Oxalsäure Behandlung


  • Denn es steckt schon viel wahres drin.


    Nennt mich paranoid, aber vielleicht sollten deswegen Diskussionen über z.B. OS-DAMPF doch zumindest im geschlossenen Bereich stattfinden.


    Dazu noch ein Zitat:"Nur weil du nicht paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht hinter dir her sind."

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿


  • wenn ich dein geschriebenes so lese, bringst du mich gerade extrem zum nachdenken.
    Denn es steckt schon viel wahres drin.


    Wie schon angemerkt, kann man Gesetze so oder so verstehen. Dafür gibt es Juristen, die sich mit der Auslegung beschäftigen. Wenn ein Imkerlein sich einer Methode bedient, die dem Bien hilfreich ist und keinem schadet, dann ist das nicht gleich eine Straftat. Auch wenn Robert den "Drachen der Bürokratie" bemüht - müssen wir wirklich Angst davor haben, dass man uns die Applikationsmethode von Oxalsäure vorschreibt (geträufelt, gesprüht oder sublimiert durch Erhitzen)?


    Wesentlich dürfte dabei nur sein, dass man sich und seine Umgebung nicht schädigt; denn OXS ist definitv gesundheitsschädlich, auf der Haut und beim Verschlucken (R-Satz: 21/22); also Schutzmaßnahmen beachten ! Und hier nochmals - die Dosis macht das Gift, nach Paracelsus.


    Ich hab' jetzt die Windeln drin und nächste Woche wird geträufelt....


    Beste Grüße


    Rainer

  • Nennt mich paranoid, aber vielleicht sollten deswegen Diskussionen über z.B. OS-DAMPF doch zumindest im geschlossenen Bereich stattfinden.


    Dazu noch ein Zitat:"Nur weil du nicht paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht hinter dir her sind."


    Aber wie will man im Internet einen geschlossenen Bereich machen? Nut mit spezieller Anmeldung? Aber woher weiss man wer sich wirklich hinter der Anmeldung verbirgt?
    Und warum wenn die OS Verdampfung schon gefährlich ist..nur wegen den Dämpfen warum integriere ich nicht eine Schulung in
    den Bienenkursen analog einer Honigschulung und wer das Zertifikat hat kann verdampfen. Das hätte den Vorteil dass man es öffentlich machen kann dass man die unwissenden Imker schult und dass es für den Imker eine Anlaufstelle gibt bei Fragen. Somit hat sich diese halb verbotene Diskussion gleich erübrigt.


    Gruss Markus

  • Nun, bitte nicht paranoid werden. Je mehr man sich da versteckt und Hartmut wird das sicherlich nicht mitmachen, umso interessanter wird es.


    Ich bin ja heilfroh, dass wir es nun endlich geschafft haben, dass einige hier offen über das Verdampfen schreiben. Vor einigen Jahren...


    Dieser Stil ist es, der offensiv gepflegt werden muss. Nur so stellt man Realität her, nur so holt man die Hobbyimkerei aus dem Schlaf und entwickelt sie weiter. Nichts darf tabu sein, weil Nichtimker das von Amtswegen so sehen. Deren Gehälter zahlen wir, sollen also mal hinmachen!

  • Aber wie will man im Internet einen geschlossenen Bereich machen?


    Haben wir ja mit dem Sofa. Dass das keinen Schutz bietet ist auch klar. Wenn die Behörden Infos über uns wollen, kriegen sie die auch; das ist wohl sicher. Aber bei Google tauchen diese Beiträge schonmal nicht mehr auf und wecken vielleicht keinen noch schlafenden Hund.


    Nun, bitte nicht paranoid werden. Je mehr man sich da versteckt und Hartmut wird das sicherlich nicht mitmachen, umso interessanter wird es.


    Ich bin ja heilfroh, dass wir es nun endlich geschafft haben, dass einige hier offen über das Verdampfen schreiben. Vor einigen Jahren...


    Dieser Stil ist es, der offensiv gepflegt werden muss. Nur so stellt man Realität her, nur so holt man die Hobbyimkerei aus dem Schlaf und entwickelt sie weiter. Nichts darf tabu sein, weil Nichtimker das von Amtswegen so sehen. Deren Gehälter zahlen wir, sollen also mal hinmachen!


