Kahlfliegen im Winter

  • Hallo,



    eines meiner Völker wird immer schwächer, eingewintert habe ich sie auf 6 Gassen.
    Jetzt sind es nur noch 2 kurze Gassen.
    Immer wenn ich nachschauen komme, sind 3,4 tote Bienen am Flugloch.
    Es ist ein Jungvolk bei dem die Varroabehandlung mit Sicherheit gepasst hat.
    Kotflecken finde ich auch keine.
    Was kann das sein?



    Mfg

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Hallo Franz


    direkt kann ich deine Frage nicht beantworten. Aber ich hatte auch mal ein Volk welches sich im Januar nach der OS-Verdampfung kahl geflogen hat, da war es mit Sicherheit eine Überdosierung.
    Vergangenes Jahr habe ich am 20.11. 14 geträufelt, das haben auch einige Völker nicht vertragen, viele Tote, warum auch immer. Dieses Jahr läuft alles perfekt bis jetzt, auch mit der Träufelung, kaum Milben.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Franz,


    wenn keine Milben sichtbar sind heißt es ja noch lange nicht, daß keine da sind. Hast Du schon mal ein paar Brutzellen aufgemacht?


    Andererseits kann es auch sein, daß einfach nicht genügend Winterbienen erbrütet wurden und die normalen Arbeiterinnen langsam wegsterben...


    Gruß Jörg

  • Aber ich hatte auch mal ein Volk welches sich im Januar nach der OS-Verdampfung kahl geflogen hat, da war es mit Sicherheit eine Überdosierung.


    Wie willst denn da beim Verdampfen überdosieren?




    Denn Milben fallen keine.


    Die fallen da auch nicht sondern haben Flugtickets mit echten Kamikazefliegern:Biene:. Deswegen wir die Kiste ja leer :u_idea_bulb02:

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit


  • Es ist ein Jungvolk bei dem die Varroabehandlung mit Sicherheit gepasst hat.



    Mfg


    Hi Hochheimer,
    kurze Frage, woran machst du das fest?
    Ich hatte in meinem ersten Imkerjahr einen Ableger mit AS Schwammtuch behandelt. Genau nach Vorgabe, ich hatte das Varroawetter im Auge und mich genau daran gehalten.
    Ich weiß nur mehr ob ich 3 oder 4 Behandlungen gemacht hatte, jedenfalls war das Schwammtuch Staubtrocken danach, so das ich sicher war das innerhalb von 24 Stunden alles verdampft ist.
    Das Böse Erwachen kam im Winter, nach der OS Behandlung, fielen 1700 Milben, glücklicherweise hat das Volk den Winter überlebt.
    Daher die Frage, wie hast du behandelt und warum bist du dir so sicher das es funktioniert hat?


    Liebe Grüße,


    Max


  • kann es sein, dass sie sich jetzt einfach mehr zusammen ziehen?
    2 Gassen sind wenig, das stimmt, aber 3-4 Tote Bienen täglich ist auch normal!

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Wie willst denn da beim Verdampfen überdosieren?


    Hallo Markus


    Es war eine kleineres Volk in einer HBB und ich hatte 2 Tabletten 2g verdampft. Bis dahin war alles in Orndung und dann fingen sie an bei Schnee aus dem Flugloch zu kommen und abzufliegen ohne wiederzu kommen. Das habe ich beobachtet, mehr kann ich dazu nicht sagen. Deshalb mein Fazit: Weniger ist manchmal mehr.


    Übrigens konnte ich eben bei einigen Völkern Jungbienen vorspielen sehen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Was könnte man denn hier machen: Auf ein stärkeres Volk aufsetzen oder den Standort mit einem starken Volk tauschen, damit das schwache die Flugbienen gewinnt?

  • Trotz der milden Wetterverhältnisse würde ich jetzt GAR NICHTS machen.
    Man würde in beiden Optionen jedenfalls ein weiteres Volk "mitbelasten", indem man daran etwas verändert.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.


  • Ende September saßen die noch in 8 Gassen, die zweite Zarge hinauf, genügen Winterbienen wurden erbrütet, der Schwund fiel mir erst Ende November Anfang Dezember auf.


    Natürlich heisst es nicht, dass keine Varroen drinnen sind, wenn keine runterfallen.
    Ich bin mir deshalb sicher, weil ich täglich kontrolliert habe und einen natürlichen Totenfall von 1 Milbe in der Woche hatte.
    Mir ist auch die Problematik der Windeldiagnose bekannt, und ich will daraus keinen Varroathread machen.
    Das hat sicher gepasst.


    Mir erscheint deshalb eine Überdosierung als Grund wahrscheinlich, weil ich Ende September 4 mal im 4 Tageabstand mit jeweils 2g OS verdampft habe, möglicherweise war das zuviel!? Wie letztes Jahr, war Ende September wieder ein relativ hoher Milbenanstieg und für AS war es schon zu kalt, ich hab so noch 650 Milben rausgeholt.

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt



  • Wie oben schon erwähnt, die Varroabehandlung hat gepasst, da bin ich mir sicher, we ich dauernd gezählt und beobachtet habe.

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Was könnte man denn hier machen: Auf ein stärkeres Volk aufsetzen oder den Standort mit einem starken Volk tauschen, damit das schwache die Flugbienen gewinnt?



    Es fliegt doch jetzt nichts mehr, wa soll das bringen?
    Ich habe nocheinmal verdampft, da sind nur 15 Milben runtergefallen in 5 Tagen.
    Ich mach jetzt gar nichts mehr!


    Mich würde aber der Grund für diesen Schwund interessieren, hab ich sie zu Tode behandelt?
    Ich hab keine Milben, dafür aber auch keine Bienen, da hätte ich sie ja gleich mit dem Flammenwerfer behandeln können!


    Kann man mit der Oxalsäureverdampfung überdosieren?

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Kann man mit der Oxalsäureverdampfung überdosieren?


    Wenn man nicht völlig überzieht, sollte das nicht so leicht passieren.
    Welches Verdampfungsverfahren hast Du den angewendet?


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)