Propangasbrenner für Dampfwachsschmelzer zu schwach- Alternative?

  • Ich habe in den letzten 2 Jahren viel Schmelzen müssen- in November 2014 mit 20l Kochtöpfen in Vaters Wachsraum und erstmal unisoliertem Geschirrspüler mit Tapetenlöser draußen. Im August 2015 im Wettlauf gegen die Wachsmotten- u.a. mit Waschkessel 100l (außen auf Palette) und 18-Waben-edelstahlkessel mit 2kw-Tapetenlöser (geliehen vom Verein, Seiten und Deckel leicht isoliert).


    Gutisolierte Schmelzkisten und effektive, kostengünstige Dampferzeuger(auch isoliert) - in einem Gerät sicherlich nur elektrisch machbar. Die Edelstahlkisten sind einfach schlechte Dampferzeuger- als offene Feuerstelle die blanke Energieverschwendung - Windschutz wie Steffen Winde beschreibt ist also Pflicht!
    Seitliche Isolation und Deckel kann man mit Steinwolle in Alufolie(ist nicht brennbar) oder bei getrenntem Dampferzeuger auch Styropor erfolgen.

    Ein gut eingestellter Gasbrenner muß eine blaue bis farblose Flamme haben und eher wie Schweißbrenner als eine Wachskerze brennen- das hört man!
    In geschlossenen Räumen/Kellern sind die offenen Propangasbrenner unzulässig wegen dem hohen Sauerstoffverbrauch bzw Explosionsgefahr bei Undichtigkeiten.


    Insofern sind die Tapetenlöser die preiswerte, gefahrlose Alternative bei gerinegn Kosten und Platzbedarf (bei Hornbach ca 30€ ) und wenn man sie mit schon heissem Regenwasser(aus dem Waschkessel oder Wasserkocher) füllt auch ausreichend schnell.



    Da Strom und Propangas extra kostet und viel Holz bei uns anfällt, steht ein holzbefeuerter Dampfkessel aber auf dem Projektplan, wenn die Rähmchenwaschmaschine fertig ist.

  • Hallo,


    bei den Dampfwachsschmelzern gibt es große Unterschiede. Für eine kleinere Imkerei ist sicher ein Schmelzer von THOMAS
    https://www.bienen-voigt.de/im…ampfwachsschmelzer-thomas der Mercedes. Schnell und super in der
    Wachsausbeute bei grundsolider Bauweise. Von der Hamag-Wachsschleuder hört man für die kleinere bis mittlere
    Nebenerwerbsimkerei sehr viel gutes. Auch Imkervereine sind damit sehr glücklich geworden.
    http://www.hamag-maschinenbau.de/index.php?id=17&L=43
    Wenn "richtig" was an Waben weggeschafft werden soll kann ich aus eigener Erfahrung diese Variante empfehlen:
    http://www.technikimkerei.de/s…odukte-imkerei/sonstiges/
    Es gibt kaum eine Variante die unter Berücksichtigung von Abschreibung, Zeitaufwand und Ertrag an den
    holzbetriebenen Dampferzeuger und die isolierte Schmelztruhe von Wet-Thermplate herankommt. Je
    nach Zustand der Waben (hell-dunkel mit Futter) dauert ein Schmelzvorgang 3-7 Minuten.
    Es handelt sich um ein Zwei-Kammer System, derweil rund 25 Rähmchen ausgeschmolzen werden, wird die
    zweite Kammer entladen und beschickt. Optimal auch für Imkervereine die an einem zentralen
    Ort schmelzen können.


    LG
    Frank

  • Hallo,


    frank :


    Ich schmelze etwa 6000 Brut- und Honigrähmchen pro Saison ein. Die Zahl wird in Zukunft auch nicht steigen.
    Natürlich hätte ich mir schon längst den holzbefeuerten Dampferzeuger und alles dazugehörige gekauft. Der Grund warum ich es nicht tue, ist dass ich alleine arbeite und meist das Schmelzen nur "zwischendurch" passiert. Also mal drei Stunden lang. Dafür lohnt es sich nicht, alles aufzubauen und anzuheizen etc. Außerdem schmelze ich auch in der Saison mit dem kleinen Apitotal die Drohennbrut ein. Jeden Abend ein bis zwei volle Schmelzer. Dafür ist er ideal.


    Ruben


    Ich habe mit Blechdeckelblech um den Brenner einen guten Windschutz.




    Ich habe nun einen zweiten gußeisernen Brenner kaufen können und jetzt funktioniert es wieder tadellos. Es lag nicht am Druckminderer oder neuen Schmelzer. Ich vermute, dass die angegeben Leistung des Paela-Kocher nicht der Realität entspricht, wodurch jegliches Nachbessern mit Abstand, Abdichten etc. erfolglos war. Einzig stutzig macht mich, dass es bei Steffen damit funktioniert. Sonst würde ich per se sagen, dass der Brenner ungeignet ist.
    Leider hat sich kein anderer hier gemeldet, der diesen Brenner nutzt.


