Glyphosat im Urin

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    Weiter so. Weiß jemand Rat zum Thema Ranking der Belastung von einzelnen Lebensmitteln??


    Grüße
    Simon


    Hauptsächlich dürftest Du das über Getreideprodukte, wie Brot, Gebäck und Cerialien zu Dir nehmen,
    denn beim Obstanbau dürfte Glyphosat eher weniger zum Einsatz kommen.

  • beim Obstanbau dürfte Glyphosat eher weniger zum Einsatz kommen.


    Falsch gedacht. In den Obstplantagen wird damit das Unkraut zwischen den Bäumen kurzgehalten.

  • Ja, aber auf die Obst-Kultur selbst wird man nicht spritzen, die wär sonst tot - im Genensatz zum Getreide, wo genau das gewollt ist, um eine gleichmäßige Reife zu bewirken. In Obstkulturen kann der Wirkstoff also nur über den Umweg Boden, Wurzel, Frucht gelangen und da dann um Potenzen geringer als auf ein Weizenkorn, was acht Tage vor der Ernte direkt benetzt wird. Nachweisbar wird es auch im Obst sein, aber das ist der Empfindlichkeit der Analyse geschuldet. So gut wie an jedem Geldschein lassen sich Spuren von Koks nachweisen, was sagt das über Dich? Nix. Aber die Technik ist halt so sensibel. Nach Jahren der sorglosen Anwendung von RoundUp & Co ist Glyphosat in allen Nahrungsmitteln nachzuweisen, aber die Fragen bleiben doch, in welcher Dosis, und zweitens, ab welcher Dosis droht eine Gefährdung.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Simon
    Pilze, Tee, Linsen,Raps, Senfsaat, Soja, Oliven.


    Vielleicht hört Du hier einfach mal rein und deine Kollegin vevollständigt den obigen Auszug vielleicht noch
    http://www.swr.de/swr2/program…853902/1rxke7h/index.html


    Hallo
    Und danke für den Link und deine obige Aufzählung. Ist die Reihenfolge wertend? Wenn ja weiss wer warum Pilze vorne stehen ? Und Oliven ? Wie werden die kontaminiert?


    Grüsse
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Hallo Simon,
    die Reihenfolge ist rein zufällig, auch wenn bei Pilzen bisher die höchsten Grenzwerte zulässig waren. Wenn ich mich nicht täusche so um die 50 mg/kg. Spätestens seit Tschernobyl wissen wir das Pilze Schadstoffe hervorragend speichern.
    Die Sortierreihenfolge wird vermutlich von Getreideprodukten angeführt, da direkt mit dem Wirkstoff behandelt, gefolgt von Hülsenfrüchten und Tee und Milchprodukten. Oliven dürften hier ziemlich am Ende stehen da ich zumindest von einer Sekundörverunreinigung bei der Ernte ausgehe. Da Oliven nicht unbedingt vom Baum gepflückt, sondern vielfach geschüttelt und dann aufgesaugt werden, kommen sie dann mit glyphosathaltigen Material in Kontakt.
    Auch nicht sachgemäße Anwendung wird teilweise zu Verunreinigung angrenzender Kulturen führen und bevor jetzt wieder ein Aufschrei losbricht, unsere Lebensmittel stammen nur zum Teil von deutschen Feldern. Konventionell und Bio wächst vielfach woanders.
    LG
    Andreas

  • Moin, moin,


    wenn in den Reihen unter den Bäumen Glyphosat gespritzt wird und Apfelssaft aus Fallobst hergestellt wird, wäre ich nicht gar so sicher, dass da nichts drin sein kann...


    Backen geht bei uns etwa 1 mal die Woche, Dinkel vom Lämmerhof, zwei Brote. Wenn es nicht so weit wäre: Ich würde Dich zur Verkostung einladen und dann mal schauen, was eins kosten muss, von den Selbstkosten her. Zur Abschätzung: 3 Pfund Dinkel sind so bei 3,80, und ergeben mit 1 Liter Wasser 2 Brote zu ungefähr 1,2 kg. 1 Würfel Hefe und 30 Gramm Salz... eines liegt dann bei etwas über 2 Euro. Die Startersüße für die Hefe kommt bei mir aus dem Deckelwachs, das ich auswasche, so etwa 100 Grmm davon pro Backgang. Die Backhitze ergibt sich bei einem Heizungsherd sowieso. Elektrisch kommt man wohl zwischen 30 und 60 Cent raus, für beide oder auch für 4, die man ja auch auf einmal backen kann...


