Reinigung nach Wachsmottenbefall

  • Moin Moin,
    ich hatte da einige Segeberger Beuten stehen in denen sich viele Wachsmotten eingenistet haben.
    Die Waben habe ich eingeschmolzen und die Rähmchen kommen in die Feuertonne.
    Die Beuten würde ich aber gerne noch retten.
    Gerne höre ich mir Eure Tipps zur Reinigung an.


    Mein geplantes Vorgehen wäre so:


    -Grob mit einer Drahtbürste anfangen
    -Mit Schmirgelpapier nacharbeiten
    -Mit Soda ausschrubben
    -Zum Abschluss mit einem Hochdruckreiniger abspülen


    Wie würdet Ihr vorgehen?


    Gruß HH75


    (Ja ich weiß, ich hätte das eindringen der Motte verhindern sollen und die Waben schon früher einschmelzen müssen. Kommentare diesbezüglich werden nicht benötigt, Danke :lol:)

  • Ich würde die Segeberger bei der Gelegenheit durch Holzbeuten ersetzen, wenn du nach meinem Vorgehen fragst ;-)


    Nein, im Ernst, warum soviel Schrubberei? Lass die Drahtbürste (auf dem Styropor!?) weg und das Schmirgeln auch. Falls nach dem Säubern mit Natronlauge noch Schmutz da ist, mußt du halt nochmal ran, dann war es zuwenig. Spülen muss nicht mit dem Kärcher sein, es geht ums Neutralisieren dazu ist Wasser nötig aber kein Druck. Falls sich Mottenlarven ins PS gebohrt gefressen haben, dann willst du die da wahrscheinlich rauspuhlen, und die Löcher mit Reparaturpaste verschließen.


    Gruß
    Reiner

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Das hört sich ja an, als hättest Du Faulbrut gehabt und nicht Wachsmotten.
    In gesunden Völkern ist die Wachsmotte kein Problem. Nur das Wabenlager muss sauber sein.
    Warum die Rähmchen ins Feuer müssen, verstehe ich gar nicht. Das Ausschmelzen reicht völlig.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Moin, moin HH75,


    warum Natronlauge, warum überhaupt schrubben - wenn es doch Deine Beuten sind und Du weißt, daß da kein "Dreck" drin ist. Wachsmottendreck ist in der freien Natur wie in der Imkerei bienenverträglich. Die groben Reste mit hartem Besen bzw. vorsichtig gehandhabter (Holz-?)Spachtel entfernt, sollte genügen. Setz´Bienen rein, nicht zu wenige. Die machen dann schon sauber, besser als Du das könntest. Sicher. Ham die hier mit Holzbeuten gemacht, die wir aus einem verwaisten (gegen Varroa aber nur mit AS/OX + Thymol betriebenen) Imkerstand entfernten. Daß Bienen mit Schaumstoffbeuten anders umgehen sollten, wäre mir unerklärlich.
    Wenn Deine Rähmchen nach dem Ausschmelzen noch stabil sind, spricht eigentlich auch nichts gegen ihre Weiterbenutzung.
    Wie gesagt - gilt alles nur unter der Voraussetzung, daß es Dein Material ist, Du also sicher sein kannst, daß nur Wachsmottenreste drin sind, kein anderer, u.U. giftiger oder AFB-Dreck.


    Mit nachhaltigen Grüßen aus dem Landstrich, wo früher selten was weggeworfen und bspw. aus dem giftlos aufgewachsenen Weihnachtsbaum der nächstjährige Kloßquirl u.a. Nützliche verfertigt wurde - Gottfried

  • Ja, sind meine Beuten
    Nein, keine AFB (Probe = 0)
    Wollte nur auf "Nummer sicher" gehen, daher die Nachfrage.
    Dann werde ich die besten Rähmchen noch vor dem Feuertod retten.


    Danke und Gruß aus dem Norden

  • Wachsmotten finden nur die Imker eklig, den Bienen ist sie Wurscht, bzw. in freier Natur wäre die Wachsmotten sogar ein Bienenfreund. So würde die Wachsmotte den Wabenbau eines Verstorbenen Volkes abschroten und ein neuer Schwarm kann einziehen.
    Irgendwer hat sogar mal geschrieben, das Bienen von Wachsmottenduft angezogen werden, eben aus diesem Grund.