Praxiserfahrung mit Verarbeitung großer Honigmengen

  • Liebe "Großimker/innen",


    gibt es unter Euch jemanden, der Honigmengen von mehr als 5 Tonnen im Jahr verarbeitet?
    Mich würde interessieren, wie Ihr das technisch und organisatorisch so im Groben macht. Also welche Rühranlagen und -verfahren, welche Lagergefäße, welche Abfülleinrichtungen usf.


    Vielen Dank für Eure Hinweise!


    (Mein Imkereiprojekt geht jetzt ins Antragsverfahren. Ich werde Euch wohl weiter mit solchen Fragen nerven.)


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Warum wendest du dich nicht an den Berufsimkerbund?
    Genau da wärest du richtig mit deinen Fragen und würdest sicher mehr und vorallem bessere Antworten (Praxiserfahrung) bekommen als hier in einem Hobbyforum!

  • Mir wäre auch neu, dass das hier ein Hobbyforum sein sollte. Heißt ja nicht hobbyimkerforum.de.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • du stellst die Frage wirklich an falscher Stelle- wo warst du letztes Wochenende? Soltau wäre für eigne Weiterbildung sinnvoll gewesen ansonsten mach doch einfach mal ein Praktikum bei einem der Bioland-Berufsimker zB in Worin. Oder bei dem Wetter einfach mal google und youtube- nach Videos der Imkertagungen bzw Schleuderanlagen bemühen, auf den Webseiten vieler Berufsimker sind die Betriebsweise als auch Fotos der Technik zu sehen.

  • Dafür liebe ich dieses Forum: Da kriegt man eher mal erklärt, wie blöd die Frage ist, als ein Antwort.
    Nein im Ernst: Ich liebe dieses Forum, weil hier Praktiker praktische Tipps geben. So blöd war doch die Frage nicht, oder?


    Ich war übrigens in Soltau und hab mir einiges an Technik angeschaut und erklären lassen. Aber die praktische Erfahrung ist noch mal was anderes.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • ...Ich liebe dieses Forum, weil hier Praktiker praktische Tipps geben...


    So isses!


    ...Ich war übrigens in Soltau...


    Auch das kann ich bestätigen!


    Zu deiner Frage könnte ich leider auch nur gefühltes Wissen preisgeben. Was ich aber bisher in diesem Zusammenhang gelernt habe ist: die Abstimmung der Technik aufeinander ist das Wichtigste.


    Gruß Jörg

  • nach Videos der Imkertagungen bzw Schleuderanlagen bemühen, auf den Webseiten vieler Berufsimker sind die Betriebsweise als auch Fotos der Technik zu sehen.


    Die sagen aber nur recht wenig aus über in der Praxis auftretende Probleme etwa bei der Feinabstimmung einzelner Module aufeinander aus.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ob ich ausgerechnet die Hersteller oder Verkäufer fragen würde, wenn ich auf Erfahrungen mit bestimmten Produkten aus wäre? Eher nicht. Das ist doch der zweite Schritt, und da geht's dann eher um Preise.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • du stellst die Frage wirklich an falscher Stelle- wo warst du letztes Wochenende? Soltau wäre für eigne Weiterbildung sinnvoll gewesen ansonsten mach doch einfach mal ein Praktikum bei einem der Bioland-Berufsimker zB in Worin. Oder bei dem Wetter einfach mal google und youtube- nach Videos der Imkertagungen bzw Schleuderanlagen bemühen, auf den Webseiten vieler Berufsimker sind die Betriebsweise als auch Fotos der Technik zu sehen.


    Hallo Bienenfred,


    für den 6. Beitrag haust du ganz schön auf die Kacke und der Vorschlag mit dem Praktikum ist zu geil.
    Sag mal wie verarbeitet denn eine Bio Imkerei den Honig anders als eine normale, du schlau Fuchs?


    @ Wolfgang
    Ich hab 2 große Anlagen gesehen und kann dir nur sagen wie die Imker die Verarbeitung machen.
    Eine Anlage ist definitiv unter 5 Tonnen, die andere könnte es packen.


    Der Honig aus der Schleuder fließt in den Honig Sumpf, von dort aus pumpt die Honigpumpe den Honig in 500 KG Lagerbehälter (Umsomehr Honig Umsomehr Lagerbehälter). Diese Behälter sind beheizt, nach 1 Tag Standzeit sind alle wachspartikel etc. an der Oberfläche und werden abgeschöpft.
    Danach wird in Eimern abgefüllt.
    Bei 5 Tonnen ist es unwahrscheinlich das du alles im Glas verkaufst, daher ist es Wurscht ob der Honig im Eimer Hart wird.
    Für das was man selbst braucht, hilft der Melitherm, da die Eimer durchjagen, Animpfen, Rühren fertig.


    Ich hoff ich hab nichts vergessen.


    PS: Wichtig ist immer die Große der vorgeschalteten Module. Da ist unbedingt darauf zu achten, das du nirgendwo einen Flaschnehals bekommst, denn ansonsten übermannt dich die Frustration.
    Grüße,


    Max

  • Vielen Dank, Max.
    Ich muss meine Frage noch präzisieren: Es wird nur um die Verarbeitung des lose angelieferten Honigs gehen. Geschleudert werden soll dezentral (mobil).
    Am meisten beschäftigt mich das Rühren und die Größe der Gefäße dabei. Der Honig soll allerdings im Glas verkauft werden, nicht in großen Gebinden. Deswegen wird das schnelle Abfüllen ein Thema sein (gerade bei Frühtrachten).


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Es geht mir nicht um 5 Tonnen pro Tag (bzw. Ernte) sondern pro Jahr.
    Ich habe mir einen Abfülltisch angeschaut (für 3.300 EUR), der 350 Gläser pro Stunde schaffen soll. Das wäre durchaus die Größenordnung, die ausreichen müsste.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Wie viel Honig soll denn pro Erntetag verarbeitet werden? Daran bemisst sich doch alles Weitere.