Gibt es giftigen Honig?!?

  • Hallo Freunde,
    lange nichts mehr voneinander gehört, aber ich hatte eben keine Fragen...
    Doch jetzt


    Ich habe im Dezember Honig geerntet der im Oktober und auch viel im November gemacht worden ist. Alles schön und gut, aber der Honig schmeckt ganz ganz anders als bei den anderen malen. Er schmeckt am Anfang leicht nach Honig und dann scharf und schliesslich Bitter. Also einen ziemlich starken Geschmack. Meine Frau und ich haben ihn etwas probiert, bisher alles im Grünen. Trotzdem Frage ich mich
    1. wo haben die den Honig her...da waren keine Blüten?!? und auch die ganzen anderen Jahre nicht?!?
    2. kann der Honig giftig sein. Scharf -Bitter und viel kann man nicht davon essen?!?


    Jetzt der Ansatz der Lösung des Rätzels, Standort ist der Ort Asprovalta am Nord Meer Griechenlands. Im Osten 300 meter vom Standort ist das Meer, im Westen 100 m sind die absolut wilden Berge, Rechts und links Wildnis, aber auch eine paar Häuser mit Garten????

  • Welche Farbe und Konsistenz hat der Honig?
    Wenn es kein Blütenhonig ist, läge ja zunächst nahe, dass es Honigtauhonig ist. Und dann kommen natürlich noch viele weniger appetitliche Quellen in Frage.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hi Wolfgang,
    eher Hell und konsistens normal, nicht zu fest, nicht zu flüssig. Honitauhonig ist viel dunkler, ausserdem haben wir in Asprovalta keine Nadelbäume ausser vielleicht 3-4. Blütenhonig im November?!?:-?


    Also, wir haben ja gekostet, nichts passiert, ausser etwas :Biene:was ich hier nicht sagen will. Ich koste heute nochmal mehr, aber wie gesagt, viel kann man davon nicht essen...


  • Er schmeckt am Anfang leicht nach Honig und dann scharf und schliesslich Bitter. Also einen ziemlich starken Geschmack.


    Hallo,


    so schmeckte das Zeug, was bei mir nach einer großflächigen Glyphosatspritzung in unmittelbarer Nachbarschaft im letzten Jahr auch in den Futterwaben eingelagert worden ist. Als ob man Pfeffer auf der Zunge hätte und dieses Empfinden hält ziemlich lange an.


    Ich gehe mal davon aus, dass sich deine Bienen bei zusammengebrochenen Völkern eines Nachbarimkers versorgt haben, der diese in der Nähe zum Überwintern zusammengezogen hat, sofern bei euch nicht gespritzt wird. Gewissheit bekommst Du im Frühjahr, wenns Brutnest ausgedehnt wird und die Bienen anfangen, sämtliche Brutwaben abzuschroten, sodass hohe Wachskrümelberge unter den Wabengassen zu finden sind. Sofern sie das Frühjahr erleben.


    Grüße Sven

  • Hallo


    Im großen Honigbuch schreibt man unter Geschmack: Zitat: So wird z.B. ein bitterer Stoff bei einer sehr viel geringeren Konzentration wahrgenommen als ein süßer Stoff. So ist es auch nicht verwunderlich,daß intensiv wahrgenommene Geschmackseindrücke einen nachhaltigeren Eindruck hinterlassen als andere.Das langanhaltende bittere Edelkastanienhonigaroma ist ein gutes Beispiel dafür.


    Ich würde das Augenmerk nicht auf Gift legen sondern auf Bitter und diese Geschmacksrichtung gibt es auch beim Honig.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Sven,


    ich habe den Honig gerade nochmal probiert. Der Schmeckt nicht scharf. Am Anfang eher wie ein aromatisiertes Bergkraut das man kaut und unmittelbar dannach bitter, mit der süssen Honignote?! Dann habe ich nochmal einen halben Honiglöffel essen wollen und es ging nicht die Bitterkeit war noch zu stark?!?


    Den Bienen geht es gut. Das Hauptvolk rappel voll, und ungewöhnlich für den Dezember. Über 10 Waben, normal sind 8 Waben...


    Also Spritzen ist absolut unmöglich. Meine Avatarbild ist der Standort. Rechts und links ist Wildnis, hinter mir die Berge, absolutes Niemandsland da gehe nur ich seit 40 Jahren Spazieren in der Einsamkeit. Nachbarvölker, 4-5 Km weiter soll ein grosser Imker sein mit 100 Völkern. Kleine Anmerkung ich habe 4. Also gesammelt definitiv von dieser einenge. Spritzen komplett unmöglich.....


    Ich tippe auf irgendein Bergkraut, aber warum nicht jedes Jahr und vor allem ist es giftig?!? Zumindest ein wenig giftig?!?

  • Hallo Mimis,


    warum sprichst du nicht mit dem Kollegen? Bei 100 Völkern kennt er möglicherweise dieses Phänomen. Vielleicht weis er ja, von welcher Pflanze der Nektar stammen kann, dann können wir versuchen weiterzurecherchieren.
    Das die Tracht bei einigen Pflanzen nicht jedes Jahr gleich verläuft, ist durchaus bekannt. Da kommt es teilweise stark auf den jeweiligen Witterungsverlauf an.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo habe gerade einen Beitrag im Forum gefunden "Honigsieb macht Honig bitter" ,leider beherrsche ich das verlinken nicht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Vielen Dank liebe Freunde!!:-D Ihr habt mir schon geholfen.


    Also Giftig ist der Honig garantiert nicht. Der Sieb ist es auch nicht verwende Metal. Der Honig ist aromatisiert, das ganze Haus hat gestern nach diesen "Geschmack" gerochen. Ich schätze auf irgendeine Pflanze oder vielleicht, wie Schulbien schreibt, eine Kieferart. Immerhin gibt es 50 meter vom Standort so etwa 20 riesen Bäume, ich glaubte das es Thuja sei, aber vielleicht ist es eine andere Art und in diesen Jahr haben die Bienen von da geerntet. Irgendsowas wird es sein, ich werde auf jeden Fall mal den Nachbarn fragen, aber das wird dauern, den ich kenne ihn nicht, weiss nicht wo der ist und wann ich ihn finden werde, aber fragen werde ich auf jeden Fall...

  • Sollte der giftig sein müsste massig Rhododendron in der Nähe sein.
    Remstalimker


    Moin mimis!


    So etwas hat mir einmal ein guter Freund aus Korsika als Geschenk mitgebracht. Er war sich dessen sicher nicht bewusst und ganz erstaunt, als ich über die "Bitterkeit" des Honigs berichtete. Aus der Ferne ist alles Spekulation, insofern wäre ich auch sehr vorsichtigt mit einer Einstufung als giftig. Meine Erklärung zum damaligen korsischen Honig war, dass es offensichtlich in der umliegenden Vegetation (Maccia, Pinienbestand o.ä.) Pflanzen gibt, die bitter schmeckende Stoffe absondern. Ob das nun giftig ist oder nicht - wer weiß das schon ? Ich tippe mal, in Griechenland muss es eine ähnliche Vegetation geben.


    Damals war der korsische Honig nicht genießbar, weil zu bitter. Das beschreibst Du ja ebenso. Insofern bleibt ggf. nur die Verwertung als Bienenfutter. Denn wenn die griechischen Bienen das schon gesammelt haben, werden sie den auch zu sich genommen haben. Und wenn sie noch ganz munter sind, sollte es kein Problem sein.


    Beste Grüße


    Rainer