Glyphosat im Urin

  • Hallo liebe Kollegen,


    in meiner Verzweifelung wende ich mich an euch, um eure Meinung und Ratschläge zu erbitten.
    Ich habe mittels der Suchfunktion so auf anhieb nix gefunden.


    Also ich habe über www.Urinale.org meinen Urin auf Glyphosatrückstände untersuchen lassen.
    Eigentlich habe ich nicht erwartet, das bei mir viel gefunden werden würde.
    Da wir kein Fleisch oder tierische Erzeugnisse aus konventionellen Anbau verzehren wägte ich mich in Sicherheit.
    Doch weit gefehlt. Mein Ergebniss kam am Freitag. 2,94 ng/ml. Also weit oberhalb der von den Initiotoren angegebenen Grenze von 1 ng/ml .


    So was jetzt tun?? Sicher wäre es das sicherste komplett auf Bio Umzusteigern, das gestaltet sich jedoch zum Teil auch echt schwer. Daher suche ich so etwas wie den Glyphosat High Score. Also wo lohnt es sich am meisten auf Bio umzusteigen?
    Weiß hier jemand wie dynamisch sich Glyphosat im Körper verhält? reichert es sich an oder wird es recht schnell wieder elimeniert? Kann ich das forcieren.
    Leider fehlt mir immer mehr die Zeit gegen diese verdammte System zu kämpfen und auch hier present zu sein , aber glaubt mir hier lokal kämpfe ich wie ein Krieger . Daher https://www.youtube.com/watch?v=71swxdSzY1w


    Liebe Grüße


    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Hallo Franz


    jetzt mal ehrlich glaubst du noch irgendwas was in der "normal" zugänglichen Presse steht??
    Gerade den Spiegel?????
    Also wirklich!!
    Alles was von Efsa BfR und Co kommt ist doch für die Tonne oder für die die schon volkommen verblödet sind oder sein wollen.
    Schau mal hier : https://www.lobbycontrol.de/?s=Efsa


    Liebe Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw


  • Also wo lohnt es sich am meisten auf Bio umzusteigen?


    Ich würde sagen: am besten komplett und sofort. Fang beim Brot an- die Vorstellung, daß die Wartezeit bei mit Glyphosat zur Sikkation gespritztem Brot- und Futtergetreide lediglich 7 Tage bis zur Ernte beträgt, (weil dieses Mittel von der EU als Herbizid eingestuft wird) läßt mir die Haare zu Berge stehen. Da werden Kartoffeln, Raps und Hülsenfrüchte munter mit Herbiziden zur Totreife gebracht, um die Ernte zu erleichtern, die Schalenfestigkeit zu erhöhen und die Anfälligkeit für Keimung und Fäule zu minimieren. Nee, danke- das, was mir im öffentlichen Raum schon an Herbiziden begegnet, reicht mir...

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Ich brauche zum Brotbacken 3 Zutaten: Wasser, Mehl und Salz- feddisch. Ich vertraue dem kleinen Bioladen, der Bioland und Demeter-Getreide lose verkauft- das Getreide ist nicht immer regional, zeitweise aber schon. Wenn ich keine Lust zum Selberbacken habe, gehe ich zum Biobäcker. Auf dem Markt steht ein örtlicher Bioland-Gemüsehändler, Fleisch gibt's beim Neuland-Bauern oder im Bioladen, wo ich weiß, daß das Fleisch zertifiziert ist.
    Wo ist das Problem? Es gibt keine 100%tige Sicherheit im Leben, aber der kleine Prozentsatz, der vielleicht nicht in Ordnung ist, ist es mir allemal wert. Nicht der größte Skandal kann meine Überzeugung erschüttern, daß es einen respektvollen und biologisch sinnvollen Umgang mit DER Grundlage unserer Nahrungsproduktion braucht- unseren Böden. Ich bin auch nicht päpstlicher als der Papst, aber ich versuche mein Bestes, meinen Beitrag zu leisten.
    Ich denke, es gibt in jeder Region inzwischen Möglichkeiten, sich mit guten Bio-Lebensmitteln zu versorgen. Selbst wenn ich irgendwo wohnen würde, wo die Dichte der Möglichkeiten nicht so groß wäre, würde ich mir eine Foodcoop suchen oder notfalls selbst eine gründen. Oder seltener große Einkäufe tätigen, wenn die Entfernung zu weit wäre...

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Ja aber !!!!!!


    Ich habe einfach ein Zeit Problem. Für unsere 4 Köpfige Familie das Brot selber backen ..... leider keine Chance.
    Alle tierischen Prüdukte beziehen wir schon aus sicherer Quelle. zum Teil selber produziert.


