Kontinuierliches Beute wiegen heuer notwendig?

  • Hallo zusammen,
    wie in der Überschrift schon zu lesen ist wollte ich euch fragen wie Ihr des bei diesem Winter so handhabt?
    Alle Woche alle 14 Tage oder immer spätestens nach x Wochen um den Futtervorrat zu ermitteln?
    Wiegen mit einer Handwaage durch leichtes Hochheben stört ja auch ein wenig :confused:
    Will nämlich nicht zu viel (gibts des überhaupt) aber auch nicht zu wenig wiegen.


    Gruss Markus

  • Hallo Markus


    Ich kann dir nur schreiben wie ich es mache. Völker die bei mir jetzt noch 10kg Futter drin haben kontrolliere ich erst nach dem Reinigungsflug. Die meisten Völker haben aber mehr Futter drin.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Anheben reicht bei mir. Es setzt allerdings schon Erfahrung Voraus, aber ich bin mir ziemlich sicher bei meiner Methode.


    Das kann, wenn die Damen früh und auf größeren Flächen brüten, auch mal mächtig ins Auge gehen. Brut wiegt nämlich auch, dann 'stimmt' das Gewicht und die Bienen verhungern trotzdem, bzw. grade deshalb. Wiegen und Gemüll'lesen'. Je knapper, desto öfter.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das kann, wenn die Damen früh und auf größeren Flächen brüten, auch mal mächtig ins Auge gehen. Brut wiegt nämlich auch, dann 'stimmt' das Gewicht und die Bienen verhungern trotzdem, bzw. grade deshalb. Wiegen und Gemüll'lesen'. Je knapper, desto öfter.


    Beste Grüße,
    Ralf


    Kann und ist noch nie schief gegangen. Das mit der Brut kann ich so nicht gelten lassen, denn soviel Brut und dessen Gewicht ist kein Handicap. Als ehemaliger hochaktiver Fischer war schätzen immer angesagt und das kann man hervorragend trainieren.

  • Den Satz im Zusammenhang mit Bienen find ich großartig. :daumen:


    Beste Grüße,
    Ralf


    Nicht mit den Bienen, sondern mit den Utensilien.
    Ich kann doch bei einer ein oder zweizargigen Segeberger schätzen, ob sie noch Futter haben oder ob es knapp ist. Wenn man zwei volle Futterwaben in den Händen hält und dann in die Beute gibt, anschließend anhebt und wieder entfernt, den Unterschied kennt man doch mit 2 linken Händen und 10 Finger und wenns 10 Daumen wären. Jetzt ist schätzen angesagt und funnzzt auch. A. März wenn die Futtervorräte weniger werden, kann man dann schon mal bis zur ersten Futterwabe nachsehen, wenn man beim Anheben Zweifel ob der passenden Futtermenge hat.
    Wo ist das Problem?

  • wenn die Futtervorräte weniger werden, kann man dann schon mal bis zur ersten Futterwabe nachsehen, wenn man beim Anheben Zweifel ob der passenden Futtermenge hat.


    Alles gut, so hatte ich's auch gemeint.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Völker die bei mir jetzt noch 10kg Futter drin haben kontrolliere ich erst nach dem Reinigungsflug.


    Was soll eigentlich dieser Termin "Reinigungsflug" sein?
    Woran machst du (oder alle anderen) es fest, dass der Reinigungsflug stattgefunden hat?!? :confused::confused:


    Es hört sich in der Literatur und auch hier im Fourm immer so an, als sei der ominöse Reinigungsflug pro Jahr etwas einmaliges am Ende des Winters. Ich kann mir das aber nur schwer vorstellen und habe auch noch nie etwas derartig einmaliges bei meinen Bienen erkennen können.


    Zwischen November und April fliegen meine Bienen bei jeder sich bietenden Gelegenheit in großer Stärke raus und vor und erleichtern sich dann natürlich auch. Solche Gelegenheiten sind Sonne und > 10°C und die gibt es überall in Deutschland in jedem Winter mehrmals vor.
    Woran erkennt ihr also, ob es sich nun um diesen wundersamen Winter-End-Reinigungsflug handelt oder nicht? :confused:


    Wann Drobi kontrollierst du also nach dem Reinigungsflug dein Futter? Im Januar, im Februar oder im März?


    Gruß
    hornet

  • Ja es stimmt - Brut wiegt auch. Aber Brut wird schwerpunktmäßig Richtung Flugloch angelegt und Futter fluglochfern. Deswegen lässt sich der Futterverbrauch sehr gut durch anheben an der Rückseite ermitteln...


    Ich zähle den Milbenfall ca. 20 Tage nach der Winterbehandlung und lasse danach die Bodenschieber wieder draußen. Diesmal habe ich zusätzlich kurz das Gewicht geprüft und bin ziemlich erschrocken. Bei drei Völkern musste ich bereits Futter "nachlegen", die wären sonst bis zum Frühjahr sicher verhungert.


    Gruß hh

  • Habe heute auch schon Apifonda geordert, war auch besonders bei den Einzagern erschrocken. Ist noch nicht gefährlich wenig, aber sicher ist sicher.
    Wenn ein Volk wegen Futtermangel verhungert, sollte der Imker schon massive Gewissensbisse haben.
    Wäre jetzt eine Winterbeschäftigung - Zarge mit Leerwaben heben und dann mit Gewichten, um ein Gefühl für die Wintervorräte zu bekommen.

  • Naja, wer im Spätsommer genügend eingefüttert hat und bei der letzten Herbstdurchsicht den Futtervorrat in den Völker inspiziert hat, der braucht sich keine Gedanken machen. Jedenfalls schaue ich nicht im Winter in die Völker, sondern nur zum Flugloch und bei manchen auf die Windel. Erst nach dem Reinigungsflug wird wieder in die Völker geschaut. Verhungerte Völker kommen sehr sehr selten in meiner Imkerei vor. Und das waren bisher nur solche die im Winter vom Futter zu weit entfernt waren.

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)