Milchsäure

  • Es gibt ja auch die Variante, mit Oxalsäure (2% Oxalsäuredihydrat) zu besprühen.
    Ist mit einmaliger Behandlung so wirksam wie die Os-Träufelung (95-98%).
    Dosierung 3-4 ml pro Wabenseite.


    Das ist sehr bienenfreundlich und nur die halbe Arbeit.

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • stimmt.
    Und ganz gewiss werden einige auf die Gesundheitsrisiken hinweisen.
    Auch richtig.
    Den Sprühnebel einatmen würde ich bei Milchsäure aber auch nicht empfehlen.


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Ich würde jetzt auch gerne mit Milchsäure behandeln da die für O-Säure notwendige Wintertraube wohl nicht vorhanden sein wird.Allerdings rechne ich mit geschlossenen Brutzellen.
    Wäre es jetzt richtig die verschlossenen Zellen aufzureissen und ein bis zwei Stunden später mit Milchsäure zu sprühen richtig ?

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • Was spricht jetzt dagegen, die falls vorhandenen Brutzellen zu belassen und im März dann die Drohnenzellen aus zu schneiden? Die der Vermehrung Varroa wird doch jetzt bis zum März nicht so immens sein!

  • Die "falls vorhandenen Brutzellen" machen in einem Volk von mir gerade vier Wabenseiten mit je zwei Handflächen voller verdeckelter Brut aus. Wieviel noch unverdeckelt dazu kommt, habe ich noch nicht mal nachgesehen. Die Kiste ist sehr voll und sieht nach heftigem Frühling aus. Varroen müssen sich gerade wie Weihnachten in der Karibik fühlen. Worauf sollen sie noch warten?


    Kikibee,
    deren Bienen nächsten Winter ausnahmslos alle an den finsteren Nordhang kommen, wo es im Winter zwei Monate keine Sonne gibt. DORT sind alle brutfrei.

  • Ist hier in Niederbayern nicht so, aber ich kann mir vorstellen, dass das Ausschneiden auch keine Lösung wäre. Normalerweise sind solche "Brüter" Königinnen von heuer und werden meist doch auf eine Zarge gehalten oder bei Dadant eingeengt und wenn man da vier oder mehr Löcher im Wabenwerk ausschneidet, ich weiß nicht ob das bei der Überwinterung der Idealfall ist.

  • Hallo!
    Nachdem ich vorletztes Jahr genau diese wie oben erwähnte frühe Brut ausgeschnitten hatte, wurden die Löcher das ganze restliche Bienenjahr über nicht mehr mit Wabenwerk repariert.
    Ich würde deshalb empfehlen, anschließend entweder ein Stück Mittelwand irgendwie "reinzupfriemeln" oder die verdeckelte und nichtverdeckelte Brut an- und aufreißen (Ja, es ist barbarisch!) und ihnen 1 oder 2 Tag Zeit zum Ausräumen zu geben, dann behandeln. Die Behandlung nach 1 oder 2 Stunden Wartezeit bereits durch zuführen, erscheint mir als zu kurz.
    Ich habe dieses Jahr dann aber nicht wieder nachgeschaut um die Ausräumaktion zu kontrollieren, weil es in der Nacht 0 Grad Celsius gehabt hatte und ich so OS träufeln konnte.
    Einen guten Rutsch wünscht


    Andreas

  • So ihr Bienenhüter,


    gestern hab ich bei 12°C die Milchsäurebehandlung durchgeführt.
    Hab mich exakt an die Vorgehensweise gehalten, also ein "unbesiedeltes Randrähmchen" rausgenommen und die anderen alle gelöst und dann Rahmen für Rahmen rausgezogen und besprüht.
    Anschließend wieder sofort in die Kiste damit.


    Nach 20 Minuten hab ich dann durch Zufall nochmal das Flugloch in Augenschein genommen und war leicht schockiert....
    Der ganze Gitterboden war voll mit einer Lage toter Bienen :cry:


    Sind die bei der kurzen Zeit schon verklammt?


    Hatte dann den Gitterboden komplett freigeräumt und heute morgen noch mal nachgeschaut...soweit alles im Lot, nur 4 Leichen auf dem Gitterboden, dafür 31 gefallene Varroen!

    „Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernstgenommen.“ (Konrad Adenauer)

  • Hab`gerade mit Milchsäure behandelt.Von 3 Völkern ist eines in Brut mit 2 Rähmchen Handteller grosser verdeckelter Brut.Die Brut hab`ich mal ausgeschnitten und die gelöcherten Rähmchen an die Seite gehängt.Da es noch eine Weile warm bleiben soll hoffe ich mal das die Bienen die Unordnung vertragen ...

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971


  • Nach 20 Minuten hab ich dann durch Zufall nochmal das Flugloch in Augenschein genommen und war leicht schockiert....
    Der ganze Gitterboden war voll mit einer Lage toter Bienen :cry:
    Sind die bei der kurzen Zeit schon verklammt?


    Bei 12 Grad sollten die Bienen eigentlich nicht verklammen. Außerdem wären sie auch dann bei der Temperatur nicht binnen 20 Minuten tot.
    Im Winter sterben auch so Bienen. Könnte es sein, dass die Behandlung das forciert hat? So manche fast tote Biene fällt erst dann, wenn Bewegung ins Volk kommt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Bei 12 Grad sollten die Bienen eigentlich nicht verklammen. Außerdem wären sie auch dann bei der Temperatur nicht binnen 20 Minuten tot.
    Im Winter sterben auch so Bienen. Könnte es sein, dass die Behandlung das forciert hat? So manche fast tote Biene fällt erst dann, wenn Bewegung ins Volk kommt.


    Wolfgang


    Die Vermutung hatte ich auch...
    Das die Nädels quasi den letzten Rest bekommen haben :-?


    Ich zähl morgen Vormittag nochmal die Varroen :daumen:

    „Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernstgenommen.“ (Konrad Adenauer)