Honig schleudern und die weiteren Schritte

  • Hallo zusammen,


    da ich hoffentlich meine 5 Völker gut über den Winter komme und nächstes Jahr das erste Mal Honig gewinnen möchte, habe ich ein paar Fragen dazu. Ich weiß es ist noch eine Weile hin, bin aber gerade dabei mein benötigtes Material für nächstes Jahr zusammen zu stellen und mich vorzubereiten.
    Die 2 Honigkurse welche ich heuer gemacht habe waren zwar nicht schlecht aber eigentlich nur um a) das Honigzertifikat zu bekommen und b) war es nur eine Vorstellung was es so alles für Rührer gibt, welche Filter etc. Also eigentlich mehr Gerätevorführung als wie den Zusammenhang zu erklären.
    Deshalb frage ich hier einfach mal nach. Das ein oder andere wird sicherlich schon mal irgendwo diskutiert worden sin, aber ich finde es nicht oder ich kapier es nicht.


    Los gehts:


    Wenn ich den Honig schleudere lasse ich diesen durch ein Doppelsieb in einen Plastikhobbock laufen. Um Ihn noch feiner zu sieben kann ich das ganze nochmals durch einen Nylon Spitzsieb fließen lassen?
    Danach schließe ich den Deckel und lasse den Honig ruhen. Nach ein paar Tagen entferne ich mit eine Spachtel mehrmals das nach oben gestiegene Material( Schaum).
    Danach ist der Honig eigentlich fertig oder?
    Muß ich den Honig rühren? Habe gelesen Blütenhonig ja, aber da ich nicht nach Sorte trennen? Der Honig soll bei mir flüssig bleiben. Bei cremig ist klar dass gerührt werden muss. Oder kann es mir passieren, dass ein ungerührter Honig noch Kristalle bildet welche zu groß werden und deshalb der Honig leicht sandig ist von der Beschaffenheit? Was muß ich dann machen, rühren um die Kristalle zu brechen, aber nicht so lange, dass er cremig wird? Oder rührt ihr generell?
    Honig abfüllen und lagern:
    Ich fülle ja nicht gleich in Gläser ab. Ich habe es so verstanden, dass ich den Honig in fest verschlossene Hobbocks lagere und wenn ich Honig abfülle, dann fülle ich den Hobbock in einen Abfüllbehälter mit Quetschhahn und fülle meine Gläser ab. Muss ich wenn ich z.b. 12,5 kg in den Abfüllbehälter fülle diese 12,5 kg komplett gleich in Gläser füllen oder kann ich nur nach Bedarf in Gläser füllen und den Resthonig in den Abfüllbehälter lassen/lagern?
     
    SO ich denke das reicht für den Anfang.
     
    Viele Grüße Markus


  • Wenn ich den Honig schleudere lasse ich diesen durch ein Doppelsieb in einen Plastikhobbock laufen. Um Ihn noch feiner zu sieben kann ich das ganze nochmals durch einen Nylon Spitzsieb fließen lassen?


    Ich komme mit dem Doppelsieb unter der Schleuder nicht klar, das verstopft bei mir immer zu schnell. Dieses Jahr habe ich den Honig aus der Schleuder direkt in einen Eimer laufen lassen, wenn der voll war habe ich ihn durch ein Nylongrobsieb und Nylonfeinsieb in einen Abfüllhobbock geschüttet. Von dort habe ich ihn durch den Auslasshahn in einen darunter stehenden Hobbock laufen lassen, und zwar durch das ganz feine Nylonsieb. Den Aufbau kannst du dir wahrscheinlich aus den wenigen Sätzen nicht vorstellen, ich hatte es vor ein paar Monaten schonmal detailierter beschrieben. Aber so richtig kann man es sowieso erst verstehen, wenn man selber bei der Arbeit ist.


    Jedenfalls sind die Nylonspitzsiebe klasse. Aber ich verwende als Siebhalterung kein Dreibein o.ä., sondern einen großen Eimer, dem ich ein Loch in den Boden geschnitten habe (Durchmesser wie für Bienenflucht).


