Problemlösung zu Bau von Dadant Zarge aus 18mm Baumarkt-Holz

  • Servus Zusammen,


    das Thema ist wohl so alt wie die dazugehörenden Baumärkte - aber irgendwie habe ich nie wirklich eine Lösung zu folgendem Problem gesehen oder einfach nicht gefunden.


    Wichtig es geht nicht um die Sinnhaftigkeit von oder gegen 18mm Baumarktholz (aka Leimholz) - der Zufall hat ergeben, dass ich noch 3 Stck 2000mmx300mm Tafeln übrig habe :) diese werde ich verarbeiten. Maschinen und handwerkliches Geschick vorhanden; Baupläne nach magazinimker auch (habe auch schon einige Zargen aus 25mm Holz nach den Plänen gefertigt).


    Das Problem:


    Die geschnittene / gefräste Rähmchenauflage von 10mm im 18mm Holz lässt nur noch sehr dünne 8mm Holz übrig - die Honigzarge etwas kräftig und verkantet aufgeschoben und "knack -> extra Flugloch". Wie löst Ihr dieses Problem mit dem 18mm Leimholz und der Rähmchenauflage?


    Ich hätte einfach eine zusätzliche 18mm Streifen-Griffleiste oben angebracht (nur oben). (ca. 5cm breite und in 30° Gehrung geschnitten, dass die Finger "Grip" haben)


    Eine Alternative wäre die Konstruktion nach der "Einfachbeute" - wobei ich dann natürlich eine 8mm Leiste einleimen müsste.


    Würde mich über Eure Erfahrung und Tipps freuen.


    Danke.
    Chris.

  • Die geschnittene / gefräste Rähmchenauflage von 10mm im 18mm Holz lässt nur noch sehr dünne 8mm Holz übrig - die Honigzarge etwas kräftig und verkantet aufgeschoben und "knack -> extra Flugloch". Wie löst Ihr dieses Problem mit dem 18mm Leimholz und der Rähmchenauflage?


    Ich hätte einfach eine zusätzliche 18mm Streifen-Griffleiste oben angebracht (nur oben). (ca. 5cm breite und in 30° Gehrung geschnitten, dass die Finger "Grip" haben)


    Moin Chris,


    die Mühe mit dem Fräsen spare ich mir.
    Einfach die beiden Bretter, auf denen die Rähmchen aufliegen, auf Endhöhe schneiden.
    Dann, wie von Dir bereits beschrieben, 2 Griffleisten außen dran.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hardy,


    danke. Was machst Du gegen das Verrutschen der Rähmchen wenn sie auf dem 18mm Holz liegen (oder schneidest Du einfach die Auflage rein und tackerst die Bretter stumpf gegeneinander)?


    Grüsse,
    Chris.

  • Ich mache es auch so, habe aber 20 mm Vollholz.
    Seitenwände werden auf Endhöhe geschnitten und die Griffleiste wird Angeschraubt und Angeleimt. 2 schrauben in das Seitenbrett und 2 Schrauben in die Stirnseiten der "langen" Bretter und hält...

  • Ok, sehr gut. Verstanden.


    Aber wie werden die Rähmchen gegen das "Verschieben" in der Rähmchenachse" gesichert? Bei 20mm Auflagefläche ist ja doch noch über 10mm auf jeder Seite Platz? Leimt Ihr noch eine Leiste ein?


    Verwendet Ihr Schienen (nicht Rechen!)? Wenn ja woher habt ihr diese?

  • Ok, sehr gut. Verstanden.


    Aber wie werden die Rähmchen gegen das "Verschieben" in der Rähmchenachse" gesichert? Bei 20mm Auflagefläche ist ja doch noch über 10mm auf jeder Seite Platz? Leimt Ihr noch eine Leiste ein?


    Verwendet Ihr Schienen (nicht Rechen!)? Wenn ja woher habt ihr diese?



    Bei der oben beschriebenen Variante (Seitenwand + Griffleiste und Beespace unten) stehen die Seitenbretter der HR (also die HR-Seitenwände, auf denen die HR-Rähmchen hängen) auf den Ohren der (vorher mit richtigem Abstand eingesetzten) BR-Rähmchen. Da verrutscht dann nix mehr. Noch weniger verrutscht, wenn die ZArge mal aus der WErkstatt rauskommt und in Betrieb ist, dann kleistern die Bienchen das alles ein bisschen mit Propolis ein und dann verrutscht da gar nix mehr. Deine Befürchtung kann man also quasi nur in der Werkstatt an niegelnagelneuen Beuten ohne aufgesetzte HR beobachten , ist also eher theoretischer Natur :wink:.
    Wenn du trotzdem noch Angst hast, kannst du das ja auch schon in der Werkstatt mit Wachs/Propolis "klebriger" machen.


