Honig-Temperatur beim Abfüllen besser hoch?

  • Hallo,


    hätte da mal eine grundsätzliche Frage.


    Ich taue meinen Honig in der Regel mit dem Melitherm auf und fülle nach kurzer Wartezeit und Abschäumen gleich ab.
    Insbesondere unproblematische Honige, die flüssig ins Glas sollen, könnte ich daher auch sehr kurz nach dem Auftauen abfüllen.
    Bisher hat mich davon abgehalten, dass der Honig im Auffangeimer unter dem Melitherm erst mal doch noch recht warm ist. Irgendwo habe ich mal gehört, dass die Temperatur der Gläser nicht allzusehr von der Temperatur des einzufüllenden Honigs sein soll, damit es keine unschönen, sichtbaren Effekte an der Glaswand gibt (Ausblühungen etc.).


    Bei Melezitose, die ich nach jeder Menge Ausprobieren inzwischen grundsätzlich mit 80°C aufschmelze, ist der Honig durchaus zu Beginn etwa 50-55°C warm, ehe er rasch weiter abkühlt. Aber auch andere Honige sind im Auffangeimer erst mal um 45°C-50°C warm.


    Bitte (BITTE!) jetzt keine abschweifende Diskussion um richtige oder falsche Temperaturen - beim Melitherm sind einige Dinge anders als beim langsamen Aufwärmen des gesamten Honigs etwa im Wärmeschrank oder Wasserbad.


    Wie seht ihr das: Solche Honige besser möglichst warm einfüllen, ggf. das Glas leicht anwärmen oder lieber den Honig im Eimer abkühlen lassen und dann kühler abfüllen?


    Für mich hätte rasches, warmes Abfüllen mehrere Vorteile:
    -Warmer Honig lässt sich naturgemäß sehr (SEHR) schnell abfüllen
    -Warmer Honig wird wesentlich schneller und leichter blasenfrei, wenn doch noch Restblasen mit drin sind
    -Im Glas kühlt der Honig wesentlich schneller ab als im großen Volumen des Eimers.


    Gruß
    hornet

  • Hallo Hornet


    Wenn du den Honig einmal warm hast und er klar ist fülle ihn ab, die Vorteile hast du ja selbst aufgezählt. Ausblühungen haben aber nichts mit der Temperatur des Glases oder des Honigs zu tun, das liegt in der Struktur (wenn ich das richtig ausgedrückt habe) des Honigs.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Bei Melezitose, die ich nach jeder Menge Ausprobieren inzwischen grundsätzlich mit 80°C aufschmelze, ist der Honig durchaus zu Beginn etwa 50-55°C warm, ehe er rasch weiter abkühlt. Aber auch andere Honige sind im Auffangeimer erst mal um 45°C-50°C warm.


    :eek:


    Zitat

    Bitte (BITTE!) jetzt keine abschweifende Diskussion um richtige oder falsche Temperaturen - beim Melitherm sind einige Dinge anders als beim langsamen Aufwärmen des gesamten Honigs etwa im Wärmeschrank oder Wasserbad.


    Sorry, aber so kann man das trotzdem nicht stehen lassen. Melitherm hin oder her - wenn der Honig im Auffangeimer 45-50°C warm ist, dann bist du deutlich über den 40°C, die allgemein als akzeptable Grenze gesehen werden. Dass die Heizwendel selber beim Melitherm über 40°C warm ist, das habe ich schon mitbekommen. Aber bisher dachte ich, dass nur eine dünne Schicht, die beim durchfließen direkten Kontakt hat, auch so warm wird, die Durchschnittstemperatur (aldo die Temperatur der Honigmasse im Auffangeimer) aber nicht nennenswert über 40°C wäre.
    Könnten da die anderen Melithermbenutzer evtl. etwas zu sagen?



    Grüße,
    Robert

  • :eek:
    Sorry, aber so kann man das trotzdem nicht stehen lassen. Melitherm hin oder her - wenn der Honig im Auffangeimer 45-50°C warm ist, dann bist du deutlich über den 40°C, die allgemein als akzeptable Grenze gesehen werden.


