Stärkekörner im Honig

  • Schönen Guten Abend Zusammen,


    bei einem Imker in der Nähe wurden bei der Routinekontrolle des DIB Stärkekörner im Honig gefunden, der Honig ist deswegen nicht verkehrsfähig.


    Das wars mit den Infos, ich finde die betroffenen Imker werden da ziemlich alleine gelassen. Keine möglichen Quellen, etc.


    Könnt ihr euch vorstellen was die Bienen angefolgen haben? Woher kommen diese Stärkekörner?


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Was war das für Honig?
    Hier fehlen weitere Infos.
    Sind das "Körner"?
    Mehl in Wasser eingerührt gibt Klumpen.
    Für eine Aufklärung des Sachverhaltes wäre ich dankbar.


    Desweiteren gibt es Bienenfutter aus Weizenstärke, und es gibt Bienenfuter aus Maisstärke.


    LG Andreas

  • Ich wünschte ich hätte nähere Infos... Auch das Labor kann keine wirklich hilfreichen Infos geben.


    Es handelt sich um Waldhonig und scheinbar tatsächlich um Körner... Stärkehaltiges Futter kann ich sicher ausschließen.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo Simon,
    wenn der Honig im Labor des D.I.B. untersucht wurde und die keine näheren Angaben machen "können?", würde ich meinen Honig nochmal in Hohenheim bei Dr. Horn untersuchen lassen.
    Ich weis das kostet, aber mir wäre es wichtig hier eine eigene Analyse zu haben.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Guten Abend!
    In "ADIZ" Nr.:8/2015 beschreibt Dr. von der Ohe, das pollensammelnde Bienen auf der Suche nach Pollen alles sammeln können, was sich höseln läßt. Er benennt z.B. Kohlenstaub, Zementpulver und auch Sojamehl etc. als "Sammelgut".
    Früher hätten Imker sogar ihren Bienen Sojamehl in sogen. Höselkästchen im Garten gereicht.
    Ich denke, daß die Bienen hier möglicherweise Getreidestärke im Stall aus dem Schweinetrog oder vom Futtertisch genascht und von der Kollegin eingelagert haben lassen könnte.
    Gehen Pollen eventuell auch in kleinen Ballen durchs Sieb?
    Angenehmen Abend noch
    Ralf

  • würde ich meinen Honig nochmal in Hohenheim bei Dr. Horn untersuchen lassen.


    Der Honig gehört mir leider (oder zum Glück) nicht. Ich habe aber Rückstellproben gesichert.


    Guten Abend!
    In "ADIZ" Nr.:8/2015 beschreibt Dr. von der Ohe, das pollensammelnde Bienen auf der Suche nach Pollen alles sammeln können, was sich höseln läßt. Er benennt z.B. Kohlenstaub, Zementpulver und auch Sojamehl etc. als "Sammelgut".
    Früher hätten Imker sogar ihren Bienen Sojamehl in sogen. Höselkästchen im Garten gereicht.
    Ich denke, daß die Bienen hier möglicherweise Getreidestärke im Stall aus dem Schweinetrog oder vom Futtertisch genascht und von der Kollegin eingelagert haben lassen könnte.
    Gehen Pollen eventuell auch in kleinen Ballen durchs Sieb?


    Das habe ich vermutet, danke für die Quelle! Natürlich gehen Pollen durchs Sieb, nur so ist ja die Pollenanalyse möglich. Ich tippe auf Futter aus der Landwirtschaft...


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Und dass der Imker gepanscht hat, kann man ausschließen?
    Das wäre nämlich naheliegender als die wilden Theorien über Schweinefutter.
    Schließlich kommt auch richtiger Pollen nicht körnerweise in den Honig.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • als die wilden Theorien über Schweinefutter.
    Schließlich kommt auch richtiger Pollen nicht körnerweise in den Honig.


    WFLP : Deine wilde Theorie habe ich zum Anlass genommen meine Bibliothek zu bemühen:
    Fr.Th.Otto - auch kein Idiot - hat in der neunten Auflage seines Lehrbuches " Die Grundschule des Imkers" (1954) eine ganze Seite mit einer Photoabb. der Pollen- und Reizfütterung geopfert. Er berichtet sowohl von gewerblich angebotenem "Edelsoja" das nach eingehender Prüfung als hochwertiges Bienenfutter und wertvoller Pollenersatz angesehen wird, als auch von erfolgversprechenden Versuchen mit Waldhof-Höselhefe (?). Andere Ersatzmaßnahmen mit Stärke etc., Eiermilch und Honig,auch als Reizfutter im Frühjahr, seien überwiegend - schon damals vor 50 Jahren - mißlungen.
    Im ländlichen Bereich ist höselfähige Stärke allgegenwärtig durch Maissilage, Getreide- und Futtersilos und nicht zuletzt durch auch auf der Strasse durch Reifen gemahlenes Getreide.
    Wir werden uns künftig wohl auch mal damit beschäftigen, was unsere Bienen (in Hungerzeiten) so alles als Eratzfutter aus den Zivilisationsabfällen zusammensammeln.
    Die Klumpen sind vielleicht nur schlecht gesiebt oder einer mißverständlichen Definition der Bezeichnung "Klumpen" geschuldet.
    Ich wünsche "Guten Appetit"
    Ralf

  • Ja, was jetzt: Versuche mit Stärke sind misslungen! Und geht es bei Soja nicht eher um Eiweiß?
    Pollen landet zudem nur in Spuren im Honig, warum sollte es bei Pollenersatzstoffen anders sein?


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • WFLP : Da es Dich ja wohl brennend interessiert: Frag doch mal den Fr.Th. Otto. :p
    Pinnste mir Deine Postadresse, dann lasse ich Dir die entsprechenden Kopien zukommen.
    Dann kannste selber guggen, was die beiden Herren "Bienenversuchsanstaltleiter" so zusammenreimeln.
    Im Zweifelsfall habe ich natürlich auch den Text fehlinterpretiert... .
    Ralf

  • Auch wenig Pollen kann man analysieren. Der Pollenanteil bewegt sich in der Regel bei etwa 0,1%.


    Stärke im Honig deutet halt nun mal am ehesten auf Verfälschungen hin. Ist ja ein gängiges Bindemittel. Auch Stiftung Warentest hat Stärke in Honigen gefunden.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)