War die Jahresendbehandlung gegen die Varroa ein Erfolg?

  • Was ist denn der natürlich Milbenfall bei dir derzeit? Und wo ist da der kritische Wert? 0-1/Tag, wenn ich richtig erinnere.
    Andere, die nicht bedampfen, können sich ja nur auf diese Werte stützen.
    Wäre doch interessant, in wie weit sich deine über die Bedampfung errechneten Werte mit denen des natürlichen Befalls decken.
    Ich hab aus aktuellem Anlass (siehe http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=46790&page=7&highlight=winter) nach 24h die Windel ausgewertet und bei meinen Völkern 0-1 Milbe gefunden.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich habe seit mehr als zwei Wochen keine einzige Milbe im Gemüll gefunden. (Ich hoffe das liegt nicht einfach daran, dass mein Augen schlechter werden). Ich hatte Bernhards Hinweis befolgt, dass viele Völker schon im Oktober brutfrei waren. Trotzdem habe ich im Dezember noch mal bedampft (dabei fielen so gut wie keine Milben).


    Kann es ein, dass wir in Zeiten milderer Winter von den festen Zeitvorgaben (Wintersonnwend) für die Behandlung weg müssen?


    (Ich mache aber im Sommer eine totale Brutentnahme. Auch klimatisch ist es hier wieder einmal anders als im Westen und Süden)


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • 11 x Bedampfen sind dann zwischen 5,5 und 11 Gramm brutto , über eine Zeitraum von X Wochen/Monaten. Das kann und wird kein Volk umbringen!!! Wieviel Gramm sind es beim Träufeln im Winter??

  • 11 x Bedampfen sind dann zwischen 5,5 und 11 Gramm brutto , über eine Zeitraum von X Wochen/Monaten. Das kann und wird kein Volk umbringen!!! Wieviel Gramm sind es beim Träufeln im Winter??

    Beim 1x Träufeln mit 30 bis 40 ml zwischen 1 und 1,5 g, aber fast netto :)
    Ich selber halte eigentlich nichts von Serienbedampfungen, aber wer damit glücklich ist, soll es machen ohne Angst zu haben, von anderen gesteinigt zu werden. Mir wäre der Aufwand und die oftmalige Störungen unnötig zu viel.


    Nicht selten wollen einige Imker bedampfen, weil sie sich das Träufeln zu brutal vorstellen. Sätze wie " Decke abreißen und kalte Dusche im Winter" oder "2x Träufeln ist 1x zuviel" sind gut verbreitet und können, vor allem Anfängern, verunsichern, so dass einige sogar aus lauter Mitleid, ganz auf die Behandlung verzichten.


    Ich habe mit 2x Beträufeln im Winter gegen allen Theorien und Empfehlung des Dr. Völker gerettet und finde, dass jeder x. bedampfen soll, wenn er/sie damit Völker retten kann, ohne Angst davor zu haben, dass die Völker wegen oftmaliger Bedampfungen sterben werden, denn das halte ich für unmöglich. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

  • Wie denn?


    So:


    Für die Milbenfallrate im Winter hatte ich in einer Publikation den Wert von 0,5%/Tag gefunden. Außerdem wird üblicherweise für den Spätherbst eine Milbenfallgrenze von 0,5/Milben pro Tag angegeben, oberhalb der man behandeln muss. Bringt man beide Werte zusammen, so erhält man die Aussage, dass man die Restmilbenzahl unter 100 Milben drücken muss. Ich habe für mich 50 als maximale Restmilbenzahl angesetzt, weil ich keine Drohnenbrut schneide. Drohnenschnitt soll den Milbenbefall bis zum Sommer wohl halbieren. So erklärt sich die anzustrebende Restmilbenzahl von 50 für meinen Fall (kein Drohnenbrutschnitt), was sich als gut praktikabel erwiesen hat. Wer Drohnenbrut schneidet, sollte sogar noch mit 100 Restmilben zurechtkommen.
    Gruß Ralph


    Zitat aus #47:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=48990&page=4

  • Hallo


    die Milbenzahlen von Ralph kenne ich aus früheren Jahren. Bei der OS-Verdampfung am 18.10.15 hatte ich nur bei 2 Völkern Milbenfall von etwa 30 Stück, die andern um 5 Milben. Nach der Träufelung an 15.12.15, für mich sehr spät, bei besagten 2 Völkern wieder um die 30 Milben die anderen Völker um die 10 Milben und weniger, ich bin sehr zufrieden.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • 1. Was ist denn der natürlich Milbenfall bei dir derzeit?
    2. Ich hab aus aktuellem Anlass (siehe http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=46790&page=7&highlight=winter) nach 24h die Windel ausgewertet u


    zu 1.: Wäre interessant, aber nicht ermittelbar bei 2wöchigem Abstand der BeOXung, da der Behandlungsabfall ca. 2 - 3 Wochen anhalten soll.
    zu 2.: 24h sind nach meinen Erfahrungen unter jetzigen Verhältnissen zu kurz, um repräsentativ zu sein. Milbenleichen werden u.U. in der Bienentraube aufgehalten und fallen erst Tage nach ihrem Tod auf die Windel. Ich würde zur Ermittlung des natürlichen Falles die Windel mindestens 1 Woche untergeschoben lassen, aber (bei kurzem Weg) täglich zählen. Damit dem Bien nicht der falsche Eindruck wohliger Frühlingswärme vermittelt wird, kann man ja die Fluglöcher (Mäusegitter) in voller Breite offen und die Windel ca. 1 bis 2 cm herausstehen lassen.


  • Bei den Zahlen würde ich mir das mit der Totalen Brutentnahme als alleinige Sommerbehandlung aber nochmal überlegen und für dieses Jahr (2016) mindestens noch eine Zusatzmaßnahme einplanen...

  • Hallo Kruppi,


    ich habe die TBE in diesem Jahr nicht durchgeführt, da ich im Juli unter 0,5 Milben/Tag hatte, bei den meisten Völkern überhaupt nichts. Jörg hat sie gemacht und lag bei ca. 300 Milben, kein schlechter Wert.
    Zusätzlich gab es in diesem Jahr noch ein Phaceliafeld in unmittelbarer Nähe, das die Völker sehr lange intensiv in Brut gehalten hat. Große Brutnester bei schon niedrigen Nachttemperaturen werden durch die Warmhaltigkeit der Styroporbeiten auch noch begünstigt. So hatte die Varroa beste Bedingungen für ihre Vermehrung.
    Die schlechten Absolutwerte bedeuten für mich, dass ich in diesem Jahr die komplette Brutentnahme machen werde, auch wenn ich keine Milben sehe.


    Gruß Ralph