    Bio wo einfach möglich wird auch umgesetzt.
    Aber versuche mal Honigwaffeln in Bio qualität zu bekommen....
    Außerdem geht das auch schon wie die Sau ins Geld.
    Auch wenn wir schon nur 1-2 mal Fleisch die Woche essen.


    Ach und Kartoffeln und Zwiebeln bauen wir auch selber an.


    Daher würde mich mal die durchschnitliuche Belastung der einzelnen Nahrungsmittel mit Glyphosat interressieren.


    Das muss doch zugänglich sein.


    Dwen habe ich nicht laut Grundgesetzt ein Recht auf körperliche Unversehrtheit!!!!! Ich würde so gerne den Verantwortlichen mal eine Tasse Glyphosat in den Hals schütten.


    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Hallo Simon,
    die Sicherheit gibt es leider nicht mehr, da sich nach und nach herauskristallisiert das die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln lokal nicht zu begrenzen ist und auch die mutige Umstellung der Bio’s kann, wie man an Deinem Ergebnis ablesen kann, die Belastung nicht verhindern. Nicht einmal das Zeug was Du in Deinem Vorgarten anbaust ist zwangsläufig unbelastet, denn auch Du verwendest dann vielleicht tierischen Dünger, der durch Futtermittel verunreinigt wurde, auch Du bewässerst mit Wasser das Stoffen enthält die da nicht hingehören usw.
    Anreichern soll es sich im Körper nicht, ebenso wenig soll es verstoffwechselt werden… bevor Du dich beruhigt zurücklehnst… es sollte auch nie den Backprozess überstehen und wie so oft sind das Aussagen der Hersteller und die sind nur so lange richtig bis sie undiskreditierbar widerlegt sind.


    Fass das Glyphosat mal lieber nicht an, auch nicht als Drink für die Verantwortlichen... Allerdings könnte man ja mal bei den Entscheidungsträgern der EU nachfragen mit welcher Berechtigung und Begründung sie das Vorsorgeprinzip (welches in den Grundsätzen enthalten ist) einfach ausschalten?

  • Wo ist das Problem? (...) Ich denke, es gibt in jeder Region inzwischen Möglichkeiten, sich mit guten Bio-Lebensmitteln zu versorgen.


    Blubb. Blubb. Fette Blasen steigen aus einem Mittelstandsteich an die Oberfläche. :)


    Es gibt da draußen eine wachsende Zahl alleinerziehende Mütter, Familie in prekären Arbeitsverhältnissen oder Arbeitslose, die beim lesen dieser Zeilen leise wehmütig grinsen. Manche hauen ihr weniges Geld für Kippen raus, aber andere würden ihren kleinen Rackern schon gerne mit hochwertigen Lebensmitteln und -chancen versorgt sehen. Mit Harz4 kommst Du nicht weit im Biomarkt. Aus der Perspektive eines Gutverdieners in Ballungsgebieten aber hast Du natürlich Recht. Und die Anderen: Wenn sie kein Brot haben, sollen sie halt Kuchen essen! :daumen:


    Nix für Ungut, beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Blubb. Blubb. Fette Blasen steigen aus einem Mittelstandsteich an die Oberfläche. :)


    Du kannst überhaupt nicht beurteilen, in welchem Teich ich schwimme. Ich verrate Dir nur, daß ich anders schwimme als die Mehrzahl der hierzulande konsumierenden Menschen.
    Und- ich habe mich ausschließlich auf die Frage von Hartmut bezogen, die da lautete: Wie macht ihr das?


    Friedliche Grüße

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Ja, Ihr habts beide Recht, es war garstig formuliert, sorry. Aber das 'Wo ist das Problem?' ist schon auch ziemlich verletzend für all diejenigen, die ihre Liebsten gerne bestmöglich versorgen wollen, es aber vom Geld her schlicht nicht können. Und die gibt es durchaus. Aus deren Perspektive sind die nötigen Lebensmittel schon in Griffnähe, aber eben doch unerreichbar (finanziell).


    Beste Grüße (fern von Krawall),
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Was mir hier schon wieder fast das Interesse an der Sachlichkeit genommen hat, ist der Verweis auf die freie Presse und ihre Unglaubwürdigkeit. Man kann es bald nicht mehr lesen und hören. Außerdem möge man sich doch noch einmal genauer mit der Unbedenklichkeitsstudie der EFSA befassen. Es bedurfte keinerlei verhasster Lobbyarbeit, um die Bewertung zu Stande kommen zu lassen.


    Die EFSA hat im Tierversuch nachgewiesene Marker für Krebs aus reinem Glyphosat bewertet. Was aber im Landbau und auch sonst eingesetzt wird, sind Mischungen mit Glyphosat. Es ist Ländersache, wie diese Mischungen und deren Grenzwerte bewertet werden müssen. Reines Glyphosat und Mischungen mit Zusatzstoffen sind zwei Paar Schuhe.