Fläche als Blumenwiese nutzen

  • Hallo Kollegen!
    Meine Frau hat sich in den Kopf gesetzt, den Bereich vor den Bienen kommendes Jahr in eine Blumenwiese zu verwandeln.
    Bisher war da vor allem Gras und ein Rasenmähen nicht unbedingt immer sehr angenehm.
    Daher habe ich jetzt die etwa 100qm erst einmal mit einer Fräse umgegraben und den Boden soweit vorbereitet.
    Nächstes Jahr im Frühling (März?) soll dann dort eine Blumenwiesenmischung gesäht werden.


    Habt ihr dazu für uns noch Tips, woran wir unbedingt denken sollten und vor allem, welche Saat wir verwenden sollten?


    Danke im voraus!

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Moin zusammen!


    Andreas, ich würde auf eine entsprechend deinem Standort bzw. der Bodenbeschaffenheit etc. angepasste Saatmischung setzen, erhältlich z.B. bei http://www.juliwa-hesa.de/down…iwa_Blumenwiesen_2014.pdf. Habe da sehr gute Erfahrungen mit machen können. Nicht günstig, aber klasse Qualität!


    Schöne Grüße und viel Erfolg wünscht
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • BaarImker : Sowas klappt hier nicht...
    Hamburger-Jung : Im nächsten Frühjahr solltest Du unbedingt das Kraut noch einmal auflaufen lassen und dann die Brache noch einmal fräsen. Termin nicht verschlafen! Wenn Du dann eine Mischung aus Phacelia , Senf, Buchweizen etc. ausbringst hast Du einen Anfang. Ich würde dann erst 2017 eine sehr gute Blumenmischung mit sehr langer Lebensdauer ausbringen. Ich habe mit Mischungen von Saaten-Zeller sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Nachteil ist, daß solche Flächen erst dann optimal auch für andere Tiere/Insekten sind, wenn man den Aufwuchs erst im Frühjahr kurz nach Vegetationsbeginn mäht. Das sieht dann für das ungeübte Auge ca. ein halbes Jahr lang sehr unansehnlich aus.
    Eine Wiese im Sinne von Gras und Blumen bringt bei 100m2 sehr wenig für Deine Bienen und noch weniger Blüten bei Deiner Frau in die Vase.
    Viel Erfolg
    Ralf

  • Moin, moin!
    Ja, danke erst für die Antworten.
    Rasenmäher weglassen haben dieses Jahr versucht, aber mehr als Gras Kniehoch ist nicht gekommen.
    Bin mir bewußt, dass es bei den ca.100qm nicht um Tracht für meine Bienen geht;-) Das ist zu wenig.
    Uns geht es halt einfach nur darum, eine Ecke, die man schlecht mit dem Rasenmäher bearbeiten kann (Flugbetrieb), nett zu gestalten, und nebenbei ein wenig Freude an den dort wachsenden Blumen zu haben.
    Die bei Juliwa gezeigten Blühmischungen sind ja richtig toll! Ja, sowas würde uns gefallen.
    Danke für die Info, das erste auflaufende Grün noch mal unterzufräsen und erst dann zu sähen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Moin Andreas,
    nur fräsen bringt nicht unbedingt den Erfolg. In Henstedt-Ulzburg hat die Gemeinde mehrere Blühflächen geschaffen ca. 30000m². Ich habe mal mit dem Verantwortlichen gesprochen. Die haben in der Vorbereitung das Land mind. 40cm tief umgepflügt um Grassaat und Ampfer weg zu bekommen. Danach haben sie im Frühjahr, nach Bodenuntersuchung welche Saat geeignet ist, ausgesät. Wenn alles gut geht und man nur einmal im Spätsommer mäht, hat man min. 4 Jahre was davon.
    VG Dieter

  • Hallo !


    Rieger-Hofmann hat die besten Saatgutmischungen; zudem auch Standortangepasst. So pauschal kann man da nämlich nichts empfehlen...


    Melanie


    Rieger-Hofmann:
    Die haben unserem örtlichen NaturschutzVerein,
    aufgrund einer Bodenprobe Saatproben zugesandt, die sich alle gut entwickelten.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo zusammen,
    das Unternehmen mit den Blumen ist aber nicht ganz soeinfach wie oft dargestellt.
    Es gibt zwei Wege:
    1. Ansaat von ein. oder / und mehrjährigen Blumenmischungen, die oft auch Gräser beinhalten
    2. Wiese als "Blumenwiese". Das geht nur über das ein- oder max. zweimaliges Mähen und das Heu (!) abtransprtieren. keine Stickstoffdüngung(!!!!), alle anderen Nährstoffe auf der Grundlage von Bodenanalysen. Standorttypische Kräuter (= Blüten) finden sich von selbst ein. Das ist natürlich keine Massentracht. kann aber über manches Trachtloch hinweghelfen.
    Und arbeiten im Flugbereich geht nur über Gewöhnung: Einen 2 m Stab ein paar Meter vor den Völkern einrammen und da immermal ein Kleidungsstück, was einem zuviel wird beim Arbeiten, aufhängen. Dann fällt man beim Arbeiten vor den Völkern nicht als "Fremder" auf. Das mache ich seit vielen Jahren mit Hornissenvölkern so. Mich hat bisher keine gestochen. Auch beim Heckeschneiden und Rasenmähen nicht.
    MfG
    Harald

  • Moin,


    ich habe dieses Jahr auf einer Gemeindefläche (ca. 500 m2) mit folgender Mischung ausgebracht:
    http://www.saatgut-manufaktur.de
    Ist super gekommen und hat bis Ende November geblüht.
    Dazwischen-dazu habe ich noch Sonnenblumen gegeben.


    Werde die Fläche im Frühjahr mähen und schauen was wieder kommt.


    Das ganze wurde noch mit 10 Büschen (Insektentauglich) und zwei Apfelbäumen aufgepeppt.
    Meine Mädels haben ca. 30 - 50 m zu fliegen und haben die Fläche gut besucht.


    Zur Zeit sitzen immer ein Fasane in der Fläche und picken nach Samen.
    So freut sich der Imker und der Jäger in mir.


    Andreas

  • Moin Leute!
    Ich wollte euch mal an meinem kleinen Projekt teilhaben lassen, bzw. was aus der Wiese geworden ist.
    Habe im späten Frühjahr das erste Gras noch mal untergepflügt und dann von Mellifera eine heimische Blühmischung aufgebracht.
    Bin ein wenig platt, denn die Blühhöhe ist deutlich mehr, als ich wollte und dachte, aber schön isses trotzdem geworden, finde ich.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Mensch, Andreas, wo sind denn Deine Bienen hin? ... :) sieht ja wirklich nett aus!


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.