Genanalyse für gesunde Bienenvölker

  • Auch auf die Gefahr das ich jetzt Schläge bekomme, in meinen Augen ist das Projekt für die Katz.
    Sowie sich das liest, haben sich das "verkopfte" Biologiestudenten ausgedacht, die von Bienenzucht keine Ahnung haben.
    Was soll denn da als Ergebnis rauskommen?
    Das eine hohe diversität innerhalb des Volkes, maßgeblich die Vitalität steigert, ist schon länger bekannt.
    Und nur die Gene zu analysieren, hilft dem Normalo auch in kleinster Art und Weise, denn wie sollen die Ergebnisse reproduzierbar werden, ohne dauernd "Krankheitsressistente" Königinnen zu kaufen.
    Und vor allem, was für Krankheiten? Varrose? Da gibt es schon Zuchtpeojekte die deutliche aussichtsreicher sind.
    Dann bleibt also nur noch die AFB als große nennenswerte Krankheit und da bezweifle ich das sie ein AFB Gen finden und AFB resistente Bienen züchten können.


    In meinen Augen wird hier wieder das Bienen Thema gespoilert ohne tatsächlichen Nutzen für die Allgemeinheit.


    So und jetzt dürft ihr mich schimpfen.

  • Die Aussichten und Methoden des Projekts kann ich nicht beurteilen. Bzgl. Krankheiten sehe ich allerdings nicht nur AFB und Varrose, sondern vor allem die von Varroen übertragenen bzw. "geförderten" Viruserkrankungen wie Flügeldeformationsvirus und Bienenparalysevirus als relevant an. Man liest im www, dass in den 80er Jahren Bienen mit wesentlich höherem Varroabefall als heute zurechtgekommen seien. Bei mir (imkere erst seit 2014) machten auch Völker, deren Varroabefall deutlich über den veröffentlichten "Schadschwellen" lagen, einen vitalen Eindruck. Strebe allerdings trotzdem an, 2016 meine Varroamaßnahmen zu optimieren, wobei der Schwerpunkt auf TBE und Milchsäure für Ableger liegen soll.
    Karl

    Etwa 10 Völker auf Dadant an etwa 3 Standorten. "Bienenrasse":roll:: was sich bei Nachbarimkern so bewährt hat.

  • Hallo


    Genanalyse für gesunde Bienenvölker und das soll helfen ? Gesunde Umwelt = Gesunde Bienenvölker.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo


    Genanalyse für gesunde Bienenvölker und das soll helfen ?


    Moin zusammen !


    Die Analyse allein wird nicht helfen. Aber etwas zu messen und damit zu wissen, was man bisher nur vermutet, hilft auf jeden Fall. Es ist jedem klar, dass ein multifaktorielles Geschehen die Probleme verursacht; nur selten sind es einzelne Einflussfaktoren wie bspw. bei schweren PSM-Vergiftungen, die direkt zugeordnet werden können. Das Gleichgewicht zwischen Umwelt und genetischem Potenzial der Bienen, mit den örtlichen Bedingungen zurecht zu kommen, ist schon interessant. Vielfalt im Genom ist da sicher förderlich, statt hinderlich, um auf wechselnde Anforderungen adäquat zu reagieren.


    Wir glauben die Schwierigkeiten zu kennen, mit denen unsere Bienen zurecht kommen müssen, aber kennen wir das genetische Potenzial ? Kennen wir die Flexibilität, welche dieses zulässt ? Und - noch viel wichtiger - verstehen wir die Dinge überhaupt ? Was nützt die Information, wenn ich sie nicht "lesen und deuten" kann ?


    Wenn man bedenkt, dass man heute für ca. 5000 Euronen eine komplette (!) Gensequenzierung erhalten kann, und das innerhalb von Tagen, dann ist das m.E. ein sehr vernünftiges Projekt. Schwierig wird vielleicht der Anspruch, eine Mindestschwelle für Diversifität zu definieren, wenn man relativ wenig kennt. Ich bin gespannt, was raus kommt, würde auch Material zur Verfügung stellen.


