Unterschiede im Futterverbrauch bei DNM und Dadant

  • Hallo liebe Kollegen,


    Ich habe am Wochenende das warme Wetter genutzt, um vor der Rückkehr der winterlichen Temperaturen eine Futterkontrolle zu machen und meine Dandantvölker einzuengen.
    Zuerst das erfreuliche... Alle Völker sind am Leben und es herrsche reger Verkehr an den Fluglöchern.


    Im moment stehen an meine Stand noch 3 Völker auf DNM, die ich aber wenn der Frühling kommt abgeben will.
    Und genau diese 3 Völker haben mich etwas erschreckt. Fast leer, kaum Futter vorhanden.
    Ich habe deshalb sofort Futterteig aufgelegt.


    Nun aber das was mich seither beschäftigt...
    Danach bin ich nämlich weiter an die Dadantvölker und musste feststellen: Durchgehend in allen Beuten schöne Futterkränze über dem Brut und auch überall ausreichend Futter vorhanden. Nur auf den Randwaben war nichtsmehr zu finden.


    Zur Einwinterung waren sämtliche Völker ähnlich stark und wurde mit fast identischer Menge Sirup aufgefüttert.


    Kann der unterschiedliche Futterverbrauch tatsächlich mit dem Rähmchenmass bzw. geteiltem/ungeteiltem Brutraum zusammenhängen? Alles Zufall? Oder hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht?


    Oder liegt's daran, dass die Dadantvölker bis auf 2 alle letztes Jahr als Ableger gebildet wurden? Wobei ich dann eher auf einen höheren Verbrauch getippt hätte, da theoretisch länger in der Brut.


    Ich bin verwirrt... :confused:


    Gruss David

    Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel.

  • Hallo David


    Das der unterschiedliche Futterverbrauch an der Rähmchengröße liegt glaube ich nicht.Ich habe ja DNM, aber ich konnte bei mir auch feststellen, das ein unterschiedlicher Verbrauch zu messen ist. Wie wir es schon einmal in einem anderen Thread angesprochen haben, könnte es daran liegen, das Jungvölker im Herbst sehr aktiv sind und noch viel Nektar aus der Spät-bzw Läppertracht eintragen. Völker die zu dieser Zeit mit alter Königin, einen angemessenen Futtervorrat haben, sich vielleicht beim Trachtflug zurückhalten. Die Frage ist aber schon sehr interessant.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich stelle fest, dass auf DNM in Segeberger Beuten viel verbraucht wurde. Auf DNM in Holzbeuten wurde dagegen viel weniger verbraucht.
    Die Erklärung ist einfach: In den Segebergern wurde mehr verbrütet als in den Holzbeuten. Deutlich war auch der unterschiedliche Bienensitz im Spätherbst: In den Segebergern waren die Völker über den Innenraum verbreitet, in den Holzbeuten saßen sie in der Wintertraube.


    Gruß Ralph

  • Hallo Ralph


    Der Gedanke mit den Segebergern und den Holzbeuten ist auf alle Fälle richtig. Aber da ich meine alle in Segebergern habe, muß ich auch hier feststellen, egal ob die Beuten im Bienenhaus oder draußen stehen, es gibt Völker die einfach 5kg mehr verbraucht haben, als die anderen. Wenn in diesen Völkern mehr Brut drin sein sollte als in den anderen, dann wäre das ein einleuchtender Grund. Aber ich werde erst nach dem Reinigungsflug in die Völker schauen um Gewissheit zu haben und das kann dieses Jahr noch dauern.


    P.S.Wir hatten ja schon mal wettermäßig das Jahr 2016 mit dem Jahr 2013 verglichen ( Bernhard). Da war der Reinigungsflug am 6.3.13 das wird dieses Jahr nicht. Dann lag vom 10.3 bis 17.3. 2013 Schnee und dieses Jahr?

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)


  • Wie ist das denn mit dem Fluglöchern Dadant vs DNM? Gibt es da Unterschiede?


    Bei den Dadantbeuten habe ich nen Holzkeil drin. Öffnung ca. 7x50mm
    Die DNM Fluglöcher sind vom Herbst noch mit Schaumstoff auf etwa die gleiche Breite eingeengt und vorn mit nem Mäusegitter versehen.
    Alle Beuten sind aus Holz. Die DNM Beuten mit Gittergewebe im Boden, die Dadantbeuten mit dem Wagnerschen Lochblech. Das kann doch aber nicht ca. 10-12 kg Unterschied im Futterverbrauch ausmachen.

    Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel.

  • DNM-Holzbeuten haben in den Gassen kürzere Abstände als Dadant-Holzbeuten vom Wabenrand zur Wabenmitte, daher kommt die Kälte von der Wand weiter in Richtung Wabenmitte (gilt alles für freistehende Beuten, für Hinterbehandler gilt das nicht). Das führt im Vergleich zu Dadant zu einer verzögerten Frühjahrsentwicklung. Auch im Herbst hört bei DNM die Bruttätigkeit früher auf. Es gelingt mir bei DNM-Holzbeuten z.B. nicht, aus 200g-Kleinstkunstschwärmen, die Anfang Juni gebildet werden, ordentlich einwinterungsfähige Völker heranzuziehen, was in der Segeberger überhaupt kein Problem ist.
    Wegen der geringeren Bruttätigkeit bei DNM-Holzbeuten in der kaltenZeit dürfte auch der Futterverbrauch geringer sein.


    Gruß Ralph

  • :confused: 
     
    Ralph, dann müsste aber bei David der Futtervorrat bei den DN-Völkern ausreichend vorhanden sein. Aber es ist anderes herum. Die Dadantvölker haben noch genug Futter.


    Meine beiden Zander 1,5 Völker haben auch sehr schöne Futterkränze. Beide wurden im Mai gebildelt und weil ich sie gwogen habe, kann ich sagen, dass sie bis gestern ca. 6kg Futter verbraucht haben. Keine Ahnung, ob das jetzt viel oder wenig ist. Auf jeden Fall ist auch noch genügend drinne!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • DNM-Holzbeuten haben in den Gassen kürzere Abstände als Dadant-Holzbeuten vom Wabenrand zur Wabenmitte, daher kommt die Kälte von der Wand weiter in Richtung Wabenmitte...
    Wegen der geringeren Bruttätigkeit bei DNM-Holzbeuten in der kaltenZeit dürfte auch der Futterverbrauch geringer sein.


    Aber der Abstand längsseits ist doch größer -> sollte sich das Brutnest langstrecken lassen(?). Mglw. ist die Kälteisolation in Holzbeuten - v.a. bei abnehmender Bienenbevölkerung -> durchfeuchtetem Holz - deutlich schlechter als in Kunststoff und führte in diesem milden Winter/öfter aufgelöster Wintertraube, Brut- und Flugaktivität zu erhöhtem Futterverbrauch gegenüber wärmehaltigeren Beuten?