einem ganz normalen Benzinmäher gemacht. Einmal vor und zurück, fertig. Dann ist man schon wieder weit genug entfernt. Nur anstoßen an die Beute sollte man vermeiden - egal mit welchem Mähgerät.


    Gruß
    Michael