Polleneintrag und reger Flugverkehr

  • Die Hasel wird bei mir auch beflogen. Es blühen aber auch Schneeglöcken, Krokusse und auch die Pestwurz fängt an zu blühen.

    Ich bin erstaunt, wie viel Pollen schon eingetragen wird.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Der Optimismus hier, sobald wieder Flugwetter herrscht, einfach genial!:)


    Habe heute einen langen Rundgang unternommen um festzustellen wo die Bienen den Pollen her holen, bei uns blüht nur die Hasel. Durch den Nachtfrost den wir noch haben, stagniert das Wachstum der Frühlingsblüher, na schauen wir mal.

    Ich denk auch, da kommt noch was. Zumindest hier im kalten Osten.

    Alte Bauernregel:

    Taut den Schnee die Sonne, kommt wieder er mit Wonne.

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  • Habe heute auch alle Beuten durchgesehen und die Schiede gesetzt. Je mehr Pollensammler schon außen zu sehen waren, desto mehr war auch innen los. Futter und Bienenmasse sollten auch locker für den nächsten Kälteeinbruch reichen. Auf den Rähmchen, wo sie derzeit sitzen, sind auch noch schöne Futterkränze von oben zu sehen. Wenn sie die nächsten warmen Tage noch weiterhin zum Pollen eintragen nutzen, wird auch da genug Vorrat zum weiteren Brüten da sein. Jetzt gehts wohl richtig los.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Die Schwachen hatten Kotspuren in der Beute, Schimmel ebenso. Sind interessanterweise welche dabei, die im Herbst stark waren (TBE!) aber dann, warum auch immer, stark abgebaut haben.

    Ich bin etwas ratlos und mir fehlt halt doch die Erfahrung. Bisher war ich durch die TBE guter Dinge, die klassischen Probleme gut im Griff zu haben. Aber es gibt offensichtlich viel mehr Parameter...

    Für diejenigen, die es interessieren mag...
    Nach Durchsicht meiner Aufzeichnungen zeichnet sich ab: Ich bin selber schuld.
    Die Völker, die Anzeichen der Ruhr zeigen, haben alle eines gemeinsam: Sie wurden im Oktober mit einer OXS-Blockbehandlung zu sehr gestört.
    Oder anders ausgedrückt: Zu viel gewollt vom Imker.

    Die Details habe ich hier aufgeschrieben.

  • Warum die Blockbehandlung in Oktober?

    Wie Du selbst in deinen Aufzeichnungen darstellst war die Milbenlast hoch.

    Zwei Situationen zu vergleichen ist schwer. Aber ich habe Anfang August eine OX-Block gemacht und eine einmalige OX- Behandlung Mitte November.

    Das hat vollkommen ausgereicht.

    Meine junge Erfahrung sagt mir: Je weiter das Jahr voranschreitet umso sensibler sind die Bienen. Ev. wissen sie, dass ihnen die Vorbereitung auf einen schwierigen Lebensabschnitt bzw. dieser selbst bevorsteht.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Die Völker, die Anzeichen der Ruhr zeigen, haben alle eines gemeinsam: Sie wurden im Oktober mit einer OXS-Blockbehandlung zu sehr gestört.

    Vorsicht mit solchen vermeintlichen Kausalitäten. Ich habe des öfteren bis in den Nov. hinein blockbehandelt und keinerlei Auffälligkeiten im folgenden FJ registriert. Es

    drängt sich zwar auf, weil das das einzige gemeinsame Merkmal ist, aber wie sieht's z. B. mit der Abstammung aus ?


    Hast ja jetzt richtig gehandelt - ich wünsche, dass sie wieder in Gang kommen!


    Beste Grüße


    Rainer

  • Hallo rallOr,


    Respekt vor der Analyse und Darstellung des Ablaufs.

    Es wäre schön es in einen separaten Thread einzustellen und mit anderen Erfahrungen abzugleichen. Ich werde meinen Varroabehandlungsplan für 2019 aufgrund deines ehrlichen Berichts überdenken.


    Vielen Dank

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • aber wie sieht's z. B. mit der Abstammung aus ?

    Interessanter Hinweis. Aber da kann ich leider nichts Prägnantes draus herleiten: Keine der Kö's hat etwas mit der anderen zu tun. Eine ist eine belegstellenbegattete Weisel vom Züchter, eine andere eine F1, standbegattet mit ganz anderer Herkunft, bei den verbleibenden Königinnen habe ich überhaupt keine Vorstellung (eine habe ich samt Gefolge im Park vom Boden aufgesammelt, die andere ist irgendeine Stille Umweiselung von August 2017).

    Für mich bleibt die bisherige Erklärung die naheliegenste, wenngleich ich sofort glauben möchte, dass es bei anderen keinerlei derartige Nebenwirkungen gab oder gibt. Immerhin habe ich mir diese Behandlung ja nicht selber ausgedacht, sondern hier irgendwo aufgeschnappt.

  • Für diejenigen, die es interessieren mag...
    Nach Durchsicht meiner Aufzeichnungen zeichnet sich ab: Ich bin selber schuld.
    Die Völker, die Anzeichen der Ruhr zeigen, haben alle eines gemeinsam: Sie wurden im Oktober mit einer OXS-Blockbehandlung zu sehr gestört.
    Oder anders ausgedrückt: Zu viel gewollt vom Imker.

    Hattet ihr im November keine Flugtage mehr, wo die nochmal abkoten konnten? Zumindest Anfang November gingen meine Mädels nochmal schnell vor die Türe.
    Ein Kollege ging von der Blockbehandlung wieder weg und nutzt sie nur noch zur Winterbehandlung. Er befürchtet, dass sich die OX im offenen Futter anreichert und dann im Winter verzehrt wird. Ich weiß aber nicht, ob und was da dran ist. Hat das schonmal einer gehört?

  • Er befürchtet, dass sich die OX im offenen Futter anreichert und dann im Winter verzehrt wird. Ich weiß aber nicht, ob und was da dran ist. Hat das schonmal einer gehört?

    Davon bin ich überzeugt, deshalb Blockbehandlung nur wenn sich die Bienen nachher noch mal reinigen können. Verdampfung löst ja auch einen Putztrieb aus und wäre bei keinem Flugwetter von Nachteil.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)