Imkern mit nur einem Zanderbrutraum: wie geht's nach dem Einengen weiter?

  • Hallo Susanna,
    Du hast erst mit der Imkerei angefangen Oder?
    Was sagt denn dein Imkerpate zu diesen Arbeiten zu dieser Zeit?


    Ich habe auch erst 2014 begonnen, aber um diese Zeit bei den Bienen solche arbeiten zu machen wie Du, würde mir nicht im Traum einfallen. Futterkontrolle durch leichtes anheben und Sitz der Wintertraube durch die Folie wären das einzigste was machbar wäre.
    Nimm dir lieber etwas Zeit und schau die im Netz mal die Trachtpflanzen an und den Blühkalender.


    Gruß Ingo

  • Hallo Markus


    Was da passieren soll, da explodieren auch die Rähmchen und das Schied nicht, die Völker verhungern nur, weil das Futter über ihren Kopf fehlt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Zander 1-zargig?
    Hmm, also mit Landbiene ein No Go.
    Mit Carinica, kommt auf den Züchter an, es wird berichtet, das man in Österreich und Oberbayern Carnica hat mit denen es funzt.
    Buckfast, wenn der Züchter selbst dieses System anwendet, ja klappt gut, aber der Züchter muß eben auch selbst ein Zander-1-Zargig-Freak sein.


    LG Martin

  • Hallo Markus


    Was da passieren soll, da explodieren auch die Rähmchen und das Schied nicht, die Völker verhungern nur, weil das Futter über ihren Kopf fehlt.


    Da verhungert nix. Weil der Imker schon beim Schied setzen sieht was er zu tun hat. Ich kann so sämtliche Völker heraus picken bei denen ich in 4 Wochen genauer nachsehen muss und ggf. Futterteig auflege wenn keine Futterwaben übrig sind. Und Futterwaben hab ich immer genug übrig. Selbst bei 12 kg einfüttern im Herbst glaub ich es wird immer mehr statt weniger. Kann damit die komplette 1. Ablegerserie versorgen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich habe letztes Jahr alle meine Volker auf einem Brutraum (12er DNM) geführt. Und bin sehr zufrieden - weniger Arbeit, mehr Honig.
    Aber DNM und Zander sind ja in der Höhe schon viel enger als die verschiedenen Großraumwabenmaße.
    Ich habe schwache Völker auch schon geschiedet. Aber bei allen anderen wäre mir das im zeitigen Frühjahr zu viel Aufwand und später fand ich es nicht mehr sinnvoll.


    Wolfgang


    Der Aufwand macht sich bezahlt. Probieren es mal mit 10 Völkern aus und Vergleich dann mit dem Rest.
    Ich möchte behaupten, ein Volk auf 7 Rähmchen ohne Schied wird von einem auf 4 mit Schied eingeholt.
    Ich wollte auch erst nicht glauben und hab selbst dieses Jahr einige Linien im Test. Die hatten bei der Durchsicht 3 Waben großflächig geputzt und daneben dicke Futterwaben. Sprich die scheinen sich selber zu schieden. Versuchsweise lass ich die mal so laufen aber hab Schwestern mit selben Anzeichen trotzdem geschiedet.
    Gibt aber noch andere Tricks um die Königin auf wenigen Waben zu halten, mit natürlichem Schied [emoji6]

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Du machst es richtig. Auch wenn die wenigen Völker nur richtig vergleichbar sind bei gleichwertigen Königinnen und gleicher Volksstärke


    Fehler kannst du dabei nicht machen, da ich bis auf die 2/3 Zargen schon alles durch habe und dadurch auch meine jeweilige Betriebsweise gefunden habe.



    :eek: So viel Verschiedenes!
    Hast Du nicht Sorge, dass Du Dich da verzetteln könntest?


    Ich habe Zander einräumig ausprobiert, (und werde es auch wieder tun) aber es ist m.E. überhaupt nicht mit der Großwabenbetriebsweise (1,5 Zander oder Dadant) vergleichbar.


    Mit wenigen Völkern geht das ganz gut. Ich musste es in 2 Etappen lernen und dabei dann mit 50% der Völker die umgestellt wurden.


    Zander einräumig kannst und musst du sogar mit Zander 1.5 vergleichen. 7 Waben als maximum für die Brut und dann dein Schied. Kannst auch noch wunderbar schieben.
    Aber denkt dabei an den Honigraum der immer drauf bleiben muss. Durch das virtuelle Brutnest ist da eh nicht soviel Honig drinn. Aber der muss bleiben, IMMER um Tracht Lücken zu überbrücken! Sonst sind die schnell verhungert.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Hallo Markus


    Was da passieren soll, da explodieren auch die Rähmchen und das Schied nicht, die Völker verhungern nur, weil das Futter über ihren Kopf fehlt.