    Dann muss ich mal deutlich fragen : Bietest Du flüssigen Honig an ? (Ich meine jetzt und nicht direkt nach dem Schleudern)


    hornet : Ich fülle gleich nach dem Melitherm ab, auch wegen Deiner genannten Vorteile, insbesondere wegen der schnelleren Abkühlung im kalten Glas. Bei Kunden die die Chance haben cremigen Honig zu kaufen aber alles oder
    einen Teil unbedingt flüssig haben wollen, bei denen wird dieser Honig nicht zum Ausblühen kommen.


    mfg
    hartmut17

  • Dann muss ich mal deutlich fragen : Bietest Du flüssigen Honig an ? (Ich meine jetzt und nicht direkt nach dem Schleudern)


    Der Robinienhonig dieses Jahr bei mir bleibt flüssig, natürlich biete ich den so an.
    Der Sommerhonig (wohl hauptsächlich Linde und Götterbaum) war in den ersten Wochen nach dem Schleudern noch flüssig, ein paar Gläser habe ich so verkauft.
    Der meiste Honig (Frühling und Sommer) ist irgendwann im Eimer festgeworden (na, oder zumindest schmalzartig). Den habe ich auf ca. 30°C erwärmt, mit dem Rapido gerührt und dann abgefüllt. Also mehr oder weniger cremig oder schmalzartig verkauft, aber natürlich nicht flüssig (wie auch? Dazu hätte ich ihn ja auf über 40°C erwärmen müssen, und dann wäre ein Differenzierungsmerkmal zum Supermarkthonig kaputt).


    Ich bin aber gar nicht zufrieden mit der Kristallstruktur meines Honigs. Manche Chargen sind doch ziemlich körnig/sandig. Irgendwie bringt es der Rapido bei Berliner Sommerhonig nicht.


    Zitat

    hornet : Ich fülle gleich nach dem Melitherm ab, auch wegen Deiner genannten Vorteile, insbesondere wegen der schnelleren Abkühlung im kalten Glas.


    Also nochmal die Frage an Melitherm-User: ist es üblich, dass der Honig direkt nach dem Melitherm, im Auffangbehälter, über 45°C hat?


    Zitat

    Bei Kunden die die Chance haben cremigen Honig zu kaufen aber alles oder einen Teil unbedingt flüssig haben wollen, bei denen wird dieser Honig nicht zum Ausblühen kommen.


    Diesen Satz verstehe ich nicht.


    Grüße,
    Robert

  • Hallo !!



    Also nochmal die Frage an Melitherm-User: ist es üblich, dass der Honig direkt nach dem Melitherm, im Auffangbehälter, über 45°C hat?


    Wir haben gelegendlich mit zu flüssigen Honigen beim Sieben mittels Melliterm Temperaturprobleme.
    Vermutung: der flüssige Honig erhitzt sich, und steigt dann auf dadurch erwärmt sich der ganze Honig und trotz dann sehr warm durchs Sieb.


    Ist der Honig fest gibt es diese nicht, das feste schmilzt über dem Heitzstab, und tropft da es ja wegen dem umgebenden festen Honig nicht aufsteigen kann, nach unten ab, die Temperaturbeeinflussung ist hier vermutlich maginal..


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Wenn dann ein cremiger Honig mit einer leicht flüssigen Phase entsteht ist das auch nicht gewünscht und der fällt dann spätestens bein IFT durch.
    Auch setzt sich die Phase leicht nach oben ab und kann so schneller verderben.
    Und Re Mark, Sommerhonig immer impfen und Rühren. Wenn Du dazu feincremigen Raps nimmst wird nichts körnig und sandig.
    Gruß Peter

  • :eek:
    Sorry, aber so kann man das trotzdem nicht stehen lassen. Melitherm hin oder her - wenn der Honig im Auffangeimer 45-50°C warm ist, dann bist du deutlich über den 40°C, die allgemein als akzeptable Grenze gesehen werden.


