Auswertung der UniHalle zu "statistischen Angaben der Weltenährungsorganisation FAO"

  • Hallo!


    Endlich wird uns klar gemacht - Pestizide sind nicht schuld sind ![h=4]Studie der Uni Halle: Weltgeschehen beeinflusst Bienenvölker stärker als Pestizide[/h]Pestizide und Parasiten sind nicht für den regionalen Rückgang von Honigbienenvölkern verantwortlich. Wie Biologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) herausgefunden haben, spielen .....


    Lesen und Staunen !


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Bienenknecht,
    wir dürfen zwei Dinge nicht verwechseln. Das eine ist das Bienensterben und das andere sind die Zahl der gehaltenen Bienenvölker.
    Zweifellos ist die Zahlen der Bienenhalter und auch Völker rückläufig und hier sind die Gründe vielfältig.
    Was in der Studie nicht berücksichtigt wird ist, dass Bienenverluste durch den Imker altiv ausgeglichen werden in Form von Ablegerbildung etc.
    Auf die weiteren inhaltlichen Fehler der Studie möchte ich lieber nicht eingehen, denn die Varroa haben nicht wir nach Asien exportiert, die kommt von dort…
    Hier sollten sich die Wissenschaftler der Uni Halle so einiges selbst fragen…
    LG
    Andreas

  • Die in der "Studie" benannten Abhängigkeiten sind aus imkerlicher Sicht schon kurios, z. Bsp. steigt die Honigproduktion heimischer Völker angeblich mit der importierten Honigmenge. Derartige Relationen sind ziemlich gewagt, schon gar, wenn es dazu keine plausible Erklärung gibt. Man kann rein statistisch alles mögliche in Bezug zueinander setzen, ohne dass es einen Sinn hat. ...
    Und wenn man die Bezugsgruppe nur ausreichend groß genug wählt (100 Länder), ergeben sich statistische Wunschfolgerungen: Langfristig sind wir alle tot.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Für mich ist das erst mal eine Pressemeldung - ob die Publikation damit korrekt dargestellt wird kann ich nicht bewerten. Für die eigentliche Publikation soll man 35,--€ zahlen, wenn man diese lesen möchte -> imho inakzeptabel.
    Das die Zahl der Imker rückläufig, in der ehem. DDR, stark rückläufig war, ist logisch - da war der Honig subventioniert. Aber beim Rest der Aussagen kommt nur "blub blub". Imho, ist diese Meldung nicht so glaubwürdig, wie es dargestellt wird.


    Gruß Martin

  • Moin Martin,


    es ist schlimmer: Nicht Pressemeldung, sondern Pressemitteilung, der Uni Halle, die damit die eigene Publikation der Presse vorstellt. Der Fundort ist der IDW, ein Portal für sowas, und in diesem Fall die Quelle, aus der reichlich trübe Presseartikel dann erst tröpfeln werden...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...


  • Was in der Studie nicht berücksichtigt wird ist, dass Bienenverluste durch den Imker aktiv ausgeglichen werden in Form von Ablegerbildung etc.


    .

    Zitat

    Würde ein Bienenvolk zum Beispiel in Folge eines besonders harten Winters sterben, so gleichen die Imker dies in der Regel im Folgejahr aus


    ... so steht es zumindest in der oben verlinkten Quelle.
    Nein, das was in dieser Studie steht (jedenfalls das, was man in der Zeitung dazu lesen kann) deckt sich mit dem, was man sich bisher schon an allen zehn Finger abzählen konnte. Und es stimmt doch auch, dass die Imker die Völkerverluste immer wieder ausgleichen.
    Und dass die ökonomischen Umstände die Imkerei entweder beflügeln oder abwürgen, weiß doch jeder ,der die Jahre 1989/90 erlebt hat.
    In gewisser Weise arbeiten die Imker heute in Westeuropa wie Sisyphos. Und darum spielen - unter der Oberfläche - die Völkerverluste durch Krankheiten und Gifte fast keine Rolle.
    Das ist wie im Krieg: Die Kanoniere beschießen die Festung und die Pioniere bauen die Festung immer wieder auf .....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Moin, nochmal,


    Und wenn Du Dir die Mitglieder anschaust, unter Wirtschaftsunternehmen...


    https://idw-online.de/de/addressbook


    verwundert es nicht, dass einige der Früchte dieser Studie bereits bei Liebig und bei Klockgethern zu finden und zu hören waren... Die DDR-Bienen, zum Beispiel. Ob es da eine direkte Drittmittelrelation gibt, habe ich nicht entdecken können; eine eubiologische Fragestellung ist das so nicht.