    Also nochmal nen Anlauf, ich hoffe der Reiner lässt mich nochmal ran...
    Drobi, im anderen Fred behauptest du, du bist noch am Lernen mit der Magazinbetriebsweise. Betreibst aber gleichzeitig dort Ferndiagnose und gibst Hinweise wie "Leere Rähmchen ins Brutnest hängen" und ähnlichen Unsinn (Sorry).
    Findest du nicht, du solltest dich beim Thema Schied setzen mit deinen Mutmaßungen ein wenig zurückhalten?


    cu


  • Findest du nicht, du solltest dich beim Thema Schied setzen mit deinen Mutmaßungen ein wenig zurückhalten?


    cu


    gstrasser, nicht streiten bitte. Ich finde jeden Einwand und jedes Argument was in den Raum geworfen wird hilfreich. Weil wenn man sich dann damit auseinander setzt ergeben sich meist viele Antworten.
    Hier bei Drobi ist er der Meinung die Bienen verhungern wenn man nun das Schied setzt und bis April kein Flugwetter aufkommt. Wer jedoch mit Schied arbeitet schaut in sein Volk und bewegt die Futterwaben, damit hat er einen besseren überblick wie alle andere die kein Schied setzen oder gar auf 2 Bruträumen arbeiten.
    Klar kann man wiegen, aber was man in der Hand hatte und mit eigenen Augen sehen konnte prägt sich besser ein.


    Daher veweirrt mich auch die Aussage mit dem Futter überm Kopf... bei einräumiger Betriebsweise ist das wenigste über dem Kopf und das meiste an der Seite. Wenn ich nun noch sage, dass ich meine Völker nicht in die Mitte rücke, sondern an der Seitenwand sitzen lasse, dann schreien gleich paar andere, die reissen sicher vom Futterstrom ab. Was ich aber noch nie erlebt hatte, ausser dieses Jahr bei einem schwachen MiniPlus, die waren in der 1. Zarge, die komplett ohne Futter und über den Köpfen 2 Zargen voller Futter... Trotzdem verhungert!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Hallo Gstrasser


    Du vermischt hier einiges, das Schied setzten ist das eine und da habe ich voriges Jahr angefangen Schied zu setzten und war damit nicht zufrieden. Deshalb werde ich dieses Jahr wieder mit 11 Waben 1,5 DNM arbeiten, deshalb muß ich noch lernen.


    Das andere ist, wenn ein Volk, bzw die Königin keinen Platz hat zu stiften, weil zuviel eingefütteret wurde, dann würde ich mitten ins Brutnest eine Leerwabe hängen. Damit habe ich Erfahrung. Ich habe deshalb geschrieben, das der Einsatz der Leerwabe ins Brutnest nicht optimal ist, weil bei mir das Brutnest im Frühjahr tabu ist.


    Also ich habe kein Problem, mit kritischen Beiträgen. :liebe002:

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo SK,


    ich antworte jetzt mal als 1 räumiger Zander Imker.
    Vorneweg die Frage, warum nimmst du die oberste Zarge Weg? Normalerweise selbst bei einer 2 räumiger Betriebsweise, hast du da den neuen Wabenbau und die Bienen inkl. Futter sitzen. Daher nimmt man immer die untere Zarge Weg.
    Ich benutze 2/3 HR was ich bei einräumiger Zander Betriebsweise immer empfehlen würde, da man den schwarmtrieb durch tauschen der HR auch dämpfen kann bzw. einfach feinfühliger erweitern kann.
    Die 2/3 Zarge sitzt bei mir unter der Ganzzarge und wird im zeitigen Frühjahr weggenommen.
    Wenn das Wetter mitgespielt hätte, hätte ich es diese Woche gemacht, doch bei mir schneit es heute und Morgen wieder, also wird es verschoben.
    Ich würde zu dieser Zeit auf keinen Fall Waben umhängen (außer Futterwaben zur Notfütterung) oder sogar Waben abstoßen!
    Anfang März wenn die ersten Weiden blühen, richte ich den Bienensitz, das Brutnest in die Mitte und links und rechts jeweils noch eine richtig volle Futterwabe + Pollenwaben. Die überschüssigen Futterwaben nehme ich raus und ersetze diese durch MW.
    Wann du den HR gibst, musst du entscheiden, da gibt es keine Empfehlung, ich gebe den meistens Ende März, also so da. Ab dem 20. oder eben etwas eher. Am besten ist es, der HR besteht aus Leerwaben. Ende Mörz kommt dann der Drohnenrahmen rein. Das letzte Grossereigniss ist dann die Kirschblüte, da fliegt aus dem BR alle Pollen und Futterwaben raus und werden durch MW ersetzt.


    Bei 1 räumiger Zander ist das Futter immer ein Thema, daher solltest du auch nie den letzten HR komplett Schleudern. Ich lasse den Bienen immer 3 volle Waben im HR, denn wenn du alles abschleuderst und es gibt im Juni eine Regenwoche, dann verhungert dir so ein Volk auch im Juni.


    Grüße,


    Max

  • Bei 1 räumiger Zander ist das Futter immer ein Thema, daher solltest du auch nie den letzten HR komplett Schleudern. Ich lasse den Bienen immer 3 volle Waben im HR, denn wenn du alles abschleuderst und es gibt im Juni eine Regenwoche, dann verhungert dir so ein Volk auch im Juni.


