Siebkübel kaufen

  • Hallo Paul,
    ich habe mir im Sommer den Siebkübel von Bienen Ruck gekauft und ich bin voll zufrieden damit. Er hat auch ein Video zum Siebkübel im Internet.
    Viele Grüße, Heiner

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Tacki () aus folgendem Grund: Fehler

  • Ich nutze den von Bienenweber. Funktioniert recht gut und setzt sich nicht so schnell zu wie ein Doppelsieb. Allerdings gelangt doch hin und wieder ein Wachskrümelchen hinter die Siebe. Das ist hier unproblematisch, die schöpfe ich beim Abschäumen ohnehin mit ab. Als Abfüllkübel habe ich den (gereinigt + ohne Siebe) auch schon genutzt. Das ging genauso gut wie mit einem reinen Abfüllkübel - die gleichen Hähne.
    Weber hat neuerdings ein nach oben gewölbtes Doppelsieb. Das soll sich nicht so schnell zusetzen, wirbt er.
    Bei einem Berufsimker sah ich einen Damenstrumpf (mit innenliegender Edelstahlkugel als Beschwerung) statt eines Siebes über den Ablauf des Honigsumpfes gezogen und von dort in den Hobbock wie ein Schlauch hängend. Funktioniere seit Jahren einwandfrei, sagte er.
    Melitherm nutze ich nicht, mache dafür auch mal 24h-Schicht beim Abfüllen, wenn´s pressiert...

  • Kann nur den von Fritz empfehlen, der Holtermann ist nix, der Graze auch nicht und der von Ruck taugt auch nichts, s. http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=42196&p=438373#post438373. Der von Fritz funktioniert auch mit dem Melitherm, vermutlich aber viele andere auch, ggf. brauchst du einen zusätzlichen Distanzring. Auf der Website von Spürgin steht der Durchmesserbereich fürs Melitherm, der auch ohne Distanzring verwendet werden kann.


  • Nickerlbien hat sich ja schon entschieden, aber von dem angesprochenen Siebkübel von Holtermann kann ich aus meiner Erfahrung damit nur abraten:
    abgesehen davon dass die Siebe sich beim Schleudern sehr schnell zusetzen (kann aber auch an meiner Schleudertechnik liegen) sind die Siebführungen aus relativ scharfkantigen dünnen Edelstahlblechen gefertigt, was beim Reinigen nervt und dauert und auch zu Verletzungen führen kann. Die Sieb selbst sind auch nicht so gefertigt, wie ich mir Werkzeug vorstelle (randlich stehen z.B. spitze Drähte raus).
    Ich habe ihn nach wenigen Einsätzen als Siebkübel nur noch als Abfüllkübel verwendet, aber auch da ist die Dichtung (bzw. die Ausführung) des Quetschhahns nicht optimal. Ich habe jetzt einen von Graze, der hat zwar keinen richtig mit dem Boden bündigen Quetschhahn (spielt nach meiner Erfahrung aber nicht so die große Rolle), ist ansonsten aber deutlich wertiger und praktischer - und der Quetschhahn dichtet besser!


    Klaus

  • Was denkt ihr, wie wer es, wenn man erst nach dem Klären in einem großen Abfüllkübel, mit einem Spitzsieb mit Heizung den Honig Sieb?


    Klären bedeutet ja, dass auch die feinsten Wachsteile, die eben gerade noch durchs Sieb passen nach oben aufschwimmen und die dann abgeschäumt werden können. Damit sollte sich dann eh das Sieben erledigt haben, falls du nicht irgendwas im Honig hast was schwerer als Honig ist (Sand, Steinchen, wenn das der Fall ist, hast du aber schon vorher etwas massiv falsch gemacht!), bei sehr reifem Honig kann sich unten kristallisierter Honig absetzen, der kann aber eh drinnen bleiben, dein Honig wird auch ohne diese, wenn er schon so reif und ankristallisiert ist, die nächsten Tage weiter auskristallisieren - vielleicht drei Tage später ohne die Kristalle, die du aussiebst.


    Wenn du einen gut beheizbaren Raum zum Schleudern oder zumindest anschließendem Klären hast, reicht es mit einem Grobsieb zu schleudern, um grobe Reste von Entdeckelungswachs aus dem Honig zu bekommen. Danach den Honig noch ein, zwei Tage warm (d.h. um die 25° C) stehen lassen. Das ist effektiver als jedes Sieb! Dann abschäumen und gut ist es. Den Honig direkt aus der Schleuder in Eimer zu füllen ist sowieso eine schlechte Idee. Gerade bei grenzwertigem Wassergehalt passiert es schnell, dass 90% der Eimer ok sind, in einem aber zufällig die Randwaben gelandet sind und der vom Wasser kritisch ist. Besser ist es in einem wirklich großen Fass / Kübel möglichst die gesamte Ernte einer Schleuderung zu sammeln, den Honig dann klären zu lassen, danach gut rühren, damit die charge und vor allem der Wassergehalt einheitlich ist und erst dann in Lager-Eimer abzufüllen.

  • Danke für deinen Tipp!
    Jetzt komme ich der Sache schon näher.
    Angenommen ich habe da ein 200l Gefäß, wie bekomme ich da den Honig von der Schleuder in den Topf bezw. wenn der Topf am Boden steht wegen der Höhe, wie bekomme ich den dann in die Lagerkübel?

  • Unter die Schleuder passen die 13-kg Eimer auch mit einem Sieb. D.h. Quetschhahn (der Schleuder) schließen, noch etwas warten, falls ein Grobsieb verwendet wird bis der Honig durchgelaufen ist, Sieb auf einen weiteren Eimer wechseln. vollen Eimer mit Honig in das Faß schütten. Das geht auch bei Schleudern mit nur einem Quetschhahn, schöner ist es, wenn die Schleuder 2 Hähne hat. Der Topf darf kein Topf sein, sonder muss ein Fass / Gefäß mit unterem Quetschhahn oder Kugelhahn sein. ;-) Sonst bekommst du den Honig da nicht wirklich raus. Und es muss natürlich so hoch stehen, dass ein Lagergefäß darunter passt. Bei 13-kg reicht mir ein (Holz-)Magazin mit Deckel, die sind stabil und halten auch ein 200-kg-Fass mit Inhalt aus - meine Magazine zumindest. ;-) .


    Kann dann so aussehen: https://www.landlive.de/images/378526/ (die Siebhalter sind ausgetauscht und heute welche aus Edelstahl). Damals waren die Edelstahlfässer recht teuer und wir haben Speidel umbauen lassen (was auch nicht wirklich günstig bei Fritz war), heute würde ich gleich die 300-kg Fässer von Fritz nehmen. http://shop.carl-fritz.de/product_info.php?products_id=766

  • Es gibt doch diese regulierbaren Heizkabel zum drumwickeln, darüber dann eine Lage Luftpolsterfolie und Du kannst das Faß auf 35'c einregeln. Dann steigt Alles was schneller und gründlicher nach oben.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife