Glyphosat im Urin

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    Das Obst, speziell Äpfel pervers oft und viel gespritzt werden ist doch bekannt - es geht hier aber speziell um Glyphosat. Und wenn Du Dir die Grasstreifen zwischen den Bäumen anschaust, dann sind die mit allem gespritzt, aber ziemlich sicher NICHT mit RoundUp. :)


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Moin Ralf,


    Obstbaumkulturen gibts hier nicht, deshalb lässt sich das schwer einschätzen. Die Weihnachtsbaumkulturen werden jedenfalls mehrfach im Jahr upgeroundet, so gelb, wie das Gras zwischen den Bäumchen fast immer ist. Die Bäume selbst bleiben jedoch grün. Wenn das Gras in den Kulturen bei Dir grün bleibt, ist der Fall jedoch klar.


    Eine mögliche Kontaminationsquelle ist mit Sicherheit auch Stroh, vor allem wenn man öfters mit Tieren zu tun, die darauf gehalten werden. Gifte können auch über die Atemwege bzw. die Haut aufgenommen werden.


    Und die hier ansässige Genossenschaft heizt ihre Lager-/Geschäftsräumlichkeiten mit einer Stroh-Rundballenverbrennungsanlage. Hoffentlich doch mit speziellen Abgas-Filtern, bei dem was da verbrannt wird....


    Grüße Sven

  • Hallo Simon,


    eine Auflistung wirst Du nur mit sehr großem Aufwand bekommen, obwohl es sicher einige Behörden gibt, die verpflichtet sind, solche Dinge zu erforschen und über die Ergebnisse Auskunft zu geben.
    Ich würde mich fragen, wie viel Glyphosat in der Kultur eingesetzt wird, und wie weit/direkt der Weg bis zu Dir ist.
    Getreide rangiert da wohl ganz oben, da das Glyphosat direkt auf das fast reife Korn gepritzt wird. Eigentlich verboten, aber noch mit Ausnahmegenehmigung möglich.
    Kartoffeln dürften kurz darauf folgen. Auch hier gibt es ein direktes Spritzen auf die Nutzpflanzen. Die Unkrautbekämpfung läuft bei diesen Kulturen ja auch schon mit Glyphosat.
    Darauf folgend wäre die Unkrautbekämpfung bei den Nutzpflanzen, die direkt gegessen werden. Da würde ich in fast allen Ackerkulturen suchen. Auch der Mais, als sehr vielseitiges und weit verbreitetes "Nahrungsmittel", ist da vertreten. Alle Gemüsesorten. Zuckerrüben.
    Anschließend kämen bei mir die Futterpflanzen. Über diesen Umweg findet man dann das Glyphosat in den Milchprodukten oder Fleisch. Ob durch die Tiere angereichert oder eher abgebaut, weiß ich nicht.
    Am Ende wären dann die Sonderkulturen, wie die Weihnachtsbäume. Diese werden nicht gegessen, aber die ausgebrachten Mengen an Glyphosat sind genau aus diesem Grunde erheblich. Ich muss allerdings eingestehen, dass die Weihnachtsbaum-Anbauer in diesem Jahr hier die ausgebrachten Mengen erheblich reduziert haben; sie haben einige andere Behandlungsmethoden ausprobiert und angewandt.
    Diese Aufzählung wäre meine Aufstellung für die nicht direkt betroffenen. Die Landwirte, Galabauer, Gärtner etc. sind sicher einem erheblich höherem Risiko ausgesetzt.
    Wie ausweichen? Wenn ich das wüßte.
    Eigenanbau und Bionutzung sind wohl zur Zeit die beste Lösung.
    Auch der Honig dürfte wahrscheinlich nicht als unbelastet gelten. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten, wie die Bienen sich das Zeug ins Volk holen können. Aber das kann ja nicht sein, weil es nicht sein darf. Wer sucht danach im Honig und im Pollen? Urinale.de?
    Bei meiner Honigbewertungs-Schadstoffliste ist kein Glyphosat dabei. Danach wird nicht gesucht.


    Den wahrscheinlichen Weg, wie man/wie Du zu solch hohen Werten kommt/kommst, muss jeder selber individuell herausfinden. Da die Wege so vielseitig sind, ist das sehr schwer. Sowohl die Überlegung, noch schwerer der Nachweis.
    ... recht ratlos


  • Getreide rangiert da wohl ganz oben, da das Glyphosat direkt auf das fast reife Korn gepritzt wird. Eigentlich verboten, aber noch mit Ausnahmegenehmigung möglich.


    Es wird zudem ja davon ausgegangen, dass sich die Glyphosatkonzentration in landwirtschaftlichen Produkten beim Erhitzen deutlich reduziert.


    Auch wenn da vielleicht nicht alles "verschwindet", so kann man aber davon ausgehen, dass die Konzentrationen in z.B. dampferhitztem Sojaextraktionsschrot und pelletiertem Futter (das wird beim Pressvorgang ebenfalls erhitzt) deutlich geringer sind, als z.B. in Futterweizen, der direkt vom Feld im Futternapf landet.


    Grüße Sven

  • Die Urin-Untersuchung kostete schlappe 50 Euro.


    Ist das so schwierig, mal 10 wichtige Grundnahrungsmittel im Rohzustand, nach 10 Minuten kochen/garen bzw. nach 60 Minuten kochen/garen auf Glyphosat zu untersuchen? Das wären 30 Untersuchungen à 50 Euronen = 1500 Euro.


    Statt dessen rätseln wir hier weiter rum über Dinge, die man mal gehört hat oder eben auch nicht. Traurig, wie so vieles Andere auch.


    Grüße Sven

  • Hallo


    es ist nicht ganz einfach, aber es geht wohl. Einige Ausnahmen bleiben leider, aber auch die werde ich noch ausmerzen.


    Passend zum Thema bin ich über das hier gestolpert : https://www.youtube.com/watch?v=Dci1uzPbLps&index=23&list=WL


    So, spinne ich jetzt völlig, gehört das ausschließlich in die Kategorie Mondlandung Verschwörung etc. oder ist es vielmehr die Tatsache, dass die Wahrheit meistens als das unwahrscheinlichste empfunden wird.


    Brauche mal eure Einschätzung.


    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Lieber Simon, ich verbuche Deinen Beitrag, als auch das Video als Meinungsfreiheit.


    Ich habe nur in Deinem Fall das ungute Gefühl, dass Du eher an Verfolgungsangst und Sorgen erkranken wirst, als an Pestiziden und anderen Stoffen. Als gelernter Tierarzt, also meiner Meinung nach, nicht unwissender Mensch, verstehe ich auch nicht ganz, warum Du Dich an ein Imkerforum wendest, um eine Meinung einzuholen?


    Die allermeisten sind hier Laien, wie Du. Die grösste Macht, nämlich das Verbraucherverhalten, ist eine Antwort, die Du teilweise schon lebst.


    Zu mehr kann ich nicht raten.

  • ...Brauche mal eure Einschätzung...


    Jepp!


    Verschwörungstheorien gibt es zu Hauf. Wenn Du bisher wirklich so naiv warst zu glauben, daß die Welt nur durch Nächstenliebe regiert wird, dann wirst du jetzt verständlicherweise sehr enttäuscht sein. Wenn Du aber auch schon vorher wusstest, daß Börsenmakler eigene Interessen haben und nicht Deine und daß Chemiekonzere mit dem Verkauf von Chemikalien ihr Geld verdienen und nicht mit Deiner Glückseeligkeit, dann weißt Du die Äußerungen solcher Leute einzuschätzen. Sorry! War jetzt etwas sakastisch...


    Ich weiß nicht, ob das an meiner Ostbiografie liegt oder bei Dir auch so ist: Ich bin ganz froh in diesem System (Kapitalismus) hier in diesem Land zu leben. Ich weiß mich zu arrangieren und komme gut klar. Ich weiß, daß das hier nicht ideal ist, aber sehe im Moment auch keine Alternative. Den Aussagen der Authoritäten (allgemein) und der Werbeindustrie stehe ich generell sehr skeptisch gegenüber. Der ganze Konsumterror ***** mich maximal an, aber 95% meiner Mitmenschen finden das geil... Also passt das das dann auch wieder.


    Wenn man sich als frei denkender Mensch informieren will, dann bekommt man m.E. 99% aller gewünschten Informationen, nur eben nicht auf dem Silbertablett vorserviert. So ist das m.E. auch mit den nebulös angedeuteten Gesundheitstipps in deinem Video (sorry, konnte ich nicht zu Ende gucken). Wenn man aber nur blind konsumiert, was einem vorgesetzt wird, dann ist das vielleicht gut für irgendwen, doof für Dich. Ernährung ist da ein gutes Beispiel und Herzinfarkt auch.


    Ob es uns etwas nützt, wenn wir dagegenanstrampeln werden wir aber erst zu Schluss wissen... vielleicht.


    Gruß Jörg

  • Lieber Simon, ich verbuche Deinen Beitrag, als auch das Video als Meinungsfreiheit.


    Das ist ja nett. Danke!!


    Ich habe nur in Deinem Fall das ungute Gefühl, dass Du eher an Verfolgungsangst und Sorgen erkranken wirst, als an Pestiziden und anderen Stoffen.


    Das geht nicht Verfolgungsangst und Sorgen sind keine Erkrankungen sondern höchstens Wegbereiter die zu einer manifesten Erkrankung führen können.



    Als gelernter Tierarzt, also meiner Meinung nach, nicht unwissender Mensch, verstehe ich auch nicht ganz, warum Du Dich an ein Imkerforum wendest, um eine Meinung einzuholen?


    Weil mich die Vergangenheit und der Umgang mit vielen Menschen in meinem Umfeld gelehrt hat das gerade hier die meisten Menschen zu finden sind die auch dazu bereit sind hinter den Vorhang zu schauen, dabei aber auch selbstkritisch genug sind und nicht jedem Hirngespinst nachzulaufen.
    Sollte dir das naiv vorkommen ja OK. Die Tatsache, das ich Tierarzt bin sagt ja nicht das ich mich in allen Belangen der Politik/Wissenschaft/Medizin etc. auskenne.



    Die allermeisten sind hier Laien, wie Du. Die grösste Macht, nämlich das Verbraucherverhalten, ist eine Antwort, die Du teilweise schon lebst.


    Zu mehr kann ich nicht raten.


    Ich wollte ja auch primär nur ne gesunde Einschätzung. So frei raus aus dem Bauch.


    So jetzt wünsche ich allen noch nen schönen ersten Advent.
    Ich backe jetzt mal Brot ;-)


    Grüße


    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Simon,
    Du weißt aber schon das Du mich mit dem Beitrag stark verunsicherst? Denn wenn Du mit wenigstens ansatzweise medizinischen Hintergrund verunsichert bist, was soll ich dann erst sagen? Ich bin nichtmal bei der Efsa und das obwohl ich schonmal ne Uni von aussen gesehen habe :p