    Grüße,
    rekmi

  • Hallo rekmi,


    kannst Du sagen wieviel ausgeschnittene Dohnenwaben Du so von der Anzahl pro Schmelzgang in den Apitotal packst ?
    Wie hoch ist dann die Wachsausbeute in kg je Schmelzgang ? Gibt es Probleme mit Räuberei, schnüffelden Bienen die
    im flüssigen Wachs des Auffangbehälters sterben ?
    Mal überlegt für Arbeitsspitzen Schüler, Studenten oder Rentner einzusetzen ?
    In den Imkereien von meinem Sohn und mir setzen wir mitlererweile 2 Schüler, 2 Rentner und 2 Eishockeyprofis saisonal
    flexibel ein um Arbeitsspitzen zu brechen. Nicht alle gleichzeitig, für alle Seiten halt flexibel. Da ich die Imkerei nur im
    Nebenerwerb mache, einen Vollzeitjob schmeißen muß, bringt mir das ein ganzes Stückchen Lebensqualität und erheblich
    weniger Stress im Alltag ein.


    LG
    Frank

  • Hallo Frank,


    es gehen etwa 70 ausgeschnittene Halbwaben rein. Dabei kommen immer etwa 3,5 kg Wachs raus. Macht man mehr rein, sinkt die Ausbeute.
    Mit Räuberei und toten Bienen gibt es keine Probleme, da ich aus Rücksicht auf die Nachbarimker nur nach Bienenflug schmelze.
    Selbst habe ich in der Räubereizeit keinen Bienen am Haus.


    Zwischen April und Oktober habe ich meist durchgängig Praktikanten. Manche haben im April noch das Vergnügen Altwaben einzuschmelzen.
    Mit zwei Apitotal kann man da große Mengen schaffen.


    Grüße,
    rekmi


  • Zwischen April und Oktober habe ich meist durchgängig Praktikanten. Manche haben im April noch das Vergnügen Altwaben einzuschmelzen.
    Mit zwei Apitotal kann man da große Mengen schaffen.


    Hallo Remki,
    aus eigener Erfahrung würde ich mir das an Deiner Stelle mit dem schweden Schmelzer noch mal überlegen. Ich schaffte zuvor mit einem
    Apitotal und drei Thomas Schmelzern und habe den Wechsel nie bereut. Der Dampferzeuer ist auf Palette geschraubt, die Schmelztruhe
    auf Rollen.....Holz rein, mit Gasbrenner fix in Gang gebracht und nach rund 25 Minuten kann man starten. Dann sind 300 dunkele Waben
    in der Stunde kein Problem, bei helleren Waben noch deutlich mehr. Bei Bedarf liefere ich Dir gerne genaue Daten für eine
    Wirtschaftlichkeitsberechnung zum Vergleich.


    LG
    Frank

  • Hallo Frank,


    Danke für Deine Infos. Keine Frage der Holz-Dampferzeuger ist Klasse (schon wegen des Brennmaterials/Tresterentsorgung).
    Aber Du weißt ja, dass immer alles zum übrigen Ablauf und Räumlichkeiten passen muß.
    Bei mir ist der Engpass nicht die Menge an Rähmchen, die ich pro Stunde ausgeschmolzen kriege. Ich kombiniere oft alle Arbeiten. Ich schmelze also pro Stunde 130 dunkle Waben und kratze die gleichzeitig danach sauber, flamme sie ab und stappele sie auf Palette. Mit 300 Rähmchen würde ich das nicht schaffen.
    Bei Dir kommt vermutlich nachträglich noch die Laugenreinigung dazu als extra Arbeitsgang?


    Was machst Du mit der Drohnenbrut?


    Grüße,
    Rekmi

  • Hey Rekmi,


    bei mir gehen die Rähmchen heiß aus der Schmelztruhe direkt für 2 Min in heisse Laugenbecken. Diese werden auch mit Dampf erhitzt,
    hier wirkt parallel ein zweiter Schwede. Anschließend stapeln auf Palette zum trocknen. Es wird in der Regel zu zweit gearbeitet.
    Drohnenbrut bekommen aktuell die Schweine eines befreundeten Landwirtes. Bekomme das zeitlich einfach nicht hin im Sommer
    Drohnenrahmen zu schmelzen, außerdem stehen bei mir am Haus die Pflegevölker und die Zuchtmütter. Da kann ich selbstverständlich
    gar keine Räuberei gebrauchen......


    LG
    Frank

  • Moin Frank,
    liebäugele mit dem Schwedenbrenner und bin etwas unschlüssig ob die Truhe von Keller oder die Wachsschleuder das richtige für mich ist.
    Wie schaffst Du den Trester von der Schmelztruhe weg? Gewinnst Du da auch noch Wachs raus (pressen, etc.) oder wandert das ganze in die Tonne?
    Hamag hätte ja den Vorteil das man meines Wissens nach noch mehr Wachs aus dem Trester gewinnt, oder sollte man den dann noch zusätzlich pressen?
    Die Truhe dürfte eventuell etwas mehr wegschaffen und kostet ca. 1000Euronen weniger!
    Gegen die Schleuder spricht eigentlich nur der höhere Preis und das man mal wieder eine Technik mehr einsetzt die auch mal kaputt geht.
    Die Truhe arbeitet da ja weniger störanfällig braucht aber auch mehr Platz.
    Kleiner Tip wäre nett, ich schmelze ca. 1500 Altwaben (BR+ HR) pro Jahr.
    Einen sonnigen Sonntag...