Schon wieder "versehentlich" Gen-Raps ausgesät

  • Was soll ich sagen, lest selbst:


    In Deutschland wurde der Raps offenbar auf insgesamt 48 Parzellen mit jeweils ca. 10 m², die sich auf 10 Standorte in 8 Bundesländern verteilen, ausgebracht.

    http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31454/


    Die Imkerverbände sind bereits vom BvE informiert worden..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ups, war bestimmt keine Absicht!
    Und wenn man sich mal die Verkettung des zur Aufklärung notwendigen Informationsflusses anschaut, wage ich gar nicht darüber nachzudenken, wo überall genau das nicht so glücklich gelaufen ist...


    Kopfschüttelnde Grüße
    DOMMY

  • Hallo
    Das zeigt deutlich das es eine Koexistenz nicht geben kann. Wenn sich GVO selbst bei Züchtungsanstrengungen ("Vorprüfung und Sortenentwicklung") einmischen können wird noch fraglicher ob normale Rapssaatgutpartien sauber sein können.
    Bin genervt von soviel Blödheit aber mich wundert nichts mehr
    David


  • In Deutschland wurde der Raps offenbar auf insgesamt 48 Parzellen mit jeweils ca. 10 m², die sich auf 10 Standorte in 8 Bundesländern verteilen, ausgebracht.


    .... clever gemacht. ... so werden Tatsachen geschaffen, getreu dem Motto: "Bist du nicht willig, so gebrauche ich List & Tücke".

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Na wie heißt es immer so schön: Der Unterschied zwischen einer normalen Umweltverschmutzung und der mit genmanipulierten Organismen ist der, dass die normale Verschmutzung im Laufe der Zeit (durch Abbau) abnimmt, aber die gentechnische (durch Vermehrung der Organismen) zunimmt.
    Die Samen fängt keiner ein. Auch wenn man jetzt die Pflanzen vor der Blüte beseitigt hat, könnten ja noch welche im Boden sein, die irgendwann die nächsten Jahre keimen - wenn keiner mehr nachschaut. Ganz großes Kino...


    Koexistenz von GVO und Wildtyp ist schon theoretisch immer zum Scheitern verurteilt, da eine Vermischung nie sicher ausgeschlossen werden kann. Selbst steril "entwickelte" GVO könnten durch Mutation manchmal wieder fruchtbar werden oder DNA auf anderen Wegen übertragen werden. In der Ökologie gilt ansonsten auch immer das Konkurrenzausschlussprinzip: Die besser angepasste Art verdrängt die weniger gut angepasste Art auf Dauer in einem Lebensraum. Wenn ein GVO in Freiland was bringen soll, muss er ja in irgendeinem Punkt besser sein als die Ursprungsart. Nur im abgeschlossenen, konkurrenzfreien Raum kann ich den GVO so einrichten, dass er außerhalb schwächer wäre die Naturvariante und somit wenig Zeit bis zum Aussterben kriegt, in der er manipulierte Gene verbreiten kann.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Amape () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Hier die Antwort von Bayer auf meinen "Glückwunsch" zur erfolgreichen Genpflanzen ausbringung auf Facebook.

    Zitat

    Hallo Maximilian,
    wie in dem von dir verlinkten Artikel beschrieben handelte es sich um züchterische Arbeiten im Rahmen von Sortenentwicklungen. Die landwirtschaftliche Praxis ist davon nicht betroffen.
    Viele Grüße


    Das war es, nicht mehr nicht weniger.
    Für Bayer kein Grund zur Sorge, da frag ich mich schon ob ich im falschen Film bin...

  • Hallo


    Beim Lesen dieser Nachricht fällt mir ein eigenartiges Ereignis aus dem vergangenem Jahr ein. Ganz in meiner Nähe war ein Rapsfeld, das gut aufgegangen war und plötzlich war das Mittelstück dieses Feldes, dann eines Tages ohne Pflanzen, so genau schaut man da ja auch nicht hin und nur die Randstreifen waren stehen geblieben. Die haben geblüht und wurden auch geerntet, hat hoffentlich nichts damit zu tun.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin Drobi,
    das war Saatgut Vermehrung!
    Beim Raps gibt es Männliche und Weibliche Pflanzen und die werden auf einem Feldgetrennt von einander in solchen Streifen ausgesät! Nach der Blüte wird die Vaterline gemulcht und nur die Weiblichen Pflanzen bleiben stehen und werden dann geerntet! Also alles ganz normal, keine Panik!
    Erstmal,
    Borderbee

  • Hallo Borderbee


    Also wenn ich mich nicht täusche haben die Pflanzen noch nicht geblüht, als sie geschräddert wurden. Nur der Randstreifen hat geblüht und wurde geerntet. Vielleicht war es auch normal und hatte noch eine andere Ursache, erst mal danke.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Borderbee,
    nun sag mal, woher hast Du denn das? Raps ist eine einhäusige Pflanze und ist nicht getrennt geschlechtlich!
    Zitat aus Wikipedia: Die zwittrigen Blüten sind vierzählig.
    Bei anderen Pflanzen geht das so wie beschrieben oder sie werden vor dem Aufblühen kastriert. Das geht bei Feldanbau natürlich nicht.
    Der Imker sollte immer einen guten Kontakt mit dem Landwirt / zu den Landwirten haben und auch mal mit ihm etwas reden. Landwirte kommen schnell in Fahrt wenn man sich interessiert gibt!
    Gruß
    Harald


    Langsam ist der Gang der Dinge, wenn es nach dem Gang der Dinge ginge!

  • Moin zusammen!


    @ Borderbee:
    Du schreibst

    Zitat

    Beim Raps gibt es Männliche und Weibliche Pflanzen und die werden auf einem Feld getrennt von einander in solchen Streifen ausgesät!


    Ich musss gestehen selbst wenn es so sein sollte das Raps zweihäusig wäre, wie wird dann denn schon anhand des Elternsamenkornes herausgefunden ob die auflaufende Pflanze Dieses oder Jenes Geschlecht entwickeln wird? :eek: 
    Genproben jeden Korns werden vermutlich nicht genommen?!


    Gespannte Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!