Künstliche Einleitung der brutfreien Phase.

  • was dann?


    An anderer Stelle hatte er mal geschrieben, dass er mit Bayvarol und Perzin im Wechsel arbeitet. Meiner Meinung nach war dieser Post als Seitenhieb eines Chemie-Nutzers gegen die biologischen Maßnahmen gemeint. Wenn ich falsch liege, bitte auch ich um Aufklärung.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Vor allem die natürliche Volksstärke zur entsprechenden Jahreszeit.
    Da werden Drohnen geschnitten, die ganze Brut rausgenommen, (oft ohne not!) Königinnen am stiften behindert, Bienen/Brut/Königinnen Verätzt etc.
    ...
    Jeder diese massiven Eingiffe hat eine Auswirkung, die sich immer erst viel später, (Im nächten Jahr zb.) zeigt, meist nachteilig für die mögliche Volksstärke..
    Nur, maltätierte und darum schwache Völker sind viel eher anfällig für alles mögliche, also bitte wundert euch nicht wenn...


    So ganz unrecht hast Du da nicht. Brutentnahme und Co. sind für sich schon schwere Eingriffe.

  • Brutentnahme und Co. sind für sich schon schwere Eingriffe.


    Das stimmt sicherlich! Aber der Import der Varroa war der schwerwiegendere Eingriff, und jetzt muß man's halt irgendwie einfangen. TBE hat sich bei mir jedenfalls bewährt, worüber man trefflich streiten kann, ist ob man die entnommene Brut über Brutscheunen rettet oder direkt einschmilzt. Die Völker hier sind nach TBE jetzt nicht kleiner als ihre anders gehandhabten Schwestervölker! Im brutfreien Zustand hab ich einmal bedampft, das hat dieses Jahr bislang gereicht. Restentmilbung mach ich ja völlig befallsunabhängig im Dez. - Alle Maßnahmen gegen die Varroa sind mehr oder weniger schwerwiegende Eingriffe ins Volk, so wie auch die Honigernte, die Königinnenzucht oder Schwarmverhinderung. Ich hab also prinzipiell nix gegen schwerwiegende Eingriffe, aber man sollte sich das ruhig öfter vergegenwärtigen, das es eben genau das ist und bleibt.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • dass er mit Bayvarol und Perzin im Wechsel arbeitet. Meiner Meinung nach war dieser Post als Seitenhieb eines Chemie-Nutzers


    Hm, Bayvarol + Perizin haben auch ihre Langzeitwirkungen, die nachweislich über das Folgejahr hinausgehen und dazu noch andere Imker mitbetreffen (Bestenausleseffekt bei den Milben ggf. bis hin zur Resistenz, Rückstandsproblematik, verseuchtes Wachs -> kann man ja zum Aufkauf weggeben, aus den Augen, aus dem Sinn usw.). Brutstop bewirken die aber nicht, oder? Diese Folgen/Risiken für mich, die anderen Imker und mglw. Honigkunden in Kauf zu nehmen nur für vermeintlich stärkere Einwinterungseinheiten und die Hoffnung auf bessere Frühjahrsstärke, bin ich nicht bereit. Wobei meine diesjährige Erfahrung mich an dem behaupteten Volksstärkevorteil bei Perizin &Co. zweifeln läßt.


    Zudem höre ich immer wieder, daß die Bienen Brutstopfolgen v.g. biotechnischer Maßnahmen mit erstaunlicher Regenerationskraft innerhalb von faszinierend kurzer Zeit (1 bis 3 Brutzyklen?) ausgleichen. Das entspricht meiner Ersterfahrung mit TBE von diesem Jahr: Ein solcher TBE-Brutstop-Reset zum richtigen Zeitpunkt hat eine gesunde,
    varroarm aufgezogene Winterbienenpopulation in ausreichender Größe auf frischem Wabenbau (ohne vom Imker eingetragene Chemierückstände) zur Folge. Für dieses Ziel würde ich ggf. auch mal einen schwach gebliebenen Brutspender zugunsten eines stärkeren Volkes auflösen und so gleich eine Königin aussortieren, die im nächsten Jahr noch weniger gut gewesen wäre. Das war aber bei mir noch nicht nötig, war ja auch meine erste TBE.

  • Das hat die noch zu kommende VSH-Biene auch. Trotzdem ist es ein Tabu sie kritisch zu beäugen.


    Warum? Warum sollte es ein Tabu sein, kritische Fragen zu stellen? Was haben die Züchter dieser Biene zu verbergen?