    Ich bin ja auch froh, dass ich über die öffentliche Diskussion überhaupt erst in der Lage war, mir dazu eine Meinung zu bilden.


    Ist halt eine Zwickmühle und jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er wo welche Informationen über sich preisgibt.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

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  • Alfranseder behauptet auf seiner Website, eine Zulassung nach dem Arzneimittelgesetz sei nicht nötig, weil "bei der Verdampfung mit dem Oxamat der Stoff nicht von den Bienen aufgenommen wird und infolge dessen die physiologische Funktion des Tierkörpers Biene in allen Entwicklungsstadien nicht beeinträchtig wird".


    Ja, er zielt dabei wohl ab auf die Negativdefinition von § 2 III 4.) AMG:
    "Arzneimittel sind nicht...Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen, die ausschließlich dazu bestimmt sind, äußerlich am Tier zur Reinigung oder Pflege...angewendet zu werden..."
    und auf § 2 I 1.) und 2.) a) AMG:
    http://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__2.html
    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Denken vor Handeln empfehlenswert.


  • Ich bitte Ribes mir den Nachweis zu bringen das OS Dihydrat wie AS in Veterinärsqualität eine Zulassung als Arzneimittel hat!


    Lieber Maxikaner,


    bitte informiere Dich selbst:
    http://www.neurobiologie.fu-be…enenztgOxals%C3%A4ure.pdf
    http://ev.mellifera.de/mellife…ld/para.mellifera.bmn.34/
    http://www.neurobiologie.fu-be…6_ADIZ_Oxals%C3%A4ure.pdf
    Die nationalen Regelungen sind - wie gesagt - recht unterschiedlich. Ich halte die halbherzige deutsche "Lösung" des stillschweigenden Tolerierens für verbesserungswürdig und setze mich dafür ein, das Verdampfen endlich aus dem Graubereich ins unzweifelhaft legale Licht zu bringen. Dann kann das auch in offizielle Fortbildungen einfließen und würde den hin und wieder anzutreffenden Wildwuchs z.B. in Bezug auf Menge, Häufigkeit, Verdampferapparation bis hin zur Grabkerze in vernünftigere Bahnen lenken. Dass das Verdampfen massenhaft betrieben wird, zeigen allein schon die Verkaufszahlen und Bewertungen auf einschlägigen Verkaufsplattformen. Es geht längst nicht mehr um das "Ob", sondern nur noch um das "Wie". All das habe ich Peter Maske auch geschrieben und er hat mir versprochen sich dafür einzusetzen. Mal sehen, was rauskommt. Wenn sich noch mehr Imker melden, kann er ggf. bestehende Widerstände überwinden. Gegenseitige Vorwürfe und Unterstellungen bringen da nichts, sondern führen im Gegenteil nur zu Verhärtungen.
    Wenn wir da nix machen, werden wir früher oder später ausschließlich mit dem (auch heute schon zu vernehmenden) Hinweis abgewiesen, es gebe in D ja genügend zugelassene Behandlungsmittel, die Verdampfungszulassung sei unnötig. Mein Klassenlehrer wünschte in solchen Situationen gern: "fF = fiel Fergnügen!" (mit MAQS, Hopguard & Co.)...


    Mit der Bitte um Verständnis - Gottfried

  • Wer hat schon mal wegen OS-Dampf einen reingewürgt bekommen oder kennt jemanden, dem das passiert ist?


    Mir ist das passiert. Muß so 2007 oder 2008 gewesen sein (ich bin jetzt zu faul in den Unterlegen zu wühlen und das damalige Protokoll der Lebensmittelüberwachung aus meinem Ordner heraus zu suchen). Ich durfte meinen Honig nicht vermarkten, mir wurde eine 5-stellige Strafe angedroht!


    Die Argumentation des Amtmannes war folgende: Es dürfen nur Lebensmitteln von Tieren in den Handel gebracht werden, die mit zugelassenen Veterinärarzneimitteln behandelt wurden. Oxalsäure verdampfen ist nicht zugelassen! Desweiteren hat er sich über meine 3%ige Oxalsäurelösung maßlos aufgeregt. Wer hat die angerührt, so seine Frage: Ich: Meine Kollegen (habe damals in einer Pharmafirma gearbeitet und wir hatten viele Pharmaceuten, die das gesetzlich durften....). Galt auch nicht! Weil es dazu keine Freigabe-Protokolle gab ....