    Max, der bleibt komplett drauf vom Aufsetzen bis zum Abräumen. Wenn ich mir vorstelle in 2014 wären da nur 3 Waben drinn gewesen, da gabs Zeiten die wären mir verhungert. Beim wirklichen Schied setzen hat man eh ein virtuelles Brutnest und somit wird die 1. Zarge meist nie wirklich voll, da sind selten mehr als 5-10Kg drinn und die sollten wir den Bienen belassen. Honig bringt Honig!
    Mit etwas Erfahrung kann man dann schon so arbeiten wie du sagst, aber einem Anfänger mit Schied würde ich den 1. Honigraum an den Brutraum ketten damit später kein Vorwurf kommt wenn die Bienen verhungert sind.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Hallo Mexikaner,


    einige meiner Völker wollen immer nur sehr zögerlich in den 2. Brutraum und es dauert auch immer echt lange bis die den Honigraum annehmen.
    Oft genug lagern sie den Honig lieber im 2. Brutraum oder gar im Brutnest und behindern sich somit selber. Das sind nicht immer die schwachen Völker.
    Das nervt mich bei der 2-zargigen Imkerei.


    O.k. ich hätte wohl den 2. BR noch etwas länger bei den Völkern, die ich ohne Schied führen wollte drauf lassen sollen. Aber ich habe das Brutnest gelassen und nur leer Futterwaben mit vollen getauscht.


    Dass du eine 2/3 Zarge zusätzlich zum Überwintern benutzt, hat mir noch jemand geschrieben und klingt gut. So hast du genug Platz für das Winterfutter und ich denke mal, dass die Bienen im Frühjahr schneller in der 2. Brutraum gehen, da der Platz unten zu eng wird und das Futter oben ist.


    Wieder was gelernt für das nächstes Jahr!:u_idea_bulb02:


    Bei den Völkern, die auf den alten Waben sitzen, wollte ich nach der Honigernte TUB machen.


    Wie machst du das mit der Wabenhygiene?


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Susanna,
    das klappt nicht mit jeder Biene.
    Brutferne Honigstapelung ist ein Auslesekriterium!
    Und schwarmträge müssen die Völker sein.
    Ist beides unter anderem ausgeprägt vorhanden, klappt das (ich hätte ja fast gesagt egal wodrin).
    Das Einegen ist schon ein alter Hut und hat auch zu Anno Toback gefunzt, allerdings mit einer etwas anderen Biene. Die Zucht, wenns denn eine ist, hat die Biene verändert, nun wird wieder mit teilweisem Erfolg (rum)probiert. Es klappt aber nur mit der richtigen Biene.
    Ich nenne es Anpassen an das was das Volk kann, und unterstützen dann wann es Sinn macht.
    JETZT brauchen die Bienen Wärme und Futter...
    Den Rest machen sie von alleine, wenn sie aus dem Fenster schauen, oder eben nicht.
    db

  • Hallo zusammen,


    ich wollte mich mal wieder melden und schreiben, wie es jetzt aussieht!


    Meinen 3 geschiedeten Einzarger geht es gut und sind nicht verhungert!:)
    Ich habe aber auch regelmäßig das Gewicht kontrolliert und kann sagen, dass sie bis vergangenes Wochenende 1-2 kg Futter seit Anfang Februar verbraucht haben.


    Jetzt habe ich am Freitag das super Wetter genutzt, um mir einen genauen Überblick zu verschaffen:


    -- die geschiedeten Völker haben Brut auf 3-4 Waben, sehr viel offene Brut und Stifte aber auch verdeckelte Brut. Der Futterkranz wurde bedeutend verringert und mit Brut aufgefüllt. Die Hälfte der Wabe dürfte mit Brut belegt sein. Die Randwabe hat auch auf der Innenseite Brut. Die Wabe vor dem Schied ist teilweise beidseitig mit Pollen voll.
    Die Futterwaben hinter dem Schied haben sie wieder mit Nektar aufgefüllt, sodass es in den Völkern fast keine freien Zellen mehr gibt !!!!


    -- im Vergleich dazu sieht es bei den 2-Zarger und 1-Zarger ungeschiedet etwas anders aus. Sie haben einen ähnlichen Futterverbrauch aber fast keine verdeckelte Brut, allerdings viel offene Brut. Es sieht so aus, als ob sie bei der Kälte nochmals aus der Brut gegangen sind! Auch sie haben viel Nektar eingetragen aber da sie weniger Brutfläche haben gibt es noch Platz!


    Nun meine Frage zu den geschiedeten Völkern:


    -- Da sie das Brutnest aus Platzmangel nicht wirklich ausdehnen können würde ich eine Mittelwand vor die Pollenwabe einhängen oder soll ich die Pollenwabe noch hinter das Schied hängen? Und natürlich würde ich eine Futterwabe entfernen. Im Moment sind 4 Stück drinne.
    -- den Honigraum würde ich aufsetzten, da ich nur Mittelwände habe. Ist es besser erstmal das Absperrgitter wegzulassen?


    Leider habe ich am Freitag die Völker nicht gewogen. Aber ich habe Weiden ganz in der Nähe, die voll in der Blüte stehen und nur so gebrummt haben!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)