Raps 2016

  • Klar. So wie jeder und alle anderen mit Raps im Flugkreis auch, gelle? Aber schön das einer die Subbotschaft verstanden hat :daumen:


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Lässt du dann auch untersuchen, ob bei deinem Honig der Grenzwert für Thiacloprid überschritten wird?


    Mein Nachbar-Bauer sagt, daß man die Spritzmittel heutzutage quasi trinken kann und am nächsten Tag sowieso alles verdunstet ist... Dann muss ich meinen Honig nicht untersuchen lassen oder?


    Gruß Jörg

  • Lässt du dann auch untersuchen, ob bei deinem Honig der Grenzwert für Thiacloprid überschritten wird?


    Wie hältst Du es denn selber? Wird man bei Dir dieses Jahr Frühtrachthonig kaufen können und wenn ja, gibt es eine Analyse dazu? Hast Du den vom letzten Jahr untersuchen lassen? Weil die haben ja die Grenzwerte hochgesetzt und die werden vermutlich flächendeckend gerissen, oder?


    Neugierige Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ... Eine Spritzung in die Blüte gegen Rapsglanzkäfer mit Biscaya abends nach Bienenflug. Einn Anruf einen Tag vorher, ich mach die Fluglöcher zu und öffne erst am nächsten Vormittag nach Abtrocknung des Tau....


    Hat das Zeug eine repellente Wirkung? Wenn ja, dann könnte man das so machen.


    Grüße Sven

  • Der Raps hat hier eine rötliche, fast lilafarbene Farbe angenommen. Da hat wohl die Staunässe, gefolgt von warmen Temperaturen tagsüber und Frost in der Nacht, seine Wirkungen gehabt.


    Im Moment ist es furchtbar trocken. Erst nass, jetzt trocken. Zum Frühlingsbeginn pünktlich etwas Regen.


    Ich lasse meinen Honig immer untersuchen. Und wenn was drin ist, dann kippe ich dem Bauern den Honig vor die Haustüre. Damit ist die Kooperation dann beendet. Ich habe schonmal eine halbe Tonne Rapshonig wegen Belastung mit Insektiziden (Thiacloprid) entsorgt. Und ich würde es immer wieder tun, bevor ich dem Honigkonsumenten sowas vorsetzen würde.


    Kirschplantagen, Obstbäume im Allgemeinen – überall muss man mit offenen Augen dabei sein, denn Raps ist nicht die einzige Quelle für Pestizidbelastungen. Spargel ist weit vorne, Erdbeeren, Kartoffeln und Mais. Von allen Seiten kommt es in den Bienenstock. Und wenn es nur der Nachbar ist, in seinem Schrebergarten. (So geschehen letztes Jahr bei einem Vereinsmitglied, nachdem ein Discounter Pestizide zum Dumpingpreis in einer Sonderaktion beworben hat. Das ganze Dorf muss dort eingekauft und die Gärten damit besprüht haben. Die Bienen sind fast krepiert.)

  • Ich lasse meinen Honig immer untersuchen. Und wenn was drin ist, dann kippe ich dem Bauern den Honig vor die Haustüre. Damit ist die Kooperation dann beendet. Ich habe schonmal eine halbe Tonne Rapshonig wegen Belastung mit Insektiziden (Thiacloprid) entsorgt. Und ich würde es immer wieder tun, bevor ich dem Honigkonsumenten sowas vorsetzen würde.


    Gut gebrüllt Löwe. Ich hab hier um meine Stände in den Flugkreisen 15 - 20 Rapsschläge von verschiedenen Landwirten, kipp ich dann meine Ernte Hobbockweise vor die veschiedenen Türen? Spritzen tun sie ja Alle. Das betrifft deswegen ja auch uns alle mit Raps im Flugkreis. Und auch die Ernten vom Vorjahr sind dann nicht verkehrsfähig, wenn sie die neuen Grenzwerte reißen. Ich hab hier sicher nur die Frühtracht. Meine eigentliche Frage war, kann meine angedachte Strategie Erfolg haben? Wenn nicht, brauch ich mir um andere Aspekte der Imkerei eigentlich keine Gedanken mehr zu machen. Ich kann mich natürlich auch tot stellen, das hilft aber auch nur solange, bis es das erste Glas guterrr Teutscher Honig auf die Titelseiten schafft. Als neuer Lebensmittelskandal. Wär ja für die Bienen vielleicht mal super, aber ich kann mir das genausowenig leisten wie eine halbe Tonne Honig auf meine Kosten venichten zu lassen.


    Leicht unlustige Grüße,
    Ralf


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Will ich tun! (das Beste deaus machen, nicht den Kopf in den Sand stecken) Deswegen die Frage: besser IN den Raps wandern mit Kontrolle des Spritzdatums und dem Wissen um die verwendeten Mittel oder mit viel diversem Raps drumherum wo ich nix weiß, der aber etwas weiter weg steht (< 300m)....? Entkommen kann ich dem Raps hier eh nicht. Aber ich bin doch mit der Problematik nicht alleine, wie sieht das denn der Rest, bzw. wie löst Ihr das für Euch?


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • wie löst Ihr das für Euch?


    halbe - halbe. Habe hier dieses Jahr eine ähnliche Situation wie du sie beschreibst. Ich werde mit einem Teil der Bienen direkt in den Raps fahren und hoffe, dass die Absprachen dort eingehalten werden.
    Vielleicht bin ich Ende der Saison schlauer, was sich für die Bienen als weniger problematisch erwiesen hat.


    Gruß
    Ludger

  • Hm, bin in der glücklichen Lage einen Stand zu haben wo ich im 2 km Halbradius keinen Raps habe. Auf der anderen Seite ist 300m freies Wasser und da fliegen sie kaum drüber in Robinie und Linde nach bisherigen Beobachtungen. Mal sehen was da wird falls da Raps steht.
    Mit den anderen Völkern werde ich zum größten Teil in den Raps wandern und hoffen das die Absprachen wie die letzten Jahre eingehalten werden. Kann mir da Flächen raussuchen wo ich es nur mit einem Landwirt zu tun habe und anderer Raps mindestens 1,5 km weg ist.


    MfG Frank