Trennschied – was heißt „bienendicht“ abschließen?

  • Meine erste bestellte Zander-Holzbeute wurde mir soeben ausgeliefert, ein zusätzlich bestelltes Trennschied hierzu ebenfalls.
    Nach dem probeweisen Einsetzen des Trennschieds in die Zanderbeute habe ich festgestellt, dass zwischen Innenwand Zarge und Außenkante Trennschied ein Spalt von 10 mm auf jeder Seite verbleibt. Mein erhaltenes Trennschied hat die gleichen Außenabmessungen wie ein Zanderrähmchen mit modifizierten Hoffmann-Seiten (420 x 220 mm).
    Aufgrund der mir vorliegenden Fachliteratur soll allerdings ein Trennschied ringsherum - an Boden, Kastenwänden und Deckel – „bienendicht“ – schließen.
    Unter „bienendicht“ schließen verstehe ich, dass an den besagten Stellen keine Bienen mehr durchschlüpfen können. Bei einem Spalt von 10 mm dürfte ein Durchschlüpfen allerdings wohl kaum noch vermieden werden.


    Sind diese Literaturangeben also falsch oder wurde mir ein falsches Trennschied geliefert?
    Viele Grüße
    [FONT=&quot]El Chato[/FONT]

  • Wozu soll denn das Schied gut sein? Wenn es das Brutnest begrenzen soll, muss und darf es nicht bienendicht sein.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Es kommt darauf an, wozu man den Schied einsetzen will.
    Wenn nur der Platz für das Brutnest innerhalb der Beute verkleinert werden soll, um die Bienen dazu zu bringen, dass sie ein kompaktes Brutnest anlegen, dann braucht man eine Begrenzung, um die sie herumlaufen können, also in der Größe vom Außenmaß der Rähmchen. Sie betrachten den Platz dahinter dann trotzdem als "außerhalb" und lagern ggf. Futter aus dort geparkten Waben um und lagern auch nichts da ein oder fangen dort an zu brüten - solange im anderen Abteil bzw. Honigraum genug Platz ist.
    Wenn man mehrere Ableger/Völker gleichzeitig in einer Beute einquartieren will, dann muss eine bienendichte [B]Ab[/B]trennung her und für jedes Abteil ein eigenes Flugloch. Dafür gibts dann einen bienendichten Abtrennschied und Böden mit Flugkochkeilen für getrennte Eingänge.
    Bei den meisten Anbietern gibt es deshalb zwei verschiedene Schiede, die dann meist auch Trennschied oder Abtrennschied heißen - leider manchmal auch nicht, sondern erst in der Detailansicht sieht man den Unterschied.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Bei der Bildung von Begattungsablegern ist auf Seite 94 aus - Der Wochenendimker von Karl Weiß - wird diese Aussage gemacht.
    Ferner ist im Glossar aus - Imkern Monat für Monat, Jean Riondet - unter Trennschied diese Angabe nachzulesen.
    Diese beiden Anmerkungen hatten mich dazu gebracht, das Schied in die Zander-Zarge probeweise einzusetzen und nachzumessen.
    El Chato

  • Hallo El Chato


    in dem Dreierboden von der Segeberger Beute,für die Königinnenbegattung sind die Trennschiede dicht, die Böden gibt es auch in Viererboden in Holzausführung der verschiedenen Rähmchenmaße und auch da ist das Trennschied dicht. Das Trennschied im Brutraum, wie schon beschrieben, begrenzt nur das Brutnest und die Bienen können aus den hinter dem Schied liegenden FW, die Brut gut versorgen, ohne das die Königin,in der Regel, nicht über das Schied geht.


    Du hast ein Brutraumschied gekauft und damit ist auch alles in Ordnung.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Herzlichen Dank für eure Kommentare.
    Ich schließe daraus, dass die Literaturhinweise in Ordnung sind und es sich bei mir um ein gekauftes Brutraumschied handelt, welches die fleißigen Bienchen an den Seiten passieren lässt.
    Wieder etwas dazu gelernt, ich danke euch.
    Gruß
    El Chato