• N`Abend zusammen!


    Ich habe letzten Donnerstag bei guten 7°C die Futterkontrolle gemacht, die kalten Tage derzeit im Auge habend.
    Erstaunlicherweise und entgegen dem hier zu erahnenden Trend haben bis auf 2 Kandidaten, die futtermäßig etwas (!) knapp dastehen, alle Völker bei erfreulicher Stärke ausreichend Futter. Vielleicht nicht so luxuriös wie manch`anderes Jahr um diese Zeit, aber genug.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Ich hab da noch einen Gedanken, kann es sein das die Buckfastvölker diesen sehr hohen Futterverbrauch haben und die Carnicavölker doch mit weniger hinkommen. Man sagt ja allgemein,das Buckfastvölker 2kg Winterfutter mehr bekommen sollten, weil sie durchbrüten und dieses Jahr um so mehr.


    Ja das könnte ein Grund sein. 14 kg bei Carnica und 20 kg bei Buckfast habe ich ungefähr immer eingefüttert. Man sollte aber nicht den Fehler machen hier irgendwelche Vor oder Nachteile abzuleiten.
    Die Kosten für das Winterfutter sagen absolut nichts darüber aus.

  • Alles Märchen. Buckfast und Carnica stehen genau gleich da. Erst später im Frühjahr gibt es Unterschiede. Und da ist es die Carnica, die wie blöde brütet. (Und in Schwarmstimmung kommt...)


    Futtermäßig füttere ich Carnicas und Buckfast und Dunkle alle gleich ein. Die durchbrütende Buckfastbiene ist ein Märchen. Immerhin hat die Buckfastbiene dunkles Blut in den nicht vorhandenen Adern. Dunkle englische Biene. Und dank einiger ambitionierter Züchter mit Können :daumen: hat die Buckfast bessere Fähigkeiten zur Selbstversorgung als manche Carnica.

  • Nicht ganz gleich Bernhard.


    Ich sah da schon Unterschiede, da die Buckfast ( Aumeier Heikes Bienchen) schon wesentlich volksstärker bei mir überwinterten gegenüber der Carnica.


    Ich war war schon überrascht.

  • Das Futter ist verbrütet. Wenn die Damen sich entscheiden nicht die Brut einzuschränken, füttert man sich schon dumm und dusselig. Man bekommt die Völker einfach nicht langfristig schwer genug. Ist man dann recht spät endlich der Meinung, genug Futter in die Beute bekommen zu haben, ist es in diesem Herbst bei Völkern vorgekommen, dass sie immer noch weiter brüten. Dann ist das Futter ruck zuck aufgebraucht. So haben nicht alle Völker reagiert, aber einige.
    Die kalt und schattig stehenden Völker sind in diesem Winter klar im Vorteil. (bei mir)

  • Einen wunderschönen guten Abend an diesem wunderschönen guten Abend :-)


    mann da hab ich ja was losgetreten :wink:


    So nun mal zu dem Vorwurf es wird nur von den starken immer wieder vermehrt.
    Nein, wird es nicht,den es sind natürlich auch "z.T. nur Wirtschaftsköniginnen" drinnen.
    Es hat doch ganz unterschiedliche Gründe warum das eine Volk mehr verbraucht das andere nicht.
    Diese Völker stehen in der Sonne, andere nicht, das eine Volk hat eine junge Königin,das andere nicht, das Eine hat noch viel Pollengeholt und dadurch gebrütet,das andere halt nicht.
    Ich hab heut drei Stände kontroliert.
    Der 1 in der Sonne : 5 Völker nachgefüttert,nicht viel aber es soll nochmal kalt werden und ich will nicht das sie verhungern wegen Futterabriß.
    Der 2 Halbschatten: 2 Völker etwas gegeben,sitzen aber noch schön fest.
    Der 3 am Waldrand: mußte keiner gefüttert werden.
    Morgen werden die anderen abgefahren und gegebenfalls nachgefüttert.
    Hier bei mir im Wald sitzen Sie noch richtig schön fest und haben noch genügend Futter,stehen auch schön kalt.
    Ich bin kein Verfechter die Völker so früh zu füttern,sie bekommen auch nur flüssig und kein Apifonda,was mehr reizt als gut ist. Die Bienen tragen das Fütter in der Regel über Nacht runter ca. 2-3 kg ,und gut ist.
    Warum soll ich Sie sehendes Auges kapputtgehen lassen,ist do Blödsinn.
    1 Volk kostet im Frühjahr 250 € ,meine noch mehr je was für eine Königin drinnen ist, dann kommt der Honig und der/die Ableger was ich machen kann.
    So kommen gut und gerne 1000 € zusammen und nur weil ich zu engstirnig bin ,soll ich darauf verzichten :roll:
    Es kann jeder so machen wie er will und lustig ist. Ich für meinen Teil mache das was ich für mich richtig erachte.
    Gepäppelt wird bei mir auch nicht,was schlecht darf sterben, aber was gut ist bleibt.
    Und wie gesagt,es war nur ein Tipp.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Heike, darf ich fragen wie genau du fütterst? Ich habe ein Volk wie von Bernhard beschrieben mit Futterteig auf den Oberträgern gefüttert.


    Füllst du das Futter in angestochene ZipLock Beutel oder wie muss ich mir die Flüssigfütterung um diese Zeit vorstellen? Und, hast du keine bedenken wegen Durchfall? Aus diesem Grunde wurde mir nämlich vom flüssig füttern um diese Zeit abgeraten.