    In vergangenen Jahren wurden bei der Honiguntersuchung immer wieder Wachspartikel u.ä. notiert, dieses Mal nicht. Ich werde wohl in Zukunft weiter mit dem ganz feinen Nylonsieb arbeiten.


    Zitat

    Danach schließe ich den Deckel und lasse den Honig ruhen. Nach ein paar Tagen entferne ich mit eine Spachtel mehrmals das nach oben gestiegene Material( Schaum).


    Je nach Sieb: Schaum und Wachspartikel. Steigt beides auf. Es soll Leute geben, die aufs Sieb verzichten können und nur auf das Klären durch Stehenlassen setzen.


    Zitat


    Muß ich den Honig rühren? Habe gelesen Blütenhonig ja, aber da ich nicht nach Sorte trennen? Der Honig soll bei mir flüssig bleiben.


    Wäre schöön, wenn man das so einfach entscheiden könnte. Aber nur wenige Honige bleiben flüssig, meistens kristallisieren sie früher oder später.


    Zitat

    Bei cremig ist klar dass gerührt werden muss. Oder kann es mir passieren, dass ein ungerührter Honig noch Kristalle bildet welche zu groß werden und deshalb der Honig leicht sandig ist von der Beschaffenheit?


    Ja. Der Honig kristallisiert nicht deshalb, weil er gerührt wird, sondern er wird gerührt, weil er kristallisiert. Wenn man nicht rührt, dann werden die Kristalle gröber. Und/oder der Honig härter. Je nach Sorte.


    Zitat


    Ich fülle ja nicht gleich in Gläser ab. Ich habe es so verstanden, dass ich den Honig in fest verschlossene Hobbocks lagere und wenn ich Honig abfülle, dann fülle ich den Hobbock in einen Abfüllbehälter mit Quetschhahn und fülle meine Gläser ab.


    Wie gesagt, manche Honige werden fest. Die muss man dann erstmal irgendwie wieder fließfähig machen, um sie aus dem Hobbock zu kriegen und abfüllen zu können. Also z.B. vorsichtig auf 30°C erwärmen und rühren. Aber dabei kann auch wieder Luft reinkommen, die in dem teilkristallinen Honig u.U. nur langsam oder teilweise aufsteigt, was beim späteren Wiederverfestigen im Glas machmal unschön aussieht. Hier beginnt die Kunst der Honigbehandlung. (Rühren, Stehenlassen, Abfüllen... Kristallgröße...Temperaturverlauf...). Ich habe das noch nicht raus.


    Literaturempfehlungen willkommen.


    Grüße,
    Robert

  • Irgend wie weiß ich gerade nicht so recht, was ich sagen soll, wegen:


    Hallo zusammen,


    ...
    Die 2 Honigkurse welche ich heuer gemacht habe waren zwar nicht schlecht aber eigentlich nur um a) das Honigzertifikat zu bekommen und b)...
     
    Viele Grüße Markus


    UND




    Der Honigleergang war sich nicht kostenlos, aber umsonst. Lass dir von den Pappnasen dein Geld zurück geben. Wenn ich mit dem Wissen in DIB Gläser füllen darf (was ich aus anderen Gründen gar nicht möchte),dann gute Nacht.


    Nun kurz zu deinen Fragen: Der Honig wird nicht flüssig bleiben, es sei denn du schaffst es, ausschließlich Robienenhonig zu ernten, ggf. geht es bei Waldtracht noch. Alle anderen Sorten werden früher oder später kristallisieren. Wenn du zum richtigen Zeitpunkt und ausreichend rührst, kannst du die Kristallbildung beeinflussen und du erhältst cremigen Honig. Diesen erhältst du auch, wenn du den Honig nachbehandelst und den kristallisierten Honig langsam bei max 38°C wieder auftaust, d.h. erwärmst, bis er sich rühren lässt und dann abfüllst.


    Und auch nur so kannst du größere Gebinde später abfüllen. Entweder nach ausreichendem Rühren, solange der Honig noch nicht kristallisier ist, oder nach dem Auftauen.


    Und 12,5 kg sind 25 Gläser a 500 g, das sollte kein Problem darstellen.


