Erneute Einfütterung, Oxalsäurebehandlung etc.

  • Mein "Altimker" vor Ort ist bspw.der Meinung :" passt schon".... noch etwas Futter dazu, im November Oxalsäure und dann ist alles schick.
    So pi mal Daumen imkert er seit über 50 Jahren.


    Hallo Christina,
    wenn der Altimker jetzt noch zufälligerweise auch ein Blick ins Volk geworfen hat, dann solltest Du dem Urteil schon vertrauen und das zählt mehr als alle Hinweise hier aus dem Forum. Nicht weil hier eine Ansammlung von Ahnungslosen vorhanden ist, sondern weil imkern von Region zu Region verschieden ist. der Imker vor Ort und gerade mit dem Imkerlebenslauf kann die Trachtlage anhand der gesammelten Erfahrungen besser beurteilen, er kennt die Einfütterungsmengen besser und und und...
    Bei etwas Futter dazu tendiere ich eher Marions Meinung, denn jedes Öffnen der Kiste stört derzeit nur und kostet dem Bien enorme Energie. Ferner sollten die weiblichen Machos des Bienenvolkes jetzt eigentlich nichts weiter tun als heizen um die Langlebigkeit zu erhalten. Bienen, die eventuell schon durch die Varroa geschädigt sind und sich zusätzlich vorzeitig abarbeiten sind meiner bescheidenen Meinung kontraproduktiv für eine erfolgreiche Überwinterung.
    Käme ich persönlich in die missliche Lage das die Futtervorräte zu gering sind, so würde ich eine Notfütterung im zeitlichen Frühjahr bevorzugen.

  • Das wurde mir nun schon mehrmals geraten, auch ausserhalb des Forums.
    Wenn füttern, dann etwa Ende Februar herum.


    Ich wiege die Beute übers Wochenende, dann werde ich meine Rechnung hier mal posten.

    Liebe Grüße, :Biene:Christina :Biene:

  • Das wurde mir nun schon mehrmals geraten, auch ausserhalb des Forums.
    Wenn füttern, dann etwa Ende Februar herum.


    Ich wiege die Beute übers Wochenende, dann werde ich meine Rechnung hier mal posten.


    Hallo Christina,
    dann wenigstens außerhalb des Forums die Gelegenheit ergriffen zu fragen warum erst im nächsten Jahr?
    Momentan verbrauchen sie eher weniger Futter, das ändert sich allerdings mit Ausdehnung des zu pflegenden Brutnestes schlagartig. Durch Brutpflege und Stockarbeiten reduziert sich die Lebenserwartung der sog. Winterbienen ohnehin und das zumindest wäre mein Antrieb für die Frühjahrs Notfütterung.


    Die Frage nach der Notfütterung kommt alljährlich im Frühjahr, somit bist Du nicht alleine mit der Problematik. Neu ist für mich allerdings der Trend zum Jahresende noch auf Teufel komm raus zu versuchen jedes Gramm Futter ins Volk zu kriegen. Das bezieht sich jetzt nicht auf Dich, sondern mehr auf die Ratschläge die teilweise kommen und genau das ist denke ich das worüber Marion den Kopf schüttelt. Wir haben zumindest hier im Forum im gleichen Jahr angefangen zu imkern und so alt sind wir auch noch nicht... gut, Marion muss schon auf Ü30 Parties :p während ich noch jedes Wochenende zur Disse fahre (um meine Tochter abzuholen).

  • Neu ist für mich allerdings der Trend zum Jahresende noch auf Teufel komm raus zu versuchen jedes Gramm Futter ins Volk zu kriegen. Das bezieht sich jetzt nicht auf Dich, sondern mehr auf die Ratschläge die teilweise kommen und genau das ist denke ich das worüber Marion den Kopf schüttelt.


