Leichtbauhalle

  • Hallo liebe Forengemeinde,


    Es geht um folgendes:


    Ich als Hobbyimker in Thüringen kaufe ein Grundstück, gehen wir mal davon aus das eine Bebauung grundsätzlich darauf genehmigt wird ( mir is klar das man es vorher klären muss ob Bauland ja/nein etc).


    Ist es mir dann möglich eine kleine Leichtbauhalle z.Bsp. 6x10m oder so darauf zu errichten als Lagerraum für Beutenteile usw..?


    Ich lese überall das es einer Privatperson nicht möglich( genehmigt) ist, ohne das diese Bauer ist, eine Lagerhalle zu errichten. Das würde heißen ich kann ne Garage drauf stellen um meinen Transporter drin zu parken, eine Leichtbauhalle wird aber nicht genehmigt weil es eben eine Halle ist?



    Hat jemand mit ähnlichem Erfahrung?


    MfG


    Thomas

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Hallo Franz Xaver, danke erstmal für den konstruktiven Beitrag,


    in meinem Fall ist es ja anders. Ich möchte mir möglichst Kostengünstig Lagerfläche schaffen. Beutenteile Rähmchen meinwegen auch mal Flüssigfutter usw., ich möchte dort drin keine Tierhaltung durchführen.


    Jetzt hab ich eben gelesen das man sich als Privatperson und "Nichtlandwirt" keine Leichtbauhalle oder dergleichen in den Garten stellen darf eben schon aus dem Grund da man nicht Gewerbetreibend bzw Landwirt ist.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Hallo Thomas,


    Im Außenbereich hat man sowieso keine Chance zu bauen, außer es hat schon einen Siedlungsähnlichen Charakter, dann könnte man eventuell eine Bebauung durchsetzen.


    Bei uns dürfen nur Vollerwerbslandwirte, die bestimmte Richtlinien einhalten müssen, ein Wohnhaus bauen.


    Du hättest eine Chance (zumindestens hier in Bayern), wenn die Halle nicht fest verbaut ist, sondern praktisch wieder abbaubar ist ( meinetwegen auf Stelzen d.h. ohne Grundfest), dann könnte es sein, dass du diese Halle aufstellen darfst. Erkundige dich bei deiner Stadt beziehungsweise Gemeinde.

  • Auszug aus der Thüringer BO:


    Verfahrensfreie Bauvorhaben, Beseitigung von Anlagen
    (1) Verfahrensfrei sind


    1.
    folgende Gebäude


    a)
    eingeschossige Gebäude mit einer Brutto-Grundfläche bis zu 10 m2, außer im Außenbereich,


    b)
    Garagen einschließlich überdachter Stellplätze mit einer mittleren Wandhöhe im Sinne des § 6 Abs. 8 Satz 1 Nr. 1 bis zu 3 m und mit einer Brutto-Grundfläche bis zu 40 m2, außer im Außenbereich




    Wie versteht sich der Außenbereich?



    Heißt das ich kann mir mitten ins Grundstück 2 einzelne Fertiggaragen mit jeweils 40m2 Grundfläche, 2,90m Gesamthöhe hinstellen ohne das Amt mit einbeziehen zu müssen?

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Habs grad selber gelesen mit dem Außenbereich und Verfahrensfrei heißt im endeffekt ja auch nur vereinfachtes Verfahren .....



    Also bleibt wie immer nur der weg zum Amt.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Hallo Thomas,
    der Weg zum Bauamt ist sicherlich eine einfache und praktikable Vorgehensweise. Wenn ich dich richtig verstanden habe hast du das Grundstück aber noch nicht. Bevor du etwas kaufst um darauf eine Halle zu errichten solltest du zwingend mit dem Bauamt sprechen und möglichst sogar eine Bauvoranfrage für deine Planungen stellen. Das geht schnell, ist kostengünstig und du kannst die auch stellen ohne das es einer Zustimmung des Eigentümers bedarf. Nur so bekommst du wirklich Sicherheit ob du bauen darfst.


    Es gibt baurechtlich zwei wesentliche Lagen. Das eine ist der Außenbereich (siehe Link von Franz Xaver). Da ist nur das sogenannte privilegierte Bauen genehmigungsfähig (Landwirtschaft oder auch Energie, z. B. Windkraftanlagen). Da ist dann nicht einmal der Bau eines Carports möglich, nicht einmal als Ergänzung zu einem vorhandenen Wohngebäude.


    Dann gibt es die Innenbereiche. Die wiederum sind untergliedert in Gebiete gibt bei denen die mögliche Bebauung durch einen Bebauungsplan festgeschrieben ist. Das gilt in der Regel für alle Neubaugebiete. Und dann gibt es noch die sogenannten unbeplanten Innenbereiche. Das sind im Regelfall ältere Bebauungsgebiete (z. B. Ortskerne) bei denen sich die Bebauung im Laufe der Zeit entwickelt hat, aber für die keine Bebauungspläne erstellt wurden. Da richtet sich die Genehmigungsfähigkeit nach der vorhandenen umliegenden Bebauung. In den Fällen hat das Bauamt normalerweise den größten Ermessensspielraum. In beiden Innenbereichen besteht grundsätzlich die Möglichkeit das der Bau einer Halle genehmigt wird. Das ist im wesentlichen davon abhängig wie stark das Grundstück ansonsten schon bebaut ist. Da gibt das Bauamt aber normalerweise schnell Auskunft.
    Gruß
    Jörg

  • Danke Jörg.