    Sicher ergänzen die Profis noch, aber das zu meinem Wissen ohne Zertifikat :oops:

  • Hallo Markus,


    nach dem Sieben durch das Doppelsieb braucht es keinen weiteren Siebvorgang. Ich arbeite immer mit 2 Doppelsieben im Wechsel, das funzt gut.
    Ich bin immer für gleich in Gläser abfüllen, das ist bei 5 Völkern auch noch gut machbar. Jedes (auch vorsichtige) Erwärmen mindert die Qualität eines Honigs- man schmeckt den Unterschied ganz deutlich. Wenn Du unbedingt in Hobbocks abfüllen willst- es gibt auch Hobbocks mit Quetschhahn. Wenn Du in 12.5 kg Eimer abfüllst, kannst Du auch einen Quetschhahn in den Deckel setzen und direkt aus dem Eimer abfüllen.
    Zum Rühren haben die Kollegen ja schon einiges geschrieben. Gerührt wird, wenn der Honig den berühmten Perlmuttschimmer zeigt, wie lange hängt von der Zusammensetzung ab- kein Honig ist wie der andere.
    Cremehonig kannst Du auch durch impfen erreichen, indem Du 6-10% bereits cremigen Honig unter den flüssigen mischst.
    Und grau ist alle Theorie... Vielleicht könntest Du ja vor Deiner ersten Ernte einem benachbarten Imker beim Schleudern über die Schulter gucken und ihn an Ort und Stelle so ganz praktisch mit Fragen löchern?

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für euere ersten Antworten. Doch der Kurs war kostenlos...wahrscheinlich deshalb :oops:.
    Ich werde mein Glück nächstes Jahr versuchen. Verkaufen will ich eh nicht. Nicht im Anfangsstadium.


    Gruß Markus

  • Hallo Zonia,


    aber wenn Du gleich in Gläser abfüllst, wie verhinderst Du dann, dass der Honig fest wird bzw kristallisiert? Oder verkaufst Du diesen so?
    Ich hatte nämlich dieses Jahr einen Honig gekauft von einem Imker und der war sandig. des ist nicht so toll. Cremigen Honig will ich pesönlich eigentlich nicht, weil ich mit
    Honig immer was klebriges süßschmeckendes und flüssiges verbinde. Wahrscheinlichvon Kindheit an in Erinnerung geblieben.
    Eigentlich hätte ich ja einen Bekannten gehabt, der mich in alles eingewiesen hätte, dieser ist aber wie aus heiterem Himmerl innerhalb von ein paar Monaten an Krebs gestorben und somit hatte ich keiner Gelegenheit gehabt. Dachte mir die Honigkurse bringen etwas, aber bei dem einen wurde mehr auf die Inhaltsstoffe von Honig eingegangen Tag 1 und wie der Honig bei einer Honigbeurteilung beurteilt wird Tag 2 und beim anderen war es wie geschrieben mehr Gerätekunde. Dort wo ich den 2ten Kurs hatte gings so von statten. Honigwaben mit Spritzprobe geprüft. Passt okay, dann entdeckelt und geschleudert. Ablaufen lassen durch ein Doppelsieb in einen Abfüllhobbock und dannach durfte sich jeder ein Glas daraus abfüllen. Das wars. Nicht mehr nicht weniger. Und das finde ich viel zu wenig wenn ich schaue was es alles gibt für verschiendene Methoden etc.


    Gruß Markus

  • Hallo Markus


    eigendlich hat Robert die Problematik gut erklärt. Wenn du nur flüssigen Honig möchtest, dann kannst du den Honig im Kübel, nach dem Abschäumen fest werden lassen. Zum gegebenen Zeitpunkt dann den Honig bei maximal 40°C erwärmen, am besten im Wärmeschrank und dann kannst du nach Wunsch abfüllen. Cremig gerührter Honig bildet Schaum, nach dem Aufwärmen, deshalb lieber ungerührten Honig aufwärmen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Zonia,


    aber wenn Du gleich in Gläser abfüllst, wie verhinderst Du dann, dass der Honig fest wird bzw kristallisiert?


