Schied setzen bei Dadant ab wann sinnvoll

  • Ich verstehe das sowieso nicht. Ich bin weder ein Anfänger, der nicht weiß, was er da so treibt. Noch würde ich etwas tun, was die Bienen absichtlich schwächt. Im Gegenteil, ich unternehme alles, um den Bienen ein möglichst gutes Leben zu ermöglichen.

  • Als jemand der heuer mit Dadant beginnt, kann ich von diesem Thread wirklich sehr profitieren.
    Meine persönliche Conclusio lautet:


    Wann müssen Völker geschiedet werden?
    Welches sind die Faktoren, die diesen Zeitpunkt bestimmen? Der Zeitpunkt kann nur individuell sein!
    Ich würde mal sagen, der Zeitpunkt ist unter anderem abhängig von der Grösse der Brut.
    Ab einem gewissen Brutumfang muss geschiedet werden, damit sich die Brut nicht über viele Rähmchen ausdehnt.
    Damit in weiterer Folge, keine geschlossene Futterkappe entsteht und damit der Schwarmtrieb nicht provoziert wird!


    Den Glauben an einem besseren Wärmehaushalt habe ich auch, allerdings glaube ich nicht an irgendeine Isolierung, sondern dass ganz einfach durch mehr Bienen auf engerem Raum dieser Wärmeeffekt auftritt.


    Und ob man jetzt eher früher schiedet oder nicht, hängt davon ab, ob man den frühen Eingriff für nutzbringender erachtet als er stört, den stören tut das so frühe Öffnen der Beute schon. Ich glaube, dass es kein notwendiger Eingriff ist. Hier halte ich es mit Melanie's Meinung, die eben schreibt, dass beim nächsten Wärmefenster die Brut noch immer nicht diese grosse Ausdehnung hat und es da noch immer passt mit dem Schieden.


    Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, wenn viel Brut ist, dann eben doch früher, denn dann ist der Eingriff gerechtfertigt.

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Ohne jetzt weiter in das Pro und Contra einsteigen zu wollen: wie verfahrt Ihr denn übers Frühjahr mit den Völkern weiter, die jetzt auf nur auf sehr wenigen, z.B. nur 3 Waben geschiedet wurden?


    Grüße, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Woran machen wir an den Bienen aus, ob wir "richtig"mit ihnen umgehen?


    Da hätten wir z. B. eine frühzeitige Entwicklung von Völkern bei der Durchlenzung. Weiterhin gesunde, langlebige Bienen, die schon zahlreicher in den frühen Trachten fleißig sammeln; nicht zu vergessen, die Schwarmlenkung zur Verhinderung von Schwärmen, die ohne Betreuung mittelfristig verenden. Es gibt Für und Wider - jeder möge das selbst entscheiden. Ich fasse das BN z. Bsp. Jetzt bis Ende April so gut wie nicht mehr an, keine Störung, nur machen lassen.


    Und was diese Aktion mit Thioclopramid zu tun hat, verstehe ich nicht. Der Vergleich humpelt...


    Beste Grüße


    Rainer

  • Hallo Rainer,


    das hat damit etwas zu tun, indem es uns zeigt, wie flexibel die Bienen auf alle möglichen positiven oder negativen Eingriffe (egal ob natürlichen Ursprungs, oder vom Imker provoziert) reagieren. Und es ist absolut nicht sicher, ob wir, wenn wir die Hälfte unserer Völker schieden, die andere Hälfte aber nicht, einen Unterschied sehen werden, erst recht nicht, wenn sie auf verschiedenen Standorten stehen, die Königinnen keine Schwestern sind usw. usw..


    Gruß
    Ulrich, der die Schiede schon gesetzt hat

  • Ohne jetzt weiter in das Pro und Contra einsteigen zu wollen: wie verfahrt Ihr denn übers Frühjahr mit den Völkern weiter, die jetzt auf nur auf sehr wenigen, z.B. nur 3 Waben geschiedet wurden?


