Futterkranzproben

  • Hallo Imkerkollegen/innen,


    Frage zur Futterkranzprobe:
    Zu den anstehenden FKP ergibt sich mir die Frage: Ist es nötig aus jedemVolk eine Probe zu ziehen, oder reicht es aus, wenn mkan aus jedem 2. Volk Proben nimmt?


    Für Eure fachkundigen Infos vielen Dank


    AC

  • Moin,
    kommt darauf an wieviele Völker Du an diesem Standort stehen hast und wofür Du die Fkp machen willst.
    Für Monitoring und persönliches beruhigen des Gewissens sollte jedes 2. wohl reichen, für ein Gesundheitszeugnis (Verkauf, Wanderung) wirst Du jedes beproben müssen.
    VG Robert

  • AC : Celle spricht immer noch aktuell :
    http://www.laves.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=20139&article_id=73963&_psmand=23#Imkerliche_Praxis
    4.)Absatz, 4.) Titel: Prophylaxe der AFB: Untersuchung vom Futterproben auf Paenibacillus-larvae-larvae-Sporen (PDF, 95 KB)
    Wenn die Futterkranzprobe für was Offizielles wie die Wandererlaubnis ist, würde ich unbedingt den Amtstierarzt fragen, ob Du überhaupt selbst ziehen darfst und wie Du ziehen sollst. Ich ziehe meine Proben selber, bei meiner Frau kommt der Seuchenwart des Vereins und bist Du kein Vereinsmitglied kommt in beiden Landkreisen der Amtstierarzt (Probenahme natürlich kostenpflichtig).
    Gruß Ralf

  • Da scheint es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede zu geben.
    Ich wurde letztes Jahr im Verein "ausgelost" (LAVES/Celle). Die Probe durfte ich selbst entnehmen, dazu gibt es aber Anleitungen im Netz, speziell wie man vorgehen soll, worauf man speziell achten muss, und ob Einzel- oder Sammelprobe (Mischprobe) zulässig ist - habe jetzt nicht extra nachgelesen. Vom LAVES/NI ist ja im Vorbeitrag schon verlinkt worden, einige andere Institute (Bundesländer) haben ähnliche online-Anleitungen.


    Gruß Andreas

  • Hallo !


    Ob von jedem, oder jedem zweiten, dritten, vierten .... Volk ist bei Deiner Beprobung Deine Sache.


    Das ist von Amtstierarzt Zuständigkeitsgebiet zu Zuständigkeitsgebiet teils ganz verschieden.
    Hier bei uns brauch ich garkeine Futterkranzprobe für ein Gesundheitszeugnis
    (hat aber mit der besonderen hessischen Situation und dem jeweiligen Verein zu tun).


    Bei der hier (bei uns) durchgeführten Reihenuntersuchung wird JEDES Volk eines Stands beprobt.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Es kann - zumindest in den ersten Monaten nach einer Infektion z. B. durch Räuberei - vorkommen, dass an einem Stand nur ein (ggf. kleiner) Teil der Völker mit AFB infiziert ist.
    Karl

    Etwa 10 Völker auf Dadant an etwa 3 Standorten. "Bienenrasse":roll:: was sich bei Nachbarimkern so bewährt hat.

  • Hallo AC.
    Setz Dich mit deinem zuständigen Tierarzt in Verbindung, der entscheidet, ober er selbst, Du selbst, oder ob er einen BSV beauftragt.
    Für Monitoring Untersuchung, werden bei uns bis zu 5 Völker zusammen beprobt,
    sollte etwas Auffälliges festgestellt werden, erfolgt eine genaue Untersuchung aller Völker im Zusammenhang mit einer Einzelbeprobung.
    Als BSV kann ich Dir nur diesen Rat geben, so bist Du auf der sicheren Seite.


    Gruß Jürgen

  • Hallo AC,
    die Frage war ja, ob du von jedem Volk eine Probe ziehen sollst, oder nur sporadisch. Ich weiß nicht wieviel Völker du auf einem Stand hast. Ich beprobe immer den Stand komplett (auch bei bis zu 15 Völkern). Sind viele Völker an einem Stand, nehme ich trotzdem einen Löffel aus jedem Volk. Sollte an der Probe etwas sein, wird jedes Volk einzeln beprobt - von wem auch immer. Damit komme ich immer auf 3-4 Futterkranzproben - entsprechend der verschiedenen Standorte und kann sicher sein, dass alles i.O. ist.


    Gruß Katrin (auch BSV)

  • Hallo,
    ich ziehe aus jedem Volk eine Probe, immer ganz nahe vom Hauptbienensitz (etwaige Sporenbelastungen sind von der Dichte unterschiedlich
    im Volk verteilt, dünnen i.R. nach außen aus) und bilde daraus Sammelproben aus bis zu max. 15 Völkern. Stehen auf einem Überwinterungsstand
    20 Völker, werden es z.B. 2 Sammelproben a 10 Völker. Ich habe ein Interesse daran, das etwaig vorhandene AFB Sporen, seien sie auch nur in
    einem einzigen Volk eines Standes vorhanden, gefunden werden. Dann kann man frühzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen und sich viel Arbeit
    die ein Seuchenausbruch nach sich ziehen würde ersparen. Der Ausbruch der AFB wird in den Bundesländern unterschiedlich deffiniert, hier in
    Niedersachsen geht man damit in meinen Augen sehr konstruktiv um (Seuchenausbruch bei Klinik, davor 3 Sporen Stufen mit unterschiedlichen
    Handlungsempfehlungen und Einbindungen Vet.Amt). Ich denke das eine nur teilweise oder stichprobenartige Futterkranzbeprobung hinsichtlich
    der AFB Prophylaxe nicht zielführend ist.


    LG
    Frank