    Ansonsten: Wirtschaftsgemeinschaft, Gemüse vom Hof und aus dem Garten...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...


  • Alle tierischen Prüdukte beziehen wir schon aus sicherer Quelle. zum Teil selber produziert.


    Hallo Simon,


    und wie werden die Tiere gefüttert? Ich werde hier aller Wahrscheinlichkeit nach meine Geflügelzucht aufgeben, ich mag die Tiere nach der Glyphosatspritzerei in unmittelbarer Nähe im vergangenen Jahr ohnehin nicht mehr essen, genausowenig wie deren Eier, auch wenn die Hühner große grüne Ausläufe haben. Mit dem Honig gehts mir genauso, auch wenns den Bienen in diesem Jahr deutlich besser geht, als im Letzten.


    Biogeflügelfutter ist hier in Sachsen schlichtweg nicht erhältlich, weils nicht angebaut wird. Biofutter per Versand ginge, da kann dann aber auch wieder verseuchter Sonnenblumenpresskuchen aus der Ukraine enthalten sein.... Wie man es dreht und wendet, es ist eine einzige Katastrophe. Bioläden sind weit und breit kaum zu finden, weil die meisten Leute das nötige Kleingeld dafür eben nicht haben.


    Wenn Fleisch, dann geben wir mittlerweile Masthähnchen den Vorzug. Die Futterverwertung der Tiere ist optimal und sie werden mit ca. 40 Tagen geschlachtet, d.h. sie haben nur 40 Tage lang Gift gefressen und nicht 180, wie ein Mastschwein oder ein selbst aufgezogenes Hähnchen und sind damit am wenigsten belastet, traurig aber wahr. Mageres Muskelgewebe dürfte darberhinaus weniger belastet sein, als Haut/Fett.


    Dazu kommt ein weitestgehender Verzicht auf Milchprodukte konventioneller Art. Brot backen wir ebenfalls seit Kurzem selbst aus ausschließlich Biozutaten. Da brauchts ja nicht viel dazu, außerdem kann man es auch einfrieren und aufbacken.


    Es ist nicht so einfach heutzutage, einer Vergiftung zu entgehen. Wer sich da nicht selbst drum kümmert hat verloren, das muss man einfach mal so deutlich sagen. Wobei das ja dann wieder der entsprechenden Sichtweise unterliegt, das Gesundheitssystem freut sich darüber.


    Grüße Sven

  • Ja, aber auf die Obst-Kultur selbst wird man nicht spritzen, die wär sonst tot - im Genensatz zum Getreide, wo genau das gewollt ist, um eine gleichmäßige Reife zu bewirken. In Obstkulturen kann der Wirkstoff also nur über den Umweg Boden, Wurzel, Frucht gelangen und da dann um Potenzen geringer als auf ein Weizenkorn, was acht Tage vor der Ernte direkt benetzt wird. Nachweisbar wird es auch im Obst sein, aber das ist der Empfindlichkeit der Analyse geschuldet. .


    Beim Getreide gibts nen einfachen Test. Stells den Spatzen hin und wenn sie nicht rangehen, dann geht man selbst besser auch nicht ran. Und das noch Jahre nach der Ernte, ob da 7 Tage oder 7 Monate Wartezeit eingehalten werden, ist völlig irrelevant. So ein Test dürfte mit der Apfelschorle allerdings schwieriger sein.


    Grüße Sven

  • Moin,
    das sagt doch wohl alles!
    http://swrmediathek.de/player.…d3-11e5-8e96-0026b975f2e6
    Erstmal,
    Borderbee


    Ja, aber auf die Obst-Kultur selbst wird man nicht spritzen, die wär sonst tot - im Genensatz zum Getreide, wo genau das gewollt ist, um eine gleichmäßige Reife zu bewirken. In Obstkulturen kann der Wirkstoff also nur über den Umweg Boden, Wurzel, Frucht gelangen und da dann um Potenzen geringer als auf ein Weizenkorn, was acht Tage vor der Ernte direkt benetzt wird. Nachweisbar wird es auch im Obst sein, aber das ist der Empfindlichkeit der Analyse geschuldet. So gut wie an jedem Geldschein lassen sich Spuren von Koks nachweisen, was sagt das über Dich? Nix. Aber die Technik ist halt so sensibel. Nach Jahren der sorglosen Anwendung von RoundUp & Co ist Glyphosat in allen Nahrungsmitteln nachzuweisen, aber die Fragen bleiben doch, in welcher Dosis, und zweitens, ab welcher Dosis droht eine Gefährdung.


    Beste Grüße,
    Ralf