Oxalsäure Behandlung

  • Drobi :


    das finde ich interessant, habe nämlich gestern auch geträufelt und wegen vorheriger Meinungen ebenfalls darauf geachtet, ob die Tropfen irgendwie attraktiv für die Bienen sind. Ich konnte aber keine einzige beobachten, die versucht hätte, das Zeug aufzusaugen.
    Was mit den Tropfen weiter unten passiert, wenn die getroffenen Bienen sicherlich gesäubert und damit wohl auch irgendwie abgeleckt werden, konnte ich aber nicht beobachten.


    Aber wie du konnte ich wieder das Aufsummen der Völker hören, das auch noch eine Weile nach der Behandlung zu vernehmen war. Es war nicht das Brausen und Heulen weiselloser Völker, sondern das von "aufgewachten" Völkern. Allerdings führe ich es nicht auf einen irgendwie gearteten Futterreiz zurück, sondern darauf, dass die Bienen den Einbruch in ihre Wohnung bemerkt haben und sich daher alarmiert als Traube aufheizen, um reagieren zu können. Die nassen Tropfen dürften diese Reaktion ebenfalls mit aktiviert haben.


    Eine Art Alarmreaktion erscheint mir angesichts der offensichtlich völlig fehlenden Attraktivität der Tropfen viel plausibler als eine "ah, wir haben neues Futter, schnell aufnehmen"-Reaktion.


    Gruß
    hornet

  • Hallo,


    für was kommt der Zucker in die OX-lösung? Die nehmen das schon auf, und wie ich es verstanden habe geht das dann über die Hämolymphe an die saugende Milbe weiter.


    Gruß
    Ulrich

  • Hallo,


    für was kommt der Zucker in die OX-lösung? Die nehmen das schon auf, und wie ich es verstanden habe geht das dann über die Hämolymphe an die saugende Milbe weiter.


    Gruß
    Ulrich


    Ich lese momentan immer beides:


    1. Der Zucker wird dazugeben, damit die Lösung besser an den Bienen klebt und die Lösung wird nicht aufgenommen, da zu sauer.
    2. Die Lösung wird aufgenommen und belastet den Darm der Bienen.


    Weiß auch nicht, was ich glauben soll.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Wir können hier nur spekulieren...
    Allerdings muss es Ursachen geben warum Träufeln nur einmal und verdampfen mehrmals möglich ist.
    Anders als die OS Kristalle wird durch das Beträufeln ein direkter Kontakt mit dem Citinpanzer der Biene erfolgen... Das die Flüssigkeit aufgenommen und dann auf die Milbe wirkt halte ich für unwahrscheinlich.
    Nur meine bescheiden unmaßgebliche Meinung.
    LG
    Andreas

  • Die OxS wird nur über die Haftlappen der Varroa aufgenommen, Osmose Effekt


    Die Bienen haben zwar auch Haftlappen benützen sie aber im Stock nicht, weil sie es auf Wachs nicht nötig haben, die Varroa kann sich aber nur auf den Haftlappen halten


    Der Zucker ist wirklich nur als Kleber zu betrachten, darum hat mein Mittel schon lange keinen Zucker mehr

  • Hallo
    hab am 12.12 bei Temperaturen um die +3°C die Völker mit Oxuvarlösung beträufelt.Man konnte sehen wie die Bienen die Lösung aufnahmen.In diesem Jahr scheinen keine Milben groß vorhanden zu sein denn bei der Kontrolle der Windeln konnte ich nach 3 Tagen gerade mal bei einem Volk 30 Milben zählen bei den anderen 2- 8 Milben im Schnitt.Die Völker sitzen ruhig und zum Teil in der Wintertraube.Werde die Sache weiter beobachten!


    Grüße aus Thüringen

  • Meines Erachtens nehmen die Bienen geträufelte OS auf.
    Das Argument mit dem Chitinpanzer kann ja eigentlich nicjt Stimmen, sonst würde man doch immer wieder von Königinnenverlusten nach der OS Träufelung hören, denn die Königin hat durchaus die Chance mehr als 1 mal in Ihrem Leben mit OS Geträufelt in Kontakt zu kommen.

  • Hallo Max,
    wir stochern da alle im Nebel wie mir scheint...
    Richtig ist das die Königin der Wahrscheinlichkeit nach mehr als eine OS Behandlung übersteht. Ich gebe allerdings zu bedenken das sie sich sehr zentral in der Traube befindet und ihr diese Lage einen gewissen Vorteil verschafft? Reine Spekulation meinerseits...
    Zu der Haftlappentheorie... der Bernhard hat meiner Ansicht nach schöne Fotos von Kristallen an den Haftlappen der Varro gemacht und die sind auch veröffentlicht. Nur dürfte dies bei geträufelter OS nicht vorkommen, da hier die Kristalle ja in Wasser gelöst, sprich eigentlich nicht vorhanden...
    Komisch das werder die Wirkung der AS noch der OS auf die Milbe wirklich erforscht sind und uns Antworten darauf fehlen...


    LG
    Andreas


  • Zu der Haftlappentheorie... Nur dürfte dies bei geträufelter OS nicht vorkommen, da hier die Kristalle ja in Wasser gelöst, sprich eigentlich nicht vorhanden...


