Heute am Bienenstand

  • Guten Abend!


    Bei diesem herrlichen Wetter heute machte ich einen Ausflug an meinen Bienenstand um in meinem Geräteschuppen ein wenig für Ordnung zu sorgen.
    Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch sanft die Beuten angehoben um zu schauen ob noch genügend Futter vorrätig ist.
    Das Thermometer zeigte heute 12°C an, wobei es in der Sonne bestimmt 15°C hatte.
    Am Bienenstand war Frühlingsstimmung und emsiges Treiben. Auch Wespen waren vereinzelt noch unterwegs!
    Ein Völkchen war extrem ruhig. Um genauer zu sein: Es war tot, wie es sich dann herausstellte.
    Es war eines meiner Lieblingsvölker und hat relativ stark mit 7 besetzten Gassen "eingewintert".
    Ich musste feststellen, dass es noch reichlich Futter hatte.
    Komisch war, dass eines nahezu keinen Totenfall gab. Weniger als eine Hand voll Bienen waren zu finden. Teilweise waren die winzigen Körper halbiert.
    Mäuse sind keine eingedrungen. 7 besetze Gassen und nun, alle weg! Mir ist schon bekannt, dass Bienen zum Sterben das haus verlassen, aber so ganz schlau werde ich trotzdem nicht draus. Letztes Jahr hat sich auch ein Volk in die ewigen Jagdgründe verabschiedet, aber das Boden war voll mit Totenfall.


    jetzt schon mal vielen Dank für ein paar Hinweise!


    Schönen Abend!
    Grüße, Thomasso

  • Hallo Thomasso,
    das ist einmal wieder ein typisches Bild von zu viel Varroatose,
    das Winterfutter wird noch gut eigetragen,
    Die Altbienen sterben langsam ab, aber die so benötigten Winterbienen sind durch den zu hohen Varroatosebefall nicht Überlebensfähig,
    Ergebniss :

    Zitat

    Komisch war, dass eines nahezu keinen Totenfall gab. Weniger als eine Hand voll Bienen waren zu finden


    Du schreibst es selbst.

    Zitat

    Teilweise waren die winzigen Körper halbiert


    entweder eine Spitzmaus, oder andere Insekten, die Spitzmaus hätte wahrscheinlich auch das Wabenwerk angeknabbert.
    Hinweis : die Bienen sind in diesem Jahr sehr früh aus der Brut gegangen, so ende Oktober, hier musste schon die erste ( Endbehandlung ) gemacht werden. Imker die das versäumt haben, werden wahrscheinlich, auch noch so eine Überraschung feststellen müssen.
    Im Forum viel Lesen, es wird in der Regel alles zum entsprechenden Zeitpunkt diskutiert.


    Gruß Jürgen

  • Immer wieder interessant wie schnell die Varroa (ich möchte es nicht ausschließen) als Verursacher ausgemacht ist. In dem Beitrag steht etwas von einer handvoll Bienen, nur nicht ob da noch eine Weisel vorhanden war...
    LG
    Andreas

  • Hier werden neben der Varoa noch drei andere mögliche Ursachen für das Kahlfliegen genannt und eine genaue Diagnose ist wichtig.
    Neben der von Bernhard verlinkten Zählmethode gibt auch ein Blick auf die leeren Waben Aufschluss über die Belastung durch die Milbe.


    Ferndiagnosen sind schwer, wenn nicht zum Teil unmöglich...
    LG
    Andreas