Zander-Liebig-Beuten: Holzarten, Baurahmenfenster, Bezugsquellen

  • Hallo liebe Forumsgemeinde!


    Da bin ich doch mal als Neuling auf ein paar Fragen gestossen. Und fange doch gleich mal mit einer an:


    Wer hat Erfahrung mit dem Material Amur-Linde ("sibirische Linde"), lat. Tilia amurensis. Wie leicht und wetterfest ist es wirklich?
    Natürlich stellt sich immer die Frage, warum Holz aus fremden Ländern importieren, besonders weil man ja nicht weiss, wie dort mit der Natur umgegangen wird. - Das Problem hat man ja aber auch bei Holz aus Weymounths-Kiefer (Hauptherkunftsland: Nordamerika)
    Da ich bei meinen ersten Beuten noch nicht auf selbstgebastelte zurückgreifen will, habe ich mich telefonisch mit Fa. Holtermann kurzgeschlossen. Der Herr am Telefon war sehr nett und hat sich doch einige Zeit genommen. Natürlich ist er von dem Holz überzeugt
    Die Brutzargen möchte ich auch gerne mit einem Fenster haben, um neugirige Blicke in die Beute zu werfen, ohne die Bienen unnötig zu stören. Das tut man als Anfänger ja sowieso öfter als es eigentlich sein muss?! Und dies Ausführung gefällt mir bei Holtermann am besten! (Isolierung - Aufsatzdeckelausführung - Regenschutz)


    Falls die Frage nach dem Holz schon ausreichend im Forum behandelt wurde, bitte ich mein Übersehen zu entschuldigen! (Ein bestehender Thread ist 5 Jahre alt und es sind leider nur 5 Einträge aufgeführt)


    Mein hier neu eröffnetes Thema soll allerdings verschiedene Fragen zur Liebig-Beute erfassen.

    Es grüßt der Thomas aus dem " Schwarzen Wald"

  • Hier noch eine kleine Ergänzung zu oben! (Leider war die Zeit zur Änderung abgelaufen - musste ich auch erst noch lernen, dass es da ein Zeitlimit gibt):


    An den Holtermann-Zargen gefällt mir auch, dass die Rähmchen auf den Leisten tiefer sitzen und so der Einsatz von Plexiglasscheiben (in Verbindung mit Polsternägeln) zur Zargenabdeckung keine Probleme darstellen. Die Plexiglasscheiben sind günstig, langlebig, gut zu reinigen und ermöglichen - durch unterschiedliche Breiten - auch den Aufstieg der Bienen in z.B. eine Futterzarge.


    Sollte ich bei dieser Überlegung etwas übersehen haben - vielen Dank für das Feedback!

    Es grüßt der Thomas aus dem " Schwarzen Wald"

  • Hallo Thomas,


    willkommen hier!


    Ich glaube du machst dir hier zu viele Sorgen. Das Weymouthskiefernholz ist völlig ok., keine Sorge. Das wird ganz sicher nicht für unsere paar Bienenkisten aus Nordamerika herangetreckt. Es gibt bei uns gelegentlich Bestände. Frag mal einen Förster nach Stroben. Ansonsten ist auch Fichtenholz üblich, nur eben etwas schwerer und vielleicht nicht ganz so astfrei.


    Das mit dem Guckfenster ist sicher zu Anfang interessant, aber die wichtigen Abläufe eines Bienenvolkes wirst du da nicht sehen. Sowas spielt sich nie auf Radwaben ab...


    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,


    vielen Dank für Deine Antwort und Dein Willkommen!
    Es ging mir hier allerdings um die Holtermann-Beute aus Amur-Linde.


    Das Fenster sitzt auch nicht im Bereich der Randwaben, sondern im Kaltbau am Rand aller Rähmchen. Dort wird man dann schon etwas erkennen können. (Bautätigkeit, Ausdehnung des Volkes, Weiselzellen etc.)

    Es grüßt der Thomas aus dem " Schwarzen Wald"

  • Die Frage ist nur wozu du sowas brauchst?


    Was für 'ne Frage!? Ich frag mich grade was ganz anderes, nämlich ob ich nicht doch Kisten für den tatsächlichen Bedarf produzieren sollte? Also coole Beuten und solche mir extra Gadgets wie Fensterchen, Innenbeleuchtung, was 'man' halt so zu brauchen meint, und nicht für so geizige Imkers und garstige Honigquetschen wie Dich :)


    So, hab mich genug gefragt: Nein. Mach ich nicht, also bitte keine Anfragen. Holtermann und Konsorten nehmen doch alles, was preisgünstig ist, wenn Omas Fußnägel sich zum Beutenbau eignen würden, wäre das DAS Material der Wahl. Amur Linde. ApisThomas, nimm doch Nudelholz, das ist hart wie sau und wie der Name schon sagt auch einheimisch :) Über das fehlende Fensterken mußt'te dann hinwegsehen, aber das vermißt Du nur im ersten Monat.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hier für alle die die Fensterchen- bzw. die Fluglochbeobachtungen geringschätzen:
    http://http://www.biobees.com/…the%20Hive%20Entrance.pdf


    oder: siehe Baurahmen - Fenster hier im Forum:


    Es grüßt der Thomas aus dem " Schwarzen Wald"

  • Sorry Thomas. Das war sicher nicht von mir und auch nicht von rase bös gemeint!