    MfG Max

  • Also ich möchte hier auch meinen Senf dazugeben,


    Ich habe voe einer reichlichen Woche 80% der Völker nachgefüttert. Und das war sehr notwendig. Ich hatte noch nie solch starke Völker um diese Zeit, sehr viele hatte um die 8 Waben DN anderthalb voll besetzt. Nur die Völker in der normalen Ausführung, also 3-5 Waben besetzt hatten noch ordentlich Futter. Am WE werde ich nachsehen und eventuell nochmals füttern, ich mische mir den Teig selbst, einen Teil Honig, drei Teile Puderzucker auf einem Blatt Küchenrolle ausgerollt auf ca einen cm Dicke und dann auf das Brutnest gelegt. Ist ein knappes Kilo. Sie fressen sich durch das Papier, und es tropft nichts runter da die Küchenrolle die Oberflächenfeuchtigkeit aufnimmt.


    Ich hoffe nur, es gibt bald etwas von draussen sonst füttert man sich einen Wolf,


    Grüsse aus Werder wo es schweinekalt ist

  • beim Füttern von Futterteig brauchen die Bienen Wasser zum Verarbeiten- deshalb den Futterteig in Folie auflegen- unten schmale Streifen ausschneiden, damit er nicht noch trockner wird, z.T. kann sich Kondenswasser an der Deckfolie sammeln. Sonst werden die Bienen praktisch genötigt bei kaltem Wetter Wasser zu holen und verklammen.
    Ich habe vor einer Woche bei einem Stand noch vorhandene Futterwaben an die Trauben gehängt, bei einigen Leerwaben entfernt und Schiede gesetzt. Nächstes Wochenende bekommen die Völker im Bienenhaus (nicht wiegbar) mit Futterloch im Deckel vorsichtshalber ein Glas warmes Apiinvert.

  • Diesen Winter hat mein Inkervater auch noch nie gesehen.
    Sein Volk, welches er mir im Herbst gegeben hatte und das er definitiv "normal" eingefüttert hatte, hat jetzt kaum noch Futter.
    Das Ganze in Mittelheesen.
    Sie sitzen auf 7 Rahmen, DN 2 Zargen.

  • Ich denke, dass der Temperaturverlauf im Dezember mit +14°C auch zu einem entsprechendem Mehrverbrauch der Völker geführt hat, da sie hier bestimmt animiert worden sind, zu brüten.
    Allerdings hatten wir hier ein Senffeld, an dem sich meine Bienen bedient haben und vom Gewicht her in der Zeit gleich schwer geblieben sind oder sogar noch zugelegt haben.
    Diesen Temperaturverlauf würde ich aber nicht als normal erachten, kann also nächsten Winter ganz anders wieder sein.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Vielleicht ist schnelles komplettes Einfüttern nach der letzten Honigernte nicht mehr für jeden Winter geeignet?
    Bei mir waren von Ende August bis Weihnachten kleine Futtertröge drauf, die ich in warmen Wetterphasen auch immer nochmal etwas nachfüllen durfte. Gewogen hab ich da nichts, sondern angeboten, bis nichts mehr abgenommen wurde. Jetzt haben fast alle Völker (Carnica) noch reichlich schwere verdeckelte Futterwaben, auch kein riesiges Brutnest und ein Ausgleich mit etwas schwächeren Völkern ist kein Problem.

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :-)


    Bei mir bleibt der Futtertrog ganzjährig auf den Völkern.
    Zum einen weil ich so die Gefahr der etwaigen Kankheiten,wie FB, einhalt gebieten kann, zum anderen um bei solchen Fällen gleich handeln zu können.
    Außerdem spare ich mit Platz.
    Die Bienen erwärmen das Futter im FT über Nacht und holen es ruck zuck runter.
    Wer Facebook hat kann ja mal unter Imkerei Aumeier schnell gugen und sieht wie die Völker schon im Januar aussahen. Die neuen Fotos von gestern kommen auch noch rein.
    Gut, 80% der Bienen jetzt schon fütter ist aber eindeutig zu wenig gefüttert.
    Ich gehe Ende Oktober nochmal rum und hebe,alles was da zu leicht ist bekommt nochmal Futter.
    Auch sind die Völker heututage viel grösser als noch vor 10 J. (Ausnahmen bestätigen die Regel,wenn wie früher von Hünglern nachgezogen wird,aber das hat mit Zucht nichts zu tun) .
    Allso langen die 20 kg Futter für ein DA-volk in der Regel nicht.
    Wer es so macht wird schnell eines besseren belehrt.
    Auch die Carnica überwintert volksstärker und meine Meinung ist, das die alten Futterangaben nicht mehr gelten.
    Wenn dann auch noch so eine Witterung da ist, geht den Bienen dann sehr schnell das Futter aus.
    Mir ist ein kalter mit -20°C. und Schnee viel lieber.
    Sitze dann hinterm Ofen und freu mich :wink:

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike


  • Auch die Carnica überwintert volksstärker und meine Meinung ist, das die alten Futterangaben nicht mehr gelten.
    Wenn dann auch noch so eine Witterung da ist, geht den Bienen dann sehr schnell das Futter aus.


    Vielen Dank für die Beiträge - die Futterdiskussion musste ja kommen, bei dem besch.... Winter. Ich habe Ca und Bf an einem Stand und kann das bestätigen - da gibt es so gut wie keinen Unterschied. Lediglich ein Ca-Volk überwintert derz. klein (2 Wabengassen DNM 1,5); die haben auch kein Futterproblem. Ich hebe hin und wieder auch die Kisten an und muss feststellen, dass die Gewichtsabnahme seit einigen Wochen schneller voran geht. Das passt zum Brutgeschäft, welches sich jetzt mehr und mehr einstellt. Beim Schied setzen konnte ich das feststellen.


    Nochmals die Frage zum Flüssigfutter: Über Zip-Beutel oben oder von unten mit einer Schale inkl. Schwimmhilfen ? Ich würde meinen, es ist egal...


    Beste Grüße


    Rainer