    Für alle Zweifler: Einfach noch einmal die jahrelangen akribischen Beobachtungen von IF Brüning nachlesen (Zitat aus Bericht 2 vom 2.2.05):


    "unter dem Mikroskop, konnte ich dann feststellen, dass die Wirkungsweise bei allen vier Verfahren die gleiche ist. Ob es verdampfte Oxalsäure ist, ob es das gesprayte oder geträufelte Zucker-Oxalsäuregemisch ist oder ob es Puderzucker ist. Die Varroen hatten immer diese getrockneten oder angetrockneten Partikel von Oxalsäure und Zucker gesammelt mit ihren feuchten Haftlappen an den Füssen und zu beachtlichen Stelzen aufgebaut. Diese Stelzen waren alle rosarot, dies vom Randensaft und von Eosin. Innert Stunden waren die Stelzen verflüssigt... Eine Varroa, die mit der Spraymethode behandelt worden war, konnte ich besonders gut beobachten. Weil die Zucker-Wasser-Oxalsäuremischung zähflüssiger ist als die Wasser-Oxalsäuremischung, konnte ich zusehen, wie diese rosarote Masse, an den Saugnäpfchen, abwechselnd eingesogen und wieder ausgestossen wurde."
    http://www.varroamilbe.ch/bericht2.pdf

  • Man kann OS schon mehrmlas träufeln. Bienenwohl wird ja auch so empfohlen, bei jedem Öffnen der Ableger zu träufeln. Auch ich habe vor 4 Jahren 2x. im Winter geträufelt im Abstand von 4 Wochen glaube ich, da die erste Träuflung zo früh war und die meisten Milben in der Brut waren. Erster Schwarm von einem dieser 2. behandelten Völkern war Ende April (Ich war noch am Bodensee), also von Schwächung der Völker keine Rede. Mir ist bekannt, dass man nicht 2x im Winter behandeln soll, aber das wird die Bienen nicht wesentlich schwächen oder gleich umbringen , denke ich... Hat jemand schon Völker wegen 2x OS-Träuflen verloren?

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Sicher nicht, sonst hätte ich garantiert keine Völker mehr, wenn Völker verloren gehen, dann hat das ganz bestimmt andere Gründe


    Was macht dich immer so sicher? Meine Völker sind ja auch nicht eingegangen, aber das heißt nicht, dass bei jedem anderen das genauso gut gehen muss! Da wollte ich nur vorsichtig von einem einzigen (Not-)Fall berichten. Das kann ja nur ein Zufall sein...

    Die OxS wird nur über die Haftlappen der Varroa aufgenommen, Osmose Effekt
    ....
    Der Zucker ist wirklich nur als Kleber zu betrachten, darum hat mein Mittel schon lange keinen Zucker mehr


    Auch hier würde mich interessieren, worauf sich deine Angaben mit den "nur" beziehen. Könntest du Quellen nennen oder nachvollziehbare eigene Erfahrung darstellen. Mit wie vielen Völkern hast du geprüft?
    Nicht dass jetzt viele Anfänger bei der momentanen Unsicherheit wegen Brutfreiheit mehrmals träufeln...

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Ich weis nicht wie oft ich noch die arbeiten des Schweizer Imkers verlinken soll, hat ja gerades erst Kollege ribes


    http://www.varroamilbe.ch/bericht2.pdf
    Im Schnitt 30 Völker x mal Blockbehandelt , und dann in zahlreichen Lehrbienenstände, und noch nie ist ein Volk wegen dem zugrunde gegangen


    Aber ich selber mache ab den Jahr trotzdem nur mehr bedampfen, weil es einfacher geht, und ich keine Völker aufreissen muss


    Und zum Vorwurf, Dampfwolke, lieber Salsa, das war ein Beispiel Video, mit mehr OxS und mehr Luft als nötig, nur damit man den Dampf auch mal sieht


    Normal merkt man nicht mal das es bedampft wird

  • Wissenschaftliche Versuchsreihen ergaben gegenteilige Ergebnisse (Zitat zum Forschungsstand 2001 aus Bericht der Fischermühle S. 7):


    "Von der sogenannten Oxalsäure Träufelmethode ist allgemein bekannt, dass sie die Bienengesundheit belastet. Sie ist zwar für den Imker einfacher; die Volksstärke geht aber zurück. Das
    wurde in vielen Veröffentlichungen, z.B. Liebig 5), Büchler 6) oder Imdorf 7) wissenschaftlich dokumentiert. Wegen der schlechten Bienenverträglichkeit wird allgemein davor gewarnt, im Winter mehr als eine Träufelbehandlung zu machen. Durch zweimaliges Träufeln der Oxalsäure erleiden die Völker einen massiven Schaden und gehen zum Teil zugrunde. Hingegen bleiben die Völker auch bei mehrfacher Verdampfung von Oxalsäure stark..."


    Diese Aussagen beziehen sich auf die Winterbehandlung. Mehrfaches Beträufeln mag im Sommer von den Völker eher toleriert werden angesichts der ohnehin kurzen Lebensdauer der Sommerbienen und der erhöhten Reinigungsaktivität nicht zuletzt auch im Flug. Nur dabei erreicht die Biene ihre Körperunterseite zur Reinigung.
    http://www.imkerei-fischermuehle.de/fix/doc/OS0110.pdf
    Die genannten Quellen lt. Fußnoten sind dort ebenfalls zu finden.


    p.s.: Der Vorteil der Bedampfung besteht u.a. in der guten Bienenverträglichkeit auch bei Mehrfachanwendung (im Gegensatz zum Winterträufeln).

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