    Nein ich hab es noch nicht aber direkt dahinter ist von uns gepachtetes Land wo wir Völker stehen haben.


    Das Grundstück hat mir schon immer gefallen und wurde mir nun angeboten. Würde also das andere aufgeben und die Völker dahin umsetzen. Auf diesem steht ein altes, leider total verfallenes Bienenhaus mit 10 Hinterbehandlern (absolut zusammelgefallen) und so ne Art Gartenhäuschen gemauert 3x2m wo nur Gartengeräte drin waren. Genutzt wurde es als ich klein war als Streuobstwiese, Kartoffelanbau und zur Heugewinnung.


    Wäre halt schön wenn man da was drauf bauen (Fertiggarage oder sowas) könnte um auf dem Grundstück nicht nur Bienen zu halten sondern eben auch um was zu Lagern.


    Wenn ich mir da einen Container drauf packe gilt das ja bestimmt auch als Bebauung, da der ja dauerhaft da stehen würde.


    Naja da hilft warscheinlich wirklich nur der Weg zum Amt.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • als LAIE im Baurecht - im Außenbereich nur für Lawi genehmigungsfähig - also keine Halle, die mehr wie Autowerkstatt aussieht, sondern ein Bienenhaus, indem auch ein paar Bienen stehen sollten. Baugenehmigung war aber auch erforderlich wegen der Größe.

  • Hallo Thomas,
    das hört sich sehr nach Außenbereich an. Wenn da aber zwei Gebäude darauf stehen besteht eventuell die Möglichkeit das Bauamt zu überzeugen, dass die nur saniert werden. Das könnte zulässig sein. Dann müssten aber die Fundamente erhalten bleiben und die Außenabmessungen der Gebäude dürfen sich nicht ändern. Der Weg zum Bauamt hat aber auch immer das Risiko, dass es dort abgelehnt wird und dann haben die eventuell ein Auge darauf. Ich habe mir einen alten Resthof im Außenbereich gekauft und da dürfen wir offiziell auch nichts bauen. Wir haben aber auch einen Stall abgerissen und ohne Genehmigung in ähnlicher Größe wieder aufgebaut. Wo kein Kläger, da kein Richter. Aber Achtung, die Bauämter werten mittlerweile auch Luftbilder aus. Sollte daher von oben schon ähnlich aussehen. Wie hoch das Risiko für die eine oder andere Variante ist musst du aber selbst einschätzen, hängt sicher auch von der Lage des Grundstückes ab.
    Gruß
    Jörg

  • eventuell die Möglichkeit das Bauamt zu überzeugen, dass die nur saniert werden. Das könnte zulässig sein.


    Hallo, oder das Baumant setzt sehr wahrscheinlich eine Frist, bis alles komplett rückgebaut ist.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Wir haben aber auch einen Stall abgerissen und ohne Genehmigung in ähnlicher Größe wieder aufgebaut. Wo kein Kläger, da kein Richter. Aber Achtung, die Bauämter werten mittlerweile auch Luftbilder aus.
    Gruß
    Jörg


    Musste ich gerade schmunzeln, denn ähnliches habe ich auch vollbracht. Habe an meine bestehende Halle vor Ca. 15 Jahren in Eigenbau einen Anbau gemacht mit ungefähr 10 m länge mal 5 m Breite, dachte eigentlich gar nicht daran, dass ich da einen Plan brauche. Prompt kam nächstes Jahr das Landesvermessungsamt wegen üblicher Vermessungen und waren verwundert, dass ihre Daten nicht aktuell waren. Haben mir angeboten, das Gebäude nachzutragen und es wurde nachträglich alles geregelt. Normalerweise sollte man vor Bauginn dies alles richtig stellen, da von Amts wegen ein Abbruch angeordnet werden kann.

  • Hi,


    ich weiss ja nicht ob es deinen Geschmack trifft,


    aber wenn es Räder hat darf es dort auch stehen, auch länger.


    Also ein grosser Bauwagen o.ä. dürfte keine Probleme machen und hat Platz.


    Gruss Joachim


  • Sorry Wilhelmshavener,
    ich bin so froh, dass ich das hier auch mal sagen darf und nicht der Unwissende bin:


    Quatsch.


    Ob es Räder hat oder nicht, ob es aussieht wie zuvor, ob ich es Nachts mache oder keine Baugenehmigung eingereicht werden muss, das Alles entscheidet nicht über die Legalität.
    Da waren die anderen Hinweise schon wesentlich hilfreicher.
    Zauberwort Außenbereich. Die Beschreibung klingt nach Außenbereich.
    Letzte Woche, ungelogen hat mich auch so ein Alles-Besser-Wisser angerufen, weil er bis auf eine Wand alles Abriß und neu aufbauen wollte. Er suchte händeringend einen Architekten, der ihm das Ding nachträglich irgendwie legalisiert mit Baugenehmigung, Nutzungsänderung ... .
    Jungs und Mädels, machts doch einfach richtig und legal oder machts nicht. Das nachträgliche oder vorsorgliche Jammern über die Behörden, öffentliche Überlegungen wie man das Baurecht aushebeln oder das Bauamt austricksen kann, sorry, aber ich kanns nicht mehr hören.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der sich jetzt Räder an seinen Müll schraubt um ihn überall in der Landschaft zu verstreuen :-)

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

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