Winterverluste 15/16

  • Hallo Subba,
    ja so ist das hier.
    Kaum stellt man eine Frage schon hagelt es Ohrfeigen.
    Also ich traue jemadem zu, der mal kurz von oben reinschaut, abzuschätzen ob die Futtersituation kritisch ist.
    (kein Wabenwühlen)
    Wiegen (beidseitig) ist Pflicht, Folie hilft auch sich einen Überblick zu verschaffen ohne grosse Störung.


    Ich frage mich ernsthaft ob wir mehr Völker verlieren als wir durch kurzes überlegtes Checken retten können.



    Zum Thema Winterverluste:
    1 von 27 und das war vorher schon kritisch , da stärkster Varrorafall.
    Sonst alle superstark.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • Hallo Forum,


    möchte mich nur kurz vorstellen. Jungimkerin seit 2015 mit 6 Völkern auf Dadant US. Alle Völker mit Ameisensäure 2x und 1x Oxalsäure behandelt. Wenige Varroas gezählt bei allen Völkern.


    Leider dieses Jahr mein stärkstes Volk verloren. Hatte am Samstag festgestellt, dass alle geflogen sind nur in der Beute leere am Flugbrett. Hineingeschaut und alle Bienen unten auf dem Gitterboden.


    Es war noch sehr viel Futter drin und auf einer Wabe viele kleine Nachschaffungszellen. Also meine Vermutung Volk war weisellos und ich habe das nicht rechtzeitig zum Vereinigen erkannt. Hm eindeutig mein Fehler.


    Alle andern 5 sehr stark. Könnte ich jetzt von der leeren Beute die Futterwaben für die Versorgung der anderen bei Bedarf nutzen?


    Danke für alle Antworten
    Isa

  • Hallo Isa,


    ein starkes weiselloses Volk sollte, wenn das das einzige Problem war noch lebend in der Kiste sein. Futterwaben aus gestorbenen Völkern haben immer ein Risiko. Varroe - Viren. Wie sehen die Waben aus, gibt es eine andere Alternative, mit den toten Bienen einen Soldatenfriedhof legen. Kleine Bienen, verkrüppelte Flügel deuten auf Viren hin.
    20 Kg Futter, 10 Waben - das sind 30 Euro. Gefährdet man dafür andere Völker?


    Gruß
    Ulrich

  • Hallo Isa


    die stärksten Völker haben im Herbst oft die meisten Milben und die wenigsten Jungbienen, oder die Völker schwärmen noch sehr spät im Herbst.Nach meinen Erfahrungen kann auch eine Träufelung mit OS ins Brutnest zu starken Bienenverlusten (auch Königin) führen, so war es vor 2 Jahren bei mir, obwohl ich keine Totalverluste hatte. Nachschaffungszellen deuten tatsächlich auf Weiselverlust hin.
    Zu den Futterwaben gibt es immer sehr unterschiedliche Meinungen, ich vertrete den Standpunkt, das verdeckelte saubere Futterwaben verwendet werden können, wenn keine anderen Krankheiten auf dem Stand bekannt sind. Waben mit Brutzellen sind zu entsorgen. Weiterhin alles Gute.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • I

    Zitat

    Alle andern 5 sehr stark. Könnte ich jetzt von der leeren Beute die Futterwaben für die Versorgung der anderen bei Bedarf nutzen?


    Danke für alle Antworten
    Isa


    Sicherlich kann man solche Futterwaben verwenden, bestens bewährt auch bei Ablegern, mache ich seit Jahrzehnten so.
    Manchmal wird unnütz zuviele Ängste geschürt.
    Was sollte man sonst mit vollen Futterwaben machen ? Mülltonne ? :confused:


  • 20 Kg Futter, 10 Waben - das sind 30 Euro. Gefährdet man dafür andere Völker?


    Honigmayerhof; schrieb:

    Sicherlich kann man solche Futterwaben verwenden, bestens bewährt auch bei Ablegern, mache ich seit Jahrzehnten so.
    Manchmal wird unnütz zuviele Ängste geschürt.
    Was sollte man sonst mit vollen Futterwaben machen ? Mülltonne ?


    Nö, Dampfwachsschmelzer !
    Bis bald
    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Hallo,


    meine Frage war: Wie sehen die Waben aus? Alte mehrfach bebrütete volle Futterwaben würde ich nicht nehmen. Neu ausgebaute Futterwaben, unbebrütet, wären für mich ok.


    Guido Eich stellt bei toten Völkern, zur Frage der Futterwabenverwendung, das Wort Leichenschmaus in den Raum. Der weiß eigentlich schon wovon er redet.


    Ich habe im Juli 2 Kunstschwärme an einen Altimker verkauft. Er hat sie in die Beuten mit den alten schwarzen Waben der im vorherigen Winter eingegangenen Völker eingeschlagen. Die Bienen leben heute noch. Dr. Büchler sagte uns ja: Bienen sind hart im nehmen.


    Gruß
    Ulrich


  • Der weis nicht von was er da redet, ich verstehe hier absolut keinen Zusammenhang, zumindestens nicht negativ im Bezug auf den Leichenschmaus.
    Leichenschmaus war früher und heute noch hier in unserem Raum ein reichhaltiges Essen, auch mit anschließenden Kaffeetrinken, wo meist sämtliche Besucher der Beerdigung im Anschluss nach dieser in ein Gasthaus eingeladen werden und an dem ist noch keiner gestorben.

  • Hallo Ulrich, genau beim Guido Eich Vortrag ist auch mein Entschluss gereift, nie wieder ohne Not Futterwaben von toten Völkern zu nehmen. Beim Ritter Vortrag fragte ein alter (erfahrener)Imker, wieso seine Ableger dieses Jahr alle nichts gegeben haben. Er hat auch alte Futterwaben verarbeitet. Dr. Ritter meinte auch so etwas sei nicht kalkulierbar.........
    Noch etwas zu dem Dampfwachsschmelzer, ich schreibe hier nur Sachen, die ich auch selbst gemacht habe. Ja es gibt angenehmeres als Futterwaben zu schmelzen.......aber lieber Futterwaben schmelzen als irgend etwas unbekanntes von in ein Volk reinzubringen.
    Bis bald
    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Hallo Franz Xaver,


    Du hast schon gelesen, daß das Volk eingegangen war? Völker sterben in der Regel nicht an Varrotose, sondern an den durch die Milben übertragenen Krankheiten.


    Ich habe weder geschrieben: Futterwaben benutzen, noch Futterwaben wegschmeißen. Ich gab Anregungen sich mit der Thematik zu beschäftigen und dann in Eigenverantwortung selbst zu entscheiden.
    Da ich aber nur Jungimker bin, kann ich damit leben, daß ich hier irre. Was gegen einen Irrtum meinerseits spricht sind die immer wieder von Altimkern hingeworfenen Daten, daß die Bienen früher mit Milbenlasten von weit über 10000 gut durch den Winter kamen.
    Eine Winterbehandlung war früher total unbekannt.


    Gruß
    Ulrich