    Da hast Du mich missverstanden. Ich rühre, bis der Honig gerade noch fließfähig ist und fülle dann ab.
    Von der Vorstellung des Honigs Deiner Kindheit mußt Du Dich höchstwahrscheinlich verabschieden :wink:, siehe Beitrag von Bernd...

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Hi,



    aber wenn Du gleich in Gläser abfüllst, wie verhinderst Du dann, dass der Honig fest wird bzw kristallisiert?


    Nochmal: ob der Honig kristallisiert, das hängt in erster Linie vom Honig selber am, von den Nektarsorten, die die Bienen gesammelt haben.
    Der Imker hat durch Rühren, Temperaturführung, Impfen etc. einen gewissen Einfluss darauf wie der Honig kristallisiert, also ob grob oder fein, und wie fest.


    Flüssig bleiben hier bei uns Robinienhonig, Kastanienhonig und einige Waldhonige. Auch Linde bleibt manchmal lange flüssig, wobei ich vermute, dass in klarer Linde ein gewisser Anteil Robinie mit drin ist. Vielleicht gibt es auch irgendwelche Bergblüten-Sommerhonige o.ä. in bergigen Gebieten.


    Es kann Honige geben, die grenzwertig sein. Die also bei bestimmten Bedingungen sehr langsam und unter anderen Bedingungen schneller kristallisieren. Bei solchen Grenzfällen könnte es dir helfen, wenn möglichst wenig Verunreinigungen reinkommen, auch Pollenkörner. Im Idealfall Honig aus Waben, die die Bienen wärend der jeweiligen Tracht frische gebaut haben.


    Wie man zur Kristallstruktur im Honigglas steht ist Geschmackssache. Manche Leute wollen grobe Kristalle, manche wollen gar keine Kristalle auf der Zunge bemerken.



    Die Beschreibung deiner Honigkurse klingt für mich gar nicht so schlecht. Es fehlt halt offenbar ein Teil. Der praktische Teil, mit Anschauung von Schleudern ist doch ein wunderbarer Einstieg. Sollte man gesehen/mitgemacht haben. Und die anderen drei Tage sind quasi der Fortgeschrittenenkurs. Was dir fehlt ist ein Kurs mit naturwissenschaftlichen Grundlagen: Physik des Honigs, Chemie, Botanik. Nachholen!


    Grüße,
    Robert

  • Hallo zusammen,


    ich will den Thread auch gerne für eine Frage nutzen, da ich ebenfalls gerade mein Werkzeug für meine (hoffentlich) erste Honigernte im nächsten Jahr zusammenstelle, und alle Arbeitsschritte im Geiste durchgehe.


    1. Nach Abnehmen des Honigraums (Bienenflucht 24h vor der Ernte einbringen) die Honigwaben abseits der Stände bienenfrei fegen (falls noch nötig).


    2. Honigwaben im Schleuderraum im Entdeckelungsgeschirr beidseitig entdeckeln.


    3. Schleuder laden, Honig schleudern.


    4. Geschleuderten Honig durch ein Doppelsieb direkt in einen 25kg Hobbock mit Quetschhahn laufen lassen (Ein Hobbock je Volk bzw. Honigraum).


    5. Honig im Hobbock 24h stehen lassen. Hobbocks werden dabei in einem kühlen Kellerraum gelagert.


    6. Aufgestiegenen Schaum mit einem Teigschaber abnehmen, bei einer nur dünnen Schaumschicht Backpapier auflegen, und dieses abziehen.


    7. Die nächsten Tage den Inhalt jedes Hobbocks morgens und abends für einige Minuten rühren. Sobald der Honig beim Rühren einen perlmuttartigen Schimmer bekommt, wird er über den Quetschhahn in die Gläser gefüllt. Soweit ich weiß muss nur Waldhonig (auf Grund des hohen Fructoseanteils) nicht gerührt werden, allerdings ist bei der voraussichtlichen Spättracht in der Nähe meines Standes Honigtau nur ein Teil des Angebotes, so dass auch in der Spättracht gerührt werden sollte.


    Soweit der grobe Ablauf. Stelle ich mir das so richtig vor, oder muss ich noch etwas beachten ?


    Beste Grüße
    Peter

  • Ergänzen muss man, dass die Kristallisation je nach Honigssorte sehr unterschiedlich lange dauern kann. Bei Frühtracht sind das oft nur drei Tage. Bei Sommertrachten mit Honigtauanteil auch mal funf, sechs Wochen.
    Ich orientiere mich nicht am Perlmuttschimmer, sondern an der Konstistenz. Ich rühre so lange, bis der Honig gerade noch flüssig genug zum Abfüllen ist.


    Und noch eine Empfehlung: Schenk Dir das Abschäumen. Der Honig wird davon nicht besser. Außerdem hast Du damit die Chance, den Honig optisch von dem Zeug aus dem Supermarkt abzuheben.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Und noch eine Empfehlung: Schenk Dir das Abschäumen. Der Honig wird davon nicht besser. Außerdem hast Du damit die Chance, den Honig optisch von dem Zeug aus dem Supermarkt abzuheben


    Jeder wie er mag. Ich würde unbedingt abschäumen, wenn nur durch ein Doppelsieb gesiebt. Ich nutze auch nur ein Doppelsieb und habe neulich mal den Schaumhonig in meinen Tee gerührt und musste dabei feststellen, dass da auch noch Wachsanteile dabei waren. Das will dein Kunde ja vielleicht nicht unbedingt. Kommt natürlich auch auf den Kunden und die Kommunikation an. Außerdem hast du mit dem Schaum auch viele Kristallisationskeime.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D


  • 4. Geschleuderten Honig durch ein Doppelsieb direkt in einen 25kg Hobbock mit Quetschhahn laufen lassen (Ein Hobbock je Volk bzw. Honigraum).


    Die kleinen Doppelsiebe setzen sich u.U. schnell zu. Ich bevorzuge Nylon-Spitzsiebe (aber dann nicht direkt unter der Schleuder). Andere Imker verwenden mehrere Doppelsiebe, damit man schnell austauschen kann.


    Zitat


    5. Honig im Hobbock 24h stehen lassen. Hobbocks werden dabei in einem kühlen Kellerraum gelagert.


    Warum denn im kühlen Kellerraum? Schaum und Wachspartikel steigen in nicht so kühlem Honig besser auf. Und kühle Keller sind im Sommer auch meistens feucht...
    Ob 24h ausreichen hängt wohl auch vom Einzelfall ab.


    Zitat


    7. Die nächsten Tage den Inhalt jedes Hobbocks morgens und abends für einige Minuten rühren. Sobald der Honig beim Rühren einen perlmuttartigen Schimmer bekommt, wird er über den Quetschhahn in die Gläser gefüllt.


    Also meine Sommerhonige haben viele Wochen gebraucht, bis sie zu kristallisieren anfingen. Vielleicht wäre es ja mit Rühren schneller gegangen? Bisher dachte ich jedenfalls, dass man erst dann rührt, wenn wenigstens eine erste Trübung sichtbar ist. Lasse mich aber gerne korrigieren.


    Zitat


    Soweit ich weiß muss nur Waldhonig (auf Grund des hohen Fructoseanteils) nicht gerührt werden, allerdings ist bei der voraussichtlichen Spättracht in der Nähe meines Standes Honigtau nur ein Teil des Angebotes, so dass auch in der Spättracht gerührt werden sollte.


    Robinienhonig und evtl. auch Edelkastanienhonig bleiben aufgrund des hohen Fructosegehaltes flüssig. Bei Waldhonig (Honigtauhonig) wäre es wohl eher aufgrund des Gehaltes an verschiedenen Mehrfachzuckern, die die Kristallisation hemmen. Wobei der Mehrfachzucker Melezitose umgekehrt besonders schnell kristallisiert...



    Grüße,
    Robert

  • Kommt natürlich auch auf den Kunden und die Kommunikation an.


    So isses. Das nennt man Marketing und das fängt bekanntlich beim Produkt an.


    Versuch's doch mal mit einem Teil des Honigs. Du wirst Dich wundern, wie gut viele Kunden darauf ansprechen, wenn man Ihnen etwas Besonderes anbietet. Und Arbeit spart das auch noch!


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)