Erneute Einfütterung, Oxalsäurebehandlung etc.

  • Hallo zusammen :p_flower01:


    nach meiner Honigentnahme recht spät im Jahr (September) und der Einfütterung habe ich direkt, nachdem das Futter entnommen war, eine AS-Behandlung gemacht.
    Vor knapp drei Wochen nochmal nachgelegt, was das Futter anbetrifft.


    Nun war es ja recht lang warm, zumindest bei uns, erst ab der kommenden Woche soll es dauerhafte Temperaturen im einstelligen Bereich geben.


    Sollte ich nochmal nachfüttern, oder reicht das? Ich habe für ein gut entwickeltes Volk auf 2 Zargen 10 liter Fertigfutter gegeben.


    Ich habe vor, Ende November eine Behandlung mit Oxalsäure durchzuführen.....sollte ja zeitlich passen, oder?

    Liebe Grüße, :Biene:Christina :Biene:

  • Hallo Christina.
    Ich weiß ja nicht, wo du wohnst (Klima?), aber 10 Liter finde ich recht wenig. Mindestens 15 Liter füttere ich.


    Oxalsäurebehandlung am Besten bei Brutfreiheit und die hast du am Wahrscheinlichsten drei Wochen nach den ersten Frosttagen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Hallo Christina,


    nicht die eingefütterte Menge ist relevant, sondern die wirklich im Stock vorhandene Futtermenge.
    Am besten wiegst du deine Völker mit einer Kofferwaage (seitlich angehoben links und rechts, addieren = Gesamtgewicht) und ziehst das Leergewicht deiner Beuten davon ab.


    Per Oktober sollten es ca. 15 kg sein, Zweizarger füttere ich auf 20 kg Futter auf. Wieviel ich dazu reinschütten muß schreibe ich mir gar nicht erst auf....


    Nur 10 kg eingefüttert ist ziemlich knausrig.
    Bei mir hat ein Volk allein im Oktober noch 6 kg Futter verbrütet.


    Es ist jetzt schwierig zu entscheiden ob du jetzt nochmal einfüttern sollst oder ob du im Februar notfütterst.
    Jetzt belastet die Winterbienen mehr als im Februar, allerdings weiß man nicht, ob die Vorräte bis Februar ausreichen oder ob sie bis dahin schon verhungert sind.


    Ich gab gestern einem Volk, das aktuell nur noch 10 kg Futter intus hat, nochmal per Gurkenglas 900g Sirup gegeben.
    Wenn du fütterst, dann kein Zuckerwasser sondern Sirup.


    Viel Glück,


    Bienenhummel

  • Hallo,


    danke für Deine Antwort....ok, dann heisst es nun: schnell eine Kofferwaage besorgen!


    Weiss jemand, was die mit Rähmchen besetzte Zarge einer Styroporbeute so wiegen sollte?


    Ich füttere sowieso Sirup, Zuckerwasser habe ich noch nie gegeben.

    Liebe Grüße, :Biene:Christina :Biene:

  • Wenn du noch ne Leere hast, einfach alles in die Kiste (mit Rähmchen und Mittelwände) und dann leer Wiegen. Dazu dann 2-3 Kilo für Bienen, Brut und Pollen und dann noch das gewünschte Futter draufrechnen. Das ist dann das Zielgewicht.

  • Bei mir haben die Bienen etwa seit Ende September kaum noch Sirup aus Futtertaschen angenommen. Habe zuletzt übriggebliebene Futterwaben von aufgelösten MiniPlus aufgelegt, wovon die Bienen von verbraucht, aber wohl nicht in ihre Futterwaben umgetragen haben. Versuche es jetzt mit Futterteig nach Vorschlag von Bernhard: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=37419&page=3&highlight=notf%FCtterung . Der "Händler meines Vertrauens" hat mir den allerdings leider im 15kg-Block geschickt. Sollte es aber wohl auch in 1,5 oder 2,5 kg Beuteln geben.
    Karl

    Etwa 10 Völker auf Dadant an etwa 3 Standorten. "Bienenrasse":roll:: was sich bei Nachbarimkern so bewährt hat.

  • Ich habe vor, Ende November eine Behandlung mit Oxalsäure durchzuführen.....sollte ja zeitlich passen, oder?


    die letzten warmen Temperaturen und der frische Polleneintrag haben das Brutgeschäft angekurbelt. Der anhaltende Frost kommt erst nächste Woche, daher ist die höchste Wahrscheinlich auf Brutfreiheit mMn erst ab Mitte Dezember zu erwarten.

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Hier gibt es eine Unmenge an "Ansichten" - da wirst Du das Richtige finden...


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=14954&highlight=Gewicht+Seegeberger


    14 kg für eine 2-zargige Segeberger Hartschaumbeute komplett mit Boden, Deckel und Wabenwerk passt schon. Beim entsprechenden Einzarger wären das ca. 9 kg. Hinzu kann man 1,5 bis 2,5 kg Bienen rechnen, je nach Volksstärke.


    Ganz grob für Segeberger 2-Zarger 15 kg inkl. Bienen plus 15 kg Futter macht 30 kg komplett. Damit kommen sie über den Winter.
    Segeberger 1-Zarger 9 kg plus 13 kg Futter macht 22 kg komplett. Das sollte auch reichen.


    Ich habe Segeberger DNM 1,5 und rechne mit 25 bis 30 kg, je nach Volk. Bisher hat das auch immer gereicht (lange keinen richtigen Winter mehr gesehen).


    Beste Grüße


    Rainer

  • Liebe Christina,


    einige Händler geben das Eigengewicht ihrer Ware an. Ganz akribisch macht das Bienenweber. Der liefert bspw. bei Rähmchen sogar noch die bemaßte Zeichnung dazu. Noch mehr Zahlen findest Du bspw. hier:


    http://www.bienenzuchtverein-merkstein.de/index.php?option=com_content&view=article&id=89&Itemid=27


    Ohne Kofferwaage: Flugloch verschließen, Volk aufladen und kurz mal über die Kartoffel- oder Großviehwaage...


    Viel Muße beim Rechnen wünscht - Gottfried

  • lange keinen richtigen Winter mehr gesehen


    Ich meine beobachtet zu haben, daß die milden Winter bzw. die un"richtigen" Wechsel zwischen Warm- und Frostphasen viel eher den Futterverbrauch in die Höhe treiben, weil sie zu frühzeitigen Bruteinschlag verleiten. Der Brutpflegetrieb dauert dann bei Kälteeinbruch notgedrungen an und führt (erst) dann zu erhöhtem Futterverbrauch und gefährdet das Volk insgesamt, da es brutnestgebunden nicht mehr dem Zehrweg folgen und so vom Futter abreißen kann.

  • Hallo ribes,


    ...Da hast Du recht, sicher ein zusätzliches Risiko neben Varroen, PSM und und und. Die "Warmphasen" gibt es ja immer wieder im Winter; was aber die letzten Jahre angeht, war es halt durchgängig zu warm...



    Da hilft dann nur maximal auffüttern oder im März ganz genau hinsehen / -heben und ggf. nachhelfen mit eigenem Honig.


    Beste Grüße
    Rainer

  • Hallo


    Ich kann dem Rainer eine sehr gute Erfahrung bestätigen. Auch ich füttere meine 1,5 DNM Segeberger seit einigen Jahren nicht mehr als 30 kg auf und die Untergrenze ist 25 kg aber da muß man im zeitigen Frühjahr gut aufpassen. Ich meine auch, das die Gesamtgewichte für 1 und 2 Zarger Segeberger für unsere letzten Winter genügen.


    Möchte aber der Vollständigkeit halber, die Gesamtgewichte nach Werner Schundau in seinem Buch noch erwähnen; 2-Zarger sollten ein Gewicht von 36 kg und 1-Zarger ein Gewicht von 25 kg haben. Er erwähnt auch, das Buckfastvölker im Durchschitt der Jahre, 2 kg mehr verbraucht haben.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo,


    *hüstel*


    wenn ich hier mal kurz aus dem Hemd springen darf:


    Warum meckert hier keiner, häh?
    Ist ja schön und gut dieses Jahr mit der ungewöhnlichen Wetterlage


    aaaber


    Man füttert nicht im September ein - nee, man hat im September fertig eingefüttert!


    Man behandelt auch nicht erst im September mit AS! Nö


    Da kann man von Glück sagen, wenn jetzt noch genügend Bienen in der Beute sind,


    zum gefühlt hundertvierundachzigsten mal: Das Evangelium für den Anfänger zum Thema Futter und Fütterung und Wintereinfütterung von Bienen


    Bitte VOR der ersten Einwinterung lesen und MERKEN. Da steht auch alles zu Mengen, warum, wer womit wann und wodrin und wiegen und überhaupt.


    Sechs, setzen :roll: Nix für ungut, der Bienen zuliebe.


    Zum Thema nochmal: Die Bienen schalten schon um, da hüpft das Imkerlein noch im Bikini im Freibad rum bzw. schwitzt im Minirock und feiert Sommergrillpartys (OK...oder in der Latzhose mit Schießerfeinripp eben)


    Das aller- allerwichtigste für die Überwinterung sind gesunde Winterbienen.
    Wenn die dann noch genug zum Verbrennen haben über den Winter, wäre das top, bloß, sind da erst gar keine, weil die Varroa alle schon angestochen und auch krank gemacht hat oder in einem Großteil der Restbrutbestände wütet, dann ist die Frage nach wann und wieviel Futter eh obsolet.:cry:


    Die Bienen beginnen mit der Brut der Winterbienen bereits im Juli, zunehmend dann auch im August und im September. Was also vorher schon mit dann doch eher hoher Milbenlast geschlüpft ist, ist krank und diese angeknacksten Modelle sterben leider frühzeitig über Winter. Die Völker schrumpfen und mickern, wenn sie denn überhaupt bis in den Winter gehen.
    Behandlung also bitte definitv früher, viel früher. Dann sind die Varroen schon dezimiert, die Brutlücke durch die AS überwunden und die Bienen können sich der Aufzucht gesunder Nachkommen widmen, die sicher als hauptberuflich erstmal faule Winterbiene nichts anderes tun, als Vorrat spielen und nixtun, später aber heizen und im Frühjahr peu a peu loslegen mit Brutpflege.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,


    *hüstel*


    wenn ich hier mal kurz aus dem Hemd springen darf:


    Nix da! Bedenke bitte das die Beiträge auch zu jugendfreien Zeiten sichtbar sind, also halte Dich bitte mit dem Striptease zurück ;).
    Auch wenn ich den sonstigen Ausführungen bezüglich Fütterungs und Behandlungsverlauf zustimme, selbst wenn ich nicht immer imkern nach dem Kalender empfehle. Ein wenig müssen wir uns bei allem an dem jahreslauf der Bienen orientieren...
    Es gibt sicher Notsituationen in dem abweichendes Handeln nötig ist, nur manchesmal beschleicht mich das Gefühl das die Ausnahmen zur Regel werden, weils die Bienen halt doch irgendwie immer hinkriegen unsere Fehler zu kompensieren.
    LG
    Andreas