    Der Zusammenhang der Produktivität der Bienenvölker mit der Steigerung der Einfuhr, "in einigen Ländern" festgestellt und als Falschetikettierung gedeutet, ist in der Form erstmal schlichte Gerüchteküche.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,


    die derzeitigen Verlustzahlen, soweit man so gucken kann, deuten ja momentan auf eine gute Überwinterung hin. Da braucht man dann solche Überschriften, die hängen bleiben, und weltpolitische Ereignisse gab es schließlich auch...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...


  • Clas, man könnte es auch als ein Versuch verstehen, die Imker als unehrlich Gesellen darzustellen, denen es einzig um den Profit geht...

    Wenn man sich die Mitgliederliste der idw anschaut, könnte man glauben, dass die Studie bestellt worden ist. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...


    Grüße


    Rainer


  • Zweifellos ist die Zahlen der Bienenhalter und auch Völker rückläufig und hier sind die Gründe vielfältig.


    Nach den neuesten DIB-Statistiken stimmt das sei einigen Jahren nicht mehr.


    Die Hauptaussage der Studie ist ja auch ziemlich banal. Nur wenn man sich das Bienensterben ungefähr so vorstellt, wie das Aussterben des sibirischen Tigers, macht die Aussage irgendeinen Sinn.
    Das "Bienensterben" ist eben eine ziemlich dynamische Angelegenheit, bei der die Imker tapfer gegenhalten.
    Die korrekte Fragestellung muss lauten. Wie wird die Bienenhaltung durch den Pesitzideinsatz und andere Faktoren erschwert?
    Dann kommt man zu brauchbaren Antworten.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Moin, moin,


    ja, natürlich, und zwar wider besseres Wissen, weil ja die Imker keine Importeure sind. Und Gerücht wegen der unklaren Formulierung "einige Länder".


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Die korrekte Fragestellung muss lauten. Wie wird die Bienenhaltung durch den Pesitzideinsatz und andere Faktoren erschwert?
    Dann kommt man zu brauchbaren Antworten.


    Wolfgang


    Die wirkliche Frage ist doch die (bei nahe zu allen Pressemeldungen zu dem Thema)


    Will man die Zusammenhänge wirklich wissen?


    Will man z.B. wirklich wissen, was die PSM in Bezug auf die Varroa-Populationsdynamik so alles anrichten?
    Würde man dies genauer untersuchen, bekäme man vielleicht Antworten auf Fragen, welche man besser nie gestellt hätte.


    So aber tapsen die meisten (gezielt oder auch nicht) im Dunkeln


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Will man die Zusammenhänge wirklich wissen?


    Will man z.B. wirklich wissen, was die PSM in Bezug auf die Varroa-Populationsdynamik so alles anrichten?


    Hallo Christoph,
    also ich würde das schon gern wissen, aber mich fragt ja keiner und so muss ich mir alles selber suchen und mich langsam aber sicher in eine Phobie steigern.... :roll: :wink:
    Obwohl ich bei der Aussage bleibe, solange die geringsten Zweifel bestehen gehört das Zeug auf keinen Markt... egal ob gewerblich oder privat...
    LG
    Andreas

  • Will man die Zusammenhänge wirklich wissen?


    Will man z.B. wirklich wissen, was die PSM in Bezug auf die Varroa-Populationsdynamik so alles anrichten?


    ... Nein, natürlich nicht! Man hat Angst, dass ein sorgsam gepflegtes Weltbild zerstört werden könnte ...

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."