Beutendeckel komplett voller Schimmel

  • Hallo,


    damit ich das als Anfänger richtig verstehe, wie sieht die optimale Foliengröße aus? überall überstehend, damit Dampfsperre gegen den Deckel da ist?


    nachdem was ich hier so belesen habe, meine ich, dass der Wetterschutz-Deckel nicht richtig hinterlüftet ist > Holzklötzchen drunter legen. Es sollte ein allseitiger 1cm Abstand vorhanden sein - besonders dann, wenn die Wetterdeckel aus Metall sind. Hier bildet sich gerne Schwitzwasser und tropf dann auf den Dämmdeckel. Das Schwitzwasser entsteht, wenn die warme Luft aus der Beute nach oben will.


    Ich arbeite ohne Folie mit einfachen Isolierplatten aus verbackenen Holzfasern. Die Bienen dichten von unten in 1-2 Bienenjahren den Deckel komplett mit Propolis zu. Die Feuchtigkeit kann trotzdem nach außen wandern. Als Test habe ich mal Stockkarten in einer Folie auf diese Dämmplatten gelegt. Im Herbst/Winter war der komp. Dämmdeckel an dieser Stelle durchgefeuchtet.


    Heuer mit den sehr wechselndem Wetter, habe ich allerdings (bei geschlossenem Bodenschieber) auch etliche Randwaben die Schimmel aufweisen. Die werden dann demnächst aussortiert.


    Jonas

  • Hallo,


    damit ich das als Anfänger richtig verstehe, wie sieht die optimale Foliengröße aus? überall überstehend, damit Dampfsperre gegen den Deckel da ist?


    Ja, ich habe so 4-5 cm Überstand auf allen Seiten, dann kann man das auch nochmal zurechtzuppeln, wenn es beim Deckelschließen etwas windig ist.


    Kikibee

    Auf der Suche nach der Bee-Life-Balance.

  • Habe auch Erlangerbeuten und das gleiche Problem bei meinen Jungvölkern die ich mit Zuckersirup in der Futterzarge füttere. Folie ist eingelegt, scheint aber nicht auszureichen.. Könnte ich denn die Deckelinnenseite mit Leinöl behandeln oder würde das den Schimmel nicht vorbeugen?

  • Hallo Franz,

    ich habe noch immer keine Erklärung dafür, dass der offene Boden klimatische Probleme löst.

    Es ist ja immer alles anders, aber in meinen Beuten kenne ich die geschilderten Probleme nicht.

    Gruß

    Harald

  • In den alten zugigen Häusern mit Einfachglasfenstern gab es keine Schimmelprobleme. Die traten erst mit Abdichtung an allen Ecken und Mehrfachverglasung der Fenster auf.

    Hochenergiesparhäuser brauchen eine ausgefeilte Lüftungstechnik, um schimmelfrei zu bleiben. In meinen 22 mm Beuten mit offenem Boden kenne ich keinen Schimmel, meine Bienen frieren nicht und die Kosten belaufen sich auf einen Mehrverbrauch von ca 2 Kg Zucker.


    Gruss

    Ulrich

  • Hochenergiesparhäuser brauchen eine ausgefeilte Lüftungstechnik, um schimmelfrei zu bleiben.

    … und die haben die Bienen schon vor uns erfunden.

    Und warum sollte deren Technik nicht auch heute noch funktionieren?

    Wo in einem Energiesparhaus die Lüftung nicht „hinreicht“ schimmelt es auch.

    So ist es auch in der Beute.

  • Da gibt es das Video von dem schnaufenden Imker mit seinem Schiffertree und den nicht sein dürfenden schimmeligen Wabenwerk.

    Aber ist hier schon zig mal diskutiert worden. Jeder so wie er will.

    Bei mir gibt es keinen Schimmel, trotz Folie und nur 2 cm Dämmplatte im Innendeckel, darüber Aussendeckel und dann Blechdeckel.

    Ab August sind bei mir die Böden komplett offen, nur für eventuelle Behandlungen kommt kurzfristig der Schieber rein.

    Außerdem wintert man gesunde Völker ein, nicht Völkchen.


    Gruss

    Ulrich

  • In den alten zugigen Häusern mit Einfachglasfenstern gab es keine Schimmelprobleme. Die traten erst mit Abdichtung an allen Ecken und Mehrfachverglasung der Fenster auf.

    Hochenergiesparhäuser brauchen eine ausgefeilte Lüftungstechnik, um schimmelfrei zu bleiben. In meinen 22 mm Beuten mit offenem Boden kenne ich keinen Schimmel, meine Bienen frieren nicht und die Kosten belaufen sich auf einen Mehrverbrauch von ca 2 Kg Zucker.


    Gruss

    Ulrich

    Mein Boden ist auch offen und in der Beute selbst habe ich keine Problem mit Schimmel... aber da ich gerade mit der Futterzarge die Jungvölker füttere bildet sich eben Schimmel am Deckel, da auch der offene Boden da logischerweise nichts bringt.. Kann man denn den Deckel irgendwie bienengerecht präventiv behandeln? Also Leinölanstrich, oder so etwas?


    Und das mit der ausgefeilten Lüftungstechnik in Hochenergiehäuser stimmt so nicht ganz.. Da die Häuser eben sehr dicht sind, muss gelüftet werden. Das kann prinzipiell auch manuell geschehen, ist aber für die meisten halt ein bisschen unpraktisch... deshalb die Technik..