Nun auch im Bier - Glyphosat

  • Hallo Freunde des guten Geschmacks,
    hoffen wir, dass es jetzt endlich einen breiten Aufschrei gibt, wenn schon das Bier vergiftet ist. Mag sein, dass das für einige Biertrinker wichtiger ist, als wenn wir Imker immer darüber wettern, dass uns die Völker eingehen.
    Das X-fache der in Trinkwasser zugelassenen Menge, jetzt müssen sie sich tatsächlich was einfallen lassen.
    Und das mit der Verteilung ist auch klar. So mancher munkelt ja seit langem, dass, ähnlich wie bei Benzin die meisten Fernsehbiere aus nur einem Tank kommen, etwas Additiv dazu und schon habe ich mein individuelles, unverwechselbares Bier :-).
    Viele immer noch traurige Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Buckfastimker,
    der war gut, auch ich fahre mit wenig Alkohol besser. Wobei, laufe ich oder werde ich gefahren, dann geht schon was. In Zukunft kann ich dann wohl nur hoffen, dass Bier nicht der Grund für meine deformierten Flügel ist.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der leider davon ausgeht, dass es bereits zu spät ist. Die Beer iss geschält, die Wutz geschlacht, die Scheine geflossen, die Würfel gefallen, der Drobs gelutscht.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Im Grunde ist die Meldung doch logisch wie einfach. Einfach alles, wo Mittelchen benutzt werden, kann man davon ausgehen, dass das auch im Magen landet. Was es da dann freisetzt, ist entweder bekannt, aber unbeliebt, oder nicht bekannt und damit eben eine Nebenwirkung der Zivilisation.


    Ich kann mich noch erinnern, als sich die Deutschen Bierbraucher mehr Gedanken um Ausländische Anbieter machten, die nicht nach dem Deutschen Reinheitsgebot Bier brauen. Was für ein Aufschrei wegen Reisbier, Farbstoffe, Zusätze.


    Jetzt kommt raus, die Gerste ist schuld und wer nun öffentlich uriniert, kann davon ausgehen, dass da nichts mehr wächst.

  • Im Bier wurde 300 fach mehr Glyphosat als im Trinkwasser gefunden, sogar in dem nach bayerischen Reinheitsgebot gebrauten Bier befand sich sehr viel Glyphosat.
    Die Bestandteile eines Bieres bestehen normalerweise nur Wasser, Hopfen, Hefe und Malz (Gerste beim hellen Bier).


    Wo kommt das her, sicherlich nicht aus dem Wasser?


    Da jetzt im Frühjahr bei der EU über die Verlängerung des von der Weltgesundheitsorganisation krebserregend eingestuften Glyphosat entschieden wird und schon so gut wie sicher ist, dass es für weitere zehn Jahre verlängert wird, muss man sagen, dass die geschätzten 15-30.000 Lobbyisten die die EU Kommissare beeinflussen, gute Arbeit geleistet haben.
    Die EU hält Glyphosat entgegen der Weltgesundheitsorganisation nicht für schädlich. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht leider auch keine Gefahr für die Gesundheit. Selbst die höchsten Werte von rund 30 Mikrogramm pro Liter seien so niedrig, dass die hieraus rechnerisch resultierende Aufnahmemenge bei einem Erwachsenen mehr als 1000-fach niedriger liegen würde als die derzeit als unbedenklich geltenden Aufnahmemengen.


    Wissen Sie schon noch alle was sie tun?


    Im Bier betrifft es mich weniger, da ich mein letztes Bier vor circa 20 Jahren getrunken habe, aber trotzdem finde ich es eine Sauerei bei vier Zutaten auch noch solche Werte zu erzielen.

  • Dieser Abschnitt lässt mich aufhorchen


    Zitat

    Im konventionellen Getreideanbau ist der Einsatzvon Glyphosat in großen Mengen an derTagesordnung. Bei Getreide, das für Brauzweckevorgesehen ist, ist der Einsatz von Glyphosatzur Beschleunigung des Reifeprozesseskurz vor der Ernte (die sogenannte „Sikkation“)verboten, da die Keimfähigkeit des Getreidessonst stark eingeschränkt wäre und sichdaraus kein Malz mehr gewinnen ließe. Stoppelbehandlung,der Einsatz nach der Ernte undvor der Aussaat bzw. bis kurz nach der Aussaatsind jedoch erlaubt.


    Das heißt also, dass bei Getreide, dass für Brot oder anderes hergestellt wird, ist eine Spritzung kurz vor der Ernte noch erlaubt? Wie belastet ist dann erst das Brot?


    Gruß
    Frank

  • Und wieder, wie immer bei diesem Thema, der völlig verfehlte Aufregungs-Ansatz!


    Denn der eigentliche Aufreger sollte doch gar nicht sein, dass es IM BIER ist, sondern, dass wenn es SCHON IM BIER ist, trotz begrenzter Zutaten und Reinheitsgebot, wo wird es dann wohl noch überall sein?


    Auch ist es wieder völlig daneben, dass man sich um die BIERTRINKER sorgt - obwohl die sich mit dem darin enthaltenen Alkohol akut erst mal viel mehr schädigen, so ehrlich muss man schon sein, bei aller Gefahr, die die PSM-Problematik bei Lebensmitteln mit sich bringt.
    Auch verträgt ein Mensch schon recht viel von dem Zeug, sublethale Schäden mal außen vorgelassen.


    Aber das eigentliche Problem liegt doch eher darin, dass das Zeug offenbar schon so ubiquitär, also allgegenwärtig und vor allem langlebig ist, dass man sich viel eher fragen sollte, was richtet das wohl langfristig in all' unseren Mitgeschöpfen, von den Pflanzen bis zu den Tieren an? Hier sehe ich die Hauptgefahr für uns Lebewesen insgesamt und nebenbei auch für uns Menschen.


    Aber was passiert stattdessen?


    "Ein Stoff, der wahrscheinlich krebserregend ist, hat weder im Bier noch in unserem Körper etwas verloren", erklärte Sophia Guttenberger vom Umweltinstitut. ... nicht abschließend geklärt sei, ob Glyphosat Krebs beim Menschen erregen könne, sei eine Belastung des Menschen "nicht wünschenswert".


    Ich lese immer nur "beim Menschen" - sind wir denn die einzig schützenswerten Lebensformen? Hängen wir nicht von allen anderen ab?


    Es wird sich IMMER NUR darum gesorgt, dass der Grenzwert IM BIER wieder ins Lot kommt, dass MENSCHEN nicht so viel davon abbekommen, nicht aber darum, das Zeug generell zu eliminieren, die Komplettvergiftung aller Lebensformen zu vermeiden und damit langfristig doch wieder von uns allen!


    Und dann dieser unsäglich alberne 1000-Liter-Vergleich - von Anreicherung und langfristig akkumulierten Minischäden haben die noch nix gehört.


    Und man bedenke: Der Grenzwert im Trinkwasser wird im Bier um das 300fache überschritten - der durchschnittliche Mensch (Mann) dürfte aber weit, weit mehr Bier als normales Trinkwasser zu sich nehmen. Wenn man annimmt, dass der Grenzwert beim Trinnkwasser noch halbwegs vernünftig ist, wo liegt dann wohl der Denkfehler bei diesem Vergleich?


    Gruß
    hornet

  • Und dann wird immer wieder darauf herumgehämmert, daß wir uns mehr pflanzlich ernähren sollen.


    Ich habs eben mit Wurst und Fleisch, da ist das schon einmal etwas biologisch ausgefiltert worden.


    Gruß
    Ulrich