    Fenster sind schon ok., aber mehr ein nice to have, kein must!


    Vielleicht erwartest du davon zu viel. Man kann mit etwas Erfahrung von außen einiges ablesen und ansonsten macht man einfach die Kiste auf, zieht 2 Waben und sieht 100 mal mehr als durch ein Fenster. Ich hatte mich längere Zeit mit verschiedene Hinterbehandlungsbeuten beschäftigt. Die haben auch tolle Fenster. Da siehst du schon Bienen, aber die wichtigen Sachen eben nicht!


    Der Hinweis mit dem Bildnest auf der Glasscheibe ist mehr im übertragenen Sinne gemeint. Die bauen starken Völker bauen dir jede Ritze zu und das wurde m.E. früher als ein Zeichen von Vitalität empfunden.


    Gruß Jörg

  • Das ist ja vollkommen klar, Jörg. Den Blick in die Beute kann das nie ersetzen, ist ja auch nicht der Sinn. Doch wenn man die Anzahl der Öffnungen etwas reduzieren kann, wäre doch sicherlich auch nicht schlecht.


    An rase: Wer vergisst neue Wege zu gehen oder alte Wege wiederzuentdecken wird auf Dauer im Kreis gehen!!

    Es grüßt der Thomas aus dem " Schwarzen Wald"

  • Ich habe mir genau deshalb auch eine solche Fenster-Zarge gekauft, weil ich gehofft habe dort was zu sehen. Das eine Fenster an der Schmalseite hält leider nicht, was man sich davon verspricht: Man sieht nämlich hauptsächlich die Seitenteile der Rähmchen, was gerade bei Hoffmann-Seitenteilen eher Holz- als Bienenansichten bringt. Außerdem wenn die Zarge voll ist, sieht man nicht weit in das Dunkel hinein, sodass der Anblick mäßig spannend ist (Lampe stört dann ja auch wieder und die Scheibe spiegelt). Dafür ist die Zarge immer schlechter hochzuheben, weil ja ein Fenster da ist, wo man sonst einen Griff hätte, teurer und ohne zusätzliche Abdeckung saugt sich die Dämmplatte vor dem Fenster manchmal mit Wasser voll, das durch die Ritze der Holzabdeckung kommt, wenn der Regen mal etwas von der falschen Seite angeweht wird.
    Nur, wenn man die Zarge als "Leerzarge" zum Füttern mit einer flachen Schüssel oder für den Nassenheider nimmt, dann kann man das Fenster nutzen, um kurz reinzusehen. Dafür ist dann das Volumen ziemlich groß und eine durchsichtige Abdeckung auf einer normalen (Halb-)Zarge würde denselben Zweck erfüllen.


    Ich würde für die schonendere Neugierbefriedigung eher eine durchsichtige Abdeckung empfehlen, um von oben reinsehen zu können, ohne dass immer die warme Stockluft abhaut und das Flugloch beobachten. Da sieht man auch schon viel, was manche Öffnung spart.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Guten Morgen Amape,


    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Demnach hast Du Erfahrung mit genau diesen Fenster- Zargen von Holtermann? Da hatte ich gehofft, dass durch den Blechfalz über dem Fenster eben kein Wasser (bei geschlossener Tür) eindringen kann!


    Zumindest bei zwei Zargen möchte ich das Fenster mitbestellen, um meine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Es wird wahrscheinlich schon so sein, dass ein aufgesetztes Fenster mit "Baurahmen" mehr Erkenntnisse bringen kann.


    Seitliche Fenster findet man ja auch gerne bei Einraumbeuten, auch weil z. B. eine "Kipp-Ansicht" bauartbedingt ja ausgeschlossen ist. Gerne möchte ich später auch mit anderen Beutenarten Erfahrungen sammeln - der Start erfolgt jetzt aber erstmal mit der Einfachbeute.


    Der Blick von oben ist natürlich aufschlussreicher. Hier würde mich Deine Meinung zu Plexiglas interessieren. Vorteil wäre natürlich gegenüber der Folie, dass die Bienen ungestört und eben ohne Verlust der Beutenwärme (gerade in den Übergangszeiten) begutachtet werden können. Wie wird es aber mit der Verkittung sein?


    Fragen über Fragen - aber so ist das am Anfang beim "Trockenimkern"!:confused:

    Es grüßt der Thomas aus dem " Schwarzen Wald"

  • Hallo nochmal,


    ich habe mal 2 Fensterfotos aus Hinterbehandlungsbeuten herausgesucht. Da siehst Du entweder die letzte Wabe (im Warmbau) oder die Stirnseiten aller Waben (Kaltbau). Ich hatte beides. Wie Amape schon geschrieben hat sieht man nicht wirklich viel...
    Und ein Magazin von oben mit Abdeckfix habe ich auch noch gefunden.



    Gruß Jörg