Ich seh die Bilder,...

  • ...allein mir fehlt der Glaube.


    Hat jemand von Euch die ADIZ 1/16 und sich das Bild im Editorial mit den Brutwaben samt Datum mal angeschaut? Glaubt das hier irgenwer? Hat jemand beim Träufeln wohlmöglich selber ähnliches beobachtet? Irgendwer?


    Neugierige Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich wollte selbst nicht glauben, was ich in einem meiner Völker in der 2. Dezemberwoche sah - Brut auf drei Waben (Zander), beidseitig gut handflächengroß. Das war der extremste Fall. Brut hatte nach meiner Einschätzung gut die Hälfte meiner Völker, nach Pollenflug und Kondenswasser an der Abdeckfolie zu urteilen.


    Du kannst also schon glauben, was da in der ADIZ stand...

  • Bei manchen meiner Völker glaube ich auch, dass sie durchgebrütet haben, z.B. die Jungvölker. Meine Anfängerin berichtete mir von 5 Brutwaben Mitte Dezember in ihren
    Ablegern!!!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Gemeint sich übrigens diese Bilder:


    http://www.diebiene.de/editorial-01/2016


    Was mir an den Bildern aufgefallen ist, ist folgendes:


    - Von Handtellergroßen Brutflächen kann man nicht sprechen. Die sind fast vollständig bebrühtet
    - Es sind keine Futterkränze zu erkennen, wo ist das Futter? Sind die am verhungern?


    So sahen meine Völker im März letzten Jahres aus.


    Gruß
    Frank

  • So sahen meine Völker im März letzten Jahres aus.


    Das meine ich auch. Brutbretter mitte Dezember sind recht unglaubhaft. Etwas Brut, meinentwegen eine Handfläche verdeckelt, okäääääy, aber flächig und über mehrere Waben: never ever. Ich sitz hier kurz vor Köln und wir hatten bislang keine einzige Frostnacht, Mutters Geranien sind noch wohlauf. Von vierzig Völkern waren zwei minimal in Brut. Just saying.


    Danke für's verlinken der Bilder.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Von vierzig Völkern waren zwei minimal in Brut. Just saying.


    Das mag für die Südwestregion gelten, jedoch nicht in deutschlands Norden. Hier sind seit Weihnachten nachts Temperaturen nahe oder unter dem Gefrierpunkt (bis -8 !) und da brütet eher nix. Die sitzen fest in der Wintertraube - seit dem Jahreswechsel sieht es ganz normal nach Winter aus. Bei den Temperaturen suche ich auch nicht nach Brut - da schaue ich bestenfalls mal durch die Folie.


    Hoffe, es bleibt so !


    Beste Grüße


    Rainer

  • Natürlich gibt/gab es am 12. Dez. irgendwo in D'land Völker in Brut! Aber auch wenn sich Schwitzwasser an der Folie bildet, deutet das in meinen Augen um diese Jahreszeit nicht auf mehrere, flächig bebrütete Waben hin. Außer die Varroa hat schon verheerende Arbeit geleistet. Darum geht's hier ja nun nicht. Aber schaut Euch doch die Bilder mal an! Aufgenommen (angeblich) am 12. Dezember.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem verregneten wunderschönen guten Morgen :-)


    Ich glaube zwar das die Bilder echt sind, aber da ich auch Anzeigen schalte und weiß das ich min. 2 Mon. vor Erscheinungstermin die Anzeige geschaltet haben muß,handelt es sich wahrscheinlich um ein sehr kurzfristig reingetanes Foto. Ich glaube aber das die Bienen in den wärmeren Gegenden,Nürnberg, Rheintal,Badischen wirklich noch so große Brutflächen hatten. Das mit dem wenig Futter auf der Wabe ist somit natürlich auch erklärlich, da die Bienen ja erst das Futter in Brutnestnähe aufbrauchen und dann erst nach ausengehen. Und woher hätten Sie den die Ecken wieder auffüllen sollen? Gehonigt hat es jetzt wirklich nicht.
    Ich denke auch das die Bienen bis kurz vor Weihnachten,auch bei uns, noch Brut hatten,mal mehr mal weniger und wer da schon im November oder Anfang/Mitte Dezembere behandelt hat,wird im Sommer/Herbst dieses Jahres sein blaues(varroa)Wunder erleben.
    Schuld daran ist das besch... Gesetzt das bis 31.12 behandelt werden muss. Das geht mittlerweile an den Wettergegebenheiten und das Verhalten der Bienen vorbei. Es müsste um einen Monat also bis 31.01 verschoben werden,denn so freut sich die Varroa.
    Aber der Imkerer ist ja selber Schuld,zu dumm um richtig zu behandel :roll:

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Moin moin,


    da wäre ich mir nicht so sicher. Bei uns waren bis -11°C, mehrere Tage lang und trotzdem haben manche Völker Schwitzwasser an der coolen Folie...


    Gruß Jörg


    D.h. aber nicht zwangsläufig Brut in so großem Ausmaß, oder ? Ich muss es jetzt nicht wissen - kann ohnehin nichts ändern.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Hallo


    Solch eine Volksentwicklung ist schon ungewöhnlich, aber man sieht auch das die Varroabehandlung nach der Ernte auch Wirkung gezeigt hat, sonst wären die Völker nicht so stärk. Für die Restentmilbung bzw.für die winterbehandlung ist es tatsächlich schwierig die richtige Entscheidung zu treffen. Hier würde ich Tests durchführen, den größten Teil der Völker mit Milchsäure behandeln und ein paar Völker trotzdem mit OS träufeln, um vergleichen zu können. Wenn da noch eine volle Zarge mit Futter drauf kommt, ist doch alles in Ordnung.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)