    Grüße, Henrike


    naja den Drohnenrahmen bekommen sie ja auch noch irgendwann dann sind es schon 4 Waben und wenn dann noch die Seite zur Beutenwand stark bebrütet wird, dann gibts noch ne MW

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Und zwischen Dir und dem Bier ist auch eine Kühlschranktür....


    Es ging mir nicht um die Tür, sondern um das Entsetzen, das sich breit macht beim Öffnen dieser und der anschließenden hektischen Suche nach vielleicht vergessenen Vorräten, an einem Samstagabend wohlgemerkt....


    Aber das ist jetzt alles OT und diente nur der bildlichen Anschauung.
    Irgendwie muss ich doch mehr Worte machen :cry:

    Um ernst zu sein genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerlässlich ist. Shakespeare
    Alle sind irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt. A.Bierce

  • Hallo Ulrich, stimmt natürlich auch. Die Flexibilität des Biens ist groß genug, um so manches zu ertragen.
    Dennoch - es ging ja darum, ob es schadet. Und das denke ich nicht.
    Man muss ja diesen Empfehlungen nicht folgen, ist ja kein Dogma.


    Rainer

  • Hallo zusammen,


    ich habe den Threat als Anfänger als sehr interessant empfunden. Als folge dessen habe ich mitte der Woche bei strahlendem Sonnenschein meine Völker auch geschiedet. Interessanterweise saßen in allen Kisten die Bienen entlang der Vordeseite (zum Flugloch hin) auf ca. der doppelten Anzahl an Wabengassen die sie eigentlich befüllen könnten wenn die Gassen von vorn nach hinten komplett besetzt wären.
    Entsprechend habe ich dann das Schied gesetzt. Sprich ca. halbe Anzahl Waben als sie Gassen besetzt haben (auf 4 bzw. 5 Waben geschiedet, im nachinein hätte ich das schwächste aber wohl besser auf 3 gesetzt.). Ich persönlich erhoffe mir dadurch durchaus, dass das Brutnest kompakter auf einer kleineren Anzahl Waben sitzt und die Bienen entsprechend eines komprimierteren Ansitzen in den Gassen die vorhandene Brut auch besser pflegen können.


    Positiver Nebeneffekt: Bei 2 Völkern war das Futter im absoluten übermaß vorhanden, wohingegen in einem das Futter bald knapp geworden wäre. So konnte ich Futterwaben gleich ein wenig ausgleichen. Und nein, ihr braucht keine Sorge haben, dass das "geschröpfte" Volk jetzt zu wenig hat. :daumen:


    MfG Max

  • Gerade einen Vortrag von Werner Gerdes gehört der ja auf Dadant mit der Buckfast imkert. Da klang es nach einem recht späten Schieden (April) auf rund 4-5 Waben. Honigraum dann auch erst bei Trachtbeginn; es sei denn, man wolle frühe Trachten wie die Weide abgreifen.
    Gibt eben viele Wege nach Rom beim Schieden...berichtet!


    Grüße aussm ICE nach Berlin


    Melanie

  • Gerade einen Vortrag von Werner Gerdes gehört der ja auf Dadant mit der Buckfast imkert. Da klang es nach einem recht späten Schieden (April) auf rund 4-5 Waben. Honigraum dann auch erst bei Trachtbeginn; es sei denn, man wolle frühe Trachten wie die Weide abgreifen.


    Wenigstens einer der noch vernünftig mit seinen Bienen umgeht. Ob in der ersten April oder letzten Märzwoche ist wiederum egal. Hauptsache man tut es. Nicht vergessen das Handling der Pollenbretter!
    Honigraum drauf kurz bevor die ersten Obstblüten aufgehen. Wenn ich da von Schieden im Febraur höre, bekomme ich im Sinne des Biens ein HWS-Schleudertrauma vom Kopfschütteln. Und fragt jetzt nicht "Warum". Was bedeutet wohl das Wort "Winterruhe"?


    Gruß
    Reiner

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.