    Ich muss jetzt ins Bett, nächste Woche melde ich mich nochmal.
    Nur zu dem Punkt möchte ich ganz drei Erläuterungen geben (nicht diskutieren!):


    Erstens:
    Nicht die 40°C sind die magische Grenze, sondern die Gesamtwärmebelastung des Honigs und die ist eine Funktion von a) der absoluten Temperatur und b) der Dauer der Einwirkung.
    50° für eine halbe Stunde oder 70°C für ein oder zwei Minuten (und danach rasche Abkühlung auf deutlich unter 40°C und später noch kühler) können (und sind) da wesentlich weniger schädlich als 40°C über mehrere Stunden oder gar einen bis zwei Tage wie es bei vielen anderen Auftaumethoden gang und gäbe ist!


    Zweitens:
    Melezitose ist ein Sonderfall, der schmilzt überhaupt erst über 60 bis 65°C. Man MUSS ihn mindestens mit dieser Temperatur schmelzen. Aus praktischen Gründen mache ich das mit deutlich über dieser Temperatur, da andernfalls das Seihtuch/-sack trotzdem zu schnell zusetzt mit halb geschmolzenen Kristallen. Und dann ist die Kacke richtig am dampfen, denn dann fließt der Honig nicht schnell genug ab und dann käme er richtig zum kochen.
    Auch in der Anleitung wird empfohlen, Honig, in dem auch nur geringe Anteile von Melezitose über dem üblichen Anteil im normalen Waldhonig hinaus enthalten sind, mindestens mit 65°C aufzutauen, besser mehr. Ich verstehe inzwischen nur zu gut, warum.


    Drittens:
    Die relativ hohen Temperaturen im Auffangbehälter sind die Folge der Akkumulation von immer mehr warmem Honig. Der erste Honig, der durchtropft kühlt noch recht schnell ab, aber eben nicht ganz. Es kommt immer mehr neuer, warmer Honig nach. Und da Honig Wärme noch besser speichert als Wasser, steigt die Temperatur also auch unten immer mehr an, das lässt sich überhaupt nicht verhindern.
    Es gibt aber verschiedene Methoden, den Honig trotzdem möglichst schnell wieder runter zu kühlen, z.B. Anblasen des Eimers, kühles Zimmer, rasch in Gläser weiter um füllen etc.
    Insgesamt reden wir hier also von einer Wärmebelastung mit einem kurzen Peak beim Schmelzpunkt und danach mit einer "herkömmlichen" Wärmebelastung von der Dauer einer bis zwei Stunden, die aber zum Ende dieser Zeit bereits wieder stark absinkt.
    Ich meine, das ist schonender als stunden- bis tagelanges Aufwärmen und ein guter Kompromiss zwischen Effizienz und Schonung.
    Es gibt bestimmt noch schonendere Methoden, aber man muss immer Kompromisse zwischen Effizienz und Schonung machen, die Melitherm-Methode ist jedenfalls auch ein sehr akzeptabler Kompromiss. Die Honiganalysen von Melithermbenutzern bestätigen das regelmäßig.


    Ich habe viel rumprobiert, man kann das Melitherm auch mit niedrigeren Temperaturen "fahren", aber meine Erfahrung ist, dass dann das Auftauen nicht so funktioniert wie vorgesehen. Vorgesehen ist, dass die Wendel ständig aufgeheizt wird (das Licht immer an ist), dann ist das Optimum erreicht zwischen Schnelligkeit und Schonung, denn dann wird immer rasch neuer Honig aufgeschmolzen und der warme fließt unten weg. Macht man es kühler, muss die Heizwendel immer wieder pausieren, weil der Honig nicht schnell genug wegläuft, er sich staut. Ich meine, die Wärmebelastung ist dann für den Honig deutlich ungünstiger und länger (viel länger) dauert die ganze Aktion dann auch noch. Das sagt auch der Hersteller so.


    Und er betont auch was ich nur bestätigen kann: erst mit heiß (z.B. 65°C bzw. bei Melzitose noch mehr) zu beginnen und dann evtl. etwas zurückregeln, bis zu dem Punkt, bei dem die Lampe gerade noch "immer leuchtet". Keinesfalls umgekehrt, weil dann das Seihtuch verstopft und der Schaden erst wirklich entstehen würde und man dann abbrechen und das Tuch austauschen muss, da einfach nachträglich höher drehen dann nix mehr hilft. Wenn die Lampe ständig aus geht oder länger ausbleibt, ist schon was falsch gelaufen und der Honig wird bereits über Gebühr erhitzt und unnötig geschädigt.


