Raps 2016

  • Also die Bauern spritzen doch meist, damit sich der Raps langsamer entwickelt - also so Wachstumshemmer. Hatte mir meiner zumindest von berichtet.


    Gruß
    Frank


    Hallo Frank,
    ich glaube, aber nur im Herbst, damit er im Winter nicht zu hoch ist.
    Vielleicht können die Fachleute das hier bestätigen oder mich verbessern.

  • Hallo Frank,
    ich glaube, aber nur im Herbst, damit er im Winter nicht zu hoch ist.
    Vielleicht können die Fachleute das hier bestätigen oder mich verbessern.


    Auch im Frühjahr werden Wachstumshemmer im Raps gespritzt, um das lagern (umknicken) zu verhindern, weiterhin, um die gleichmäßige Abreife zu fördern.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Stehe mit 4 Völkern direkt an einem 3 ha Bio-Rapsfeld auf 235m Seehöhe im Machland/Österreich.
    Der 2. Brutraum wurde am 27. 3. gegeben und ist schon bestiftet . Die Völker entwickeln sich prächtig, große verdeckelte Brutflächen stehen kurz vor dem Schlupf.


    Donnerstag bis Sonntag soll es nochmal kalt werden, danach wieder an die 20°C warm. Der Raps wird nach Einschätzung des Bauers Ende nächster Woche zu blühen beginnen. :eek: Kann das nicht beurteilen, ist meine erste Wanderung in die gelbe Pracht. Rapsglanzkäfer sitzen bereits zwischen den geschlossenen Blütenständen. Hoch ist er zwischen 30 und 50 cm.


    1.Bild: 07.02.2016
    2.Bild 31.3.2016
    3.Bild 04.04.2016


    http://www.directupload.net/file/d/4316/blkusp25_jpg.htm


    http://www.directupload.net/file/d/4316/ahwfgacs_jpg.htm


    http://www.directupload.net/file/d/4316/24ssouo8_jpg.htm

  • Es ist unglaublich wie schnell das geht, am WE waren die Planzen kaum Kniehoch, heute waren die ersten gelben Spitzen zu sehen. Der Bauer meines Vertrauens meinte, Ende nächste Woche gehts los. Er will in dieser Woche noch mal spritzen, er meint vor der Blüte mit B1, schaun wir mal. In der Hoffnung dass er dann nicht in die Blüte spritzen will. Verstehen kann ich die Zeit nichr, sonst bin ich immer am 01. Mai losgefahren, jetzt ist es zwei Wochen früher obwohl das Frühjahr doch eher frisch war.
    Jetzt muss ich nur noch meinen Lastkahn fit bekommen, es fehlen 2 Wochen.


    Grüße aus Werder wo es heute mal schön geregnet hat

  • Wie wird eigentlich dafür gesorgt, dass die Bauern das auch alle rechtzeitig wissen?


    Kikibee
    von da, wo es schon deutlich gelb wird und wo es vermutlich für jeden Landwirt einfach wäre, das erst zu spät erfahren zu haben.


    Ich möchte meine Frage wiederholen:


    Wie erreicht eine solch kurzfristige Nachricht die Landwirte? Gibt es eine Verpflichtung, sich täglich/wöchentlich/monatlich die neuesten Verordnungen durchzulesen? Gibt es einen Service, der jedem Landwirt sowas zeitnah zur Zwangskenntnisnahme nach Hause liefert?


    Ehrlich neugierig
    Kikibee

  • Ich möchte meine Frage wiederholen:


    Wie erreicht eine solch kurzfristige Nachricht die Landwirte? Gibt es eine Verpflichtung, sich täglich/wöchentlich/monatlich die neuesten Verordnungen durchzulesen? Gibt es einen Service, der jedem Landwirt sowas zeitnah zur Zwangskenntnisnahme nach Hause liefert?


    Ehrlich neugierig
    Kikibee


    Moin Kiki,


    das lässt sich so pauschal nicht beantworten, da es in jedem Bundesland anders ist.


    In Hessen ist es so, dass es früher einen amtlichen Dienst gab, der die Spritzempfehlungen regional rausgab.


    Heute ist es so, dass jeder Landwirt seinen eigenen Pflanzenschutzberater hat, die die Empfehlungen abgibt. Diese Pflanzenschutz"berater" sind selbstverständlich :wink: bestens geschult und völlig unabhängig. ..und für den Landwirt glaube ich auch kostenlos... noch Fragen?


    LG Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • amtlichen Dienst gab, der die Spritzempfehlungen regional rausgab.
    Heute ist es so, dass jeder Landwirt seinen eigenen Pflanzenschutzberater hat, die die Empfehlungen abgibt. Diese Pflanzenschutz"berater" sind selbstverständlich :wink: bestens geschult und völlig unabhängig. ..und für den Landwirt glaube ich auch kostenlos... noch Fragen?


    Hier in Thür. gibt es einen amtlich organisierten Service, der zeitnah vom Thiacloprid-Verbot in die Blüte informiert hat. Der Dienst ist jährlich kostenpflichtig, wird aber von den allermeisten Landwirten in Anspruch genommen. Mglw. fallen ganz kleine Unternehmen, die keinen I-netanschluß haben, bei dem Informationsnetz durch, werden aber ggf. vom amtlichen Pflanzenschutzdienst bei passender Gelegenheit bzw. jetzt sogar gezielt informiert. Ob die ganz kleinen sich überhaupt eine Spritzung leisten wollen/können, bleibt dahingestellt.
    Etwas anderes sind die Pflanzenschutzberater. Die meisten Landwirte hier sind Agrargenossenschaften und so groß, daß sie sich eigene Pflanzenschutz-Spezialisten anstellen. Die kleineren lassen sich wahlweise vom Pflanzenschutzdienst des Landwirtschaftsamtes beraten oder suchen sich einen freien Berater oder haben einen eigenen Fachkundenachweis.
    Es gibt auch unangekündigte amtliche Kontrollen (Spritzbuch, bei den Großen digital und fälschungssicher geführt; Spritzfaßbeprobungen).
    Nach meinem Eindruck ist das wirtschaftliche Risiko bei Verletzung des Thiaclopridverbotes so hoch, daß kein wirtschaftlich denkender Landwirt es eingehen würde - ganz unabhängig von der Schadenersatzfrage - Da stünden nämlich Fördermittelrückforderungen an, die auch eine große Agrargenossenschaft ins Trudeln bringen und die in keinem Verhältnis zu den befürchteten Fraßschäden durch "Zielorganismen" stehen.


    Und nicht oft genug zu wiederholen: In diesem Jahr steht mit dem neuen RHG ein Meßkriterium zur Verfügung, welches selbst nach Auffassung des BVL zuverlässig die Nichteinhaltung des Spritzverbotes im Flugkreis nachweist. Mit Strafantrag (NICHT: bloßer Strafanzeige!) kann jeder von der RHG-Überschreitung Wissende die Ermittlungsbehörden zwingen, sämtliche Spritzbücher im Flugkreis zu prüfen - das überraschend und koordiniert durchgeführt, sollte Falschspritzer mit vertretbarem Aufwand sicher überführen können. Das Risiko wird kein Vernünftiger eingehen.
    Man darf gespannt sein, wann der bisherige Hauptprofiteur von Thiacloprid endlich seine Produktwerbung auf den aktuellen Stand bringt. Im Moment fungiert er mit dem Anpreisen von Biscaya als B4-Blütenspritzmittel als Anstifter, resp. Mittäter von verbotswidrigen Spritzungen. Er und seine Handelshelfer haften so jedenfalls mit.

  • Bei uns auch so langsam. Allerdings sehe ich enorme Grössenunterschiede. Bei dem Feld an meinen Stöcken wurde entweder eine sehr kleinwüchsige Sorte verwendet, das Wetter hat ihnen zugesetzt, oder der Wachstumshemmer war sehr erfolgreich. Richtig kleine Pflanzen. Ich rechne am Wochenende mit den ersten Blüten. Weiter entfernt sind die Pflanzen schon mehr am Blühen und grösser.