Werbung mit DIB-Auszeichnung / Chargen allgemein

  • Hallo zusammen!


    durch einen anderen Beitrag bin ich auf ein grundsätzliches Problem bei der Vermarktung / Lagerung von Honig aufmerksam geworden. Ich ernte z. B. die Sommerernte ohne nenneswerte Chargen - also alles was ich als Sommerhonig haben will, wird zusammen geschleudert (zumindest im letzten Jahr). Da wurden auch zwei Stände (stehen rund 5 Kilometer auseinander) zu einer Schleuderung zusammen gefasst. Gerade bei dem diesjährigen Sommerhonig konnte ich geschmacklich auch keine großen Unterschiede feststellen, da wir alles mit Honigtau voll hatten. Ich schleudere also Wahllos alle Honigräume leer und mache nach und nach meine 20 Kiloeimer voll. Auch in meiner neuen Schleuder, fällt mir das trennen zukünftig schwer, da ich hier z. B. unten einen Teil des Honigs als Gewicht belassen kann und der sich automatisch durch die Völker / Stände mischt.


    Ich habe nun also nach der Ernte 20 Eimer Sommertracht zu je 20 Kilo. Das ganze gilt für mich als ein Los. Naja eventuell werde ich in Zukunft pro Stand unterscheiden - aber immer noch mehrere Völker / Los. Nun nehme ich an der Honigbewertung des DIB Teil und erhalte, wenn ich Glück habe und alles richtig gemacht habe, wieder eine goldene Auszeichnung und 100 Aufkleber. Auf was darf ich die nun eigentlich drauf setzen? Auf die 40 Gläser, die ich genau aus dem Eimer erhalte, aus dem die drei Mustergläser stammen? Auf allen Gläsern aus der Charge (bei mir also pro Stand) oder auf alle Gläser der Sorte (z. B. Sommerhonig von allen drei Ständen)?


    Oder wenn ich eine Rückstandsanalyse / Pollenanalyse machen / erhalte? Für was gilt die dann? Selbst innerhalb eines Eimers, wenn der nicht durchgerührt wird, ist das Ergebnis schon unterschiedlich. Kann man das ganze nur richtig machen, wenn man 500 Kilobehälter für die ganze Ernte hat?


    Gruß
    Frank

  • Eine Losnummer sollte ja eine Reihe von Gläsern mit identischem Inhalt sein - siehe auch http://www.die-honigmacher.de/kurs3/seite_32707.html
    Wenn der Honig aus einer Schleuderung nicht irgendwann in einem großen Gefäß komplett durchmischt wird, wird man selbst bei einem Stand kleinere Unterschiede bei Zusammensetzung, Wasserhalt usw. (und damit auch Geschmack) in den einzelnen Eimern haben. Also müsste nach meinem Verständnis die Auszeichnung auch genau für den Eimer gelten, aus der die Gläser der Prämierung abgefüllt wurden.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Genau so ist es! Verschiedene Stände = verschiedene Chargen
    Es sei denn es würde alles im großen Gebinde vermischt werden.
    Du würdest auch keinen "Preis" gewinnen, wenn Du aus einer Charge drei optisch unterschiedliche Gläser einreichen würdest.


    Leider zählt auch hier: WER prüft es?
    Du als Imker jedoch solltest darauf achten, es "richtig" zu machen, denn auch der Kunde würde sich wundern, wenn er ein Glas des prämierten Honigs erhält und das Folgeglas einen anderen Inhalt enthält.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.