    Übrigens, der Honig ÜBER der Heizwendel bleibt bis ganz dicht davor praktisch ohne Erwärmung, die findet wirklich nur im Moment des Kontaktes statt, vorausgesetzt, das Seihtuch ist nicht verstopft (Melezitose, zu niedrig eingestellte Temperatur etc.), dann muss rasch gehandelt werden.


    Ich hoffe, damit vielen die Angst vor vermeintlicher Wärmeschädigung genommen zu haben.


    Gruß
    hornet

  • Diesen Satz verstehe ich nicht.


    Grüße,
    Robert


    Er bezieht sich auf Hornets Bedenken, der Honig, der flüssig und warm in kalte Gläser abgefüllt wird, könnte "ausblühen" wenn er im Glas später kristallisiert.
    Meine Kunden sind aufgeklärt darüber, dass flüssiger Honig in der Winterzeit in der Regel vom Imker erwärmt werden muss, um ihn flüssig zu bekommen.
    Sie wissen auch, dass jede Erwärmung mehr oder weniger die Qualität des Honigs negativ beeinflusst. Dieses Wissen hat dazu geführt, dass die Mehrzahl der
    Kunden inzwischen zu dem cremigen greift. Allerdings hatten wir hier im Osten lange mit dem Vorurteil zu kämpfen,"Nur der flüssige Honig ist echter Honig",
    verschuldet durch die Reklame im "Westfernsehen".
    Und so kann ich nahezu sicher voraussagen, dass flüssig gekaufter Honig von mir nicht in die Verlegenheit kommt, im Glas auszublühen, also fest zu werden.
    Er wird nur für bestimmte Anwendungen gekauft und schnell verzehrt.


    Ich bin der Meinung, dass wir uns in der Diskussion zum Verflüssigen, oft selbst belügen. Wenn ich Aussagen lese wie: " Ich verflüssige meinen Honig bei Temperaturen
    nicht über 38° " o.ä. dann kann das vielleicht für ganz wenige Honige zutreffen, für die meisten aber nicht. Wenn ich meinen Sommerhonig bei 38° verflüssigen
    will, entsteht ein trübes Etwas, das kein Kunde nehmen würde.


    @ Hornet Super erklärt, genau so sehe ich das auch und handele auch so !


    mfg
    hartmut17

  • hornet : Leider sind das nur Meinungen mit großem Potenzial für Fehleinschätzungen. Vielleicht könntest du deinen so gewonnenen Honig einmal analysieren lassen? Dann wärst du mit deinen Aussagen auf der sicheren Seite.


    Gruß Ralph

  • Hallo Ralph,


    angeblich hat Kirchhain den Honig auf Wärmeschäden untersucht. So gut wie kein Unterschied zu nicht aufgeschmolzenem Honig, lautet die Aussage.


    Ich blase meinen Auffangbehälter von 2 Seiten mit 2 kräftigen Ventilatoren an, das hilft erheblich gegen die Wärme.
    25 Kg Frühjahreshonig sind in 1,5 bis 2,5 Stunden verflüssigt. Die Heizleistung der Spirale beträgt 500 Watt/h, ist also alles nicht so extrem.


    Gruß
    Ulrich


  • Nur zu dem Punkt möchte ich ganz drei Erläuterungen geben (nicht diskutieren!):


    Ich ärgere mich selber oft genug, wenn ich in einem Internetforum eine ganz spezifische Frage stelle, und die Leute dann Antworten schreiben, die nicht auf das Problem eingehen, sondern es umgehen wollen (woran aber möglicherweise Nebenbedingungen hängen, die sie gar nicht kennen). Einerseits kann ich also deinen Wunsch verstehen, nicht diskutieren zu wollen. Aber andererseits ist das Thema Temperatur bei Honig ein sehr zentrales, viele meiner Kunden fragen nach, ob der Honig auch nicht erhitzt sei. Dieser Thread hier wird evtl. auch noch in ein paar Jahren hin und wieder gelesen werden, und einige Dinge die du schreibst sind meines Wissens nach schlicht falsch, deshalb muss ich doch diskutieren:


    Zitat

    Erstens:
    Nicht die 40°C sind die magische Grenze, sondern die Gesamtwärmebelastung des Honigs und die ist eine Funktion von a) der absoluten Temperatur und b) der Dauer der Einwirkung.