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Genau das frage ich mich ja auch. Nur Antworten bekomme ich keine.
    Z.b. die Herkunft von männlichen Zuchtmaterial und deren Finanzierung. Angeblich eine Spende von der amerikanischen Botschaft. So die Aussage eines Vertreters des Landwirtschaftsministeriums.


    Verarschen kann ich mich selbst.

  • Nix! zu verbergen.
    Nur, die geben nichts raus, das ist für viele das Problem!
    Es wird nur gesagt wie es geht! Und das .....zu wenig.
    Sei`s drum!
    Hallo
    Ich denke das die Königin der Quell aller Glückseligkeit ist.
    Folglich ist Zucht unabdingbar.
    Dafür sind möglichst gleiche Startbedingungen nötig. Die weitere "MÖGLICHST" unbeeinflußte Entwicklung des Volkes zeigt uns den eigentlichen Wert der Königin! IMMER!
    Ich halte nix von mit der Post verschickten Königinnen, alleine der Umstand das die Spermatheka/Sperma unterkühlt und verhitzt werden kann, erklärt MIR, warum so welche Königinnen oft enttäuschen.
    Also muß ich selber sehen. Zudem meint Mann immer, in Nachbars Garten hängen die süßeren Kirschen!
    Jeder, Große wie kleine Imkers, sollte und müßte in der Lage sein, seine Beste zu finden.
    Viele Biologischen Behandlungsmaßnahmen verhindern das objektive Beurteilen.
    Dann versuche ich das Soziale Gefüge eines Volkes zu betrachten.
    Das Verhältnis von Brut zu Pflegebienen "wann im Jahr", das steuert die Erzeugeung von langlebigen (nicht nur) Winterbienen.
    Unnötige Eingriffe in diese Struktur halte ich vor diesm Hintergrund nicht für gut.
    Sicher, Bienen können so manche Missetat ausbügeln, und das wird mit "es geht doch" oder "Immer so gemacht" begründet.
    AAAber ist das auch gut für die Völker?


    Der der sich db nennt

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Hallo Andreas,
    vielen Dank für die Info über die Brutfreiheit. Ich habe für das nächste WE das gleiche vor wie du letztes WE.
    Hoffe, dass ich dann auch die Winterbehandlung machen kann.
    Gruß
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.


  • vielen Dank für die Info über die Brutfreiheit. Ich habe für das nächste WE das gleiche vor wie du letztes WE.
    Hoffe, dass ich dann auch die Winterbehandlung machen kann.
    Gruß
    Wolfgang


    Wir haben etwa die gleiche Höhe und Klimaverhältnisse, lediglich einzelne Wirtschaftsvölker sind bisher brutfrei, Ableger sind noch immer am Brüten und wachsen! Auf über 700 Meter sind die Wirtschaftsvölker vermehrt aus der Brut aber auch nur ein teil davon. Ich warte auf den Dezember, dann schauen wir mal wie die Temperaturen werden.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Und sie fressen und fressen. Ich werd weich, echt.


    Wenn es so weitergeht muss ich bald aufsetzen, meinst die nehmen den Honigraum schon an?


    Aber ums Futter mach ich mir nun wahrlich keinen Kopf mehr, Dezember und Januar sind sicher kalt und der verbrauch geht auf 1Kg zurück, ab Februar wird dann kontrolliert und im Notfall Futterwaben verschoben oder Futterteig aufgelegt.


    Ich bin immer wieder über einen Bekannten entsetzt. Da hat es nun in den Kisten kaum Futter, maximal 5 Kg, eher weniger und im Frühjahr stehen die alle super da. Die haben den Winter über noch ein wenig Futterteig über dem Kopf und im Frühjahr wird notfalls nochmal ein wenig nachgelegt. Dafür hat er aber dann auch unmengen Weiden die ab März den Rest erledigen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • ...Ich bin immer wieder über einen Bekannten entsetzt. Da hat es nun in den Kisten kaum Futter, maximal 5 Kg, eher weniger und im Frühjahr stehen die alle super da. ...


    So einen kenne ich auch! Jeden Herbst würde ich Haus und Hof verwetten, daß seine Bienen verhungern... Und im April fliegen sie wieder, genau wie meine.


    Gruß Jörg

  • Was mich interessiert: Sind die klimatischen Verhältnisse im Süden Österreichs wirklich so, dass die Völker lange brüten? Hier sind die Völker i.d.R. spätestens Mitte Oktober völlig brutfrei. Obwohl ich lange Zeit meine Völker diesbezüglich beobachtet habe, aber durchbrütende Völker konnte ich noch nie feststellen, egal wie der Winter war.


    Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Wir hatten heute 22 Grad und meine Völker sind großteils in Brut.