    Naja, kommt auch ziemlich drauf an, wo Du wohnst. Hier waren die letzten Wochen durchgängig >15'c, es blüht flächig der Senf und das Efeu.... Da kannst Du auch problemlos noch was nachfüttern. Grundsätzlich soll das natürlich nicht so gemacht werden, aber wenn es pressiert, dann find ich das besser, als sich im Februar die Fingernägel abzukauen und Siruptütchen aufzulegen. Das Problem ist doch eher, das die Leut vor lauter Angst vor ihren Bienen bzw. der Angst, irgendwas falsch zu machen das ganze Jahr um ihre Kisten schleichen und sich nicht durchringen können, nötige Dinge zu erledigen, und dann im Herbst verschiebt sich das Gefühl dann hin zur Panik, das doch was passieren muß und dann passieren all die Dinge, die vor vier bis acht Wochen hätten passiert sein müssen, die aber jetzt leider total kontraproduktiv sind. Dann sind die Leut noch unterschiedlich helle und der Lerneffekt hält sich in Grenzen, weil übern Winter wird eh alles wieder vergessen. War halt die Varroa, oder für Fortgeschrittenere die pösen PSM.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Naja, kommt auch ziemlich drauf an, wo Du wohnst. Hier waren die letzten Wochen durchgängig >15'c, es blüht flächig der Senf und das Efeu.... Da kannst Du auch problemlos noch was nachfüttern. Grundsätzlich soll das natürlich nicht so gemacht werden, aber wenn es pressiert, dann find ich das besser, als sich im Februar die Fingernägel abzukauen und Siruptütchen aufzulegen.


    Hallo Ralf,


    deshalb sollte man nicht zur Unzeit füttern
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=47795&p=490985#post490985


    Was ich nicht verstehe, wenn du Senf hast, warum musst du dann nachfüttern?
    Senf an sich hat neben Pollen auch einen guten Nektar Gehalt.
    Hier nochmal zum lesen: http://www.die-honigmacher.de/kurs2/pflanze_83.html


    Und zum Verbrauch seit dem 01.10 bis zum 20.11 haben meine Bienen 3 Kg verbraucht und das ist exakt der selbe Verbrauch wie letztes Jahr.
    Mich beschleicht das Gefühl das einige Imker einfach nur Vorwände brauchen um zur Unzeit noch an Ihren Völkern "rumspielen" zu können. :wink:


    Viele Grüße,


    Max

  • Kam/kommt vermutlich deutlich mehr Pollen als Nektar und sie waren halt teilweise noch heftig in Brut. Jetzt ist schon seit ein paar Wochen alles schick. Ich hab bei einigen Ausreißern Ende Oktober nochmal 'nen Schluck nachgefüttert. Jetzt bin ich da ganz gelassen, wenn mir nicht grade der Sturm die Bäume am Stand umlegt, oder mir vorgestern so'n Arsch eine LKW-Ladung Bausschutt incl. gebündelte Neonröhren mitten im Wald vors Tor gekippt hätte.


    Dieses Jahr fand ichs mit dem Füttern ziemlich tricky, ich hab auch durch die überproportional vielen Jungvölker deutlich mehr Futter gebraucht als sonst und das Einfüttern hat auch viel länger gedauert. Ob ich jetzt 'Vorwände' brauche, um an meinen Völkern 'rumspielen' zu können weiß ich nicht. Wenn ich jetzt schreibe, daß ich da lieber an mir selber rumspiele kommt aber bestimmt wieder Reiner und schimpft das wär OT.


    Ich muß raus, was tun. Ich denk mal die Botschaft 'Alles zu seiner Zeit' ist unstrittig und jetzt auch jedem klar, oder?


    Allerbeste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife


  • Und zum Verbrauch seit dem 01.10 bis zum 20.11 haben meine Bienen 3 Kg verbraucht und das ist exakt der selbe Verbrauch wie letztes Jahr.
    Mich beschleicht das Gefühl das einige Imker einfach nur Vorwände brauchen um zur Unzeit noch an Ihren Völkern "rumspielen" zu können. :wink:


    Hallo Max, wenn selbst bei Bienendoktor auf der Hompege es steht, dann muss es doch stimmen.....? Letztes Jahr hat er Land und Leute verrückt gemacht mit dem milden Winter, dass die Bienen Unmengen an Futter verbrauchen.
    Man muss sich halt im Gespräch halten.
    Bis bald
    Marcus

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