Warm überwintern

  • Hallo Imkerfreunde!


    In den Monatshinweisen für Januar 2016 vom Bienenjournal wird auf die Überwinterung von zumindest kleinen Jungvölkern im Keller eingegangen.
    Hier der Link dazu: http://www.bienenjournal.de/ak…rbeiten-trotz-bienenruhe/
    Neben geringerem Futterverbrauch wird auch eine bessere Überlebensrate als Vorteil genannt. Früher wurden die Völker in den Bienenhäusern schließlich auch dick eingepackt.
    Auch Bernhard hat vor einiger Zeit Versuche mit dem Einpacken von Völkern gemacht.


    Der ausführliche Beitrag dazu ist im Januar-Heft des Deutschen Bienen-Journals abgedruckt. Ich habe die Ausgabe leider nicht. Hat den Beitrag jemand gelesen?
    Wie sind Eure Meinungen bzw. Erfahrungen dazu? Lediglich alter Wein in neuen Schläuchen oder macht es doch Sinn?


    Viele Grüße
    Michael

  • In dem Beitrag wurde aber nicht das Einpacken, sondern das Überwintern im Keller beschrieben.
    Das Problem dabei scheint mir die Temperatur zu sein (ich kann das Heft nicht mehr finden, aber es wurde eine Temperatur verlangt, die in den allermeisten Kellern nicht herrscht; ich glaube so um die 6 Grad).


    Der Futterverbrauch wurde aber als niedriger beziffert.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo


    Die Überwinterung im Keller oder in der Erdmiete hat man früher mit Erfolg durchgeführt,der Futterverbrauch war wie Wolfgang schreibt eindeutig niedriger. Der Grund ist die gleichmäßige Temperatur und die Überwinterung muß bei totaler Finsternis stattfinden.


    Nachzulesen im Buch von Berlepsch "Bienenzucht"

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Jungs. Es ist doch Winter. Vielleicht mal ein Buch lesen? Internet ist eine feine Sache, aber es hat auch seine Grenzen.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Guten Morgen,
    denkt doch mal an den Aufwand!
    Und leßt Euch mal bei Br Adam durch was der für Erfahrungen mit eingepackten Völkern gemacht hat!
    Wenn warm überwintern dann in Italien, achja da war ja dieser Käfer.
    ich vermeide jegliches gefummel an den Bienen im Winter und bin damit immer gut und stressfrei gefahren.
    "Geduld nur Geduld der Frühling ist nah"
    Tommte Tummetott

  • In Kanada ist es wohl nicht unüblich.


    Hier werden 1200 Völker bei 4°C innen überwintert, während es draußen -30°C sind. Der Aufwand ist nicht unerheblich: Luftfeuchtigkeit kontrollieren, Luftzufuhr und schubkarrenweise tote Bienen rausfahren.

  • Also in dem Buch ging es um einen Imker, der in einer Region wohnt, in der im Winter durchaus -20 oder -25 Grad erreicht werden. Da sei es für die Bienen besser (zumindest für kleine Ableger oder schwache Völker) diese im Keller bei 6 oder 8 Grad zu parken. Wichtig ist Dunkelheit und halt diese niedrigen Temperaturen. Da beides für mich nicht in Frage kommt (also weder der kalte Winter noch der kalte Keller) habe und werde ich mich nicht näher damit beschäftigen.


    Gruß
    Frank


  • Und leßt Euch mal bei Br Adam durch was der für Erfahrungen mit eingepackten Völkern gemacht hat!


    Diese und andere Versuche waren geprägt von absolutem Unwissen, was Isolierung, Dämmung und Belüftung betrifft. Es reicht eben nicht, etwas Filz an die Beute zu werfen und dann ist das "isoliert".


    Hätte Adam und andere "Forscher" etwas weitergehende Versuche damit angestellt, und hätten die damals das heutige Fachwissen zur richtigen Isolierung gehabt, wobei richtig bedeutet: ein ideales Raumklima für lebende Tiere schaffen und erhalten, dann wären auch bessere Ergebnissen herausgekommen.


    Aber: besser gut belüftet als unsachgemäß isoliert. Der Bien hat bei Kälte dann einen erhöhten Totenfall. Sieht man dann bei der Frühtracht, wer das isolieren richtig versteht.