    Grüsse, Robert

  • so theoretisch finde ich das gar nicht.
    Bei mir war das ein sehr praktisches Problem, auch beim bearbeiten.
    Was mache ich falsch?


    Ich habe dann zwischen Ohren und Außenwand eine kleine Vierkantleiste gelegt.
    Festmachen braucht man die nicht.
    So ähnlich wie die Stöcke der Naujahrsraketen.


    Gruß Doro

  • so theoretisch finde ich das gar nicht.
    ...


    Hmmh, sorry, wollte niemandem zu nahe treten. Ich hatte das halt auch, als ich meine Beuten selber gebaut hatte und probeweise die Rähmchen reingehängt hatte, das die in allen Richtungen hin- und hergerutscht sind. Aber das war halt noch im Bastelkeller, als ich als Anfänger an allem rumgefummelt hab und rumtheoretisiert hab, was alles schief gehen könnte. Denn wenn man dann draussen beim Rähmcheneinsetzen ein bisschen auf die Abstände achtet (als ob man Rähmchen ohne Abstandhalter einsetzt, einfach ein bisschen mit den Fingern den Abstand erfühlen) und dann den HR aufsetzt bzw. wenn dann nach ein paar Wochen alles verkleistert ist, verrutscht da nix mehr. Der Beespace und das Rähmchenauflager sollten natürlich so exakt gearbeitet sein, das Rähmchenoberkante und ZArgenoberkante gleich sind und der HR genau auf den Rähmchenohren steht. Selbst wenn man nicht den HR aufsetzt, du schüttelst ja die Beute nicht wild in der GEgend rum, wenn sie erstmal an Ihrem Platz steht und die Damen darin wohnen. MAn könnte statt deiner Leiste auch hinter jedes Rähmchen ein kleines gerolltes Wachskügelchen kleben und so die Verkittung durch die Bienen simulieren.


    Grüsse, Robert

  • Hi, ich habe die Auflageseiten so geschnitten, daß auch Platz ist für Edelstahl-Auflageleisten.
    Ich verwende Hoffmannsseiten. DN-1.5-Zargen bleiben stehen wo sie sind. Da verrutscht nix mehr.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Seitenabstandsstifte, die nagle ich an die unteren Seiten der Rähmchen.
    Es sind 5mm Pilzköpfe.
    Gleichzeitig verhindert es das seitliche Quetschen der Bienen beim Rähmchen ziehen.


    Es geht nicht um seitliches Verrutschen.
    Bei nur Griffleiste oben ohne gefräste Falz wird das nie dicht. Komplettmurks.


    ...und sie verrutschen doch!

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)

  • Hallo Chris,


    ich bau auch nach den Plaenen der Magazinimker e.V. :daumen:


    Mit 18 mm Wandstaerke duerfte es aber tatsaechlich etwas schwierig werden, sich an diese Plaene zu halten. Abgesehen von der Raehmchenauflage wird es auch bei den Eckverbindungen ziemlich knapp, geschweige denn bei den Griffmulden.


    Sollen die Zargen mit 25mm-Equipment kompatibel sein? Dann muesste man schauen, dass die Aussenmasse irgendwie zusammenpassen. Gleichzeitig sollte aber auch die innere Laenge von 46,5 cm stimmen. (Die innere Breite ist bei Dadant ja variabel.)


    Wahrscheinlich waere eine "Einfachdadantbeute" mit eingefuegter "Raehmchenverrutschleiste" wirklich die beste Loesung.


    Knifflig, knifflig, aber das ist ja auch das Schoene am Basteln :wink:


    Im Zweifelsfall waere das Holz vielleicht auch gut fuer Stuelpdeckel zu verwurschten.

  • Ich habe ebenfalls Beuten und HR aus 18mm Baumarktholz gebaut. Für die Rähmchen habe ich auch Oberfräse angesetzt.
    Wie du schon vorgeschlagen hast dann von außen eine Griffleiste drangeschraubt bzw. geleimt.
    Hält bei mir seit einem Jahr ohne Probleme. Mit dem Stockmeisel passe ich trotzdem etwas auf.


    Gruß

    Seit 16.4.2014 aktiver Imkerneuling. :daumen: 8 Völker auf Dadant. :)