Honig auftauen im Einkochautomat / Kochmaster

  • Hallo zusammen,
    wenn ich 12KG Eimer im 27 Liter Einkochautomat auftaue - funktioniert das recht gut.
    Was mich interessieren würde, wie andere Imker das machen, die ebenfalls den Einkochautomat verwenden um Honig aufzutauen.
    Wie dichtet Ihr den Eimer / Deckel ab, so dass kein Wasser eindringen kann?
    Habt Ihr da evtl. eine Idee / Trick? Gibt's da evtl. einen breiten Gummi, den man als Dichtung um den Deckel spannen kann.
    Wenn man Klebeband verwendet, hält dieses nicht lange durch.
    Spätestens nach einem Tag löst sich dieses vom Gefäss ab auf Grund des warmen Wasserdampfs.
    Ich hab einen Wärmeschrank, aber das Aufwärmen geht gut die Hälfte an Zeit länger, da Luft schlechter die Wärme weitergibt wie Wasser.


    Gruss

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM

  • Hallo,


    Honigeimer sollten dicht schließen und neuqualität besitzen, ansonsten austauschen.


    Diesen geschlossenene Honigeimer in den Einkocher, Bodenrost drunter, damit er nicht direkt auf der Heizplatte steht, und auf jeden Fall den Einkocher ohne Deckel betreiben, damit Wasserdampf entweichen kann.
    Mehr halte ich, auch aus eigener Erfahrung für unnütz.


    Gruß
    Ulrich

  • Honigeimer sollten dicht schließen und neuqualität besitzen, ansonsten austauschen.


    Sehe ich auch so, sonst dürften wir darin gar keinen Honig lagern.


    Und um bei einem Eimer mit 25 kg Honig, den Wassergehalt deutlich zu verändern, sprich mind. 1%, bedarf es schon eines Viertelliters Wasser; also ein ganzes Trinkglas voll. Denke nicht, dass das in der Praxis passiert.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Ok, mir wurde von mehreren Stellen gesagt, dass die Honigeimer nicht 100% dicht sind und sehr wohl Gerüche und über die Umgebung Wasser in den Honig gelangen kann.
    Wenn z.B die Raumluft sehr hohe Luftfeuchtigkeit aufweist. Ich weiss dass manche Imker die Eimer mit Klebeband umkleben.
    Meine Idee wäre einen Gummidichtungsring um den Rand zwischen Deckel und Eimer zu legen und mit einem Spanngürtel zu befestigen - sofern die Abmessungen funktionieren.

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM

  • Mit dem Gummiring wird das nie so dicht wie mit der original Deckel-Eimer-Dichtlippe.
    Wenn man Eimer stapelt, gehört ein Brett zwischen jede Etage. Man könnte die Eimer noch in Plastiktüten verpacken, aber das ist alles nicht nötig.
    Die Eimer mit Deckel sind dicht.


    Gruß
    Ulrich

  • Hallo zusammen,


    ich benutze auch so einen Weck-Topf zum Auftauen. Das funktioniert sogar mit 40kg-Hobbocks, bleibt nur oben eine Art Eisscholle...


    Wenn ich 12kg-Eimer auftaue, dann habe ich nicht den Eindruck, daß da Wasser eindringen könnte. Wäre ja auch eigentlich unlogisch, weil zumindest durch die Erwärmung im Innern des Eimers eine höherer Druck entsteht. Gut zu sehen ist das wenn man halbvolle Eimer erwärmt. Die Abdichtung ist so gut, daß die Deckel sich eindrucksvoll nach oben wölben.


    Gruß Jörg

  • Nein. Nur 40°C. Meiner scheint sogar recht exakt zu regeln, hatte ihn letztens mal nachgemessen.


    Der Grad der "Verflüssigung" ist natürlich von der Tracht abhängig. Ich quäle mich gerade beim Abfüllen meines Sommertrachthonigs. Der ist zu Anfang super flüssig und dieses Jahr auch ziemlich dunkel. Mittlerweil war er im Hobbock gut fest und nach dem Auftauen ist so breiig (wird das so geschrieben?). Weder fest noch flüssig...


    Gruß Jörg

  • Habt Ihr da evtl. eine Idee / Trick? Gibt's da evtl. einen breiten Gummi, den man als Dichtung um den Deckel spannen kann.
    Wenn man Klebeband verwendet, hält dieses nicht lange durch.


    Der Wasserspiegel sollte schon 5 cm unter Oberkante Deckel sein, dann passt das schon -- wenn man einen Deckel verwendet. ;-) Und nicht die 20 Jahre alten Eimer nehmen (die mit den runden Rändern).



    und auf jeden Fall den Einkocher ohne Deckel betreiben, damit Wasserdampf entweichen kann.


    Deckel auf jeden Fall drauf, sonst hast du den Dampf im Raum und musst immer Wasser nachschütten!



    Auf wieviele Grad stellt Ihr den Einkocher.
    Meiner Ansicht ist alles über 40 Grad zu hoch. Jörg verflüssigst Du ihn gänzlich.


    Nicht auf die Temperaturskala am Einstellknopf verlassen, s. http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=44367 Meinen muss ich so einstellen, damit etwa bei 40° C abgeschaltet wird



  • Meinen muss man auch anders einstellen als die Skala anzeigt. Habe dafür jetzt Markierungen mit Folienstift angebracht. Zum Nachmessen am Anfang hatte ich ein digitales Bratenthermometer mit Alarm im Wasser (ohne Honigeimer) hängen, das ich vorher einmal auf Genauigkeit getestet hatte. Das Bratenthemometer darf auch jetzt immer wieder neben dem Eimer mit baden...
    Die Temperatur sinkt laut meinem Messungen etwa um 4°C, ehe der Topf wieder nachheizt. Ich stelle etwas weniger als 40°C Wassertemperatur ein, sodass der Honig etwa 35° hat und wieder fließfähig genug wird.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Auch ich taue im Weckkessel auf.
    40°C mit Thermometer gemessen und den Regler danach eingestellt, ca 24 Stunden, dann Rapido.


    Habe alte und neue Hobboks.
    Die Alten dichten nicht sicher ab.
    Habe aber mit lose aufliegenden Deckel noch nie Probleme gehabt.
    Sind ja nur 24 Stunden, und bei 40° gibt´s doch kaum Dampf.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Clemens,


    wenn der Deckel auf dem Einkocher drauf ist, sammelt sich Kondensat am kalten Honigeimerdeckel(und Rand). Dieses Wasser läßt sich kaum abwischen und beim Öffnen des Honigeimers tropf es in diesen.
    Außerdem verdunstet bei 40 Grad in 24 Stunden weniger als 1cm des Wassers.


    Die meisten elektronischen Thermometer (auch Bratenthermometer, elektronisch oder mechanisch) für den Hausgebrauch sind genau so ungenau wie die Thermostaten an den Einkochern.


    Ich schrieb das schon einmal, auf ein Fieberthermometer (egal was für eine Ausführung), das diesen Bereich ja abdeckt, ist 100%ig verlass.


    Gruß
    Ulrich

  • Bei mir sammelt sich das Kondensat vor allem am Deckel vom Einkochautomat, weil der Honigeimer inkl. Deckel ja am Ende auch ungefähr die Wassertemperatur hat.
    Ich habe mein Bratenthermometer deshalb durch mehrere Vergleichsmessungen getestet und im Gegensatz zum Fieberthermometer kann ich hier eben den unempfindlichen Sensorspieß im Topf und die Elektronik außen im Trockenen haben. So kann ich zudem messen, ohne den Deckel abzunehmen und der Alarm würde mich auch informieren, dass was schief läuft. Ein klassisches Fieberthermometer im Wasserbad ginge natürlich auch, aber dann braucht man einen Glastopf zum Ablesen oder muss jedesmal den Topf-Deckel aufmachen.

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