    Herzliche Grüße


    Rainer


    Ich finde die Sache interessant. Und wenn sich da ein paar Jungs austoben, ist das sicher nicht falsch.

  • Ja, genau, jeder weis das eine hohe genetische Diversität die Vielfalt steigert!
    Nur wer weis denn was da nach Jahrzehnten von Lienenzucht und menschlichen Ausleseverfahren da noch an genetischer Diversität übrig ist? Befinden wir uns vielleicht züchterrisch schon in einem Flaschenhals?
    Genau das könnte man damit unteranderem feststellen!
    Ich denke das die Schüler da einen interessanten Ansatz verfolgen und das durch das fächendeckende probensammeln ein Bild über die genetische Diversität der Bienen in Schleswig-Holstein entstehen wird, das so manchen überraschen wird!
    Aus den Ergebnissen könnten sich auch die Züchter ihre Schlüsse ziehen was einige Ansparungen angeht und dann haben indirekt ja doch alle Imker was davon!
    Ich finde das ein interessantes Projekt einiger Schüler (nicht Studenten!) das uns bestimmt nicht dümmer macht!
    Außerdem ist es ja vielleicht auch mal ganz gut wenn da mal nur rein wissenschaftlich mit umgegangen wird und nicht nur von Verbänden, Vereinen und Instituten, die wohl alle unterschiedliche Beweggründe haben!
    Wer mag soll es unterstützen, wer nicht möchte halt nicht, aber man muss nicht alles schlecht reden!
    So, mehr möchte ich mich dazu nicht mehr äußern, wer noch konkrete Fragen hat kann sich ja direkt an den Projektleiter wenden!
    Erstmal,
    Borderbee


    p.s. Schläge bekommst du natürlich nicht, aber nur weil du ja auch vor nix Angst hast😎✌️!


  • Sich nicht beteiligen ist das eine. Das Projekt mit gehässigen, bösartigen Bemerkungen madig machen und es zerreden zu wollen, ist die andere Seite. Einfach den Schwiech stillhalten nicht die übelste.
    Bei mir hat die Homepage der Schule einen Würgereiz ausgelöst, aber daß ist kein Grund für mich einen womöglich unqualifizierten Kommentar abzulassen.
    Ich könnte mir aber vorstellen, daß die Chemie- und die Bio-AG des Gymnasiums sich einmal interdisziplinar forschend mit Oxalsäure unter besonderer Berücksichtigung der Beseitung von 224ml der 3,8%iger Lsg. auf verschieden beschickten Komposthaufen unter festgelegten thermischen Bedingungen beschäftigen und die Ergebnisse in Relation setzen zu den Mengen, die sich aus der Differenz aus Jahresproduktion abzüglich der wieder zur Vernichtung angelieferten ergeben.
    Vielleicht findet sowas ja Gnade vor den Augen der IF-User. :p
    Mit imkerlichem Gruß Ralf

  • Bitte


    nur mal den Wiki-Artikel zu Luisenlund lesen!


    Dort gibt ein Vater, der mal eben `ne halbe Million Zuschuss für das hauseigene Segelschulschiff zahlt! Und der Internats-Golfplatz kostet sicher ein vielfaches des Projektes.


    Wer für seinen Nachwuchs jährlich einen Beitrag zahlen kann, der dem Bundesdurchschnitts-Brutto entspricht, kann locker das Projekt finanzieren.


    Hier geht es eher darum, zu zeigen, dass die Proleten auch noch die Eliteförderung (getarnt als Projekt mit gemeinnützigem Ergebnis) bezahlen.


    In Zeiten, in denen Regelschulen sich kaum Reinigungspersonal leisten können, versucht ein Luxus-Internat Projektkosten, die für die meisten Eltern der Alumnen Pinkelgroschen


    sind, von, unbegründeter Weise, um das Überleben der Biene besorgten Mitmenschen zu erhalten.


    Eher ein Projekt, das zeigen soll, wie manipulativ mit Kindern Gelder eingeheimst werden können.


    doc

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.