    Seitdem steht in meinem Bienenhaus immer nur Ameisensäure ad us. vet. und natürlich die Oxalsäure ad us. vet. vom Serumwerk Bernburg .... und die Behandlungen damit sind fein säuberlich in den Stockkarten eingetragen ...

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."


  • Seitdem steht in meinem Bienenhaus immer nur Ameisensäure ad us. vet. und natürlich die Oxalsäure ad us. vet. vom Serumwerk Bernburg .... und die Behandlungen damit sind fein säuberlich in den Stockkarten eingetragen ...


    Und hast besten Erfolg damit, ja so muss man heutzutage handeln arbeiten, leider

  • Hi,


    also hast Du keine Probleme bekommen weil du Oxalsäure verdampft hast, sondern weil Du keine


    zugelassene Methode angewendet hast? Hättest du also im Bestandsbuch die vorgeschriebenen Behandlungen


    eingetragen, hätten sie zum verdampfen nichts gesagt?


    Gruss Joachim



    Mir ist das passiert. Muß so 2007 oder 2008 gewesen sein (ich bin jetzt zu faul in den Unterlegen zu wühlen und das damalige Protokoll der Lebensmittelüberwachung aus meinem Ordner heraus zu suchen). Ich durfte meinen Honig nicht vermarkten, mir wurde eine 5-stellige Strafe angedroht!


    Die Argumentation des Amtmannes war folgende: Es dürfen nur Lebensmitteln von Tieren in den Handel gebracht werden, die mit zugelassenen Veterinärarzneimitteln behandelt wurden. Oxalsäure verdampfen ist nicht zugelassen! Desweiteren hat er sich über meine 3%ige Oxalsäurelösung maßlos aufgeregt. Wer hat die angerührt, so seine Frage: Ich: Meine Kollegen (habe damals in einer Pharmafirma gearbeitet und wir hatten viele Pharmaceuten, die das gesetzlich durften....). Galt auch nicht! Weil es dazu keine Freigabe-Protokolle gab ....


    Seitdem steht in meinem Bienenhaus immer nur Ameisensäure ad us. vet. und natürlich die Oxalsäure ad us. vet. vom Serumwerk Bernburg .... und die Behandlungen damit sind fein säuberlich in den Stockkarten eingetragen ...


  • Ich hab leider keine Österreichischen Quellen gefunden ob es dort OS Dihydrat gibt was eine Zulassung nach Österreichischen AMG hat.


    Information + Zulassung/Fachinformation für alle, die in AT bedampfen:
    http://www.imkerbund.at/?id=2500%2C1134453%2C%2C
    Zugelassen wurde das italienische TAM Api-Bioxal (Oxalsäuredihydrat-Pulver) wahlweise zum Selbst-Anrühren (-> Beträufeln) bzw. zum Vaporisieren=Sublimieren=Bedampfen; übrigens in der Reinheit von 88,6% (s. Zf. 2). In D wird technische OX mit 99.6% Reinheit angegeben, ad us.vet. mit 99,8%.


    Da möchte man den eifrigen Lebensmittelüberwacher aus der sächsischen Schweiz fragen, ob er den Vertrieb österreichischen Honigs aus derartig bedampften Völkern ebenfalls untersagen will.

  • Leute TBE und gut.


    Du hast Recht. Aber ob das allein Imker vor Schwierigkeiten mit der Veterinäraufsicht bewahrt? In bestimmten Gebieten mit Behandlungspflicht mglw. nicht. Z.B.:
    http://www.thueringertierseuch…/BienSeuchV_v20150603.pdf
    In anderen Bundesländern bzw. Landkreisen gelten ähnliche Allgemeinverfügungen.
    M.E. gehen diese Regelungen (bes. wegen Beschränkung auf TAM und Aufzeichnungspflicht selbst für nicht apothekenpflichtige TAM) zu weit und haben insoweit keine gesetzliche Grundlage -> insoweit nichtig bzw. unwirksam. Aber das ist nur MEINE Ansicht. Bequemer scheint es allemal, sich zu beugen und im Zweifel brav sein Bestandsbuch anweisungsgemäß zu führen.