    Bei manchen biologischen Fragen gibt es eben doch eine 'magische Temperaturgrenze', nicht bloß eine Funktion aus Temperatur und Einwirkdauer. Eiweiße denaturieren z.T. ab einer bestimmten Temperatur. (so wie rohe Eier fest werden, das Eiweiß bei einer geringeren Temperatur als das Eigelb, aber es ist eine Reaktion, die nicht rückgängig zu machen ist). Das trifft auch auf manche Enzyme zu. Ich weiß nicht, wie das genau bei den Enzymen im Honig, z.B. bei Invertase oder bei Glucoseoxidase, aussieht, aber die Möglichkeit müsste man zuerst untersuchen.
    Und zum zweiten enthält Honig noch lebende Mikroorganismen. Auf einige der Hefen würde man gerne verzichten, aber Milchsäurebakterien z.B. gehören zum lebenden, (hoffentlich) gesunden Naturprodukt 'Honig vom Imker' dazu. Und auch die haben z.T. sehr wohl 'magische Temperaturgrenzen'. Ob das jetzt genau 40°C sind darf bezweifelt werden, aber es ist halt die Frage, wie sehr z.B. 50°C die Mikroflora verändert.
    70°C verändert den Honig ganz sicher dauerhaft, auch wenn diese Erwärmung nur für wenige Minuten bestand.

    Zitat

    Und da Honig Wärme noch besser speichert als Wasser, steigt die Temperatur also auch unten immer mehr an, das lässt sich überhaupt nicht verhindern.


    Die spezifische Wärmekapazität von Honig ist nur etwa halb so groß wie die von Wasser (Honig nach oberflächlicher Googlesuche: irgendwo zwischen 1,5 und 2,3 kJ/kg*K, Wasser etwa 4,2 kJ/kg*K). Aber die Konvektion ist halt in Honig stark eingeschränkt, weshalb er viel langsamer abkühlt.


    Zitat


    Es gibt bestimmt noch schonendere Methoden, aber man muss immer Kompromisse zwischen Effizienz und Schonung machen, die Melitherm-Methode ist jedenfalls auch ein sehr akzeptabler Kompromiss. Die Honiganalysen von Melithermbenutzern bestätigen das regelmäßig.


    Dazu würde ich gerne Daten sehen. Hast du einen Link zu Honiganalysen von Melithermbenutzern?


    Ich bin selber noch auf der Suche nach dem richtigen Verfahren für den Umgang mit meinem kristallisierten Honig. Es ist also echtes Interesse, nicht bloß Erbsenzählerei. Die Infos in den üblichen Honiglehrgängen sind (zumindest hier) eher zu allgemein.
    Frage an die anderen: Steht in diesem vergriffenen Buch ("Das große Honigbuch") näheres dazu? Warum legt der Verlag das Buch eigentlich nicht neu auf?


    Grüße,
    Robert

  • Da sollte man zwei verschiedene Punkte nicht vermischen:


    Kurzes, heißeres Auftauen/Schmelzen ist besser als langsame Dauererhitzung bei niedrigen Temperaturen in Bezug auf den HMF Wert.


    Alles was über 45'C hinausgeht, zerstört die Eiweiße, die dann denaturierten.


    Fazit (für mich gezogen!): HMF ist ein Qualitäsfaktor, messbar und den möchte ich niedrig halten. Enzyme sind MIR fast, heilende Stoffe und esotherisch aufgeladene Heilwirkung von Honig sogar fast völlig egal, aber wenn die jemandem wichtig sind, sollte er seinen Honig nicht wärmer machen als die Stocktemperatur, nur dann liegt er auf der sicheren Seite!


    Alles andere ist Selbstbetrug.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife